Hessisch- Waldeckischer Gebirgs-
und Heimatverein

       
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2003

Maitour der Bastelgruppe
Zweitagesfahrt Bamberg - Bayreuth - Kulmbach

Am 30.April 2003 starteten wir morgens um 7.00 Uhr mit dem Bus in Richtung Süden. Der Regen begleitete uns leider bis kurz hinter die Rhön, aber dann wurde es immer besser. Wir suchten einen geeigneten Parkplatz und nach kurzer Zeit war unser Frühstücksbuffet eröffnet. Nach kurzer Fahrt erreichten wir dann Bamberg. Wir besichtigten zuerst den Dom mit dem "Bamberger Reiter" und dem Hochgrab Heinrich des II. Danach Stadtbesichtigung; Klein-Venedig und das alte Rathaus unter dem die Regnitz fließt.
Nach kurzer Busfahrt und ausgiebiger Kaffeepause erreichten wir dann die Wagnerstadt Bayreuth. Unser Ziel war das Festspielhaus, das wir mit einer Führung besichtigten. Die im 18. Jahrhundert von der Markgräfin Wilhelmine errichtete Eremitage und das alte und neue Schloss waren unser nächstes Ziel. In dem schönen Park hatten wir noch Zeit für einen Spaziergang. Gegen 18.00 Uhr trafen wir in Oberwarmensteinach / Fichtelgebirge ein, wo wir übernachteten. Nach einem guten Abendessen beendeten wir diesen ereignisreichen Tag.
"Der Mai ist gekommen"
Nach dem Frühstück starteten wir in Richtung Kulmbach. Bei herrlichem Sonnenschein und klarer Sicht konnten wir die Plassenburg schon von weitem sehen. Ein kurzer steiler Aufstieg und wir hatten die Burg erreicht. Wir besuchten dort das Zinnfiguren-Museum, in dem 300 000 Zinnfiguren auf fünf Etagen verteilt zu sehen sind.
Nach ausgiebiger Mittagspause fuhren wir zur Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, einem Spätbauwerk des Barockbaumeisters Balthasar Neumann. Nach der Kirchenbesichtigung und einem kurzen Rundgang verließen wir die Fränkische Schweiz. Auf der Rückfahrt gab es nochmals Kaffee und Kuchen. Es waren zwei wunderschöne Tage, an die wir sicher noch gern zurückdenken. Vielen Dank den Damen der Bastelgruppe für das gespendete Frühstück und den Kuchen.


Maitour der Herren 2003

Am 1. Mai trafen sich 16 unternehmungslustige Wanderfreunde aus Fuldatal an der Endstation der Straßenbahn, um unter der Führung von Karl Beyer und Gerhard Goldmann zur traditionellen Maitour aufzubrechen. An diesem Tag war so einiges anders als an den sonstigen Wandertagen: ohne die Frauen und ohne Bus oder eigenes Fahrzeug kommt es im Laufe des Tages auf ein Schlückchen Bier oder ein Gläschen Schnaps mehr oder weniger nicht an.

Die Straßenbahn brachte uns bis zum Leipziger Platz, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Von da aus ging es von Bettenhausen, das sich hier mit der Eichwaldsiedlung von seiner ansehnlichen Seite präsentiert, durch den Eichwald bis nach Heiligenrode. Hier hatten die Wanderführer für die Frühstückspause einen schön gestalteten Rastplatz mit einem plätschernden Springbrunnen ausgesucht. Unterwegs waren uns einige Gruppen mit Bollerwagen für den Transport von Bierkästen begegnet. Diese Anstrengung hatten uns die Wanderführer erspart, indem sie an dem Rastplatz vorsorglich einen wohl bestückten Pkw bereitgestellt hatten. Darüber hinaus sorgten zwei Wanderfreunde dafür, dass wir das Bier nicht so trocken herunterwürgen mussten.

So gestärkt konnten wir anschließend unsere Wanderung durch Wald und Flur in Richtung Niederkaufungen/Steinertsee fortsetzen. Das Wetter meinte es gut mit uns: der Wind blies alle Regenwolken davon und wir konnten herrliche Aussichten über die in frühlingshaft frisches Grün getauchte Landschaft genießen. Natürlich fehlten auch die gelben Flächen der blühenden Rapsfelder nicht, die uns dazu einluden, das traditionelle Photo mit der lustigen Wandertruppe im Rapsfeld zu schießen.

In dem Lokal am Steinertsee wurde die Wandergruppe von drei Wanderfreunden erwartet, die an dem gemeinsamen Essen und dem anschließenden Rundgang um den Steinertsee teilnahmen. Dabei besichtigten wir die "Bahnstation Steinertsee" und den Weinberg an der Weinberghütte unseres Nachbarvereins Niederkaufungen. Dann wanderten wir zur Haltestelle der Lossebahn, von wo aus wir zum Ausgangspunkt zurückfuhren. Am Schluss warten sich alle einig, wieder eine schöne Wanderung in den Mai erlebt zu haben.
J.H.


Naturkundliche Wanderung

Neue oder bereits in Vergessenheit geratene Kenntnisse über unseren nordhessischen Reinhardswald konnten 35 Mitglieder des HWGHV Zweigvereins Fuldatal, einschließlich einiger Gäste, Anfang Mai dieses Jahres erfahren. Dies geschah in Form einer nuturkundlichen Wanderung unter der beeindruckenden Führung von Herrn Forstoberamtsrat a. D. Hermann-Josef Rapp aus Veckerhagen. Beginnend an der "Kübacher Wiese" führte der Weg entlang der "Veckerhagener Sommerseite" zum Osthang des Waldes oberhalb des Wesertales und weiter über den Paulusstein, der Staufenberghütte zum Parkplatz des Friedwaldes.

Herr Rapp erläuterte den interessierten Zuhörern bei vielen Gelegenheiten die Besonderheiten des Waldes. So hatte man z. B. Anfang des 19. Jahrhunderts teilweise enorme Schwierigkeiten bei der Wiederaufforstung des Waldes. Durch intensive Holznutzung und Viehbeweidung hatten sich große Flächen zu sogenannten "Molkenböden" verwandelt. Auf diesen verdichteten, sauerstoffarmen und mit Staunässe versehenen Böden, konnte keine Nutzbepflanzung gedeihen. 1851 begann man am damals holzleeren Staufenberger Bruch mit der "Klumpsbepflanzung". Bei dieser Bepflanzungsmethode wurde der Aushub von Entwässerungsgräben zu Hügeln mit Durchmessern von 6 bis 8 Metern aufgeworfen. In die Mitte der Hügel pflanzte man eine Eiche oder Buche, die jeweils von einem Kranz von Fichten umgeben wurde. Die Hügel wurden im Dreiecksverband mit einem Abstand von 14 bis 16 Metern angelegt. Diese Methode erwies sich als erfolgreich. Auswirkungen dieser Bepflanzung sind noch gegenwärtig.

Heute werden in ausgewiesenen "Bannwaldzonen", in denen keine Veränderungen vorgenommen werden dürfen, zahlreiche Versuchsfelder wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Hier erhofft man Aufschluss darüber zu erhalten, welche Baum- und Pflanzenarten ökologisch und ökonomisch am besten in speziellen Bereichen des Waldes gedeihen.

Zum Schluss erfuhr die Wandergruppe Wissenswertes über den neu eingerichteten "Friedwald". Diese Einrichtung, eine von wenigen im Bundesgebiet, ermöglicht Urnenbestattungen im Wald.

Die naturkundliche Wanderung wurde, nicht zuletzt durch die interessant gestaltete Führung, mit Begeisterung aufgenommen. Für den Herbst ist eine Wiederholung angekündigt.
G.Z.


Jahreswandertreffen 2003
des Hessisch- Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereinsin Battenberg (Eder)

35 Zweigvereine mit insgesamt ca. 700 Teilnehmern besuchten am Sonntag, 11.05.03 das nordhessische Jahreswandertreffen. Der ausrichtende Verein "Gebirgs- und Wanderverein Oberes Edertal" hatte keine Mühen gescheut ein vielfältiges Programm, unter dem Motto "Wanderbares Ederbergland", aufzustellen.

Wanderfreundinnen und -freunde des Zweigvereins Fuldatal unterstützten mit 18 Mitgliedern diese traditionelle Veranstaltung.

Die Reise nach Battenberg erfolgte mit PKW in Fahrgemeinschaft. Schon die Anfahrt am Morgen, durch die Landschaft der Ederauen und des Kellerwaldes, stimmte gutgelaunt. Ein ideales Wanderwetter tat das Übrige.

Nach einer gemeinsamen Morgenandacht konnte man auf verschiedenen Wanderstrecken mit unterschiedlichen Entfernungen wandern oder an einer Besichtigung der Stadt Battenberg mit einem Besuch des Stadtmuseums teilnehmen.

Die Wanderkundgebung erfolgte gegen Mittag auf dem Marktplatz in Battenberg vor dem Museum. Im Anschluß "marschierten" alle Wandervereine gemeinsam zur Festhalle. Der Zug wurde musikalisch durch die Mitwirkung eines Musikvereins begleitet. Schön anzusehen war die Fuldataler Gruppe mit ihrer aufeinander abgestimmten schlichten, aber dennoch freundlich wirkenden Wanderbekleidung. Auch für das leibliche Wohl am Nachmittag war gut gesorgt. Einige Grußworte konnten entgegengenommen werden. Viele Wanderfreunde nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen mit Mitgliedern anderer Zweigvereine. Als Besonderheit konnten sich die Besucher anhand eines schön gestalteten Modells einen Eindruck von der reizvollen Landschaft des oberen Edertals verschaffen.

Alle Wanderfreunde waren sich schon vor der Heimfahrt einig: Es war wieder ein schönes, gelungenes Jahreswandertreffen.
G.Z.


Radwanderung auf dem Ederauen-Radweg

Die 23 Teilnehmer (Mitglieder des Vereins und Gäste) der Ederauen-Radwanderung schickten ängstliche Blicke zum Himmel, als sie am Sonntag, 18.5.03 gegen 10.00 Uhr zu der 58 km langen Radtour aufbrachen. Nach ca. 12 km überraschte sie dann auch ein Regenschauer, der einzige des ganzen Tages. Unter einer Ederbrücke wurde Schutz gesucht, ein Frühstück mit Umtrunk passte prima zu der Situation. Man ließ sich die gute Laune nicht verderben.

Schöner als zu dieser Jahreszeit kann die Natur wohl nicht sein. Das frische Grün, der Duft der Rapsfelder und des blühenden Weißdorns begleitete die Radler auf der gesamten Tour entlang der Eder in Richtung Edersee bis nach Rehbach. Dort fand bei strahlendem Sonnenschein eine Mittagsrast am Ederstrand statt. Eine weitere Stärkung erlaubten sich die nun schon etwas geschwächten Radler in einem Biergarten in Wega, kurz vor Beendigung der Tour.

Es gab nur wenige kurze Steigungen, die selbst von Hilmar mit seinem 50 Jahre alten Fahrrad (ohne Gangschaltung) bravourös gemeistert wurden.

Pünktlich um 17.00 Uhr war der Ausgangsort Fritzlar wieder erreicht. In PKW-Fahrgemeinschaften und einem großen Fahrradanhänger ging es nun nach Hause.

Es war ein schöner Tag.
H.Z.


Viertagesfahrt zum Kyffhäuser

Am frühen Morgen des Himmelsfahrtstages 2003 trafen sich 90 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde, um in zwei Bussen zur traditionellen Viertagesfahrt des HWGHV Fuldatal aufzubrechen. Ziel war das Kyffhäuser-Gebirge in Thüringen, wo bei dieser Gelegenheit die letzten drei Etappen des Barbarossaweges erwandert werden sollten. Die Wanderführer Horst und Gisela Müller sowie Friedrich Hobein und Walter Makarowski hatten sich auf die beiden Busse verteilt und bereiteten während der Fahrt die Mitreisenden darauf vor, was sie am Anreisetag und in den folgenden drei Tagen erwartete.

Das erste Ziel war der "Possen" bei Sondershausen, ein beliebtes Ausflugsziel in dieser Gegend, das an diesem noch etwas frischen Morgen des "Vatertages" bereits gut besucht war. Hier in der freien Natur, in der Nähe von Bärenzwinger und Tiergehege, nahmen wir unser zweites Frühstück ein.

Vom "Possen" aus brachen die Wanderer zur ersten Etappe auf, zunächst zum sog. Rondell, von wo aus man einen herrlichen Rundblick über Sondershausen und das Kyffhäuser-Gebiet hat, und dann auf dem Barbarossaweg bis nach Hachelbich. Der Weg führte am Waldrand entlang, wo wir im Schatten der Bäume vor der zunehmenden Sonnenhitze geschützt waren und dabei vielfach schöne Aussichten genießen konnten. Am Ziel erwartete uns bei dem Bus als Überraschung ein vorbereiteter Kaffeeausschank mit verschiedenen, von den Frauen des Festausschusses gebackenen Kuchen.

Von unserem Hotel in Bad Frankenhausen aus brachen die Wanderer am nächsten Morgen gut verpflegt - nach einem opulenten Abendbuffet und einem reichgedeckten Frühstückstisch mit einem Lunchpaket versorgt - zur Barbarossahöhle auf. Der Weg führte weitgehend über freies Feld, sodass wir unterwegs größtenteils der Sonne ausgesetzt und schließlich froh waren, in der Höhle eine Abkühlung zu finden.
Im weiteren Verlauf der Wanderung erreichten wir die Klosteranlage St. Wigbert in Göllingen, von der außer einem ansehnlichen und geräumigen Kirchturm nicht viel übrig geblieben ist. Hier erwartete uns als weitere Überraschung eine von den Landfrauen des Ortes liebevoll vorbereitete Kaffeetafel und Erfrischungsgetränke.

Die Nichtwanderer hatten an diesem Tage die Modelleisenbahn Wiehe auf dem Programm, wo sie Modellbahnen verschiedener Baugrößen in der thüringischen und nordhessischen Landschaft auf einer Gesamthallenfläche von 12.000 qm bewundern konnten. Am Abend erlebten wir im Hotel ein buntes und vielfältiges Programm mit originellen und gekonnten Darbietungen des örtlichen Karnevalvereins FKK, von dem alle hell begeistert waren.

Am nächsten Tag erwartete uns dann der Höhepunkt unserer Wanderfahrt, die Wanderung zum Kyffhäuser-Denkmal, von der wir uns auch nicht von einem kräftigen Gewitterregen abhalten ließen. Hier sind 800 Jahre deutscher Geschichte von Kaiser Friedrich Barbarossa bis Wilhelm I in einem monumentalen Denkmal verewigt. Unter den strengen Augen von Kaiser Rotbart überreichte unser Wanderwart Hilmar Brackmann den Barbarossaweg-Wanderern ihre Medaillen.

Der Tag klang im Hotel mit einem Tanzabend aus. In den Tanzpausen trugen Liesel Brede und Hannelore Keil mit einem Sketch über die Klofrauen vom Hauptbahnhof und Gerhard Goldmann mit zwei lustigen Gedichten zur Unterhaltung bei.

Der Sonntag als Abreisetag war nochmals vollgepackt mit Programm. Ein Teil der Gruppe ließ sich auf dem geologisch-botanischen Wanderweg von den Wundern der Natur beeindrucken. Die meisten Teilnehmer aber gingen oder fuhren zum Panorama-Museum, in dem der Bauernaufstand von vor 500 Jahren als geschichtsträchtiges Welttheater in einem monumentalen Rundgemälde (14 x 123 m) des Leipziger Künstlers Werner Tübke zu bewundern ist.

Auf das Kofferverladen und Mittagessen im Hotel folgte noch in der Unterkirche zu Frankenhausen eine Darbietung des Singkreises unter der Leitung von Günter Hallaschka. Der Chor trug hauptsächlich Frühlingslieder vor, jeweils eingeleitet durch dazu passende Verse.

Den Abschluss der Fahrt bildete eine Kaffeetafel in der Waldgaststätte "Sennhütte". Alles in allem war es eine gut vorbereitete und prächtig organisierte Reise, an die alle Teilnehmer gern zurückdenken. Den Wanderführern sei an dieser Stelle für ihre umfangreiche Arbeit nochmals herzlich gedankt.
J.H.


Kulturfahrt nach Frankfurt/Main

Am 11. Juni 2003 starteten 49 Wanderfreunde früh am Morgen bei noch etwas frischem Wetter mit dem Bus nach Frankfurt. Die von unserem Kulturwart Gottfried Gaebelein wieder perfekt organisierte Tour führte uns zunächst zum Flughafen, wo eine Besichtigung des Flughafengeländes vorgesehen war.

Nach einer gründlichen Sicherheitskontrolle begann in einem Sonderbus der Fraport AG die Rundfahrt auf dem Flughafengelände. Der Bus fuhr uns dabei direkt neben die großen Jets, die gerade für den Start in alle Welt betankt und beladen wurden. Besonders die riesigen Ausmasse des Jumbo-Jets und des neuen Airbus A 340, deren Spannweite die Breite eines Fussballplatzes übertreffen, waren sehr beeindruckend. Während der Besichtigung erfuhren wir interessante Einzelheiten, dass z.B.

- 62.000 Mitarbeiter auf dem Flughafen beschäftigt sind und die Fraport AG somit der grösste Arbeitgeber vor VW in Deutschland ist

- mit 48,5 Mio Fluggästen im Jahr Frankfurt nach London der zweitgrößte Flughafen in Eurüpa ist

- 1,5 Mio Tonnen Frachtgut jährlich umgeschlagen werden und ein Jumbo-Jet bis zu 100 Autos oder 120 Tonnen Fracht laden kann

- in einer Stunde bis zu 80 Starts und Landungen erfolgen

- die computergesteuerte Gepäckförderanlage ein System von 67 km langen Förderstrecken umfasst

- der neue Airbus nach Übersee bis zu 400 Passagiere befördern kann. Auf innerasiatischen Linien wird die Kapazität teilweise durch engere Bestuhlung auf 600 Personen erhöht.

Zum Schluss konnten wir direkt neben den Rollbahnen das Starten und Landen einiger Flugzeuge beobachten, sodass bei manchem Wanderfreund wieder die Lust auf Reisen in die weite Welt geweckt wurde.

Bei inzwischen strahlendem Sonnenschein ging es weiter zur Mittagsrast in einer idyllisch gelegenen Waldgaststätte, wo wir unter schattigen Bäumen ein wohlschmeckendes Mittagessen einnahmen.

Anschließend fuhren wir zum Besuch des Palmengartens, wo uns ca. 3 Stunden zur freien Verfügung standen. In den großen Tropenhäusern konnte man die Vegetation des Regenwaldes, der Savanne, der Mangroven, Orchideen und anderer tropischer Gewächse bestaunen. Sehr schön war auch das Freigelände mit Rosengarten, Seerosenteichen, herrlichen Sommerwiesen und vielen anderen Pflanzen und Gewächsen, die man einzeln gar nicht aufzählen kann. Bei den hochsommerlichen Temperaturen waren bei vielen Wanderfreunden schattige Bänke gefragt, während andere beim Kaffeetrinken im Palmenhaus noch mehr ins Schwitzen kamen. Gegen 17 Uhr traten wir die Heimreise nach einem erlebnisreichen Tag an, für den wir uns bei G. Gaebelein nochmals bedanken.
I.B.

Radwandern in Ostfriesland

Entgegen einer allgemein landläufigen Meinungen fanden acht Radfreunde unseres Zweigvereins in Ostfriesland freundliche, mit "Moin-moin" grüßende hilfsbereite Menschen.

Wir, die Radfreunde, hatten uns Ende Juni 03 zum fünften mal in Folge zu einer mehrtägigen Radwanderung zusammengefunden. Diesmal wurde in der schönen Stadt Leer ein Standquartier bezogen. Von hier aus starteten anspruchsvolle Tagesrouten durch flache, vom Wind geprägte Landschaften, entlang an Flüssen und zahlreichen schiffbaren Kanälen mit Schleusen und Klappbrücken. Beeindruckend waren kleine verträumte Ortschaften mit dem ursprünglichen Charakter der Fehnkolonien der einst ausgedehnten Moorgebiete und die romanischen und gotischen Backsteinkirchen.

Auf dem Besichtigungsprogramm stand das erst in diesem Jahr fertiggestellte gigantische Emssperrwerk (das Werk erleichtert das Befahren der Ems mit Großschiffen, es dient jedoch primär als Hochwasserschutz) und die Dollartstadt Emden. Außerdem wurde in eine ca. 73 km lange Tagesroute eine geführte Werksbesichtigung der bekannten Großwerft in Papenburg eingeplant.

Fast zufällig, abseits der großen Touristenrouten, konnte eine voll intakte große Windmühle besichtigt werden. Der freundliche Eigentümer der Mühle ermöglichte unserer Gruppe die Besichtigung während des Mühlenbetriebes, sogar bis in die Mühlenhaube. Selbst technisch Versierte unter uns waren von der rumpelnden und knirschenden Technik der Vergangenheit überwältigt.

Dass das Radwandern neben dem allgemeinen Wandern seinen besonderen Reitz hat, bestätigte uns die siebenköpfige Senioren-Radgruppe des HWGHV-Zweigvereins Altmorschen. Irgendwie hatte man sich im Quartier erkannt; ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und ein Erfahrungsaustausch war die Folge.

Radwandern in Ostfriesland, mit seinen vielfältigen Radwegen entlang an vom Wind zerzausten Alleen, den unkalkulierbaren Wind meist gegenwärtig, ist ein besonderes Erlebnis.
G.Z.


Deutscher Wandertag 2003 in Schwarzenberg

Zum 103. Deutschen Wandertag 2003 hatte die Gemeinde Schwarzenberg im Erzgebirge / Sachsen eingeladen; er stand unter dem Motto: "Mit Glück Auf durchs Erzgebirge". 37 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde aus Fuldatal waren diesem Ruf gefolgt und mit Privat-Pkw angereist, um am Sonntag den 27.Juli an dem großen Festumzug durch Schwarzenberg teilzunehmen. Unser Quartier schlugen wir 30 km davon entfernt in dem bekannten Wintersportort Oberwiesenthal nahe der tschechischen Grenze am Fuße des Fichtelberges auf. Die Vorbereitung und die Organisation für unsere Gruppe vor Ort hatte unser Kulturwart Gottfried Gaebelein übernommen, dem dabei zugute kam, dass er aus dieser Gegend stammt.

An dem Festumzug am Sonntagnachmittag beteiligten sich etwa 15.000 Wanderer aus ganz Deutschland, die in 58 Wandergruppen eingeteilt waren. Der HWGHV mit seinen Zweigvereinen bildete die 42. Gruppe. Bei aller Mühe, die sich die Organisatoren und die einzelnen Wandergruppen mit der Vorbereitung des Umzuges gemacht hatten, wollte doch keine rechte Stimmung aufkommen. Zur Aufmunterung der Wanderer und der Zuschauer fehlte bei der brütenden Hitze vor allem die Musik, denn auf die Länge des Zuges waren zu wenige Musikgruppen verteilt.

Unser Zweigverein gab traditionell mit dem geschmückten Leiterwagen und dem großen Rucksack mit der "Rucksackverpflegung" ein gutes Bild ab, das vielfach geknipst und gefilmt wurde. Applaus kam insbesondere dann auf, wenn er mit dem Ruf "Fullewasser, Fullewasser hoi, hoi, hoi" herausgefordert wurde.

Die meisten unserer Wanderfreundinnen und Wanderfreunde haben von dem Angebot Gebrauch gemacht, den Aufenthalt in der Urlaubsregion Oberwiesenthal zu verlängern. Gottfried Gaebelein hatte eine umfangreiche Liste empfohlener Ausflüge und Sehenswürdigkeiten ausgearbeitet und entsprechende Unternehmungen durchgeführt. Dazu
gehörten Wanderungen auf dem Erlebnispfad entlang der Bimmelbahn und auf den Fichtelberg ebenso wie die Besichtigung eines Bergwerkes und eines volkskundlichen Museums, Darüber hinaus bot sich ein Abstecher in das nahe Tschechien an, z.B. nach Karlsbad (mit Stadtführung) und auf einen Vietnamesenmarkt. Eine kleinere Gruppe nutzte die Gelegenheit zu einer Fahrt nach Prag.

Mit einem Abschiedsabend in einem gemütlichen Lokal, an dem wir das bekannte Lied des örtlichen Heimatdichters Anton Günther "Feierobend" zum Besten geben konnten, klang der Aufenthalt in Oberwiesenthal stimmungsvoll aus.
J.H.

Radwandern im Paderborner Land (am 24.08.03)

Unter dem Motto "wer rastet der rostet" startete eine 32-köpfige Radfahrgruppe am vergangenen Sonntag im Paderborner Land. Ein zusätzlicher Zeitungsartikel im Regionalblatt sorgte für starkes Interesse aus dem Kasseler Umland. In PKW-Fahrgemeinschaften und einem großen Fahrradanhänger reisten die Radler zum Ausgangstreffpunkt nach Paderborn. Die von den Wanderfreunden H. Schuller und G. Zintel ausgearbeitete Rad-Route führte durch das Senne-Übungsgelände, zu den Emsquellen, weiter auf den Radwegen R2 / R48 über Hövelhof bis zurück zum Ausgangspunkt in Paderborn. Leider standen die großen Heideflächen, durch die Trockenheit dieses Sommers, statt in einer violetten Farbe in einem tristen Braun. Auch mußten einige Radfreunde während der Mittagsrast in einem Waldlokal - trotz vorheriger Anmeldung - auf eine Bewirtung verzichten. Trotz dieser kleinen Widrigkeiten war die Tour, ohne Unfälle und Pannen, ein schönes Erlebnis. Die Wanderführer bedanken sich bei den Vereinsmitgliedern und bei den zahlreichen Gästen für ihr gutes umsichtiges Verhalten.
G.Z.


Freizeit im Berchtesgadener Land

10 Tage Wandern im Berchtesgadener Land! Die meisten der 49 Teilnehmer unseres Zweigvereins kannten dieses so herrliche Fleckchen Erde von früheren Freizeiten oder aus privaten Urlaubsfahrten; dennoch gab es während dieser schönen Tage bei herbstlich angenehmen Bergwetter viel Neues zu entdecken und zu erkunden. Das schon traditionelle morgendliche "Wachsingen" vor dem ausgiebigen Frühstück im zum Teil renovierten "Haus Panorama" in Schönau, war für jeden von uns gern erbrachte Pflicht. Vorbildlich war der Zusammenhalt der Gruppe. So saß man abends meistens zusammen in größerer Runde, ließ den Tag Revue passieren, unterhielt sich angeregt und genoss dabei sein Lieblingsgetränk. Das Personal ließ es auch diesbezüglich an Fürsorge nicht mangeln.
Bis auf eine Ausnahme organisierten die Wanderführer täglich größere und kleinere Touren in die wunderschöne Bergwelt. So hatte jeder, seiner persönlichen Konstitution entsprechend, die Möglichkeit, an den Touren teilzunehmen. Viel wurde unternommen! Im Nachhinein gesehen waren die Aktionen vielleicht sogar für manche zu viel; jedoch lag die Entscheidung über die Teilnahme bei dem Einzelnen. Kann doch letztlich nur jeder selbst seine momentane Fitness einschätzen. Natürlich wurde der Soleleitungsweg (als Einlauftour) abgelaufen. Wie auf diesem bequemen Höhenweg, so konnte man am Tage darauf bei der Begehung des "Jenner-Königswegs" bis hinab zum Königssee, die wunderbare Landschaft mit den schneegepuderten Gipfeln auf sich wirken lassen. Weitere Programmpunkte waren die Halsalm, das Wimbachtal, der Hintersee mit Zauberwald und Ramsau, die Almbachklamm, Hochschwarzeck mit der Mordau, Besichtigung der Kirche Maria Gern mit anschließender Wanderung durch die kleine - nach einem ausgiebigen nächtlichen Regen- brausende Gerner Klamm, um den Kälberstein zum Soleleitungssteg oberhalb Berchtesgaden. Auch eine Stadtführung durch das historische Berchtesgaden fand bei den Teilnehmern großen Anklang. Einige Verwegene unternahmen Bergtouren zum Jennergipfel, zum Watzmannhaus, den Kühroint, hinauf zur Almbachwand und entlang dem Höhenquerweg des legendären Untersberg zur Scheibenkaseralm, hinab nach Ettenberg und weiter durch die Almbachklamm. Auch die Gewalttour von St.Bartholomä um das Watzmannmassiv, über den Trischübel, hinab zur Wimbachgries, weiter zur Wimbachbrücke, musste sein. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass der älteste dieser Aktivisten im 75. Lebensjahr steht. Ja, Wandern hält fit!

Ein gemeinsamer Grillabend mit anschließendem Beisammensein am Lagerfeuer, ein bunter Abend im hübsch dekorierten Aufenthaltsraum und der Besuch des Musicals "Der Mann im Eis" nach L. Ganghofer, waren eine reizvolle Abwechslung nach den ausgiebigen Wanderungen.

Herzlichen Dank den Wanderführen für das abwechselungsreiche Programm und dem 1. Vorsitzenden Jürgen Huisinga für die Vorbereitung und Organisation dieser kreativen Freizeit.
H.Z.


Hüttenabend 2003

Einer der Höhepunkte unseres Wander- und Heimatvereins ist der alljährlich stattfindende Hüttenabend. In diesem Jahr wurde er am Samstag, den 08.11. gefeiert. Pünktlich um 18.00 Uhr hieß der 1. Vorsitzende Jürgen Huisinga die etwa einhundertdreißig Teilnehmer des Abends, darunter zahlreiche Gäste, willkommen und gab damit den Startschuß für den vielfältig gestalteten bunten Abend. Sein besonderer Dank galt den Mitgliedern des Festausschusses, mit ihrem Sprecher Frieder Hobein, die wieder viel Phantasie, Engagement und eine Menge Arbeitsstunden investiert hatten, um einen harmonischen Abend zu gestalten.

Zunächst wurde der offizielle Teil des Abends, die Ehrung verdienter Mitglieder, durch zwei Chorsätze des Singkreises, unter der Leitung von Günter Hallaschka, eingeleitet.

Die Ehrungen:

Ehrung für 10-jährige treue Vereinsmitgliedschaft,
durch die Vereinsvorsitzenden:

Gaby Dietrich, Karl Dietrich, Brigitte Geiser, Gustav Geiser, Ursula Hallaschka,
Günter Hallaschka, Hannelore Keil, Ruth Schwanz, Liesel Seeger, Erika Starke.

Die Ehrung für das verhinderte Ehepaar Gropengießer wird im Rahmen unserer Adventswanderung nachgeholt.

Ehrung für aktive Mitglieder,
durch den HWGHV-Gesamtverein, vertreten durch seinen 2. Vorsitzenden und Geschäftsführer Herrn Roland Petrowskyund dem Schatzmeister Herrn Werner Kappes.

Die Ehrungen erhalten Mitglieder für langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten in der Vorstandsarbeit, der Öffentlichkeitsarbeit, der Pflege von Wanderwegen, Schutzhütten und sonstigen Einrichtungen, als Wegezeichner, Wanderführer, als Mitarbeiter und Betreuer historischer Einrichtungen unserer Region, als aktiv Mitwirkende an der Erhaltung von Kultur und Brauchtum der Heimat.

Verleihung der "Silbernen Ehrennadel" an:

Theofil Herrmann, Günter Hichert, Georg Höhmann, Manfred Schweitzer,
Gerhard Zintel.

Verleihung des "Goldenen Ehrenzeichen" an:

Irmgard Billigmann, Werner Billigmann, Liesel Dornemann, Willi Dornemann,
Günter Hallaschka, Friedrich Hobein, Ruth Köppler, Horst Köppler.

Für die an diesem Abend verhinderten Wanderfreunde Heinz Horst Groß (Silberne Ehrennadel) und Karl Beyer (Goldenes Ehrenzeichen) wird die Ehrung ebenfalls bei dem gemütlichen Kaffeenachmittag im Anschluß an unsere Adventswanderung nachgeholt.

Den Rahmen der Ehrungen abschließend, präsentierte der Singkreis - als Uraufführung - unter der Leitung von Herrn Gerstenberg, das "Fuldatallied" unseres Zweigvereins als vierstimmigen Satz. Herr Gerstenberg, ein guter Bekannter unseres Chorleiters, hatte, das bisher einstimmige Lied in einen Chorsatz für vier Stimmen gesetzt. Es ist ihm hervorragend gelungen!

Der Übergang zum geselligen Teil begann mit einem gemeinsamen Abendessen. Das Motto des Abends "Wir feiern Karneval" (wenn auch dem offiziellen Karnevalsauftakt am 11.11. um drei Tage vorauseilend) prägte den toll geschmückten Festsaal und sorgte erwartungsgemäß schnell für gute Stimmung. Gekonnte Beiträge durch Mitglieder des Festausschusses wie z.B. der Auftritt eines originellen "Köllschen Jecken" mit Gesang, die Imitation vergangener Karnevalsgrößen wie Margit Spohnheimer und Ernst Neger begeisterten das Puplikum. Die obligatorische Polonaise, angeführt von Gottfried Wandehals alias Gerhard Goldmann, aktivierte den ganzen Saal. Aber auch Beiträge aus unserer Region, wie Lieder und Sketche, vorgetragen in der Kasseler Mundart, wurden wie immer, gern aufgenommen. Zwischendurch spielten die "Torinos", wie auch bereits bei unseren verflossenen Veranstaltungen zum Tanz auf. Sie brachten Unterhaltungsmusik in angenehmer Art. Eine Tombola mit lukrativen Preisen rundete die Gestaltung des Abends ab. Die Bastelgruppe der Damen, die an den Hüttenabenden vergangener Jahre gekonnte Auftritte servierten, hatten dieses mal eine "Auszeit" genommen.

Nochmals herzlichen Dank dem Festausschuß, dem es gelungen ist, den Hüttenabend einfaltsreich und prächtig zu gestalten.
G.Z.


Adventswanderung 2003 bei klarem Frostwetter (07.12.03)

Zur traditionellen Adventswanderung trafen sich am frühen Morgen des zweiten Adventssonntags über 70 frohgelaunte Wanderer im Bereich Waldkappel. Die Wanderstrecke führte vom Parkplatz am "Franzosenweg" über 7,5 km zu der historischen Eisenbahnstrecke Eschwege - Treysa, der sogenannten "Kanonenbahn", und weiter entlang der alten Trasse bis nach Burghofen.
Mit von der Partie waren auch einige erwartungsfrohe Kinder, denen versprochen worden war, dass sie auf dem Weg dem Nikolaus begegnen würden. Der Wanderführer Heinrich Brandt führte die Gruppe etwa auf halbem Weg durch einen zugewachsenen, geheimnisvollen Waldpfad zu dem erhalten gebliebenen Eisenbahntunnel mit einem gemauerten, zinnenbewehrten Eingangsportal. In dem Tunnel erwarteten die Wanderer und 20 weitere Pkw-Fahrer ein von den Wanderführerinnen Waltraud Brandt und Liesel Huisinga geschmückter Weihnachtsbaum und ein Spalier von brennenden Fackeln.
Und aus dem Dunkel des Tunnels, angekündigt durch ein Blinklicht, kam dann der Nikolaus; er brachte den mitgewanderten Kindern - sie waren natürlich alle artig - in seinem großen Sack ihre Geschenke mit. Die Kinder sagten Gedichte auf und alle sangen Weihnachtslieder; vielen Dank unserem Wanderfreund Horst Müller. Zum Aufwärmen gab es anschließend Glühwein, alkoholfreien Punsch und Tee.
So gestärkt setzten dann die Wanderer ihren Weg nach Burghofen fort, wo im Landgasthaus "Zum Stern" der Mittagstisch schon festlich gedeckt war.
Nach dem Essen ging es dann zum Adventssingen in die kleine aber feine Dorfkirche von Burghofen, die von den Sängern und Zuhörern aus unserem Verein fast voll besetzt wurde. Hier wurden wir von dem Gemeindepfarrer Herrn Eisenträger begrüßt; der 1. Vorsitzende Jürgen Huisinga stellte unseren Verein vor und beschrieb den Ablauf der besinnlichen Feier. Der 2. Vorsitzende Karl Meiss trug eine Betrachtung über das abgelaufene Wanderjahr vor.
Das Adventssingen wurde eröffnet durch ein Orgelvorspiel des örtlichen Organisten, Herrn Jakob. Anschließend sang der Chor unter der bewährten Leitung von Günter Hallaschka fünf vierstimmige Choralsätze, jeweils eingeleitet durch eine Lesung von Liesel Huisinga und ein Orgelvorspiel. Zum Abschluss wünschten sich alle mit einem gemeinsamen Gesang "Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr".
Zum Adventskaffee ging es dann wieder in die Gastwirtschaft. Hier dankte der 1. Vorsitzende in einem offiziellen Teil zunächst dem Chorleiter Günter Hallaschka für die Vorbereitung und Durchführung des Adventssingens sowie für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr. Anschließend erfolgten nachträglich die Ehrung von Anneliese Gropengießer und August Großengießer für ihre langjährige Mitgliedschaft und die Auszeichnung von Heinz Horst Groß für seine aktive Mitarbeit im Verein mit der "Silbernen Ehrennadel" des Gesamtvereins. Im weiteren Verlauf des Nachmittags wurden bei Kaffee, Tee und Plätzchen Weihnachtslieder gesungen. Überrascht haben uns die Kinder Annika Brede und Theresa Kiehne mit einem Winterlied und einem fröhlichen Adventsgedicht.
Alles in allem war es ein ereignisreicher und harmonischer Adventssonntag, den nicht nur die Kinder in guter Erinnerung behalten werden.
J.H.


2004

Kinder und Wandern (Wanderung am 18.01.04)

Daß Wandern nicht nur für die reifere Generation "In" ist, stellten bei einer Winterwanderung auf dem Schmugglerpfad zwei achtjährige Mädchen fest.
Mit Singen, Sammeln und angeregter Unterhaltung meisterten sie die 15 km wie Profis.

Erzählungen und Erklärungen des Wanderführers über Prinz Kasimir von Ysenburg (er kämpfte 1758 am Sandershäuser Berg gegen die Franzosen) und über eine Furt zur Durchquerung der Fulda in früheren Zeiten, trugen dazu bei, keine "Langeweile" aufkommen zu lassen.

Highlights waren das Rucksackfrühstück auf einem sonnigen Platz im Wald und die Begegnung mit fünf Rehen.

Gegen Ende des Tages gingen zwei ausgeglichene Kinder heim, die so ganz nebenbei einen unbekannten Teil ihrer schönen nordhessischen Heimat kennen gelernt hatten.

Natürlich wollen sie das bald wiederholen.
H.Z.


Jahreshauptversammlung 2004

Zu der Jahreshauptversammlung des HWGHV Zweigvereins Fuldatal am 11. März 2004 konnte der 1. Vorsitzende Jürgen Huisinga 89 Mitglieder willkommen heißen. Zu Beginn seines Berichtes ging Jürgen Huisinga auf die Mitgliederentwicklung und -struktur des Vereins ein. Ende des Jahres zählte der Verein 214 Mitglieder, im Vergleich zum Vorjahr, einen Zuwachs von einem Mitglied.
Die Altersstruktur des Vereins hat sich nicht verändert. Es ist wichtig bei der Planung unserer Wanderungen und anderer Unternehmungen die Interessen der nicht mehr so leistungsfähigen Mitglieder zu berücksichtigen. Unsere Seniorenwanderungen, neuerdings auch die Spaziergängergruppe, erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Um auch jüngere Leute für den Verein zu interessieren, plädierte der Vorsitzende dafür, stärker auf die durchaus vorhandenen Angebote wie Tages-Radtouren und Leistungswandern hinzuweisen und damit für den Verein zu werben. Es ist wichtig weitere Vereinsmitglieder - damit sind jüngere langjährige Mitglieder, natürlich auch Frauen, ebenso angesprochen wie neu hinzukommende - für eine aktive Mitarbeit zu gewinnen. Denn von den bisherigen Aktiven - auch im Vorstand - denken einige daran, aus Altersgründen abzudanken;
hier müssen die Weichen rechtzeitig gestellt werden.

Die Beitragsätze für unsere Mitglieder können 2004 unverändert bleiben. Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm hatte wieder unser Wanderfreund Gerhard Zintel erstellt und wurde an alle Mitglieder verteilt. Darüber hinaus liegen Exemplare bei den inserierenden Firmen und bei der Gemeinde aus. Den Vereinsmitgliedern wird empfohlen die inserierenden Firmen bevorzugt zu berücksichtigen.

Der Vorsitzende berichtete über den Stand von 2 Vorhaben, die bereits auf der Mitgliederversammlung angesprochen wurden:

- Bau einer Schutzhütte - da die von uns geplante Errichtung einer Schutzhütte in Simmershausen abgelehnt wurde, sind weitere Sondierungsgespräche und Nachforschungen erforderlich. Die für dieses Projekt gebildete zweckgebundene Rücklage wird beibehalten.

- Anmietung eines Lagerraumes in Simmershausen - von diesem Vorhaben wurde Abstand genommen. Der geforderte Mietpreis hätte eine deutliche Erhöhung der Verwaltungskosten bewirkt und wäre nur durch eine kräftige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge aufzufangen.

Der 1. Vorsitzende stellte fest, dass das Wander - u. Veranstaltungsprogramm wie geplant durchgeführt werden konnte. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr vielfältige gemeinnützige Aufgaben wie geplant durchgeführt. Er dankte den Fachwarten und allen Wanderfreundinnen und Wanderfreunden die in unterschiedlichen Funktionen dabei mitgewirkt haben.

Danach erstatteten der 2. Vorsitzende und die Fachwarte ihre Berichte. Der 2. Vorsitzende Karl Meiss nannte als Schwerpunkt seiner Tätigkeit die Unterstützung des 1. Vorsitzenden bei allgemeinen Vereinsfragen und seine Vertretung bei aktuellen Anlässen sowie umfangreiche Arbeiten an seinem PC.

Der Wanderwart Hilmar Brackmann berichtete darüber, dass die in unserem Programm vorgesehenen 51 Wanderungen alle durchgeführt wurden. Die neue Spaziergängergruppe hat bei unseren Wanderfreunden lebhaften Zuspruch gefunden. An unseren 14 Tageswanderungen, den 12 Halbtageswanderungen sowie den Mehrtageswanderungen beteiligten sich insgesamt 1795 Personen.

Der Wegewart Friedrich Hobein konnte darüber berichten, dass unser Verein im Jahr 2003 266 km Strecken- und Rundwanderwege zur Überarbeitung der Wegemarkierung übernommen hat. An den Arbeiten waren 19 Wanderfreunde beteiligt, die insgesamt 525,5 Arbeitsstunden aufgewendet haben. Für weitere Arbeiten an Wegeschildern und Wandertafeln wurden nochmals 55,5 Std. geleistet.

Der Bau- und Hüttenwart Manfred Schweitzer informierte über Arbeiten an Brücken und Hütten sowie Bänken. Darüber hinaus gab es Freischneidearbeiten am Wanderweg X3. An diesen Arbeiten waren 7 Wanderfreunde mit insgesamt 42 Arbeitsstunden beteiligt.

Der Kulturwart Gottfried Gaebelein konnte feststellen, dass sich die im Jahr 2003 angebotenen kulturellen Unternehmungen und Veranstaltungen allgemeiner Beliebtheit erfreuten. Das gilt für die kulturelle Busfahrt nach Würzburg mit Stadtführung, für die Fahrt nach Frankfurt mit Besichtigung des Flughafens und des Palmengartens, wie auch für die kulturelle Fahrt nach Karlsbad während des Aufenthaltes zum 103. Deutschen Wandertag in Schwarzenberg/ Erzgebirge an dem 37 Wanderfreunde teilnahmen.

Einen besonderen Dank dem Chorleiter Günter Hallaschka und der Singgruppe für die Aufführungen in Bad Frankenhausen, dem Hüttenabend und der Weihnachtsfeier in der Kirche von Burghofen. Ein Höhepunkt war auch die Einstudierung des Fuldatal-Liedes als vierstimmigen Chorsatz, der erstmals beim Hüttenabend öffentlich gesungen wurde.

Die Bastelgruppe hat nach den Ausführungen ihrer Sprecherin Gerda Carlberg 2003 ihre in den regelmäßigen Treffen angefertigten Handarbeiten auf dem Weihnachtsmarkt zum Verkauf angeboten. Aus dem Erlös wurden Spenden zu gleichen Teilen an die Kindergärten Tanzplatz und Weddel in Ihringshausen für die Beschaffung von Büchern und Bastelmaterial übergeben.

Der Naturschutzwart berichtete über die Exkursion im Reinhardswald mit Friedwald. Diese soll 2004 wiederholt werden. Ferner sind geplant Vogelstimmenwanderung und im Herbst Führungen zur Hirschbrunft.

Sehr aufschlussreich war der Bericht des Pressewartes Gerhard Zintel. Der Umfang der Arbeit in Verbindung mit den Presseveröffentlichungen geht schon aus den folgenden Zahlen hervor. Es waren im letzten Jahr 100 Veröffentlichungen. Nachrichtversand an die HNA und/oder dem Wittich-Verlag mittels E-Mail 106 Stck, weitere 13 Stck. per Fax oder Postweg.

Heinrich Brandt gab als 1. Kassenprüfer seinen Bericht über die durchgeführte Prüfung ab und bescheinigte dem Kassenwart Gerhard Goldmann eine korrekte und einwandfreie Kassenführung. Danach stellte er den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, der einstimmig angenommen wurde. Auch der Haushaltsplan 2004 vom 1. Vorsitzenden vorgetragen, wurde von der Versammlung einstimmig gebilligt.

Bei der Ehrung der aktiven Mitglieder durch den Gesamtvereinsvorstand am Hüttenabend war unser Wanderfreund Karl Beyer verhindert. Diese Ehrung wurde nun stellvertretend von unserem 1. Vorsitzenden vorgenommen und Karl Beyer für seinem ehrenamtlichen Einsatz mit dem "Goldenen Ehrenzeichen" des HWGHV ausgezeichnet. Karl Beyer ist seit 1990 als Wegezeichner und Wanderführer tätig.

Im Anschluss wurden dann die Mehrtageswanderungen und Freizeiten vorgestellt.
2005: 4-Tagesfahrt im Mai in die Bayrische Rhön; Freizeit auf Sylt im Oktober
2006: Wanderfreizeit in Schönau am Königsee im September.

Mit einem Dank an die anwesenden Wanderfreundinnen und Wanderfreunde schloss der Vorsitzende die Versammlung.
K.M.


Kulturfahrt nach Berlin

Berlin ist eine Reise wert! Das können 47 Wanderfreunde und 3 Gäste bestätigen, die am 13./14. März 2004 Berlin besuchten. Unsere Reise begann früh am Morgen um 6 Uhr. Nach zwei kurzen Stopps erreichten wir frühzeitig Berlin und hatten noch Zeit für einen Bummel durch das Brandenburger Tor, bevor um 13 Uhr die Führung durch den Reichstag begann. Dank guter Verbindung unserer Wanderfreundin Christa Groß mußten wir uns nicht in die lange Schlange der wartenden Besucher einreihen.
Im Plenarsaal des Reichstages erfuhren wir bei einem sachkundigen 45-minütigem Vortrag Einzelheiten über die wechselvolle Geschichte des Hauses von der Kaiserzeit, Weimarer Republik, Nationalsozialisten bis zur Wiedervereinigung. Der 1894 errichtete Bau wurde nach Reichstagsbrand und Kriegszerstörung in den Jahren 1990 bis 1998 wieder aufgebaut, restauriert und ist seit September 1999 Sitz des Bundestages. Ein besonderer Anziehungspunkt ist die von Sir Norman Foster geschaffene und begehbare 23 m hohe Kuppel aus Stahl und Glas. Durch eine spezielle Spiegelkonstruktion in der Kuppel wird das Tageslicht gebündelt und in den Plenarsaal reflektiert. Von der Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Rundblick über Berlin.
Nach der Führung wurde es Zeit, unser Hotel ,,Berliner Ring" in Dahlewitz aufzusuchen. Nach einem guten Abendessen wollte ein Teil der Wanderfreunde noch Berlin bei Nacht erleben.

Für Sonntag war eine dreistündige Stadtrundfahrt mit Stadtführer im Programm. Berlin ist flächenmäßig mit 886 km2 die sechstgrößte Stadt der Welt und hat 3,3 Mio. Einwohner. Die U-Bahn erstreckt sich über ein Schienennetz von 200 km. Die Besichtigungstour führte uns vom Bahnhof Zoo über Schöneberg, Kreuzberg, Hansaviertel und weitere Stadtteile. Weiter ging es vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten wie Rotes Rathaus mit Sitz des Bürgermeisters, Gendarmenmarkt, Unter den Linden und Museumsinsel. Der Checkpoint Charlie mit Resten der Mauer erweckte ungute Erinnerungen an die Teilung der Stadt. Am Potsdamer Platz, vor 10 Jahren noch eine Wüstenei, ist durch imposante Neubauten von Daimler Chrysler, Sony und Beisheim ein neues Viertel entstanden. Das Sony Center, vom deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn erbaut, wurde im Jahr 2000 eingeweiht. Sehr schön gestaltet ist der Innenhof. Auffällig ist das Zeltdach, das je nach Wetterlage geöffnet oder geschlossen werden kann. Dank unseres guten Stadtführers haben wir sehr viel über die Geschichte des alten und neuen Berlin erfahren.
Nach einer Mittagsrast traten wir um 15 Uhr die Heimreise an und trafen um 20 Uhr in Fuldatal ein.
Es war ein sehr schönes Wochenende, an das wir uns sicher noch lange erinnern werden.
Unserem Kulturwart Gottfried Gaebelein, der diese Fahrt geplant und organisiert hat, sagen wir hiermit unseren herzlichen Dank.
I.B.


Heilfasten und Wandern in Nieheim

Die Fastenwanderwoche in Nieheim gehört nun schon seit 1999 zum festen Programm unseres Wandervereins. Auch in diesem Jahr haben wir mit sieben Frauen und einem mutigen Mann an dem regelmäßig in der Fastenzeit stattfindenden Seminar "Heilfasten und Fasten-Wandern" in der Kolping-Bildungsstätte Nieheim teilgenommen.

Fasten bedeutet auf der einen Seite freiwilligen Verzicht für eine begrenzte Zeit auf Nahrung und Genussmittel; auf der anderen Seite aber hohen Gewinn an Besinnung und Lebensfreude.

Unser Morgen begann mit einer Bildmeditation und Textlesung von unserer Fastenleiterin Ulla Johlen-Schnelle. Nach dem Spaziergang durch Nieheim waren wir gerüstet für das Vormittagsprogramm mit Gymnastik, Ernährungslehre und Gesprächen. Am Nachmittag stand Wandern auf dem Programm. Gerade während unserer Fastenzeit vom 15. bis 21. März hat es Petrus besonders gut mit uns gemeint. Bei herrlichem Wetter konnten wir in der schönen Landschaft des Eggegebirges unsere Wanderungen rund um den Luftkurort Nieheim, nach Bad Hermannsborn, zur Klosterkirche Marienmünster, zum Schloss Holzhausen und zum kleinen Dorf Erwitzen genießen. Da einige gute Sänger mit zu unserer Gruppe gehörten, haben wir jede Gelegenheit genutzt, unsere Lebensfreude auch im Gesang auszudrücken. Der Tag klang aus mit verschiedenen Formen der Gymnastik, mit Malen und Massage.

Es war eine schöne, harmonische Woche und wir freuen uns schon auf eine weitere gemeinsame Zeit im nächsten Jahr.
L.H.


Maitour der Herren 2004

Am 1. Mai trafen sich 16 unternehmungslustige Wanderfreunde aus Fuldatal an der Endstation der Straßenbahn - ein weiterer Wanderfreund gesellte sich später hinzu - um zur traditionellen Maitour aufzubrechen. Die Führung übernahmen, auch das ist traditionell, die Wanderfreunde Karl Beyer und Gerhard Goldmann und wie immer waren das Wetter und die Stimmung ausgezeichnet.

Straßenbahn und Bus brachten uns nach Vollmarshausen, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Von da aus ging es bergauf in den nahegelegenen Naturpark Meißner - Kaufunger Wald. Noch bevor wir uns so richtig warmgelaufen hatten kamen wir an einen kleinen Parkplatz, wo die Wanderführer zur Aufmunterung und Erfrischung einen mit einem Bierkasten bestückten Pkw abgestellt hatten. Diese Einladung - eine Spende unseres Wanderfreundes Karl Berninger - nahmen die Wanderer gern an und nutzten die Gelegenheit zur Frühstückpause im "Stammlokal" am Wegesrand. Wir saßen wohl an einem sehr beliebten Spazierweg, denn während unserer kleinen Pause kamen etliche Gruppen mit Kind und Kegel, Kinder- und Bollerwagen an uns vorbei.

So gestärkt konnten wir anschließend unsere Wanderung durch den Wald fortsetzen. Der Weg ging zunächst weiter stetig bergauf, zwischendurch wurden wir jedoch für die Anstrengung mit herrlichen Aussichten über die in frühlingshaft frisches Grün und Gelb getauchte Landschaft belohnt.
J.H.


Fahrt der Bastelgruppe am 1. Mai

Um 6.00 Uhr starteten wir mit einem voll besetzten Bus in Richtung Hamburg. Ziel des diesjährigen Ausflugs war ein Besuch der Speicherstadt mit Gewürzmuseum und eine Barkassenfahrt durch den Hafen. Kurz vor Hamburg wurde auf einem Parkplatz unser mitgebrachtes Frühstück aufgebaut und alle haben kräftig zugelangt. Im Hamburger Hafen angekommen bestiegen wir wie vorgesehen eine Barkasse, die uns durch die Speicherstadt und den Hafen fuhr. Der Hamburger Hafen ist einer der großen Transitplätze für Nord- Mittel- und Osteuropa. Die meisten Güter werden in großen Containern verladen. Wieder in der Speicherstadt angekommen, besuchten wir nun das einzige Gewürzmuseum der Welt. Über 700 Exponate aus den letzten 5 Jahrhunderten erzählen Gewürzgeschichte vom Anbau bis zum Fertigprodukt. Nach einem Einführungsvortrag durfte man bei einem Rundgang ca. 50 Rohgewürze riechen, schmecken und anfassen. Zur Zeit ist eine Ausstellung unter dem Motto "Omas Küche lebt"! Hier waren ein Küchenherd aus früherer Zeit mit Wasserschiff, Töpfe, Geschirr und allerlei Küchengeräte zu bestaunen.
Nach dem Museumsbesuch und einem kurzen Aufenthalt an den Landungsbrücken bestiegen wir wieder unseren Bus und suchten außerhalb von Hamburg einen geeigneten Platz für unsere Kaffeepause und stärkten uns am selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Der Wettergott hatte es wieder einmal gut gemeint und der Regen setzte erst auf der Rückfahrt ein. Vielen Dank den Damen des Bastelkreises für das gute Frühstück und den Kuchen.
H.M.


Vier-Tage-Wanderfahrt ins Bergische Land

Das Bergische Land, zwischen Ruhr, Rhein und Sieg gelegen, hat viele der Wanderfreunde wegen seines ganz besonderen landschaftlichen Reizes sehr verblüfft. Schon bei der Ankunft an der Müngsterer Brücke, die in einer Höhe von 107 Metern das Tal der Wupper überspannt, konnte man erahnen, was uns Wanderer erwartet. Begrüßt von Dieter Gentzsch, erfrischt mit "Kölsch"aus seinem Kofferraum, bewältigten wir einen ca.6km lagen Höhenweg bis zum Schloss Burg. Tief unter uns die Wupper, über uns ein Himmel, der es wider Erwartung gut mit uns meinte. Ein Sessellift beförderte alle auf den ehemaligen Stammsitz der Grafen von Berg. Diese waren auch die Namensgeber des Bergischen Landes. Im Anschluss an eine ausgedehnte Besichtigung dieser mächtigen, von tatkräftigen Bürgern rekonstruierten Museumsburg des Mittelalters, erwartete uns im Städtchen unterhalb der Burg eine "Bergische Kaffeetafel". Kurioseres hatte zuvor wohl niemand von uns zum Kaffee genossen. Waffeln mit Sahne und Milchreis, Schwarzbrot, Käse und Wurst, Rührkuchen, Stuten und Zwieback machten jeden rundum satt. Schon am Abend dieses "Anreisetages" ,nach Beziehen des Hotels in Leverkusen ,der abendlichen Stadterkundung der von dem Bayer-Konzern geprägten Stadt, konnten viele feststellen: "Wir haben schon jetzt viel erlebt!"

Bedingt durch die Anzahl der Teilnehmer (53) bildeten sich an den nächsten beiden Wandertagen drei kleinere Aktionsgruppen. Während die Wanderer am Freitag anspruchsvolle Rundwanderungen (18 bzw. 15 km) machten, sahen sich die übrigen Damen und Herren im Bayer-Park (Japanischer Garten) um und besuchten das Schokoladenmuseum in Köln. Liebenswürdigerweise übernahmen Inge Zmrhal und Helma Zänkert dabei die Rolle der Reiseführer. Am Samstag wurde die Grosse Dhünntalsperre umwandert. Mit einem Stauinhalt von 81 Mio Kubikmetern ist sie die größte Trinkwassertalsperre im Bergischen Land. Die Landschaft rund um diesen See, wie überhaupt die des gesamten Bergischen Landes erinnert beim ersten Wahrnehmen an das Allgäu; sanfte Hügel, Wälder und Wiesen - wohin man schaut. Nach Getreide- oder Kartoffelfeldern sucht man da vergebens. Beim Wandern geht es in rascher Folge bergauf und bergab. Einen herrlichen Rundblick über das Bergische Land bis zu den Turmspitzen des Kölner Doms konnten einige Wanderer nach Besteigen des Hindenburgturms auf der Ketzeberger Höhe genießen.

Den Abschluß dieser schönen Tour bildete der Altenberger Dom im Tal der Dhünn. Dort trafen sich am Nachmittag alle drei Gruppen vor der gotischen Kathedrale. In ihr befindet sich das größte Kirchenfenster West- und Nordeuropas. Wegen einer Hochzeit, die dort gerade zelebriert wurde, musste eine begrenzte Besichtigung sehr leise geschehen. Ein für das Brautpaar gesungenes "Ave Maria" in diesem ehrwürdigen Bauwerk des 13ten Jahrhunderts war eine willkommene Entschädigung. Genutzt wird die Kathedrale nach dem Willen des Preußischen Königs als Simultaneum (gemeinsame Nutzung durch verschiedene Konfessionen).

Der Abend dieses rundum schönen Wandertages war der Geselligkeit gewidmet. Bunter Abend mit Musik und "Danze" stand in dem Programmheft, das die Wanderführer mit viel Arbeitsaufwand sehr ansprechend gestaltet hatten. Bunt wurde er dann auch mit seinen vielen gereimten Vorträgen und Sketchen. Gerda Carlberg hatte die Ereignisse der drei vergangenen Tage sogar schon in Verse gefasst. Immer wieder erfreulich ist es, wie viel und gern im Wanderverein getanzt wird. Wandern ist demnach wohl die beste Fitnesskur für Körper und Seele.

Der Sonntag war nicht nur der Heimfahrt vorbehalten; ein mehrstündiger Zwischenstop in Köln stand auf der Tagesordnung. Der wurde dann auch genutzt für einen Spaziergang durch die Altstadt, entlang der Rheinpromenade, Besuch eines Brauhauses und natürlich des Kölner Doms. Dort wurde gerade ein portugisischer Gottesdienst abgehalten. Konnten sie schon nicht im Dom verweilen um ihn gebührend zu besichtigen, so stiegen einige eben über die Wendeltreppe bis fast in die Spitze des 157 Meter hohen Südturms und genossen die Aussicht.

Am frühen Abend trafen alle wohlbehalten in Fuldatal ein. Vier schöne Tage, an die man noch lange zurückdenken wird, schöne Erinnerungen, die einem niemand nehmen kann, erwecken schon jetzt Vorfreude auf die Himmelfahrtsfreizeit im nächsten Jahr in der Rhön.
Dank von ganzem Herzen an die verantwortlichen Wanderfreunde Ruth Schwanz, Gerhard Goldmann, Hannelore und Dieter Gentzsch für ALLES.
H.Z.


Vogelbeobachtungen im Reinhardswald

Bei einer vogelkundlichen Exkursion erkundete der Zweigverein Fuldatal des HWGHV die Vogelwelt um den Staufenberg im Reinhardswald. 25 Vogelarten in 98 Vogelrevieren wurden unter der Leitung von Lothar Nitsche aus Zierenberg beobachtet. Die meisten Vogelarten konnten nach ihrem artspezifischen Gesang festgestellt werden, der bei der morgendlichen Wanderung von 6 bis 9 Uhr in einem vielstimmigen Konzert gut entwickelt war. Der Schwarzspecht konnte beim lauten anhaltenden Balztrommeln an einem trockenen Ast gehört werden. Der Buntspecht war mit kürzeren Trommelwirbeln zu hören. Zu den Seltenheiten gehörte der Gesang des Pirols und der Ruf des Grauspechtes. Die häufigsten Sänger waren Buchfink, Mönchsgrasmücke, die beiden Laubsängerarten Fitis und Zilp-Zalp und der Zaunkönig. Einige Vogelarten konnten auch an ihrem lauten Hacken nach Nahrung oder durch lautes rufen nachgewiesen werden wie die Baumkletterer Buntspecht und Kleiber.
L.N.


Mutwilliges Zerstören einer Brücke

Was mag Menschen dazu bewegen, Einrichtungen, die dem Wohle der Allgemeinheit dienen, mutwillig zu zerstören?

Wie bereits schon vor drei Jahren, wurde in den letzten Tagen wieder ein Geländer der Brücke, die über den Höllgraben, nahe Rothwesten führt, mutwillig zerstört. Die Brücke ist ein Teil des Streckenwanderweges "Steigerpfad" und eines beliebten Rundwanderweges, der bevorzugt von älteren Spaziergängern und Kindern des Kindergartens benutzt wird. Sie wurde vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein, Zweigverein Fuldatal, errichtet und wird von ihm gewartet und gepflegt. Die Wiederinstandsetzung ist kosten- und arbeitsaufwendig.

Man muß fragen, was kann unsere Gesellschaft dazu beitragen, Mitbürger (Jugendliche) dahin zu bewegen, Frust und überschüssigen Kräfte nicht in zerstörerische, sondern in positiv-kreative Taten umzusetzen?
G.Z.


Familienwanderung 2004

Schon Tage vor dem eingeplanten Termin schauten unsere Wanderfreunde, insbesondere die verantwortlichen Organisatoren, besorgt zum Himmel. Aber rechtzeitig zur Veranstaltung am ersten Julisonntag hatte sich das Wetter gebessert. Zwar war es ein wenig kühl, wenn die Sonne gerade nicht schien, doch mit geeigneter Kleidung wurde dieser Umstand ausgeglichen. Die Wanderer, darunter einige Gäste, mit dem Bus angereist, begannen ihren gemütlichen Marsch in der Nähe von Breuna. Unter der Führung der Familie Huisinga wurde das Ziel, der Grillplatz Oberelsungen, angelaufen. Hier hatten die Mitglieder des Festausschusses, wie bereits auch bei den Familienwanderungen der Vorjahre, den Platz, die Grilleinrichtung und die Getränkeausgabe einladend eingerichtet. Zahlreiche Vereinsmitglieder, die an der Wanderung nicht teilnehmen konnten, kamen mit ihren PKW angereist. Nach Bekanntgabe, dass die Getränke wegen eines runden Geburtstages unseres Vereinsvorsitzenden Jürgen Huisinga von ihm spendiert wurden, konnte das Grillfest richtig beginnen. Kaffee und Kuchen am Nachmittag rundeten einen schönen, gelungenen Tag ab.

Unser Dank gilt den Verantwortlichen, den Kuchenbäckern, unserem Wanderfreund Jürgen Huisinga und ganz besonders dem Team des Festausschusses, das leider auch wieder die Aufräumungsarbeiten und den Abtransport der Gerätschaften zu bewältigen hatte.
G.Z.


Information:
Aktivitäten am Märchenlandweg

Der Märchenlandweg, ein Wanderwegsystem rund um Kassel, hat eine Gesamtlänge von 380 km und kann in mehrere Rundwanderungen variabel aufgeteilt werden. Er ist ein Teil des
Kooperationsprojektes „Wanderbares Deutschland" zwischen dem Deutschen Touristenverband e.V. und dem Deutschen Wanderverband. Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit mit dem Ziel gefördert, einen attraktiven Wandertourismus in Deutschland aufzubauen.

Im Bereich dieses Märchenlandweges finden zahlreich kulturelle Veranstaltungen wie z.B.
naturkundliche oder heimatbezogene Vorträge, Tanzgruppendarbietungen, Theateraufführungen,
geführte Wanderungen in der Region u.s.w. statt.

Die Einrichtung „Region Kassel-Land e.V. - Touristik und Regionalentwicklung" sammelt
Veranstaltungstermine, bereitet sie auf und veröffentlicht diese. Eine Aktualisierung erfolgt monatlich unter „Veranstaltungen am Märchenlandweg".

Der HWGHV-Gesamtverein präsentiert die Veranstaltungen auf seinen Internetseiten unter
„www.wandern-kurhessen.de" „Veranstaltungen".

Interessierte Wanderfreunde unseres Zweigvereins, die nicht über einen Internetzugriff verfügen,
können sich mit unserer Vereinsgeschäftsführung oder mit dem Pressewart in Verbindung setzen.
G.Z.


Radwanderwoche der Herren 2004

Schon einer Tradition folgend, fanden in diesem Jahr neun Wanderfreunde unseres Vereins zusammen, um gemeinsam eine Woche lang anspruchsvolle Radwanderungen zu untenehmen. Nach dem Münsterland und dem Emsland in den Vorjahren, bezog die Gruppe diesmal ein Standquartier in Nierheim am Rhein. Von hier aus starteten die Tagesrundtouren in jeweils unterschiedliche Gebiete wie:
Tour entlang des Reinufers nach Worms und weiter durch das westliche Rheinvorland zurück.
Fahrt durch das Rheinhessische Hügelland und zurück über Mainz.
Fahrt durch die hessischen Rheinauen - das Ried - mit der Stadt Groß-Gerau.
Fahrt durch das Tal der Selz mit der Stadt Alzey und dem Alzeyer Hügelland.
Rundfahrt entlang des Rheines auf beiden Uferseiten über Mainz, Ingelheim, Bingen, Rüdesheim, Wiesbaden und Gustavsburg.

Die Routen führten überwiegend auf gut zu befahrenden Wegen durch Auwälder, landwirtschaftlich genutzte Flächen und durch Wein- und Obstanbaugebiete. Die Julitage bescherten uns - abgesehen von einem halben Regentag - warmes bis schwüles Wetter, das uns Radfahrer kräftig zum Schwitzen brachte.

Ein Teil unserer Freizeit wurde kulturellen Dingen gewidmet. Stadtführung in Oppenheim und Mainz mit Dombesichtigung standen auf dem Programm. Auch kameradschaftlich gesellig kam die Gruppe nicht zu kurz. So konnte sie am letzten Tag die Gelegenheit nutzen, sich im Weinanbau unterrichten zu lassen. Die erworbenen Kenntnisse wurden sogleich bei der Probe zahlreicher Weinsorten eingesetzt. Gutes Essen und Musik taten das Übrige.

In der Hoffnung, auch im kommenden Jahr wieder bei unserer "Radwoche" dabei sein zu können, verabschiedeten sich die Radwanderfreunde, sichtlich zufrieden mit ihren diesjährig erbrachten Leistungen.
G.Z.


Mühsame Brückenreparatur

Die im Mai mutwillig zerstörte Brücke, die über den Höllgraben, nahe Rothwesten führt, (wir berichteten darüber) wurde von Mitgliedern unseres Vereins wieder repariert und optimiert. Die Instandsetzungsarbeiten erwiesen sich jedoch - entgegen der ersten Abschätzung - als mühsam und aufwendig. So mußten z.B. Fahrerlaubnisse eingeholt werden, damit Material und Werkzeuge an die Baustelle transportiert werden konnten. Der Zufahrtsweg musste teilweise von Büschen freigeschnitten werden. Auch wegen plötzlich eintretendem Schlechtwetter waren die Akteure gezwungen, die Arbeiten vorübergehend einzustellen.

Inzwischen sind die Reparaturmaßnahmen abgeschlossen und die Brücke kann wieder von allen gefahrlos genutzt werden.

Dem Bau- und Hüttenwart (Wanderfreund Manfred Schweitzer) und seinen allzeit bereit stehenden Helfern (G. u. W. Makarowski, H. Zänkert) herzlichen Dank für den tatkräftigen Arbeitseinsatz. Dank auch der Gemeinde Fuldatal für die Deckung des Materialbedarfs und dem Bauhof für die großzügige Bereitstellung der notwendigen Gerätschaften.
G.Z.


Zweite Tages-Radwanderung 2004

Die Warburger Börde, ein flacher, fruchtbarer Landstrich nordöstlich von Warburg, trägt den Beinamen "Börde" mit Recht. Große üppige Getreide- und Rübenfelder, stattliche Bauernhöfe und Getreidesilos zeugen vom Reichtum dieser Gegend. Die gute Idee dieses Gebiet einmal mit dem Fahrrad zu erkunden hatte unser Wanderfreund Horst Schuller. So fanden zwölf Wanderfreunde und -freundinnen (einschließlich Gäste) zusammen und fuhren am letzten Sonntag mit dem Zug von Obervellmar nach Warburg. Das hier beginnende Radwandern (ca. 50 km) auf vorwiegend gut ausgebauten Rad- und Wirtschaftswegen bereitete allen Teilnehmern sichtliches Vergnügen. Zudem war das Wetter ideal.

Die Heimfahrt ab Warburg mit dem Zug, sorgte für etwas Nervenkitzel. Es ist doch erstaunlich, wie viel Fahrradtouristen am Sonntag den öffentlichen Nahverkehr als Transportmittel benutzen.

Herzlichen Dank an die Radfreunde die alle dazu beigetragen haben, unsere Tour zu einem Erfolg werden zu lassen.
G.Z.


Unsere Teilnahme am 104. Deutschen Wandertag

Nachdem sich die Deutschen Wanderer im vergangenen Jahr in der Region Schwarzenberg/Erzgebirge in Sachsen zusammengefunden hatten, wurde der 104. Deutsche Wandertag am 19.September an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern, mit Hauptaustragungsort Kühlungsborn, begangen. Schon eine Woche vorher hatten in der Region zwischen dem Ostseebad Reprik und dem Ostseeheilbad Graal-Müritz zahlreiche Wanderungen und kulturelle Veranstaltungen stattgefunden.

Zum Wandertag reisten bundesweit etwa 20.000 aktive Wanderer an. Diese sind Mitglieder aus 56 regionalen Hauptvereinen mit je zahlreichen Ortsgruppen bzw. Zweigvereinen. Höhepunkt der Veranstaltung war der gemeinsame bunte Festzug.

Der Hessisch-Waldeckische Gebirgs- und Heimatverein - Gesamtverein - (HWGHV) war mit 16 Zweigvereinen vertreten. Mit von der Partie, wie bereits in den vergangenen Jahren, präsentierte unser Zweigverein Fuldatal eine kräftige Gruppe. Angeführt von den beiden Vorsitzenden, dem altbewährten Wimpelträger und dem obligatorischen, überdimensionalen Wanderrucksack - der stets auf einem Handwagen transportiert wird -, fand unser Verein Beifall und Anerkennung.

In Verbindung mit dem Wandertag kombinierten die 56 Teilnehmer unseres Vereins die 7tägige Reise an die Ostsee mit Informations- und Bildungsfahrten. Das Standquartier war in Stralsund. Bei gutem Wetter konnten sich unsere Wanderfreunde einen breiten Eindruck von dem nordöstlichen Teil Mecklenburg-Vorpommerns verschaffen. Verstärkt wurde die Reisegruppe durch Mitglieder unserer Nachbarvereine Melsungen, Vellmar und Ahnatal.

Der 105. Deutsche Wandertag findet im Juli 2005 im Thüringer Wald statt. Bis dahin können die in Kühlungsborn erworbenen zahlreichen Erlebnisse verarbeitet werden.
G.Z.


Heimat- und Brauchtumsnachmittag

Mehr als 400 Wanderfreunde des HWGHV und Gäste trafen sich am vergangenen Samstag im herbstlich geschmückten Bürgersaal in Ahnatal-Weimar, um das Heimat- und Brauchtumsfest zu feiern. Ausrichter dieser Veranstaltung, die im vergangenen Jahr in Kaufungen stattfand, waren der Zweigverein HWGHV Ahnatal 1990 e.V. und der Zweigverein HWGV Kassel 1883 e.V.. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des Gesamtvereins Claus Eichel, eines Vertreters der Gemeinde Ahnatal und des 1. Vorsitzenden des gastgebenden Vereins Hans-Jürgen Pakusch, wurde den Gästen ein anspruchsvolles kurzweiliges Programm geboten. Neben zahlreichen Musik- Trachten- Volkstanzgruppen und Einzelvorträgen präsentierte sich unser Verein mit seinem Singkreis. Gerne waren Chorleiter Günther Hallaschka und die Sänger und Sängerinnen der Bitte, an dem Festprogramm mitzuwirken, gefolgt. Günther Hallaschkas großes Engagement, etliche zusätzliche Übungsstunden , von allen gern angenommen, wurden durch einen gelungenen Auftritt belohnt. Sechs Liedbeiträge, in denen die Liebe zum Wandern und die Verbundenheit mit unserer Heimat zum Ausdruck kamen, mit erklärenden Worten von unserem Kulturwart Gottfried Gäbelein angekündigt, wurden vom Publikum mit Beifall belohnt.

Eine Veranstaltung wie dieses im vergangenen Jahr wiedererweckte Brauchtumsfest ist eine gute Gelegenheit, Nachbarvereine kennen zu lernen und unser heimatliches Brauchtum zu erhalten. Dem kleinen noch ganz jungen Verein Ahnatal ist dieses vorbildlich gelungen.
H.Z.


Hüttenabend 2004

Eine der geselligen Varianten unseres Wander- und Heimatvereins ist der Hüttenabend. Er wurde am Samstag, den 06.11. in unserem Vereinslokal gefeiert.

Vor den offiziellen Begrüßungsworten des 1. Vorsitzenden Jürgen Huisinga eröffnete unser Singkreis, unter Leitung von Günter Hallaschka, mit einem Lied die Veranstaltung. Zwei weitere Chorsätze folgten, die die zahlreichen Mitglieder und Gäste des schön geschmückten Saals auf einen vergnüglichen Abend einstimmten.

Wie schon üblich, wurden in diesem passenden Rahmen Ehrungen vorgenommen.
Für 10jährige treue Mitgliedschaft wurden folgende Wanderfreunde und -freundinnen geehrt:
Walter Makarowski, Helga Makarowski, Helmut Perrey, Christel Perrey und Liesel Brede.
Die Eheleute Helmut und Elisabeth Friedrich, Artur und Emilie Mandel und die Wanderfreundin Irmtraud Hartwig, waren an diesem Abend verhindert. Die Ehrungen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Der Übergang zum geselligen Teil begann mit einem gemeinsamen Abendessen. Das Motto des Abends lautete: "Weinfeste in deutschen Landen". Die Mitglieder des Festausschusses hatten sich, wie bereits in den vergangenen Jahren, viel neues einfallen lassen. Sie haben keine Mühen gescheut, den Abend organisatorisch zu gestalten, den Unterhaltungsteil auszuarbeiten und zu präsentieren. (Diese Vorbereitungsarbeiten haben der Gruppe bestimmt auch viel Freude und Spaß bereitet). So traten z.B. unser Wanderfreund Frieder Hobein zünftig als "Bachus" und unsere Freundin Ruth Schwanz im wahrsten Sinne des Wortes als "Kröver Nacktarsch" auf. Auch alle anderen Akteure des Festausschusses waren mit gekonnten und originellen Beiträgen vertreten. Zwischendurch spielten die uns vertrauten "Torinos" zum Tanz auf. Sie brachten Unterhaltungsmusik in gern gehörter Art. Eine Tombola mit lukrativen Preisen rundete die Gestaltung des Abends ab.

Nochmals herzlichen Dank dem Festausschuß, dem es wieder einmal gelungen war, den Hüttenabend einfaltsreich und prächtig zu gestalten.
G.Z.


Weihnachtsmarkt

Auch in diesem Jahr hatten die Frauen des Bastelkreises wieder einen weihnachtlich geschmückten und mit vielfältigen Handarbeiten bestückten Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Ihringshausen aufgebaut. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei wie stets von männlichen Helfern aus dem Vorstand. Die bei den Treffen der Damen gefertigten Arbeiten wurden für gemeinnützige Zwecke verkauft.


Adventswanderung

Die Adventswanderung in diesem Jahr begann nach einer kurzen Anfahrt mit dem Bus bzw. PKW in der Parkanlage "Gesundbrunnen" in Hofgeismar. Die Entstehung und Bedeutung dieses Brunnens und der ihn umgebenden historischen Gebäude, wurden den Busfahren in anschaulicher Weise während der kurzen Fahrt von Jürgen Huisinga ins Gedächtnis gerufen. Heute befindet sich auf diesem Gelände die Ev. Akademie. Mehr als 80 Wanderfreunde, auch etliche Kinder waren wieder dabei, machten sich unter der Führung von Hajo Groß und Jürgen Huisinga auf den Weg nach Hümme. Entlang der Lempe, durch Feld und Wald erreichte man nach ca. 6 Kilometern den auf einer Anhöhe gelegenen Segelflugplatz. Dort oben wehte ein kräftiger Wind. Vor dem Hangar warteten Christa Groß und Liesel Huisinga.schon auf die Adventswanderer. Und drinnen im Gebäude standen vor der Kulisse der kleinen Segelflieger und eines geschmückten Tannenbaumes Tische mit Glühwein und heißem Tee für die Durchgefrorenen bereit. Eine gelungene unerwartete Überaschung für Groß und Klein. Der Weihnachtsmann, von den Kindern mit Spannung erwartet, kam nicht wie erwartet per Flugzeug vom Himmel, nein, er entstieg einem Wohnwagen. Die kleinen Wanderer sangen Weihnachtslieder,sagten Gedichte auf und wurden dafür vom Weihnachtsmann reichlich beschenkt. Nach einem kurzen Wegstück bergab erwartete alle im Gasthaus in Hümme ein mittägliches Buffet. Mehr als 120 hungrige Wanderfreunde fanden in dem großen Saal Platz. Festlich wurde es um 14.00 Uhr in der kleinen Kirche des Dorfes, die bis auf den letztern Platz besetzt war. Weihnachtslieder, klassisch und modern im Wechsel mit besinnlichen gelesenen Texten brachten der Volkschor Hümme und der Singkreis unter Leitung von Günter Hallaschka den aufmerksamen Zuhörern zu Gehör. Im Anschluß an diese gelunge kleine Feierstunde gab es im Gasthof Adventskaffee und mitgebrachte Plätzchen. Der schöne winterliche Adventswandertag, von den Initiatoren mit Liebe vorbereitet, wird sicher noch lange in schöner Erinnerung bleiben.
HZ.



Spende des Bastelkreises an den Förderkreis der Grundschule Simmershausen

Vom Erlös der auf dem Weihnachtmarkt in Ihringshausen verkauften Handarbeiten werden jährlich Spenden an gemeinnützige Einrichtungen überreicht. Im vorigen Jahr erhielten die Kindergärten in Ihringshausen jeweils eine Spende.

In diesem Jahr wurde eine Spende an den Förderkreis der Grundschule in Simmershausen übergeben.

Der Förderkreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Schule bei den Bemühungen,sich für das gesellschaftliche Umfeld zu öffnen, zu unterstützen. Insbesondere dieOrganisation von Betreuungsangeboten außerhalb des Unterrichtes, Optimierung der Lehrmittelbeschaffung ,sowie die Ausrichtung von erlebnispädagogischen Veranstaltungen gehören zu den Aufgaben.
K.M.


2005

Training in Erster Hilfe für Wanderführer

Welcher Wanderführer ist nicht erleichtert, wenn seine geführte Wanderung ohne nennenswerte Komplikationen wie z.B. Verletzungen oder sonstige körperliche Beeinträchtigungen bei einem seiner Mitwanderer, zu Ende gebracht werden kann.

Ein jeder von uns, ob in seinem täglichen Tätigkeitsbereich, im Straßenverkehr oder bei unserem Hobby dem Wandern, setzt sich mehr oder weniger unkalkulierbaren Gefahren aus. Gerade unsere Wanderungen führen oft durch unwegsames Gelände. Um bei einem Zwischenfall mit körperlichen Beeinträchtigungen die richtigen Hilfsmaßnahmen vornehmen bzw. einleiten zu können, haben sich am vergangenen Samstag einige unser Wanderführer und -führerinnen in Simmershausen zusammengefunden und einen Trainingskurs in "Erster Hilfe" absolviert. Trainerin des Kurses war Frau Christiane Stange von der Johanniter-Hilfsorganisation in Kassel. Frau Stange hat ihr abgestecktes Ziel vorbildlich an die Kursteilnehmer vermittelt.

Alle Wanderführer haben wieder erkannt, dass eine regelmäßige Schulung in der Ersten-Hilfe unbedingt notwendig ist, um bei einem akut auftretenden Fall selbstsicher Hilfsmaßnahmen vornehmen zu können.

Dank an unserem Wanderwart, der die Veranstaltung organisiert und für höchste Zufriedenheit aller Teilnehmer gesorgt hat.
G.Z.


Fahrt nach Potsdam im März 2005

Zur ersten "Kulturfahrt" in diesem Jahr, führte uns das Ehepaar Gaebelein in die Stadt Friedrich des Großen, nach Potsdam.

Nach einer angenehmen Busfahrt hatte jeder Reiseteilnehmer genügend Zeit zu einem Bummel durch die Fußgängerzone, die von schönen wieder hergerichteten Bürgerhäusern des 18. Jhr. gesäumt wird.

Für den Nachmittag stand eine geführte Besichtigung des "Cecilienhofes" auf dem Programm. Und wer glaubte, nach dem Abendessen im Hotel, einen ruhigen Abend verbringen zu können, der irrte. Es ging mit dem Bus nach Berlin. "Berlin im Lichterschein" ein tolles Erlebnis. Von allen Teilnehmern wurde diese Abendfahrt zum absoluten Highlight erklärt.

Am nächsten Tag besuchte die Gruppe "Sanssouci" den Park, das Schloß und das königl. Hofgut.

Abschluß in Potsdam war eine Führung durch die Stadt mit dem wunderschönen "Stadtschloß", dem Alexandrowka und dem holländischen Viertel.

Eine erlebnisreiche und interessante Reise in unsere deutsche Geschichte.
G.D.


Busfahrt der Bastelgruppe am 1. Mai

Noch zog der Nebel über die Felder als wir am frühen Morgen mit dem Bus in Fuldatal tarteten. Aber dann kam die Sonne durch und es wurde ein schöner frühsommerlicher Tag. Unser Ziel war wieder der Vogelpark Walsrode, wohin wir im Jahr 1986 unsere erste Busfahrt mit der Gruppe unternommen hatten. Seit der Zeit führen wir in jedem Jahr am Maifeiertag eine Busfahrt durch.
Im Jahr 1958 wurde auf dem Gelände des Parks ein Liebhaberzoo mit einigen Fasanen gegründet. Später folgten einige Wasservögel. 1962 wurde dann die Anlage als Vogelpark offiziell eröffnet und danach ständig erweitert.

Der Vogelpark gilt als der schönste Vogelpark der Welt. Rund 4.600 Vögel aller Kontinente und aus allen Klimazonen leben in der 22 Hektar großen Parklandschaft, die mit ihrem Dschungel unter Glas und ihrer Meeresbrandung, mit der größten Papageiensammlung der Welt und einem Blütenmeer von Rhododendron, Tulpen, Narzissen, Azaleen usw. einem Paradies gleicht. Bei dem herrlichen Wetter erlebten wir einen wunderschönen Tag in dem Gelände.

Für das leibliche Wohl während der Fahrt hatten wir wieder bestens vorgesorgt. Erwähnen möchte ich unser Frühstücksbüfett und am Nachmittag den Kuchen, der von unseren Frauen wieder so liebevoll zubereitet wurde. Nochmals herzlichen Dank dafür.
H.M.


Chronologie der Viertage-Wanderung in der Bayrischen Rhön

Donnerstag, 05. Mai 2005.
So manch kritischer Blick wurde zum Himmel gerichtet, nachdem nach der Begrüßung durch die Wanderführer Ruth Schwanz und Gerhard Goldmann das Gepäck verstaut und die Plätze im hauseigenen Bus der Gastwirtsfamilie Kessler aus Reith eingenommen worden waren.
49 Wanderinnen und Wanderer aber, Hannelore und Dieter Gentzsch sollten sich erst später dazugesellen, kann kein Wetter schrecken. Also vertiefte man sich in das von Gerhard Goldmann verteilte Programmheft, das gleich für den ersten Tag eine Überraschung ankündigte. Nach zweistündiger Fahrt wurde das Städtchen Schlitz nördlich des Vogelsberges, zwischen Fulda und Hersfeld gelegen, angefahren. Im Hotel Vorderburg, in dem wir dann auch Hannelore und Dieter trafen, erwartete uns ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Anschließend nahm uns der Barde Michael in Empfang, um uns durch seine Stadt zu führen. Michael, in dem Outfit eines mittelalterlichen Bänkelsängers, verstand es, uns auf "liederliche Weise" klanglich begleitet von seiner Laute, die hervorragend restaurierten Baudenkmäler (Burgen, Kirche, Rathaus, Fachwerk) und den damit verbundenen geschichtlichen Hintergrund nahe zu bringen.
Weiter ging die Fahrt. Schon um 14.00 Uhr war Reith erreicht. Einer kurzen Pause im Hotel schloss sich ein gemeinsamer Spaziergang zu einer imposanten ca. 1000 Jahre alten Eiche an. Das Wetter war herrlich!

Freitag, 06. Mai 2005.
Wanderung der A und B Gruppe nach Hammelburg, einer der ältesten urkundlich genannten Siedlungen in Unterfranken.
Die A bzw. B Gruppe marschierte am Morgen zu getrennten Zeiten los; verschieden war dann auch die zu bewältigende Wegstrecke. Die kleingliedrige Landschaft mit ihren sanften Hügeln, lichte Wälder (Buchen und Kiefern) Bildstöcke und Sühnekreuze an den Wegkreuzungen und die zu dieser Jahreszeit besonders üppige Flora an den Weg- und Waldrändern machten das Wandern auch bei bedecktem Himmel leicht. An blühendem Waldmeister, Aronstab, Waldanemone, Küchenschelle, Sonnenwolfsmilch, Salomonissiegel, Wiesensalbei und vieles mehr konnte sich der interessierte Naturfreund erfreuen. Die wohl interessanteste Wegstrecke war der Höhenweg über den Hammelberg. Alte Weinberge schmiegen sich dort an die steilen Muschelkalkhänge. Als ein plötzlicher Regenschauer einsetzte, bot eine Hütte am Weinberg wie eigens bestellt Schutz. Man staunte nicht schlecht über die Ausstattung des Holzhäuschens, das so gar keine Spuren von Vandalismus aufwies. Auf den Klippen dieses Höhenweges, mit einer freien Aussicht auf die im Saaletal liegenden Ortschaften, hatten Unbekannte lebensgroße Figuren aufgestellt, die den Hammelburgern seither allerlei Rätsel aufgeben. Eine dieser Figuren, Amalberga (eine Schwester von Karl dem Großen), soll ihre Liebhaber von dem Felsen in den Tod gestürzt haben. In Hammelburg angekommen, war noch Zeit für eine Stadtbesichtigung. Gegen 16.30 Uhr brachte der Bus alle Wanderer zurück nach Reith.
Ganz so viel Glück mit dem Wetter hatten die Wanderfreunde, die den Tag in der Obhut von Horst Endrich in Schweinfurt verbracht hatten, nicht. Sie mussten des öfteren vor starkem Regen flüchten.

Samstag, 07. Mai 2005.
Wanderung der A und B Gruppe zum Wittelsbacher Turm.
Schon früh versammelte sich eine Gruppe der Wanderer, die an diesem Tag eine relativ lange Wanderung unter der Führung des Hotelwirtes machen wollte. Felix, der mitgeführte Schäferhund, umrundete vor dem Abmarsch die kleine Herde. Allen war klar: Jetzt würde niemand mehr abhanden kommen. Die Wanderung durch den Naturpark Bayrische Rhön war anspruchsvoll und schön, obwohl der Regenschirm treuer Begleiter war. Alle waren froh, nach ca. 24 km das Ziel erreicht zu haben. Im Gastraum der kleinen Brauerei neben dem 1908 erbauten Turm wartete schon die zweite Wandergruppe, die eine etwas kürzere Wegstrecke zurückgelegt hatte. Natürlich brachte uns der Bus auch nach dieser Tour wieder ins Quartier zurück.
Die Nichtwanderer waren an diesem Tage, wieder begleitet von dem Ehepaar Endrich, im Städtchen Steinau. Dort war Gelegenheit, im Schloss u.a. Bekanntschaft mit den Brüdern Grimm, die in Steinau ihre Jugend verbracht haben, zu machen. Im Marstall des Schlosses befindet sich außerdem das weitbekannte Marionettentheater. Auch die Altstadt mit dem 1561 erbauten Rathaus und der im 16.Jh. entstandenen Kaufhalle hatten dem interessierten Beobachter einiges zu bieten.
Der im Wanderverein übliche gemütliche Abend, verlief sehr harmonisch. Vielfältig musikalisch unterhalten von einem einheimischen jungen Ehepaar und lustigen Beiträgen von Hannelore und Gerhard, verging er wie im Fluge.

Sonntag, 08. Mai 2005.
Am Vormittag des Rückreisetages führten die Wanderfreunde Ruth, Gerhard, Hannelore und Dieter, die diese schöne Freizeit so ausgezeichnet organisiert hatten, die gesamte Wandergruppe über einen 8 km langen Rundweg durch den Ort Thulba, den Hetzsteg entlang des Flüsschens Thulba zur Rheiter Mühle.
Nach dem Mittagessen ging es dann mit dem Bus in Richtung Heimat. Gegen 14.00 Uhr wurde bei Fulda, am Schloss Fasanerie (Hessens schönstes Barockschloss) eine Rast eingelegt. Im eigens für die Wanderer reservierten Reitersaal der einst fürstbischöflichen und später kurfürstlich-hessischen Sommerresidenz konnte Muttertagskaffee getrunken werden. Über ein Andenken in Form einer kleinen Reproduktion eines Aquarellgemäldes von Schlitz, gemalt von G. Goldmanns Schwägerin, konnten sich außerdem alle Frauen am Muttertag freuen. Am frühen Abend, Zuhause angekommen, waren alle froh darüber, wieder einmal einen so schönen Teil unserer Heimat näher kennen gelernt zu haben. Dank an alle, die uns dieses ermöglicht haben.
H.Z.


Wanderung im Tal der Ems, am 22. 05. 2005

Fröhlich bestiegen die Wanderer den Bus, der überpünktlich an der Ihringshäuser Kirche vorfuhr. Sonnig gelbe Zettel wurden verteilt, auf denen das bestellte Essen vermerkt war. So leuchtend wünschten sich alle den Tag, obwohl der Wetterbericht ganz anderes vorausgesagt hatte. Am Ausgangspunkt angekommen, stiegen wir aus und begaben uns unter die Obhut unserer Wanderführerinnen und des Wanderführers, Anna Gundrum und Emmi Eberhardt für die B - Gruppe und Helga und Horst Schuller für die A - Gruppe.
Wir verließen Zierenberg an den letzten Häusern vorbei und zogen hinauf in den Wald, Blumen standen am Wegesrand und die Vögel waren unterwegs und sangen. Fröhlich plaudernd zog die Gruppe dahin, hielt bald an, um die Ausblicke ins besonnte Land hinaus zu genießen. Dann liefen wir durch den herrlichen Fachwerkort Burghasungen, den Berg ließen wir rechts liegen und wanderten durch die Gemarkung wieder hinauf in den Wald. Frühstückspause machten wir bei frisch geschlagenen Lärchen, deren Holzgeruch den Ort erfüllte. Danach ging es weiter im Wald voran an Flächen blühenden Waldmeisters vorbei, der den Wald mit seinem Duft erfüllte. Der nächste Ort, den wir ansteuerten, war Martinhagen, wo wir es uns nicht nehmen ließen, den Martinstein zu umrunden und zu bestaunen, wie er so mitten im Ort herauswächst. Kurz vor Erreichen der wieder aufgebauten Hubertushütte, die oberhalb des Ortes liegt, sahen wir am Wegrand ein Kitz, das trotz der vorbeiziehenden Wanderer liegen blieb. Was ist wohl aus ihm geworden? Hier in der Nähe des Steinbruchs machten wir Mittagsrast, die einen unter Dach, die anderen ließen es sich im Sonnenschein schmecken. Nach wenigen Kilometern am Waldrand und zwischen frisch bestellten Kartoffelfeldern entlang erreichten wir dann unsere Endeinkehr, wo uns die bereits Angekommen mit Hallo begrüßten, und genossen einen frischen Trunk und das reichliche Essen. Gestärkt traten wir pünktlich unsere Heimfahrt an, so dass wir gegen 18.00 Uhr wieder in Fuldatal ankamen.
Und das Wetter? Wer hatte entgegen den Wettervorhersagen dieses sonnige Wetter zu verantworten? Natürlich unsere Wanderführer/Innen. Es war ein herrlicher Tag und eine schöne Wanderstrecke, an die wir uns noch eine lange Zeit erinnern werden.
K.K.


Eine Woche Radwandern in der Holsteinischen Schweiz

Einige unser acht Radwanderfreunde waren doch etwas überrascht, dass die Holsteinische Schweiz, neben ihren zahlreichen größeren oder kleineren Seen, hügelreiches Gelände aufweist, das unserer nordhessischen Landschaft - abgesehen von einigen höheren Bergen - nicht viel nachsteht. Unsere Tages-Routenplanungen wurden daher sorgfältig ausgearbeitet, um die etwa gut 60 km langen Radstrecken so angenehm wie nur möglich zu gestalten.

Angereist mit PKW und montierten Fahrradträgern, bezogen wir unser Standquartier in der Stadt Bad Malente in einer angenehmen Pension. So lag es auch nahe, dass unsere erste Tagestour rund um den "Großen Plöner See" herumführte. Die weiteren Touren wurden so gelegt, dass etwa die halbe Tagesstrecke durch das Land und die übrige Strecke jeweils entlang der Ostseeküste führte. Hierdurch war es möglich, typisch holsteinische Dörfer, große Bauerngehöfte bzw. stattliche Güter mit ihren mit Ziegelsteinen gemauerten Kirchen und Gebäuden sowie einige historische Stätten (Hügelgräber, Kloster Cismar u.s.w.) kennen zu lernen.
Die Städte Lütjenburg und Eutin beeindruckten uns ebenfalls mit ihren prächtigen Häusern, ihren historischen Gebäuden und Anlagen.
An der Ostseeküste durchfuhren wir - z. T. entlang der Promenaden - die Bäder-Orte Hohwacht, Dahme, Kellenhusen, Grömitz, Neustadt, Haffkrug, Scharbeutz, Timmendorfer Strand, Travemünde.
Um dieses große Aktionsfeld bewältigen zu können, wurden wenige ausgewählte Strecken mit PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln überbrückt.

Mit dem Wetter, Ende Mai, hatten wir großes Glück; zeitweise war es sogar etwas zu warm. Ein Wanderfreund, der vorsorglich seine Badehose mitgenommen hatte, nutzte eine Erholungsrast um in der - doch noch recht kühlen - Ostsee ein Bad zu nehmen.

Auf der Heimfahrt am Sonntag nutzten wir die Gelegenheit, einen Bummel durch die Hansestadt Lübeck zu machen und dabei die historischen Gebäude der Stadt zu besichtigen.

Es war eine durch Harmonie, Geselligkeit und Aktivität geprägte Woche. Wir acht Radfreunde werden noch oft an die schönen Tage zurückdenken, nicht ohne Hoffnung, dass im kommenden Jahr die Freunde, die diesmal aus Gesundheitsgründen nicht mitfahren konnten, wieder mit dabei sein werden.
G.Z.


Radtour von der Haustür aus

Den beiden Radwanderführern Horst Schuller und Gerhard Zintel ging es am 5. Juni bei der ersten Tour des Jahres bei der Wahl der Fahrstrecke darum, direkt vor der Haustür zu starten, denn die Erfahrung in der Vergangenheit hat gezeigt, dass die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für eine größere Fahrradgruppe -speziell sonntags- problematisch sein kann. Wie gut die Radwege in und um Kassel inzwischen ausgebaut worden sind und welch interessante größere und kleinere Touren Radwanderer in und um Kassel unternehmen können, haben die 12 Radler erfahren können. 60 km nordhessisches Bergland! Wer denkt da nicht an schweißtreibendes Strampeln? Aber weit gefehlt! Ohne besondere Anstrengungen radelte die Gruppe, nachdem sie Vellmar, die Kasseler Nordstadt, die Aue, Nieder-, Oberzwehren und Rengershausen hinter sich gelassen hatte hinauf auf die Höhe nahe der Knallhütte. Weiter ging es vorbei am Zentrallager des Volkswagenwerkes, durch Kirchbauna bis nach Fehrenberg. Dort wurde an einem Holzplatz neben einem Reiterhof eine Rast eingelegt. Anschließend ließ man sich hinunterrollen ins Fuldatal. Entlang der Fulda, durch Guntershausen, Dittershausen, Bergshausen, das Buga-Gelände, ging die Fahrt auf der autofreien Straße - am Tag des "Sattelfestes" - bis zur "Grauen Katze". Erst dort fielen, nach dem Genuß von Kaffee und Kuchen, erste Regentropfen. Rückblickend wird sicher manch einer der Mitradler feststellen können, dass die nordhessische Landschaft auch - oder besonders - per Fahrrad einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Die Gemarkung um Kirchbauna radelnd zu erleben, ist schon etwas anderes, als diese Gegend nur vom Hören-Sagen zu kennen. Wie gut, einen Wanderführer wie Horst Schuller zu haben, der sich so ausgezeichnet in Kassels Umgebung auskennt. Die nächste Radwanderung im August führt in den nördlichen Teil des Landkreises.
H.Z.


Teilnahme am Jahreswandertreffen in Felsberg

Pünktlich am Sonntagmorgen hatten sich 15 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde in Ihrinshausen eingefunden, um mit PKW-Fahrgemeinschaften zum Jahreswandertreffen nach Felsberg zu fahren.

Der Burgverein Felsberg - ein Zweigverein des HWGHV - hatte im Rahmen seiner Festveranstaltung "120 Jahre Burgverein und Wiedereröffnung der Burg" das Jahreswandertreffen des HWGHV in sein Festprogramm integriert. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn der größte Teil der 45 nordhessischen Wander- und Heimatvereine eine Abordnung zum Wandertreffen entsendet. Man sieht viele bekannte Gesichter und kann in Gesprächen Erfahrungen und Informationen austauschen.

Wie üblich begann die Veranstaltung mit einem ökumenischen Gottesdienst. Anschließend wurden neben einer Burg- und Stadtführung mehrere kürzere oder längere Wanderungen angeboten. So war z.B. die ca. 8 km lange Wanderung durch die Flur Felsberg, entlang der ehemaligen Weinberge von Bödiger - nur ein kleiner Teil wird heute noch von einem Interessenverein bearbeitet - ein einzigartiges Erlebnis. 151 Wanderfreunde nahmen daran teil. Sie waren beeindruckt von der schönen offenen Landschaft und dem Blick auf die drei umliegenden Burgen. Das Wanderwetter war ideal, die Temperaturen waren entsprechend erträglich.
Zurückgekehrt auf die Burgwiese, konnten im Festzelt die traditionelle Erbsensuppe, Grillspezialitäten oder Kaffee und Kuchen genossen werden. Auch Getränke jeglicher Art wurden angeboten.

Die Kundgebung am Nachmittag mit Grußworten aus Politik und Interessenverbänden der Region, brachte interessante Informationen und rundete das Wandertreffen ab. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der HGWHV-Wanderwimpel an den Bürgermeister der Stadt Willingen übergeben, dessen Zweigverein im Jahr 2006 das Wandertreffen organisieren wird.

Nachdem alle teilnehmenden Zweigvereine vom gastgebenden Verein das traditionelle "Erinnerungswanderband" erhalten hatten, löste sich die Veranstaltung langsam auf.

Unserem Wanderwart H. Brackmann, der mit seinem Helfer H. Brede für unserem Verein die Teilnahme am Wandertreffen organisiert hatte, vielen Dank.
G.Z.


Familienwanderung 2005

Ein fester Bestandteil unseres Vereins seit Bestehen ist die Familienwanderung. In früherer Zeit begannen die Wanderfreunde den Tag mit ihren Kindern, Enkelkindern und Bekannten mit einem lockeren Wandern an einen Ort, an dem der Tag mit der Pflege des leiblichen Wohles und mit Spielen verbracht wurde. Heute, das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder ist gestiegen, hat sich die Veranstaltung mehr oder weniger in ein "Treffen der Wanderfamilie" gewandelt.

Dennoch am vergangenem Sonntag wanderten etwa 40 Wanderfreunde von Holzhausen bis zum Grillplatz Termenei. Die etwa 9 km lange Wegstrecke war gut gewählt und konnte gemütlich - bis auf einige unvorhersehbare Hindernisse - von allen leicht bewältigt werden. Unsere älteren Vereinsmitglieder reisten indessen mit Privatfahrzeugen zum Wanderziel, um am "Treffen der Wanderfamilie" teilzunehmen.

Den Grillplatz hatte inzwischen unser bewährtes "Grillteam" beispielhaft eingerichtet. Nach dem Eintreffen der Wanderer versorgte es die Anwesenden mit Grillspezialitäten und Getränken aller Art. Dankbar wurde dieser Service von allen angenommen. Zur Überbrückung und zur Wiederanregung des Appetits auf das angekündigte Kaffee- und Kuchenangebot, begab sich der größte Teil unserer Wanderer auf eine - den Bedürfnissen zugeschnittenen - größere oder kleinere Rundwanderung.

Die "Familienwanderung" verlief bei idealem Wetter mit anregender Unterhaltung in angenehmer Atmosphäre.

Besonderen Dank gilt unserem Veranstaltungsteam, das auch in diesem Jahr wieder mit größtem persönlichen Einsatz das Gelingen der Familienwanderung ermöglichte. Die umfangreich geleistete Arbeit ist keine Selbstverständlichkeit.
G.Z.


Teilnahme am 105. Deutschen Wandertag in Saalfeld

Schon früh am Morgen des letzen Sonntags hatten sich 35 Wanderfreunde an den vereinbarten Treffpunkten eingefunden, um mit dem Bus zum 105. Deutschen Wandertag nach Saalfeld in Thüringen zu fahren. Tags zuvor wurde für diesen Zweck das Erkennungszeichen unseres Vereins, der überdimensionale Rucksack, auf einem Handwagen hergerichtet.

Der jährlich einmal vom Deutschen Wanderverband ausgerichtete Wandertag, fand in diesem Jahr im Städtedreieck Rudolstadt - Saalfeld - Bad Blankenburg am Saalebogen statt. Hier wurden eine Woche lang für Deutsche Wander- und Heimatvereine Begegnungen, Wanderungen und vielfältige Veranstaltungen angeboten. Der Höhepunkt war der Umzug zahlreicher Wander- und gleichgesinnter Vereine durch die Stadt Saalburg. Etwa Zehntausend Teilnehmer waren gemeldet. Allein der Hessisch- Waldeckische Gebirgs- und Heimatverein war mit 391 Wanderern aus mehreren Zweigvereinen vertreten. Neben vielen originellen Umzugsmotiven war unser Erkennungszeichen - der überdimensionale Rucksack auf dem Handwagen - mit seinen lustigen, durch einheitliche Kleidung erkenntlichen Begleitern, ein gern gesehenes und umjubeltes Objekt.

Trotz warmem, zeitweise sonnigem Wetter und den damit verbundenen Strapazen, war es ein Erlebnis, an einer solch gewaltigen Veranstaltung teilzunehmen. So herrschte im Bus auf der Heimfahrt bei etwas Mattigkeit größte Zufriedenheit.
Wir freuen uns schon jetzt auf den 106. Deutschen Wandertag.
G.Z.


Radwanderung am 2. August 2005

Die Wetterprognose am vergangenen Sonntag hätte schlechter nicht sein können - jedoch: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Getreu diesem Motto traten 12 Radwanderfreunde die zweite Eintages-Radwanderung des HWGHV in diesem Jahr an. Fuhr man im Frühsommer durch leuchtendgelbe Rapsfelder, vorbei an blühenden Wegrändern und prächtig stehendem Getreide, so war der Anblick der durch den Regen und Hagel verdorbenen Weizenfelder diesmal eher traurig. Eine frühherbstliche, schon an den "Altweibersommer" erinnernde Atmosphäre, mit violettem Blutweiderich und gelbem Rainfarn an den feuchten Wiesen- Wald- und Wegrändern entschädigte den naturliebenden Beobachter. Entlang der Ahne, Losse und dem Steinertsee ging es in angenehmer Fahrt durch die Orte Niederkaufungen, Oberkaufungen, Helsa und Wickenrode. Immer wieder schön anzusehen sind die blitzsauberen liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser dieser Orte. Einer "nennenswerten" Steigung hinter Wickenrode, hinauf über den Helserborn, - Radschieben, was u.a. einen Blick in die Körbe der ersten Pilzsammler dieses Jahres ermöglichte, war eine willkommene Abwechslung - folgte eine rasante Abfahrt hinunter in das Tal der Nieste, durch Nieste, Dalheim, Uschlag und Heiligenrode. Gegen 16.00 Uhr war die "Graue Katze" erreicht. Bei einer wohlverdienten Stärkung, froh darüber, trotz des stark verhangenen Himmels eine 70 km lange Tour glücklich gemeistert zu haben, ließ man den Tag Revue passieren. Alles war perfekt: die interessante, von Horst geplante Radroute, überdachte bequeme Jausenplätze im Wald, der gesundheitliche Aspekt und nicht zuletzt die gute Laune aller Radler. Selbst eine Reifenpanne, zum Leidwesen der betroffenen Radlerin, konnte die allgemeine Stimmung nicht trüben.
H.Z.


Fahrt des Singkreises nach Coburg

Unser Singkreis hatte sich in diesem Jahr für die Tagestour am 06.09.2005 die Stadt Coburg im Frankenland ausgesucht. Es war ein Vorschlag unseres Chorleiters Günter Hallaschka.

Pünktlich um 6.40 Uhr starteten wir mit einigen Gästen und erreichten um 10.30 Uhr Coburg, wo wir schon von zwei Stadtführern erwartet wurden. Die Stadt hat 45.000 Einwohner und ist u.a. bekannt durch die Versicherungsgruppe HUK Coburg mit ca. 3.500 Mitarbeitern.
Der Rundgang führte durch das südliche Stadttor auf den Marktplatz mit dem 1450 errichteten Rathaus, das bei Gründung auch als Kaufhaus genutzt wurde. Der tatkräftige Herzog Joh. Casimir gab im 16./17. Jahrhundert durch großzügige Renaissancebauten der Altstadt ihr Gepräge. Ein berühmter Sohn der Stadt war Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, der Prinzgemahl der englischen Königin Victoria. Sein Denkmal steht auf dem Marktplatz. Ein weiterer Ehrenbürger der Stadt ist Johann Strauß, der dort seine dritte Ehe einging.

Weiter ging es an schönen Fachwerkhäusern, dem Münzmeisterhaus und dem alten Gymnasium zur Moritzkirche. Zunächst besichtigten wir das Grabungsmuseum, die freigelegten Grundmauern der alten Kirche. Die Moritzkirche wurde um 1420 erbaut. Schönstes Schmuckstück der Kirche ist das 12 m hohe, mit Figuren und Reliefs geschmückte Alabasterepitaph. Der Vormittag endete im Schloßhof Ehrenburg. Der dreiflügelige Bau wurde 1543 auf dem Boden eines Franziskanerklosters erbaut. Nach soviel Geschichte konnten wir uns anschließend im Münchner Hofbräuhaus bei kräftigem Essen und bayrischem Bier erholen. Ein weiterer Höhepunkt war die anschließende Besichtigung der "Veste Coburg", eine der größten Burganlagen Deutschlands, auch genannt die "Fränkische Krone". Die Burg wurde nie erobert, auch nicht von Wallenstein im Dreißigjährigen Krieg. Das Burgmuseum beherbergt eine vielseitige Kunstsammlung mit Prunkwaffen und einer kompletten Rüstkammer, Gläsern aus mehreren Jahrhunderten und mittelalterliche Heiligenbilder von Albert Dürer und Lukas Cranach. Die größte Kostbarkeit war ein mit Elfenbein verzierter Einband einer alten Bibel. Das Lied "Eine feste Burg ist unser Gott" wurde von Martin Luther im Jahr 1530 auf der Burg gedichtet.

Nach einer kurzen Kaffeepause verabschiedeten wir uns von unseren sehr kundigen Stadtführern und traten um 17.00 Uhr die Heimreise an. Die Rückfahrt verlief entlang des Thüringer Waldes und teilweise über Brücken und Tunnel der neu erbauten Autobahn.
Unser Wanderfreund Dieter Geißler erklärte uns hierbei ausführlich seine Heimat und die Entwicklung der Städte und Gemeinden vor und nach der Wende.
Auch das Singen kam nicht zu kurz und zum Schluß stimmten alle das Lied "Wenn Freunde auseinandergehn ....." an. Nach guter Fahrt erreichten wir Fuldatal um 21.30 Uhr.

Danken möchten wir auch Gottfried Gaebelein, der zusammen mit Herrn Fritsche die Fahrt organisiert hat.
I.B.


Syltfreizeit 2005

Das Jugendseeheim List auf Sylt war in den vergangenen Jahren für unsere Wanderfreunde mehrmals Ziel einer Freizeit. So auch in diesem Jahr vom 06. bis 15. Oktober.

Frühmorgens starteten wir mit dem Bus der SVG und erreichten nach guter Fahrt nachmittags unser Ziel. Die Häuser Westerland und List belegten wir mit 51 Wanderfreunden, darunter einigen Gästen. Schon früh am Morgen weckte uns Willi Bäcker mit fröhlichen Akkordeonklängen und animierte zum Mitsingen. Den Tagesablauf konnte jeder selbst gestalten, ein Wanderplan bestand nicht. In kleinen Gruppen, zu zweit oder auch allein wurden Wanderungen und lange Strandspaziergänge unternommen. Beliebt waren auch Insel- sowie Kutterfahrten und Tagesausflüge auf die Nachbarinseln Amrum und Föhr. Bei einem Dia-Abend "Orkan auf Sylt" wurde deutlich, wieviel Land bei jeder Sturmflut verloren geht. Die Schönheit der Insel mit dem Steilkliff und die Vegetation mit Heidekraut in den Dünentälern ist immer wieder beeindruckend. Die Sonne verwöhnte uns 10 Tage lang, Rollkragenpullover und Pudelmütze konnten im Koffer bleiben. Nach den schönen Sonnentagen fiel das Kofferpacken schwer, doch vorher feierten alle Wanderfreunde den traditionellen Abschiedsabend. Willi Bäcker ließ in lustigen Reimen die vergangenen Tage nochmal Revue passieren, mit Akkordeonbegleitung wurde gesungen und manch lustiger Vortrag trug zum Gelingen dieses Abends bei.

Bei der Rückfahrt hieß es sich in Geduld fassen, durch einen LKW-Unfall auf der Autobahn kam es zu Staus und Umleitungen. Nach gut 12 Stunden erreichten wir dann aber wohlbehalten Fuldatal.

Den Organisatoren dieser Freizeit, Jürgen Huisinga und Karl Meiss, sagen wir unseren herzlichen Dank.
I.B.


Was bietet unser Wanderverein neben Wanderungen?

Spazieren gehen mit Einkehr zum Kaffeetrinken
Die aktiven Wandersleute von gestern sind heute in die Jahre gekommen. Für viele von ihnen sind selbst kleine Wanderungen beschwerlich oder gar unmöglich geworden. Muß man sich deshalb von der liebgewonnenen aktiven Gemeinschaft des Wandervereins ausschließen? Nein, denn vor etwa drei Jahren haben erfahrene Wanderfreunde angeregt, eine Spaziergängergruppe zu organisieren. Nicht unwesentlich hierbei ist die gemeinsame Einkehr zum Kaffeetrinken, bei der die sozialen Kontakte gepflegt werden. Das "Spazieren gehen" findet regelmäßig statt und ist zu einem festen Bestandteil unseres Vereinsgeschehens geworden. Die Einrichtung erfreut sich großer Beliebtheit.

Tagesradwanderungen
Neben den ganztägigen Sonntagswanderungen, und den Seniorenwanderungen erfreuen sich die Radwandertouren zunehmender Beliebtheit. Das Hessische Bergland mit seiner hügeligen Landschaft bietet gute Bedingungen für Tagestouren von ca. 50 bis maximal 70 Kilometer. Zwei Touren, gut vorbereitet und idealerweise vor der Haustür beginnend, ließen dieses Jahr die Fuldataler Radlergruppe auf angenehme Art den Alltag vergessen. Ein weiterer Pluspunkt war der gesundheitliche Aspekt. Ohne allzu große körperliche Anstrengung ist eine Radtour mit guten Freunden auch ein Fest für die Sinne. Während die erste Tour Anfang Juni stattfand, als die Natur sich von ihrer üppigsten Seite zeigte, begegneten den Radwanderern im August schon die ersten Vorboten des Herbstes.

Eine Woche Holsteinische Schweiz.
Die "Radwanderwoche", seit einigen Jahren fest im Wanderprogramm installiert, führte dieses Jahr eine achtköpfige Männergruppe in die Holsteinische Schweiz. Ausgehend vom Standquartier in Bad Malente unternahmen sie Touren entlang der Ostseeküste durch u.a. Grömitz, Scharbeutz, Travemünde. Typisch holsteinische Dörfer, Bauernhöfe und Ziegelsteinkirchen in den Städten haben einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die nächste Exkursion in 2006 ist schon geplant.

Kulturelle Unternehmungen im Verein
Wie gefragt die Kulturfahrten sind, die der Kulturwart alljährlich organisiert, zeigt die Tatsache der stets gut besetzten Reisebusse.

Diesjährige Aktivitäten bisher:
Potsdam, die Stadt Friedrich des Großen, Schloß und Park Sanssouci, der Cecilienhof, das Alexandrowka und "Berlin bei Nacht" lassen die erlebnisreiche interessante Reise in die Deutsche Geschichte in guter Erinnerung bleiben.

Für angenehme Entspannung sorgte der abendliche Besuch des Theaterstückes "Die drei Musketiere" von Alexandre Dumas, das in der Waldbühne in Niederelsungen aufgeführt wurde.

"Auf den Spuren von Wilhelm Busch", so stand es im Veranstaltungskalender am 3.Juni. Schon der Titel spricht für sich. "Ach, was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen! ..." Da wurden Erinnerungen wach.

Der Busfahrt des Singkreises nach Coburg im September schlossen sich etliche Wanderfreunde an. Gemeinsam verbrachte man einen schönen Tag mit Besichtigung der sehr beeindruckenden Feste, der großzügigen Renaissancebauten und Fachwerkhäuser der geschichtsträchtigen Stadt.
Wallenstein, Königin Viktoria, Martin Luther und Johann Strauß sind nur einige der Berühmtheiten, die mit der Geschichte Coburgs in Verbindung gebracht werden.

Der Singkreis und die Bastelgruppe
Beides sind beliebte Einrichtungen, die seit Jahren aus dem Vereinsgeschehen nicht wegzudenken sind.
Während im Singkreis - er tritt fast ausschließlich nur an vereinsinternen Festen und Veranstaltungen auf - sangesfreudige Vereinsmitglieder, männlich wie weiblich, unter der Leitung eines Vereinschorleiters zu aktuellen Zeiten fleißig Chorsätze einübt, besteht die Bastelgruppe nur aus Damen, die planmäßig zu Bastelstunden zusammenfinden. Ihre Arbeit ermöglicht es, dass sich unser Verein auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt gewinnbringend präsentieren kann. Der Erlös fließt als Spende an eine gemeinnützige Einrichtung. Oft sind die Damen der Bastelgruppe mit ihrem Einsatz bei Veranstaltungen des Vereins aktiv.

G.Z.


Hüttenabend 2005 und Feier des 25-jährigen Bestehens

Der Hüttenabend am 12.11. stand unter einem ganz besonderen Vorzeichen - mit ihm feierte unser Verein sein 25-jähriges Bestehen in unserem Vereinslokal "Haus Schönewald" in Simmershausen. Ein spontan gebildeter Arbeitskreis mit Klaus Kremin als Koordinator hatte die Feier gut vorbereitet und organisiert; die Tischdekoration hatte der Bastelkreis übernommen.
In seiner Begrüßung zeigte sich der Vorsitzende Jürgen Huisinga erfreut über den guten Besuch von rd. 130 Mitgliedern und zahlreichen Gästen, darunter als Ehrengäste die Bürgermeisterin der Gemeinde Fuldatal Anne Werderich, der Geschäftsführer und 2. Vorsitzende des Gesamtvereins Roland Petrowsky, die Vorsitzenden der Nachbarvereine und der Gründungsvorsitzende unseres Vereins Hans Hermann Weinreich. Alle Ehrengäste richteten eine Grußadresse an die Versammlung und überreichten dem Vorsitzenden ein Gastgeschenk.

Im offiziellen Teil der Jubiläumsveranstaltung standen Ehrungen für 10-jährige und 25-jährige Mitgliedschaft durch Jürgen Huisinga und der aktiven Vereinsmitglieder durch Roland Petrowsky im Mittelpunkt. Die Ehrungen wurden umrahmt durch den Vortrag von Chorsätzen durch den Singkreis unseres Vereins unter der Leitung von Günter Hallaschka mit instrumentaler Begleitung durch Gerd Hallaschka.

Folgende Mitglieder wurden für ihre Treue zum Verein geehrt:
Für 10-jährige Mitgliedschaft: Brigitte und Helmuth Ernst, Christa und Heinz-Horst Groß, Renate und Herbert Hellwig, Hildegard und Teofil Herrmann, Gerhard Müller, Friedel Reinmöller, Friedrich Wilhelm Schaffer, Martha Süsse, Brunhilde und Manfred Schweitzer.

Für 25-jährige Mitgliedschaft (Gründungsmitglieder): Hans-Friedrich Borstädt, Hilmar Brackmann, Horst Endtricht, Elli Gebuhr, Elfriede Kniep, Eva und Dieter Landskron, Bruno Mende, Michaela Nickel, Mathilde Schade, Christa und Kurt Schmalz, Horst Schuller.

Für ihre aktive Mitarbeit wurden ausgezeichnet:
Mit der "Silbernen Ehrennadel": Helmut Brede, Gabi Dietrich, Gerhard Lauff, Christel Perrey, Heinz Zänkert.

Mit dem "Goldenen Ehrenzeichen": Karl Dietrich, Hannelore Gentzsch, Marga Hobein, Walter Makarowski, Horst Müller, Ruth Schwanz.

Mit der "Ehrenurkunde": Waltraud und Heinrich Brandt, Gerda Carlberg, Emmi Eberhardt, Gottfried Gaebelein, Anna Gundrum, Hilde Meiss.

Nach dem Essen zeigte Dieter Landskron in einem Dia-Vortrag Bilder von Wanderungen und Wandertagen aus der Vereinsgeschichte, wobei insbesondere die Bilder aus den frühen Jahren das Interesse der "altgedienten" Wanderer fanden. Der Dia-Vortrag wurde ergänzt durch drei Bildwände, die im Vorraum aufgestellt waren.
Rechtzeitig und passend zum Jubiläum hat unser Verein eine "Chronik zum 25-jährigen Bestehen" (zum internen Gebrauch) herausgebracht, die an diesem Abend erstmalig an interessierte Mitglieder verkauft wurde.

Es folgte der Auftritt der "Revue Blamage", einer Show- und Tanzgruppe aus Niederzwehren. Mit Playback-Gesang und fetziger Musik, Lichteffekten, neckischen Kostümen und einem guten Schuss schauspielerischen Könnens zeigte die Gruppe Szenen aus ihrem Repertoire, die von den Besuchern begeistert aufgenommen wurden. Anschließend trug zunächst die Sängerin Natalie einige moderne Lieder vor und dann spielte Gerd Hallaschka zum Tanz auf bis zum Kehraus.

Der Vorstand dankt allen Mitgliedern, die zu dem guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

Am Sonntagnachmittag fand eine Nachfeier zum Jubiläum bei gemütlichem Beisammensein mit Kaffee und Kuchen statt, zu der nochmals 75 Mitglieder gekommen waren. In einem Grußwort erinnerte Jürgen Huisinga an die Vereinsgründung als Anlass für das Beisammensein und dankte allen Mitwirkenden. Die Damen des Bastelkreises hatten den Kuchen gebacken und bedienten die Gäste; für Unterhaltung sorgten Dieter Landskron mit seinem Dia-Vortrag und Walter Makarowski als kostümierter Leierkastenmann.
J.H.


Adventwanderung am 11.12. 05

Nachdem sich die Wanderfreunde fröhlich an der Kirche in Ihringshausen getroffen hatten, stiegen sie in den Niemeyer-Bus und fuhren pünktlich ab, als die Letzten zugestiegen waren. Am Haus Schönewald wurden die "Simmershäuser" aufgenommen, und so war die Busrunde komplett. Die Fahrt brachte uns hinauf in den Reinhardswald zur Sababurg, begleitet von einer launigen Begrüßung durch unsren Wanderführer Hajo Groß. Hier stießen noch Wanderfreunde zu uns, die mit eigenem Wagen dorthin gefahren waren.
Vom Parkplatz unterhalb der Burg führte der Weg direkt zum Wald, dann schwenkten wir in den Wald ab und liefen auf einem bequemen Weg entlang des Fuldabach-Tales; immer in Waldrandnähe bot sich dabei den Wanderern häufig ein Blick über das winterlich, schneefreie Tal. Das Wetter brachte uns eine trockene Wanderung. So konnten die Schirme geschlossen bleiben.

Im Gasthaus "Zum Anker" in Gottsbüren angekommen, erwarteten uns bereits die Wanderfreunde, die dort direkt hingefahren waren und freuten sich mit den Wanderern auf das Mittagessen. Nach einem guten und reichlichen Mahl bei angeregten Gesprächen machten wir uns auf zur ehemaligen Wallfahrtskirche, der heutigen Ortskirche, die in ihrer für den Ort imposanten Größe über den Häusern emporragt. - Errichtet wurde sie nach 1329, als von diesem Ort Wunder berichtet wurden, so dass Wallfahrten stattfanden, organisiert vom Kloster Lippoldsberg. Der ursprüngliche Bau reichte bald nicht mehr für den Zustrom der Wallfahrer aus, so dass er um ein Hauptschiff erweitert wurde. Bald war dies auch noch nicht genug, und so wurden dem Hauptschiff noch die Seitenschiffe hinzugefügt. So entstand die heutige Gestalt. Reste von den ursprünglichen Wandmalereien sind im Innern noch zu sehen. Und dem Autor ist eine Besonderheit aufgefallen: Das Kirchschiff ist, wie bei alten Bauernhäusern im Solling noch anzutreffen, mit Sandsteinplatten gedeckt. - Hier in diesem ehrwürdigen Raum erwartete uns unser Singkreis, dessen Mitglieder zum Einsingen vorausgegangen waren. Als Zuhörer gesellten sich unseren Wanderfreunden auch Mitglieder der örtlichen Kirchengemeinde zu. Nach einem Orgelvorspiel begrüßte der Ortspfarrer Schiller die versammelte Gemeinde und gab dabei auch kurze Erläuterungen zur Geschichte der Kirche.

Unser Vorsitzender Jürgen Hulsinga, der nach seinem Rückflug aus dem Urlaub rechtzeitig zu uns gestoßen war, bedankte sich dafür, dass wir für unsere Adventfeier Gast in diesem Hause sein durften und gab einen Überblick über den Programmablauf. Danach brachte Ute Hallaschka ein Solo aus der Bachkantate "Drei Könige wandern aus Morgenland" zu Gehör. Dann sang unser Singkreis vier weihnachtliche Liedsätze, jeweils eingeführt durch Meditationen, vorgetragen von Ursula Hallaschka, und ein Orgelvorspiel. Zum Abschluss richtete der Singkreis noch einen musikalischen Weihnachtsgruß an die Kirchengemeinde mit dem Lied "Wir wünschen Euch frohe Weihnacht".

Plötzlich öffnete sich die Tür, und herein kam der Nikolaus. Extra für die kleinen Mitwanderer hatte er sich zu uns aufgemacht und übergab jedem eine Überraschung, verpackt in einem dicken Stiefel.

Nach dem Orgelspiel zum Abschluss der Feier zogen wir hinab zu unserer Einkehr zum Kaffeetrinken. Bei selbst Gebackenem und gutem Kaffee saßen wir noch eine gute Zeit und unterhielten uns. Bald jedoch hieß es: Der Bus ist da. Unsere Wanderung war zu Ende. Jeder fuhr wie er gekommen war, im eigenen Wagen oder mit dem Bus, nach Haus.

Unser Wanderführer Hajo Groß fasste es zusammen: Wir hatten Glück mit dem Wetter und eine gute empfehlenswerte Einkehr. Wir sagen ihm und seiner Frau Christa Dank für die Organisation und die Durchführung dieser schönen Wanderung und einen herzlichen Dank an unseren Chorleiter Günther Hallaschka für die Vorbereitung und Durchführung des musikalisch-besinnlichen Teils.
(K.K.)


2006

Maiwanderung der Herren

Am 1. Mai trafen sich ein gutes Dutzend Männer an der Endstation Ihringshäuser Straße, um mit der Straßenbahn in die Stadt zu fahren. Am Altmarkt stiegen wir aus und begannen unsren Weg zu Fuß an der alten Brüderkirche vorbei; um das Rondell herum gelangten wir bald in die Karlsaue. Ausgestattet mit Regenschirmen wegen des im Wetterbericht angekündigten Regens gingen wir vorbei an dem jungen Grün und sogar im Sonnenschein. Verwundert sahen uns die Spaziergänger und Jogger an, eine kleine Schar älterer Herren in Wanderkluft. An der Gärtnerplatzbrücke machten wir eine kurze Rast in der dortigen Gaststätte. Nach der Stärkung gingen wir fröhlich weiter, unterhielten uns, staunten über die Fahrkünste der Skater unter der Autobahn und suchten auch nach dem blühenden Rapsfeld, das für unser obligates Foto den Hintergrund bilden sollte. Aber es gab keins. Eine einzige Pflanze am Wegesrand war voll aufgeblüht, auf den Feldern gab es nur den einen oder anderen gelben Fleck zu sehen. Im Forellenhof kehrten wir dann zum Essen ein. Der Rückweg führte uns an der Rapspflanze wieder vorbei, unser Bild der diesjährigen Maiwanderung entstand und nach einer ruhigen, schönen Wanderung brachte uns die Tram wieder zur Ihringshäuser Straße.
K.K.


Wanderfahrt zu den Quellen des Rothaargebirges (Mai 2006)

In Fuldatal trafen sich die Wanderer des HWGHV zur Busfahrt ins Rothaargebirge. Das Wetter sah nicht sehr freundlich aus und jeder hoffte, dass die Ortsveränderung auch eine Wetterverbesserung herbeiführen würde. In Korbach war die erste Station auf dem Weg. Es gab Frühstück, vorbereitet von den Wanderführerinnen: Hacksteaks und Fettenbrote mit Gurke, das wir im Schießhagen unter den Zeltdächern der dortigen Freilichtbühne einnahmen. Anschließend machten wir unter kundiger Leitung eine Stadtbesichtigung. Mancher nahm sich vor, solch eine Stadtführung noch einmal in kleinerem Kreis zu machen. Dann ging es weiter mit dem Bus zur Lahnquelle, wo wir zum Mittagessen im dortigen Forsthaus einkehrten. Gestärkt für weitere Unternehmungen brachen wir auf. Eine kleine Schar wanderte dann entlang der Lahn von Feudingen nach Bad Laasphe an. Der größere Teil fuhr mit dem Bus weiter zu unserem Hotel in Bad Laasphe. Unter Regenschirmen ging es durch den Wald und man war froh, im Hotel am Zielort anzukommen. Nach dem Einchecken und Umkleiden war das Abendessen angesagt und danach sahen wir einen Film über die Schönheiten der Stadt Bad Laasphe und der Natur im Lahntal.

Am nächsten Tag begann die Wanderung vom Hotel aus zur Lahnquelle. Auf wunderbaren Wegen führte die Wanderung bei regnerischem Wetter durch Wald und Wiesen. Der Regen blieb uns bei der ganzen Wanderung treu und so konnten wir überall aus dem Schiefer Quellen sprudeln sehen, mal als Rinnsal und dann wie kleine Wasserfälle. Die Bäche rauschten weiß schäumend durch den Wald. Rast machten wir an der Ilsequelle, die noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts als Heilquelle diente. Einkehr war im Forsthaus Lahnquelle. Von dort brachte uns der Bus wieder ins Hotel. Am Abend unterhielt uns die Bauernbühne "Scheene Bescherung" mit heiter ironischen Sketchen. Anschließend wurde zum Tanz gebeten
Die Wanderführerinnen Gaby Dietrich und Brunhilde Schweitzer sorgten zum Abschluss mit einer lustigen Tombola für große Erheiterung.

Der dritte Tag führte uns von der Lahnquelle über Ilm-, Sieg- zur Ederquelle zum Obernau-Stausee. Bei Nebel wanderten wir durch die Berge, so dass wir manchmal die Sicht auf unsere vorausgehenden Mitwanderer verloren. Auf dem Weg im Wald ertönte ein Rauschen, man dachte an Regen, doch fielen keine Tropfen. Dann sahen wir einen reißenden Bach und freuten uns an dem Anblick, nicht ahnend, dass wir kurze Zeit später eben diesen Bach überqueren müssten. So mancher hatte danach nasse Schuhe. Auch bei dieser Wanderung sahen wir überall das Wasser aus dem Berg kommen, mussten aber sehen, dass wir gut über die Rinnsale hinweg kamen. Die Ederquelle erinnerte viele Wanderer unter uns an den Ausgangspunkt des "Ederhöhenweges".
Der Grillabend war ein gelungener Einfall unserer Wanderführer. Der Raum war gemütlich. Das Essen und die Stimmung waren gut. Zum Abschluss bedankte sich der Vorsitzende Jürgen Husinga mit kleinen Aufmerksamkeiten für die gute organisatorische Arbeit der Wanderführer.

Die C-Gruppe hatte an den 3 Wandertagen ihr eigenes Programm. Am Freitag fuhr Sie mit 26 Personen nach Dillenburg. Dort begann dann eine sehr informative und humorvolle Stadtführung. Den Abschluss bildete die Besichtigung der alten, sehr schönen evangelischen Stadtkirche, welche auch die Begräbnisstätte der Nassau-Dillenburger Grafen- und Fürstenfamilie ist. Danach erwartete uns eine Kaffeetafel mit anschließender Führung im Hessischen Landesgestüt.
Am Samstag hatte sich die Gruppe vergrößert und so fuhr sie mit 35 Personen nach Bad Berleburg. Nach einer interessanten Führung im noch bewohnten Schloss fuhr sie weiter nach Girkhausen. Hier wurde eine alte Drehkoite besichtigt, in der Holzschüsseln und Holzlöffel wie vor 460 Jahren gedreht bzw. geschnitzt werden.
Der Sonntag war auch für die C-Gruppe ein Wandertag. Bei herrlichem Wetter ist sie auf dem Kahlen Asten den Rundwanderweg gelaufen

Der Vierte Tag. Es hieß Abschied nehmen von Bad Laasphe. Die Sonne wagte sich wieder heraus. Die Koffer verstaut im Bus, führte die Fahrt uns nach Winterberg, wo wir die Bikerstrecke bewunderten und auch einige Fahrer sahen, die uns ihre waghalsigen Fahrten und Sprünge zeigten. Die Wanderung zum Kahlen Asten begann mit Hindernissen wegen einer Baustelle. 290 Höhenmeter waren zu überwinden, denn unser Wanderführer führte uns erst einmal ins Tal. Dafür wurden wir am Ziel durch ein gutes Essen im Restaurant auf dem Berg und danach durch die hervorragende Aussicht ins Land entschädigt.
Unsere Wanderfreundin Gisela Müller brachte die gesammelten Erlebnisse mit ihrem Reim auf den Punkt:

Die Wanderer brauchten den Schirm und den Hut.
Trotz Regen und Nebel, die Stimmung war gut.
Holadihija . . . .
Die C-Gruppe hat viel Neues geseh'n,
unter Brunhildes Leitung war das sehr schön.
Holadihija . . . .
Herr Niemey'r fuhr sicher um die Kurven im Tal.
Wir danken ihm dafür vieltausendmal.
Holadihija . . . .
Die Fahrt geht zu Ende, wir sind bald zu Haus,
den Wanderführern einen kräft'gen Applaus.
Holadihija . . . .
S./K./D.


Teilnahme am 106. Deutschen Wandertag in Prüm in der Eifel


Unter dem Motto "Feuer und Wasser" fand der diesjährige Deutsche Wandertag vom 12. bis 17. Juli in der Stadt Prüm und - im Zeichen Europas - in der Region Deutschland-Belgien-Luxemburg statt.

Die deutsche (und europäische) Wanderbewegung mit steigender Tendenz, präsentierte sich am Sonntag mit etwa 17.000 Teilnehmern. Die Zuschauerzahl beim Festzug in Prüm wurde auf 15.000 bis 20.000 geschätzt. Aus unserem HWGHV - Zweigverein Fuldatal waren vier Mitglieder angereist um das Jahres-Wanderwimpelband vom Deutschen Wanderverband und dem Ausrichter der Veranstaltung, dem Eifelverein, zu empfangen.

Der nächste Deutsche Wandertag wird in Saarlouis und der Region im Dreiländereck Deutschland-Luxemburg-Frankreich stattfinden.
G.Z.


Radwandern bergauf und bergab

Die nordhessische Region wieder neu mit dem Fahrrad zu erleben, das war das Ziel unserer ersten diesjährigen Radwanderung. Diese fand am vierten Julisonntag statt.

Die Organisatoren der Tour hatten wegen der großen Hitze der letzten Tage kein gutes Gefühl, denn es mussten immerhin ca. 200 Höhenmeter überwunden werden.
Dennoch trafen sich pünktlich elf Radwanderfreunde, darunter drei Gäste aus Vellmar, am bekannt gegebenen Treffpunkt ein. Der Weg führte - Gott sei Dank bei bedecktem Himmel - über Hohenkirchen, Immenhausen zur über 2000 Jahre alten Besiedlung am Ahlberg. Weiter quer durch den Reinhardswald über den Gahrenberg, durch das Tal "Nasse Ahle" hinab nach Vaake. Hier, inzwischen war die Sonne durch die Wolken gedrungen, fand sich ein schattiges Plätzchen bei einem Eiscafe. Nach einer ausgedehnten Pause, die von allen genossen wurde, ging die Fahrt weiter durch das Weser- und Fuldatal zum Ziel. Die Teilnehmer waren froh die über 60 km lange Radfahrstrecke - trotz Hitze - gut überstanden zu haben.

Der nächsten Radwanderung im September sehen wir mit Freuden entgegen.
G.Z.


2007

Jahreshauptversammlung 2007

Die Jahreshauptversammlung des HWGHV Zweigvereins Fuldatal fand am 9. März 2007 im "Haus Schönewald" statt.
Der Vorsitzende Jürgen Huisinga konnte fast 50% der Mitglieder des Vereins willkommen heißen.
Die Mitgliederzahl zum Ende des Jahres ist im Vergleich zum Vorjahr durch Neueintritte, Austritte und verstorbene Mitglieder von 223 auf 213 Personen geringfügig zurückgegangen. In einer Gedenkminute erinnerten sich die Mitglieder ehrend der Verstorbenen. Anschließend begrüßte der Vorsitzende die neuen Mitglieder.

Mit Bedauern haben die Wanderfreunde die Nachricht über den plötzlichen Tod von Günter Hallaschka aufgenommen. Der Vorsitzende hat ausführlich die Verdienste Günter Hallaschkas als Chorleiter unseres Singkreises herausgestellt. Durch seinen Tod ist ein Weiterführen des Singkreises leider nicht mehr möglich, da die Bestellung eines/r hauptamtlichen Chorleiters oder -leiterin den finanziellen Rahmen übersteigen würde.
Die Mitgliedsbeiträge bleiben auf Grund der Kassenlage für das Jahr 2007 unverändert.
Seit der letzten Jahreshauptversammlung hat der erweiterte Vorstand drei Sitzungen abgehalten und dabei jeweils eine umfangreiche Tagesordnung abgehandelt. Hinzukamen vier Arbeitssitzungen des geschäftsführenden Vorstandes.
Jürgen Huisinga unterstrich, dass das Wander- und Veranstaltungsprogramm wie geplant durchgeführt werden konnte und dankte den dafür verantwortlichen Wanderfreundinnen und Wanderfreunden.

Der Stellvertretende Vorsitzende Klaus Kremin ging in seinem Bericht auf die Mitgliederentwicklung im Einzelnen ein und gab einen Überblick über die Altersstruktur unseres Vereins. Auf zwei Entwicklungen wies er besonders hin. Dabei führte er aus, dass die Zahl der Wanderführer rückläufig ist und unser Wanderwart sich mit Erfolg bemüht, unter den neuen Mitgliedern Interessierte für diese Aufgabe zu gewinnen. Dem gegenüber ist die Anzahl der Mitglieder, die sich als Wegezeichner zur Verfü-gung stellen relativ konstant. Dieses spiegelt sich darin wieder, dass unser Verein zusammen mit zwei anderen Zweigvereinen 90% der Arbeiten im Gebiet des HWGHV - Gesamtvereins leistet.

Wegewart Frieder Hobein berichtete über die im Wanderjahr 2006 durchgeführten Wegearbeiten. Insgesamt wurden durch ca. 20 Wegezeichner 376 Kilometer Wanderwege überarbeitet. Dazu sind 704 Arbeitsstunden geleistet und rd. 3000 Kilometer mit eigenem Pkw gefahren worden.

Der Wanderwart Hilmar Brackmann berichtete, dass für das Wanderjahr 2006 insgesamt 42 Wanderungen geplant und durchgeführt wurden, wobei er die Mehrtages-fahrten mit jeweils hoher Beteiligung hervorhob. Abschließend gab er einen Überblick über die geplanten Veranstaltungen des kommenden Wanderjahres.

Die Spaziergängergruppe unter der Leitung von Emmi Eberhardt und Horst Endtricht traf sich im vergangenen Jahr 12-mal mit insgesamt ca. 520 Teilnehmern.

In Verantwortung des Bau- und Hüttenwarts Manfred Schweitzer wurden im vergangenen Jahr Reparaturarbeiten an Brücken, Hütten und Wandertafeln durchgeführt mit 11 Mitgliedern und insgesamt 82 Arbeitsstunden.

Der Naturschutzwart Reinhard Frenzel berichtete, dass eine Vogelstimmenwanderung und ein Besuch des Urwaldes im Reinhardswald stattgefunden haben und gleichartige Veranstaltungen auch im Jahr 2007 durchgeführt werden.

Kulturwart Gottfried Gaebelein stellte fest, dass die angebotenen kulturellen Unternehmungen und Veranstaltungen regen Anteil fanden. Anschließend hielt er einen Nachruf auf den verstorbenen Chorleiter Günter Hallaschka, in dem er dessen be-sondere Verdienste um die Arbeit in diesem Kreis hervorhob und die Entwicklung und die Erfolge des Singkreises darstellte.

Der Bastelkreis hat nach Ausführungen ihrer Sprecherin Gerda Carlberg 2006 mit 19 aktiven Damen Handarbeiten für den Weihnachtsmarkt gefertigt. Mit dem Verkaufserlös konnte die Kinderkrebsstation des Klinikums Kassel unterstützt werden.

Der erste Kassenprüfer, Heinrich Lochmüller, gab seinen Bericht über die Kassenprüfung ab und bescheinigte dem Kassenwart eine korrekte Kassenführung. Sein Antrag auf Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig angenommen.

Anschließend wurde der Haushaltsplan für das Jahr 2007, vorgetragen vom Vorsitzenden, von der Versammlung einstimmig gebilligt.

Auf dieser Jahreshauptversammlung hat der Vorsitzende Jürgen Huisinga seinen Vorsitz, wie auf der Mitgliederversammlung im vergangenen Herbst angekündigt, niedergelegt. Gleichzeitig hat er angeboten, bis zum Ende dieser Wahlperiode 2008 den stellvertretenden Vorsitz zu übernehmen. Als Kandidat für seine Nachfolge schlug er den zurzeit amtierenden stellvertretenden Vorsitzenden Klaus A. Kremin vor. Bei der nachfolgenden Wahl wurden Klaus A. Kremin als Vorsitzender und Jürgen Huisinga als stellvertretender Vorsitzender einstimmig gewählt. Als Beirat ohne besonderen Geschäftsbereich wurde Raimund Kaminsky mehrheitlich gewählt, als Kassenprüfer Heinrich Lochmüller und Heinz Zänkert wiederum einstimmig.

Mit einem Dank an alle anwesenden Wanderfreundinnen und Wanderfreunde schloss der neue Vorsitzende Klaus A. Kremin die Versammlung.
G.D.

Sonntagswanderung

Am Sonntag, dem 22. April 2007, zog es die Wanderer und Wanderinnen in den Solling. Bei sonnigem, warmem Wetter wanderten knapp 40 von ihnen von Uslar nach Üssinghausen mit herrlichen Aussichten auf die grünenden Wälder und Felder, die durchsetzt waren mit gelben Rapsfeldern. Die kleine A-Gruppe hat hier auf dem Bild Uslar hinter sich gelassen und macht einen ersten kurzen Halt auf der Anhöhe über Uslar. Noch lagen etwa 16 km Wanderweg vor ihnen, auf dem sie auch Schäden des Orkans Kyrill sahen und einen Harvester im Einsatz bestaunen konnten.
K.K.

Maiwanderung der Herren

Am 1. Mai trafen sich am Ententeich in Simmershausen nur elf Herren des HWGHV Fuldatal zu ihrer traditionellen Maiwanderung, die wiederum von dem erfahrenen Wanderführer Gerhard Goldmann geführt wurde. Auf einer Strecke durch die Gemarkungen Simmershausens und Rothwestens, die uns die Schönheit unserer Landschaft bewusst werden ließ, wanderten wir bei guten Gesprächen zunächst zu einer uns erwartenden Überraschung, wie Gerhard es nannte, in Form eines Pkw beladen mit einem Kasten Bier, der gespendet war von unsrem Wanderfreund Frieder Hobein. An dieser Stelle, just auf halber Strecke, erreichten uns die Wanderer des Volkschores Ihringshausen auf ihrem Weg zum gleichen Ziel.

Nach gelungener Stärkung ging es weiter mit einer herrlichen Aussicht auf den Häuschensberg einerseits, andererseits lag vor uns das Panorama des Habichtswaldes ausgebreitet mit Bismarckturm, dem eingerüsteten Herkules, dem Essigberg, dem Dörnberg und davor dem Stahlberg. Die Sicht war so hervorragend, dass man die Bäume und Blätter genau zu erkennen meinte.

Während der ganzen Wanderung begleitete uns der Sonnenschein, wenn uns auch auf mancher Anhöhe der Wind kühl in die Haare ging. Und es gelang in diesem Jahr wieder, das obligate Foto vor einem Rapsfeld zu machen.

Bei der Einkehr trafen wir weitere Wanderfreunde, die direkt dorthin gefahren waren, und erhielten ein gutes Essen, wenn auch wegen des Andrangs mit Verzögerung, die zu ernsten und heiteren Anmerkungen Anlass gab. Am Nachmittag wanderten wir auf kürzerem Weg durch die Hölle zu unserem Treffpunkt in heiterer Laune zurück, um den Abend zu Hause ausklingen zu lassen.
K.K.

Unsere Wanderfahrt 2007 nach Stolberg

Am Mittwoch den 16. Mai, morgens um 7.30 Uhr, brachen 66 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde aus Fuldatal mit zwei Bussen zu ihrer traditionellen Wanderfahrt über Himmelfahrt auf; Ziel war das Städtchen Stolberg im Südharz. Wanderführer waren Horst Müller, Friedrich Hobein, Klaus Kremin und Heinz Zänkert.

Die Anfahrt wurde unterbrochen durch eine Wanderung auf einem 8 km langen Teilstück des Barbarossaweges X 8. Der führte uns von Straußberg über den Frauenberg – mit den Überresten eines Frauenklosters - und von dort in einem steilen Abstieg nach Jechaburg. Hier in der Kirche „Peter und Paul“ gab Klaus Kremin einen kurzen Abriss über die Geschichte des Ortes und seiner Kirche.

Die nächste Station war der Auerberg, auf dessen Spitze das Josephskreuz steht, das mit 38 m Höhe das höchste Doppelkreuz der Welt darstellt. Gestärkt von einem Teller Erbsensuppe mit Würstchen ließen es sich einige Wanderfreunde nicht nehmen, die 194 Stufen auf den Turm hochzusteigen und in luftiger Höhe die schöne Aussicht über den Harz zu genießen. Bei dem Abstieg auf der „Straße der Lieder“, auf der mehrere Stationen mit Texten von Volksliedern zum Singen einladen, ließ unsere Wandergruppe keine Station aus.

Am frühen Abend kamen wir in unserem Hotel in Stolberg an. Das Städtchen macht mit seinen Fachwerkbauten und dem darüber thronenden Schloss seinem Namen als „Perle des Südharz“ alle Ehre. Die Stadtbesichtigung unternahmen die Teilnehmer unserer Wandergruppe in der freien Zeit auf eigene Faust, da die vorgesehene nächtliche Stadtführung am ersten Abend buchstäblich ins Wasser fiel; dafür hatte die Nachtwächterin einen unterhaltsamen und informativen Auftritt im Saale. Bei einem Rundgang auf den Hängen über dem Tal konnten wir am zweiten Tag herrliche Ausblicke auf das Städtchen und das allgegenwärtige Schloss genießen.

An den beiden folgenden Tagen führten die Wanderungen der A- und B-Gruppe durch die schöne Harzer Berglandschaft, wenn auch teilweise strapaziös auf recht steilen Pfaden, nach Güntersberge mit dem Mausefallen- und Kuriositäten-Museum und zur Burgruine Hohnstein. Hier konnten wir uns im Sonnenschein unter Bäumen stärken und erfrischen und dabei die schöne Aussicht genießen; als Überraschung für uns gab der Gastwirt einige Stücke auf dem Dudelsack zum Besten. Für die Nichtwanderer der C-Gruppe waren informative Busfahrten mit Besichtigungen organisiert.

Der Sonntag als Abreisetag war nochmals mit interessanten Programmpunkten gespickt.
Da wurde zunächst die Möglichkeit geboten, an einer Führung durch das Schloss teilzunehmen, das sich nach einer langen Phase des Verfalls jetzt wieder im Aufbau befindet. Wer es gemütlicher haben wollte, konnte in dieser Zeit das Schützenfest am Ort erleben.
Nach einem kleinen Imbiss brachte uns der Bus nach Alexisbad. Von hier aus zuckelte die Selketalbahn, die sich als Harzer Schmalspurbahn „Die Größte unter den Kleinen“ nennt, mit einer Dampflokomotive und historischen Waggons unter kräftigem Schnaufen und Zischen in etwa einstündiger Fahrt nach Gernrode.

Schließlich stand in Gernrode die Besichtigung der Kirche St. Cyriakus, einer romanisch - ottonischen Basilika, sowie der Besuch der Kuckucksuhrenfabrik auf dem Programm. Hier gab es als besondere Attraktion Guinnessrekordreife Ausstellungsstücke wie das Riesen-wetterhaus und die Riesenkuckucksuhr zu bestaunen.

Zusammengenommen war die Fahrt für alle Teilnehmer ein besonderes Erlebnis. Deshalb auch an dieser Stelle nochmals den Wanderführern, die mit der Vorbereitung und Organisation der Wanderfahrt viel Zeit und Mühen auf sich genommen haben, ein herzliches Dankeschön für die in jeder Hinsicht gelungene Unternehmung.
J.H.



Radwandern in der Senne

"Natur und Kultur in der Senne in 12 Stationen" versprach der als Senne-Parcours Hövelhof benannte Radweg nordwestlich von Paderborn. Alle Stationen dieser einzigartigen Tour konnten an einem Tag nicht erlebt werden. Dennoch bekamen die Radwanderer am 1. Pfingsttag einen nachhaltigen Eindruck von der vor ca. 12000 Jahren entstandenen Wald- und Heidelandschaft Senne. Das Salvator-Kolleg in der Klausheide, die Quellen der Ems, halbwilde Senner Pferde die seit dem 12. Jahrhundert Heideflächen vor der Verbuschung bewahren um den Landschaftscharakter der Senne zu erhalten, die Henkenmühle am Furlebach, einer der 30 kleinen durch Erosion entstandenen Bäche der Region, säumten den viel befahrenen Radweg. Das ursprünglich als Rückhaltebecken gegen Hochwasser für die Städte Rietberg und Rheda Wiedenbrück entwickelte Steinhorster Becken entpuppte sich als Biotop mit Flach- und Tiefwasserzonen für bedrohte Tiere und Pflanzen und wurde deshalb als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Zahlreiche brütende Vogelarten wie Lachmöwen, Regenpfeifer etc. und mit ihrem Nachwuchs marschierende Wildgänse konnten beim Befahren des Deiches beobachtet werden. Ein wunderschöner Anblick waren die blitzsauberen Fachwerkgehöfte inmitten gepflegter Gärten. Auch ein ehemaliges, von einem anderen Ort versetztes und zum Cafe´ ausgebautes Bauernhaus - als Ort einer Rast gewählt - war ein echtes Schmuckstück.

Planung und Durchführung durch den versierten Radwanderführer Horst Schuller mit seinem "Ausführungsgehilfen" Gerhard Zintel, waren wie gewohnt ausgezeichnet.

Sieben Radlern wird ein erlebnisreicher Pfingstsonntag in guter Erinnerung bleiben. Fast scheint es, als hätte die magische Zahl 7 selbst auf das Wetter Einfluss gehabt.
H.Z.


Radwandern in der Lüneburger Heide

Seit 1999 unternehmen Herren des Hessisch - Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereins Fuldatal jährlich eine Woche lang Radwanderungen. Im Juni dieses Jahres hatten sich neun Radfreunde und ein Gast für die Lüneburger Heide entschieden.

Vom Standquartier in der Stadt Soltau aus wurden täglich bei trockenem zum Teil warmen Wetter Touren zwischen 60 km und 70 km ausgearbeitet und erradelt. So führte zum Beispiel eine Fahrt mit der Bahn zum "Hundertwasser-Bahnhof" nach Uelzen und zurück mit den Rädern über die schöne Stadt Munster nach Soltau. Weiter auf dem Programm standen die Ziele Wilsede mit dem Wilseder Berg und dem Heidemuseum, die Stadt Schneverdingen, der Vogelpark bei Walsrode, das Hermann Löns-Grab, der Wietzer Berg bei Hermannsburg sowie weitere Orte wie Dorfmark, Visselhövede, Neukirchen und Bispingen. Zwischen all diesen Orten führten die Routen durch die vielseitige Landschaft der Heide. Große Bauernhöfe, umgeben von Feldern und Wiesen, Waldgebiete mit Kiefern und Laubbaumbeständen und der für die Heide typische Bewuchs aus Heidekraut, Heidelbeersträuchern, Wachholder und Birken prägten die Landschaft.

Hinderlich für die Tourenplanungen waren die großen Sperrgebiete der Militärübungsplätze. Auch die größtenteils spärliche Ausschilderung von Radwegen im Heidegebiet machte das gezielte Radfahren nicht einfach. Ständiges orientieren im Kartenmaterial war unerlässlich. Trotzdem mussten kleinere Umwege und gelegentlich ein Sandweg in Kauf genommen werden. Entschädigung hierfür erfuhr die Gruppe an den Abenden bei guter Bewirtung in den Gasthäusern.

Abgesehen von einem technischen Problem an einem Fahrrad waren keine Pannen und keine Schäden an (bei) den Radfreunden zu verzeichnen. Es war wieder eine harmonische, gesellige Woche. Die Planung für die Radwoche 2008 ist bereits angelaufen. Wir hoffen, dass wieder alle Freunde bei guter Gesundheit dabei sei können.
G.Z.


Auf dem Uplandsteig

Am Sonntag, 28.10.2007, trafen sich 8 Wanderer an der Kirche in Ihringshausen, um mit dem Auto zum Kassler Hauptbahnhof zu fahren, wo 3 weitere Wanderfreunde dazu stießen.
Mit der Bahn ging es dann mit kleiner Verspätung nach Willingen. Um 10.15 Uhr begann unsere Wanderung mit der Suche nach dem Einstieg. Bald war er gefunden und wir folgten dem "U" bergan aus dem Ort hinaus. Das Wetter war kühl aber trocken während der ganzen Wanderung. Auf geschotterten Forstwegen, herrlichen Waldpfaden folgten wir zügig dem "U", dem Zeichen des Uplandsteiges, hatten schöne Ausblicke auf die uns umgebenden Hügel und Berge, in die idyllischen Täler, die wir durchschritten, und freuten uns, durch raschelndes Laub zu gehen. Von ferne sahen wir Schwalefeld, tangierten Rattlar, machten Rast auf der dortigen Sportplatzanlage, auf der das nachmittägliche Spiel vorbereitet wurde. Nach der Rast liefen wir durch offenes Feld und in der Ferne sahen wir die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke fallen. In Hemmighausen verließen wir - ungern, es lockte ein Bauerstübchen zur Einkehr - den Uplandsteig, um bei zunehmender Auflockerung der Wolken dem Diemelsteig folgend zu unserem Zielort Usseln zu gelangen. Dort hatten wir genug Zeit zur Einkehr, fanden auch ein gemütliches Lokal, wo sich alle bis auf den Wanderführer den Kuchen mit Kaffee schmecken ließen. Danach brachte uns der Zug nun schon im Dunkeln wieder nach Kassel, von wo aus wir nach Haus fuhren. Es war eine schöne 25 km - Wanderung mit anspruchsvollen Teilen, an die alle teilnehmenden Wanderer, auch die Gäste gute Erinnerungen behalten werden. Einen herzlichen Dank an den Wanderführer, Manfred Schweitzer, der uns auf dieser Wanderung geführt hat.
K.K.


Der 27. Hüttenabend

Am Sonnabend, den 03.11.207, feierten wir unseren 27. Gründungstag wie in jedem Jahr mit unserem traditionellen Hüttenabend im "Haus Schönewald". Fleißige Hände hatten zuvor den Saal geschmückt mit jahreszeitlich farbigem Laub. Der rote Rucksack thronte auf der Bühne und auf den Tischen lagen schmucke Gestecke und standen Lichter.
Während des Einlasses spielte Leierkastenmann W. Makarowski auf, während die Gäste eintrafen und sich ihre Plätze suchten. Den Auftakt der Veranstaltung machte der Musikzug Fuldatal mit herzhaft erfrischender Musik. Der Vorsitzende begrüßte die vielen erschienenen Teilnehmer unter Ihnen auch die Gäste des Wandervereins Vellmar und HWGHV Ahnatal. Nach dem Essen wurden Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit zu unserem Verein mit Urkunde und Ehrennadel geehrt.

Bildunterschrift: Für 10 - jährige Mitgliedschaft waren es: Herrmann Becker, Elisabeth und Wilhelm Herzog, Heidemarie und Gerhard Zintel, Helma und Heinz Zänkert.

Bildunterschrift: Für 25 - jährige Mitgliedschaft waren es: Ilse Kittel, Marlies und Gerhard Lauff, sowie Rita und Karl Heinz Schade.

Den folgenden Abend moderierte Jürgen Huisinga, die Musik zu Unterhaltung und Tanz spielte Herr Langer. Weil der Ablauf bisher zügig vorangegangen war, wurde kurzfristig umdisponiert und J. Huisinga trug die Geschichte eines Geburtstages mit überraschender Wendung vor. Es folgte ein Intermezzo mit dem Bauchtanz - Duo Daja und Eischa, die uns in die Welt orientalischer Musik eintauchen ließen und dazu ihre Tänze darboten. Zwischen den Musikteilen, die von vielen zum Tanzen genutzt wurden, trugen G. Eggert und H. Werner ein Gespräch vor, in dem die Welt der modernen Frau und einer bodenständigen Landfrau aufeinander treffen. L. und J. Huisinga erfreuten uns mit den Szenen einer Ehe frei nach Loriot.

Es folgten Szenen beim Arzt mit Missverständnissen, vorgetragen von G. Eggert. L. Brede und R. Brostmeyer zeigten uns die Erfahrungen einer unbedarften Landfrau, die über ihren Besuch in der Therme mit der Freundin spricht.

Die Musik animierte viele, sich auf der Tanzfläche zu drehen. Der Saal war erfüllt von heiteren Gesprächen. Es war ein gelungener Abend geworden. Herzlichen Dank an alle, die mit ihrem Einsatz dazu beigetragen haben, dass unser Jubiläum in einem würdigen Rahmen hat stattfinden können.
K.K
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2008

Jahreshauptversammlung 2008

Am 14. März 2008 fand die Jahreshauptversammlung statt.
Es waren wieder viele Wanderfreunde erschienen, was auch der Vorsitzende, Klaus A. Kremin, in seiner Begrüßung feststellte. Anschließend berichtete er von der Vorstandsarbeit und ließ die herausragenden Veranstaltungen seit der Mitgliederversammlung in kurzen Worten Revue passieren, wie den Hüttenabend, die Advent- und die Jahresabschlußwanderung. Hierbei bedankte er sich bei den Mitgliedern, die diese Veranstaltungen mit großem Einsatz und viel Freude gelingen ließen. Er wies auf Terminänderungen hin: Die Adventwanderung findet am 30.11.2008, dem 1. Advent statt und die Adventfahrt mit G. Gaebelein am 11.12.2008.

Anschließend berichteten die Fachwarte. Der Stellvertretende Kassenwart, G. Lauff, gab einen Überblick über die Zahlen des Jahres 2007 und stellte einige statistische Fakten über die Mitglieder dar. Aufmerksamkeit fand die Tatsache, das 3/5 der Mitglieder weiblich sind und nur 2/5 männlich, was sich im Vorstand nicht widerspiegelt. Ferner erhöhte sich das Eintrittsalter der Mitglieder in den vergangenen über 20 Jah-ren, sodass es nun bei 60+ steht. Der Stellvertretende Wanderwart, H. Schuller, berichtete über die durchgeführten Wanderungen, die Teilnehmerzahlen und die Wanderkilometer. Der Wegewart F. Hobein stellte die Arbeit der Wegezeichner dar. Im Jahr 2007 haben 20 Mitglieder 420 km Wege gezeichnet und dafür 832 Stunden aufgewandt, sowie über 4000 km mit eigenem Pkw zurückgelegt. Anschließend fasste er die Zahlen zusammen, die in den vergangenen Jahren seiner Amtszeit aufgelau-fen waren. Der Bau- und Hüttenwart wart berichtete, dass er u.a. die Langmannhütte freigeschnitten und die Brücke in der Hölle gereinigt hat. Der Naturschutzwart, R. Frenzel, erläuterte seine Veranstaltungen des Jahres 2007 und gab einen Ausblick auf 2008. Für die Spaziergänger berichtete H. Endtricht. Die Teilnahme an den Ver-anstaltungen dieser Gruppe erfreute sich einer regen Teilnahme von im Schnitt mehr als 40 Teilnehmern. Für die Bastelgruppe berichtete Hilde Meiss. Im letzten Jahr, die die Bastelgruppe noch voll aktiv war und am Weihnachtsmarkt in Ihringshausen teilgenommen hatte, konnte sie 1000,- € für die Luftrettung spenden. Danach hatten die Kassenprüfer das Wort. H. Zänkert berichtete, dass die Kasse ordnungsgemäß geführt worden ist, und stellte anschließend den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, dem ohne Gegenstimme zugestimmt wurde.

Nach Vortrag durch den Vorsitzenden wurde der Haushalt 2008 einstimmig beschlossen.

Die Mehrtagewanderungen und Freizeiten führen uns im Mai 2008 nach Bollendorf in die Eifel und im September nach Dresden. In 2009 fahren wir im Mai nach Löwenstein in die Schwäbisch Toscana und Ende September nach Schönau. Die Wandertreffen und Wandertage in diesem und dem kommenden Jahr werden wir mit entsprechend großen Abordnungen besuchen.

Der Vorsitzende gab einen kurzen Abriss über den Verlauf des diesjährigen Hüttenabends. In der anschließenden Wahl wurden mehrheitlich bei Enthaltung der Betroffenen gewählt: Klaus A. Kremin, Vorsitzender, Jürgen Huisinga, Stellv. Vorsitzender, Gerhard Lauff, Kassenwart, Gaby Dietrich, Schriftwartin, Hilmar Brackmann, Wanderwart, Friedrich Hobein Wegewart, Manfred Schweitzer, Bau- und Hüttenwart, Reinhard Frenzel, Naturschutzwart. Die Wahl eines Kulturwarts wurde auf eine der nächsten Versammlungen vertagt. Als Stellv. Kassenwartin wurde Andrea Schmidt gewählt, als Stellv. Schriftwart Artur Mandel und als Stellv. Wanderwart Horst Schuller.

Nach einigen Hinweisen unter Verschiedenes schloss der Vorsitzende die Versammlung mit einem herzlichen Dank an die erschienenen Mitglieder.
(KK)


Seniorenwanderung am 25. März 2008

Für diese Wanderung hatten die Wanderführer Liesel und Jürgen Huisinga den Tiergarten Calden, ein früheres Jagdrevier der Landgrafen, ausgesucht. Der Weg führte uns zunächst vom Lindenrondell auf den Waldlehrpfad. Auf einigen Infotafeln wurde der Baumbestand z.B. Hute-Buchen und Mantel-Eichen erklärt.

Das Wetter glich einem wechselhaften Apriltag, Schneeschauer, starker Wind und Sonnenschein wechselten sich ab, was unsere 42 Wanderer aber nicht beeinträchtigte. Weiter ging es zu dem archäologischen Erdwerk der Jungsteinzeit. Seine Entdeckung verdankt es einem Kasseler Piloten, der im Jahre 1976 Anomalien im Getreidewuchs feststellte. Untersuchungen ergaben, dass sich hier vor ca. 5000 Jahren möglicherweise eine Siedlung oder eine Kultstätte von sesshaften Bauern befunden hatte. Diese fast kreisrunde Anlage hat einen Durchmesser von etwa 450 m und war seinerzeit mit Erdwällen und Palisaden gesichert. Dieses Ausmaß wird heute von Stelen markiert. Innerhalb der Anlage befindet sich das Großsteingrab mit einer Abmessung von c. 10 x 4 m. Hier sind ca. 200 Tote beigesetzt worden. Auf Schautafeln ist die Geschichte dieser Anlage dargestellt.

Bei unserer Rundwanderung hatten wir schöne Ausblicke auf den Caldener Flughafen, die Helfensteine und umliegende Ortschaften. Interessant war auch - und für viele Wanderfreunde noch nicht bekannt - der Startplatz der Ballonfahrer, die ihr Vereinsheim Rande des Tiergartens haben.

Nach einer schönen und informativen Wanderung kehrten wir im Schlosshotel Wilhelmsthal ein. Nochmals herzlichen Dank an die Wanderführer.
(I.B.)


Ehrung ausgeschiedener Vorstandsmitglieder (März 2008)

Auf der Jahreshauptversammlung sind zwei langjährige Vorstandsmitglieder ausgeschieden. Zum einen hat sich unser langjähriger Kassenwart, Gerhard Goldmann, nicht mehr zu Wiederwahl gestellt. Er war insgesamt 5 Jahre als Pressewart und danach 14 Jahre als Kassenwart für unseren Verein im Vorstand tätig. Mit seiner Ausgeglichenheit und seinem Humor hat er wesentlich die Vorstandssitzungen mitgestal-tet, was wir nun vermissen werden. Zudem ist er, und wir hoffen noch eine weitere Zeit, seit 1990 ein kenntnisreicher Wanderführer. Auf der Jahreshauptversammlung hat der stellvertretende Kassenwart seinen Brief an die Versammlung verlesen, in dem er sich für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen in seine Arbeit bedankte. Zum anderen schied der Kulturwart, Gottfried Gaebelein, auf eigenen Wunsch aus dem Amt aus, das er seit 12 Jahren innehatte. Im laufenden Jahr wird er noch die kulturellen Veranstaltungen durchführen. Auch er ist seit nunmehr 21 Jahren Wanderführer und wird es sicher noch eine längere Zeit sein.

Beiden übergab der Vorsitzende mit Dankesworten ein Präsent zum Ausscheiden aus dem Vorstand anlässlich einer Seniorenwanderung im Schlosshotel Wilhelmsthal.
(KK)


Auf dem Löwenweg

Am Sonntag, 13. April 2008, trafen sich 38 Wanderer um die erste Etappe des Löwenweges zu erlau-fen. Der Bus brachte die Wandergruppen nach Warburg und Welda. Der Weg führte uns zunächst durch die schöne Fachwerkstadt Warburgs mit seinen Kirchen und dann hinunter ins Diemeltal, von wo wir einen herrlichen Blick zurück auf die hoch liegende Kulisse der Stadt hatten. Am Stadtrand passierten wir die Troistemühle und gingen dann südlich durch offenes Feld, von wo wir Calenberg mit seiner Burg liegen sehen konnten und im Rückblick noch den Desenberg, den Burgberg der Stadt Warburg.

Das Wetter meinte es doch gut mit den Wanderern, denn es schien auch oft die Sonne und die gerin-gen Schauer im Verlauf des Tages veranlassten niemanden, einen Schirm herauszuholen.

Nach der Unterquerung der A 44 bot sich eine Hütte zur ersten Rast an, die gern angenommen wurde. Der Weg an der Hütte führte direkt nach Welda, wo die B - Gruppe ihre Wanderung begonnen hatte. Durch Wald und an Waldrändern entlang wanderten wir bis zur Steigerhütte mit der zweiten Rast. Am Wegesrand standen Anemonen, Primeln, Veilchen und andere Frühlingsblüher, die uns immer wieder begeisterten. Die Felder lagen da in kräftigem, erstem Grün und die Sonne ließ sich auch immer wie-der blicken.

Vorbei am Hohen Steiger führte der Weg Richtung Kugelsburg, die Teile der B - Gruppe erwanderten, mit schönen Ausblicken auf die Stadt Volkmarsen und die die Stadt umgebende Berglandschaft. Un-term Alsberg trafen sich die beiden Gruppen und die A - Gruppe machte an einem Feldrain in der Sonne noch einmal Pause, um die anderen vorbeizulassen.

                            

Dann ging es durch den Wald, blühende Büsche bildeten teilweise Spalier, über den Rhödaer Bach, die Brücke hatte sich leicht geneigt, über die Wüstung Oberrhöda nach Niederelsungen zur Endeinkehr, wo wir uns mit Getränken und Essen stärkten. Danach brachte uns der Bus gegen 16 Uhr wie-der nach Haus.

Es war eine wunderschöne Wanderung in diesem April, die den Frühling erahnen ließ, wo er in der Natur schon angekommen ist. Einen herzlichen Dank aller Teilnehmer, der Mitglieder und der Gäste, an die Wanderführer für die Vorbereitung und Führung.
(KK)


Wanderfreizeit vom 28.05 -01.06.2008 in Bollendorf (Eifel)

Die "Luxemburgische Schweiz" und die Südeifel waren das Ziel von 36 Wanderfreundinnen und Wanderfreunden, darunter einigen Gästen, die in dieser schönen, für die meisten noch fremden Landschaft, einige Tage Erholung und Wanderfreuden erwarteten.

Ein Bus der Moselfahrt Gesellschaft hat uns morgens, pünktlich in Simmershausen bzw. Ihringshausen abgeholt und nach Bollendorf gebracht. In Montabaur wurde die erste Rast eingelegt. Die weitere Fahrt durch die Vulkaneifel wurde in Manderscheid für eineinhalbe Stunde unterbrochen; es war Gelegenheit für einen Rundgang durch den Ort und ein Blick von einer Aussichtskanzel auf die Nieder- und Oberburg. In Bollendorf war, nachdem die Zimmer verteilt waren, die Kaffeetafel für uns gedeckt. Danach haben wir unter Führung von G. Braun, dem Seniorchef des Hotels, der auch für die nächsten Tage unser Wanderführer war, die im Ort gelegene Römische Villa besichtigt.


Historischer Ort "Römische Villa"

Herr Braun, ehemaliger Vorsitzender des Eifelvereins Bollendorf hat uns über die Ausgrabungen und den Einsatz des Eifelvereins, aber auch seine persönlichen Aktivitäten, um die Anlage in jetzigen Zustand zu versetzen, ausführlich informiert.

Der erste Wandertag, unter dem Motto "Auf den Spuren der Römer und Kelten" führte von unserem Hotel durch eine herrliche Landschaft vorbei an vorzeitlichen Felsformationen. Wir konnten einen, von Willibrod, dem Lehrer von Bonifatius, zu einem Christenkreuz umgestalteten Druidenstein, sowie einen solchen, der als Friedensstein diente, besichtigen. Der Abschluss des Tages war ein Besuch der Kiesgräber, ein Beerdigungsstein in dem von Römern die Asche Verstorbener gelagert und mit einem Dachstein verschlossen wurde. Ein Videofilm am Abend über den "Deutsch-Luxemburgischen Naturpark" am Abend ließ uns nochmals das große Wandergebiet erleben. Der anschließende Vortrag von G. Braun "Meine Heimat" war der Abschluss des Abends.

Für den zweiten Wandertag, der durch das Felsenlabyrinth der Luxemburgischen Schweiz führte, war das Thema "Die Schokoladentour" treffend gewählt. Durch eine faszinierende Landschaft, auf schmalen Klettersteigen an hochaufragenden Felsformationen, durch schmale Felsschluchten, treppauf, treppab erwanderten wir diese gewaltige Felsenlandschaft. Zur Mittagsrast erwartete uns unser Wirt in der Houllay, einer Freilichtbühne, mit Erbseneintopf und Getränken.


Der weitere Weg führte uns entlang der Aesbech nach Echternach. Der Aufenthalt in der Stadt wurde nach Belieben gestaltet, wobei ein Besuch der Kirche nicht fehlen durfte. Nach Hause ging es dann mit dem Linienbus und dann steil hinauf zu unserem Hotel. Nach dem Abendessen versammelten wir uns im Weingewölbekeller, mit Musik und Gesang fand der Tag einen gemütlichen Abschluss.

Der dritte Wandertag, der als "Großvaters Pirschgang" angekündigt war, und mit einem sehr steilen Anstieg begann, mit Zwischenrast an der Mariensäule, war nicht weniger faszinierend, als der vorherige Tag, die Felsen waren aufgelockerter und teilweise führte unser Weg durch die offene Feldflur.

Alle diese Wanderungen wurden von dem Seniorchef des Hotels geführt, der uns ausführlich über die Landschaft und die Besonderheiten informierte, bzw. mit kleinen Geschichten uns
zugänglich gemacht hat.

      Bereits am Tag der Ankunft in Bollendorf fanden sich einige WanderfreundeInnen, die aus unterschiedlichen Gründen eine Teilnahme an den doch recht anspruchsvollen Wanderungen nicht wagen wollten. Diese Gruppe wurde spontan von Wanderfreund Gottfried Gaebelein
übernommen.

Am 1. Wandertag begab sich die Gruppe von Bollendorf am Fluss "Sauer" entlang nach Echternach, der ältesten Stadt Luxemburgs. Die Gründung der Stadt durch den Wandermönch Willibrod geht auf das Jahr 698 zurück. Die Besichtigung der Stadt mit ihrer "basilique romane" nahm einige Zeit in Anspruch und wurde durch eine Einkehr in ein Eis-Cafe und einer Rast auf dem "Place du Marché" unterbrochen.

Am 2. Wandertag stand der Besuch der Stadt Luxemburg auf dem kurzfristig erstellten Programm an. Nach einstündiger Busfahrt wurde die sehr interessante Stadt erreicht. Mit dem "Petrusse-Express" (Kleiner Zug) wurde das Petrussetal besichtigt, in dem die Geschichte der Stadt lebendig ist. Aber auch die Innenstadt mit ihren vielen imposanten Banken zeigte deutlich, dass hier die Finanzwelt in großem Umfang angesiedelt ist. Besonders eindrucksvoll war der Besuch der Kathedrale "Unserer Lieben Frau" deren Grundstein 1613 gelegt worden ist.

Am 3. Wandertag war dann das Schloss Weilerbach Ziel einer kleinen Wandergruppe. Hier wurde 1777-1779 eine Eisenhütte errichtet, die in ihrer besten Zeit bis zu 220 Arbeiter beschäftigte. Von dieser einstigen Eisenhütte ist heute nicht mehr viel zu sehen. Das Schloss selbst wurde während der Ardennenoffensive stark beschädigt und erst in den Jahren 1987-1992 wieder vollständig restauriert. Im Museumscafe "Remise" schloss die Gruppe die Wanderfreizeit ab. Insgesamt hat sie in den 3 Wandertagen ca. 26 Km zurückgelegt. Am Sonntag hieß es Abschied nehmen von wunderbaren Wandertagen und einem Hotel in dem wir bestens untergebracht waren.

Auf der Rückfahrt stimmte uns unsere Wanderfreundin Andrea Schmidt mit einem Vortrag auf die vorgesehene Wanderung um die "Dauner Mare" ein. Vom Totenmaar zum Weinfelder Maar, vorbei an der Weinfelder Kapelle erstiegen wir ein Hochplateau. Ein Aufstieg auf den Dronketurm bot außer einer sehr engen Wendeltreppe einen hervorragenden Rundblick über die Landschaft der Eifel, aber auch die Maare. Auf dem Rückweg zu unserem Bus in Schalkenmehr wurde noch eine Rast in einem Strandlokal am Schalkenmehrer Maar eingelegt.

Nach einer weiteren kurzen Zwischenrast, erreichte der Bus nach 17:00 Uhr Fuldatal und eine wunderbare und gut organisierte Wanderfreizeit, die uns in einmalige Landschaften führte, ging zu Ende. Für die Durchführung danken wir unseren Wanderführern Liesel und Jürgen Huisinga von ganzem Herzen.
(HB / GG)


Wanderung von Burghasungen nach Niedenstein

Rund dreißig Wanderer ließen sich am 20. Juli vom Bus von Simmershausen und Ihringshausen nach Burghasungen bzw. Martinhagen fahren. Dort war unser Einstieg in die 3. Etappe des Löwenwegs X2. Zunächst ging es durch Wald um den Hundsberg herum, dann mit leichtem Anstieg unter dem Wattenberg Richtung Süden.

Unterm Wattenberg traten wir aus dem Wald und hatten einen herrlichen Blick auf die unter uns liegenden Ortschaften Martinhagen und Breitenbach und die Berge; nach Nordosten hin lagen das Hohe Gras und der Essigberg mit seinem markanten Turm.

Wir erfuhren, dass sich Mitwanderer auf das erste Erleben des Martinssteines in Martinhagen freuten, und alte Geschichten aus dem Verein mit diesem Ort wurden wieder erzählt. Wir durchwanderten den Ort und machten auch kurz am Stein Halt, um das eine oder andere Foto zu schießen. Dann ging es ein Stück durchs freie Feld bis zur Landstraße von Breitenbach nach Bad Emstal. Dann wieder im Wald, hatten unsere Wanderführer die Rast in der Hubertushütte angesagt. Während unserer Pause regnete es. Wie bestellt, nur in dieser Zeit, wo wir ein Dach über dem Kopf hatten. Danach ging es bergan hinauf auf den Falkenstein, wo sich Teilnehmer der A-Gruppe es sich nicht nehmen ließen, bis auf die Burg hinaufzusteigen und die dortigen Informationen zu lesen und sich die Ruine anzusehen und auch einen Blick ins Land zu werfen, soweit das möglich war. Vorbei an der vorgeschichtlichen Burganlage der Altenburg, wo wir auch die Tafeln mit den Erläuterungen lasen, verließen wir den Wald Richtung Niedenstein. Beim Austritt aus dem Wald erwartete uns wieder ein herrlicher Blick ins Land, den wir ausführlich genossen und uns die zu sehenden Orte und Berge benennen ließen. Da war eine Weite in der Landschaft, die staunen ließ. In Niedenstein angekommen, stiegen wir in den Bus, zunächst die B-Gruppe und nach geraumer Zeit auch die Wanderer der A-Gruppe. Wir fuhren zur Einkehr zur Jausenstation in Kirchberg, wo wir bei guten Getränken und gutem Essen zusammen saßen. Das Wetter war uns hold geblieben und wir brauchten die Schirme nicht, die zur Vorsicht mitgenommen waren. Die Wanderführer haben uns während der Wanderung mit Zahlen und Daten zur Geschichte der durchwanderten Orte gut informiert und insgesamt mit dem Timing für eine gelungenen Wanderung gesorgt, die sich in der heiteren Stimmung in der Jausenstation zeigte. Dafür einen herzlichen Dank an die Wanderführer/innen Ruth Schwanz und Ruth Brostmeyer, Heinrich Brandt und Hubert Brostmeyer.

Es war eine tolle Wanderung mit schönen, abwechslungsreichen Wegen und vielen schönen Aussichten, an die sich viele Mitwanderer lange erinnern werden.
(KK)



Wandern mit den Revierförster im Habichtswald

Am Sonntag den 17.August luden die Wanderführer Horst Müller und Heinrich Liebehenz zu einer besonderen Wanderung ein. Revierförster Schmidt zeigte uns die Vielseitigkeit und Besonderheit des Habichtswaldes der, obwohl ein kleines Waldgebiet, viel zu bieten hat.

Die Wanderung ging zu den alten Braunkohlegruben und Zechen, welche schon lange stillgelegt sind. Zu Beginn der Wanderung wurde uns von Herrn Schmidt die Geschichte des Bergbaus mit den daraus resultierenden Gebäuden erklärt. So wurde neben dem Forstamt als übergeordnete Stelle noch ein Königlich Preußisches Bergamt gebaut. Diese Gebäude wurden später eine Beamtenerholungsstätte und sind heute ein Kinderheim.

Wir wurden jedoch auch über den Wald und einzelne Bäume aufgeklärt. Vielen von uns ist erst jetzt der Unterschied zwischen einer Fichte und Tanne klar geworden. Alles was sticht sind Fichten, denn Tannen stechen nicht.

Im Habichtswald findet man Basalt, Ton, Braunkohle und weißen Sand. Der Basalt wurde zu Bauzwecken verwendet. Den Ton hat man an sogenannten Pingstätten abgebaut und zur Keramikherstellung verwendet. Im 600 Millionen Quadratmeter großen Bergpark Habichtswald wurde seit rund 500 Jahren Braunkohle abgebaut. Landgraf Wilhelm IV (1532 – 1592) gründete das erste Bergwerk am Ziegenköpfchen. Der Abbau der Braunkohle wurde, da er nicht mehr rentabel war, in den 60er Jahren eingestellt. Der weiße Sand, welcher weißer als der Sand am Strand ist, stammt aus der Zeit, als das Kasseler Becken noch ein großer See war.

Der Habichtswald war früher eine reine Hutelandschaft. Die Aufforstung wurde erst durch König Jerome in Angriff genommen.

Unser Weg führte zur Zeche roter Stollen, wo jedoch der Eingang verschüttet ist. Gleich neben der Zeche befindet sich eine ehemalige Abraumhalde, wo man noch heute Braunkohle findet. Der Eingang zur Zeche Firnsbach befand sich unter einem Wohnhaus, in welchem der Steiger wohnte. Er konnte aus seinem Haus über eine Treppe direkt in den darunter liegenden Stolleneingang gehen. Die Stolleneingänge sind noch heute zu sehen. Der Herkulesstollen ist der größte und bis zuletzt betriebene Stollen. Aus dem Stollen läuft noch heute, Sommer wie Winter, viel Wasser welches den Asch speist. Ein wunderschöner Wanderweg führt entlang des eingefassten Wasserlaufs vom Herkulesstollen zum Asch.

Vom Asch bis zu unserer Endeinkehr „Neue Drusel“ waren es dann nur noch ein paar Minuten.

Einen großen Dank an unsere Wanderführer und Herrn Schmidt für diese sehr interessante und informative Wanderung. Wir waren eine kleine aber interessierte Gruppe, die viel dazu gelernt hat. M.S.


Rad-Wanderwoche im Ammerland (31.08. - 06.09.08)

Nicht mehr sehr warm, aber ohne Regen, waren die Tage an denen sich sieben HWGHV-Wanderfreunde - allsamt Senioren - und ein Gast zusammen gefunden hatten, um gemeinsam das Ammerland mit den Fahrrädern zu erkunden. Schon frühzeitig, wie bereits seit vielen Jahren, hatte ein Wanderfreund ein gutes Standquartier in Bad Zwischenahn am Zwischenahner Meer erkundet und reserviert. Die Anreise erfolgte in Fahrgemeinschaften mit PKW.

Bereits am Anreisetag, nachdem uns die Pensionswirtin mit einer Kaffeetafel im Garten willkommen geheißen hatte, bewältigten wir mit den Rädern eine beachtliche Strecke im Bereich des Zwischenahner Meeres.

An den kommenden Tagen wurde jeweils am Vorabend, von einem oder zwei Wanderfreund(en) die Tour für den nächsten Tag ausgearbeitet. So entstanden, vom Standort ausgehend, Touren in alle Himmelsrichtungen. Viele regionale Radwege, wie z.B. der Rhododendronradweg, der Mühlenradweg und einige andere wurden in die Planung einbezogen. Unsere Wege führten über Edewecht, Apen, Westerstede, Wiefelstede, Oldenburg, Wardenburg, Bösel und die Thülsfelder Talsperre. Tägliche Einkehr am Nachmittag in einem Cafe war Pflicht!

Die insgesamt 330 km lange Radstrecke führte vorbei an meist landwirtschaftlich genutzten Flächen und unzähligen großen Baumschulen mit unterschiedlichsten Gehölzen und Sträuchern, in vielfältig geschnittenen - oft beeindruckenden - Formen. Typisch für das Ammerland sind große, überwiegend gut gepflegte Gehöfte, die verstreut im Land angesiedelt sind. Bedingt durch die ursprüngliche Moorlandschaft dominiert die Vieh- und Milchwirtschaft. Zahlreiche alte Windmühlen, z.T. aus historischen Gründen wieder betriebsfähig hergerichtet, aber auch viele neuzeitliche "Windparks" mit ihren großen Windrädern, prägen das flache mit Wind gesegnete Land.

Unsere diesjährige Rad-Wanderwoche, in einer unverkennbaren Landschaft, ist eine weitere Facette unserer bisherigen Rad-Wanderwochen. Nicht zuletzt wegen der harmonischen Geselligkeit freuen wir uns schon auf das kommende Jahr!
G.Z.


Auf dem Historischen Kirchweg Wolfsanger nach Ihringshausen

Am Sonntag, dem 7. September, trafen sich um 13 Uhr etwa 50 Teilnehmer vor der Johanniskirche in Wolfsanger, die auf dem historischen Kirchweg nach Ihringshausen gehen wollten. Bevor der Weg angetreten wurde, begrüßte Frau Pfarrerin Vöhringer in der Kirche die Teilnehmer aus beiden Wandervereinen und die teilnehmenden Mitglieder aus den evangelischen und katholischen Kirchen in Ihringshausen und Wolfsanger / Wesertor. Nach dem Psalmgebet PS. 19 und Liedern, begleitet vom Posaunenchor Wolfsanger, berichtete der Vorsitzende des HWGHV Fuldatal, Klaus A. Kremin, aus der Geschichte der Ihringshäuser Kirchengeschichte mit interessanten Details, u.a. dass die Ihringshäuser etwa 900 Jahre Teil der Kirchengemeinde Wolfsanger gewesen sind. Danach machte sich die Schar auf den Weg, vorbei an den Schulen, wo einst eine Ziegelei bestanden hat und zuvor auch ein Kreuzstein am alten Weg gestanden hatte. Bald erreichten sie das neue Steinkreuz auf der Höhe, das im vergangenen Jahr auf der Grenze zwischen Wolfsanger und Ihringshausen errichtet und geweiht worden war.

Hier hielt Herr Pfarrer Burlowski von St. Bonifatius am Wesertor eine Andacht. Mit gemeinsamem Gebet und Liedern, wiederum begleitet vom Posaunenchor Wolfsanger, schloss die Andacht. Auf dem weiteren Weg erläuterte Herr Kurt Nolte vom Rhönklub Kassel an zwei Orten einmal, warum ein Born wegen der technischen Entwicklung im 19. Jahrhundert trocken fiel und an anderer Stelle, wie diese sich in den vergangenen Jahrhunderten verändert hatte, einmal durch den Bau der Eisenbahn von Kassel nach Hannoversch Münden im 19. Jahrhundert und durch den Bau der ICE-Strecke im 20. Jahrhundert, über der sie gerade standen. Beim Gang über die Fußgängerbrücke konnten sie den Verlauf der oberirdischen und der unterirdischen Bahnstrecke erkennen. Bald erreichten sie den Ort und gingen durch die Ysenburg- und Ihringstrasse, dem alten Weg nach Wolfsanger, zur Ihringshäuser Kirche.

Kaffee und Kuchen erwartete die Wanderer und neu hinzugekommenen Gäste, von fleißigen Helferinnen vorbereitet und verteilt. Anschließend feierten sie gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst unter Teilnahme der Pfarrerinnen und Pfarrer, die mitgewandert oder hier hinzugekommen waren, und Mitwirkung des Volkschores.

Die Predigt hielt Pfr. Döhling, in der er darstellte, dass das Pilgern in Mode gekommen ist und auf dem Weg die Begegnung mit Gott stattfinden kann und nicht auf dem Sofa oder hinterm Ofen. Diese Begegnungen ziehen sich von Abraham über Mose bis zu Paulus durch die Bibel. Selbst Gott ist grundsätzlich auf dem Weg und erwartet nicht, dass die Menschen zu ihm kommen oder in seinen Tempel, wie wir in Jesus sehen können.

Nach dem Gottesdienst gab es noch Gelegenheit bei Bratwurst und Getränken sich über den Tag auszutauschen. Die Helfer hatten danach noch gut zu tun mit Abbau und Abwasch, als die Gäste schon gegangen waren.

Der Tag war eine sehr interessante Begegnung mit unserer Geschichte. Durch die Worte in den Andachten und dem Gottesdienst wurden Gedanken und Erfahrungen aus vielen hundert Jahren in unsere Zeit hineingetragen.

Ein herzliches "Danke" an alle, die bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Wanderung und der Beköstigung und dem Auf- und Abbau beteiligt waren.
K.K.


"Auf nach Sachsen"

Das war das Motto unserer diesjährigen Kulturfahrt nach Dresden und in die Sächsische Schweiz vom 08.09. - 12.09.2008 und diesem Ruf folgten 47 Wanderfreunde, die sich am frühen Montagmorgen am Bus einfanden. Durch einen Dia-Vortrag von Herrn Boller waren wir Wochen vorher darauf eingestimmt worden.

Nach zwei Pausen ging es zügig zu unserem ersten Besichtigungsziel, Meißen, Stadt der blauen Schwerter und bekannt durch seine weltberühmte Porzellanmanufaktur. Die Stadt wurde von Heinrich I. i. J. 928 / 29 gegründet und wird die Wiege Sachsens genannt. Der Rundgang führte uns durch mittelalterliche Gassen mit schönen Fachwerkhäusern und Weinschänken. Die herausragenden Bauwerke sind die Albrechtsburg auf dem Burgberg (erbaut 1471) und der frühgotische, prächtige Dom mit der Fürstenkapelle. Von hier hat man einen schönen Blick über die Stadt, die Elbe und die Weinberge. Weinkenner schätzen hier besonders den Goldriesling, den es heute nur noch im Elbtal gibt. Sehenswert ist auch die Frauenkirche mit einem Glockenspiel aus 37 Porzellanglocken. Meißen war bis zur Wieder-vereinigung in einem schlechten baulichen Zustand. In einem Programm für Altstadtsanie-rungen wurde Meißen für das Land Sachsen als Modellstadt ausgesucht.

Nach der Besichtigung fuhren wir in unser Hotel in Dresden-Kesselsdorf, wo wir bestens untergebracht waren. Nach dem Abendessen ging ein langer, schöner Tag zu Ende.
Am zweiten Tag standen viele Besichtigungen auf dem Programm. Frau Ulitschberger, unsere örtliche Reiseleiterin, die uns auch die nächsten Tage betreute, erklärte uns mit viel Fachwissen und auch Humor die Sehenswürdigkeiten. Zunächst ging es zur Festung Königstein.

Diese Festungsanlage wurde im 16. Jahrhundert erbaut, nie erobert und galt als stärkste Verteidigungsanlage Deutschlands. Der auf der Anlage befindliche Brunnen hat eine Tiefe von 152 m und diente mit weiteren landwirtschaftlichen Erzeugnissen zur Selbstversorgung der Besatzung. Heute befindet sich u.a. ein militärhistorisches Museum auf der Burg. Von hier oben hat man einen herrlichen Blick in das Elbtal, die Stadt Königstein, zur Bastei bis hinunter in die Tschechische Republik.

Weiter ging es zur Bastei (305 m) und den bizarren Felswänden des Elbsandsteingebirges. Die Felsen sind zum Teil verbunden durch schmale Eisenbrücken. Von verschiedenen Aussichtspunkten hat man einen schönen Blick u.a. auf den Lilienstein (415 m) und den Tafelberg mit Festung Königstein. Auch sahen wir Kletterer in einer steilen Felswand. Am Fuße des Felsengartens befindet sich eine Freilichtbühne, auf der sowohl Karl-May-Spiele, als auch der "Freischütz" von Carl-Maria Weber aufgeführt werden.

Schloss Pillnitz, reizvoll am Elbufer gelegen, war ein weiterer Besichtigungspunkt. August der Starke ließ es als Lustschloss und spätere Sommerresidenz ausbauen. Das Wasser- und Bergpalais sowie die schönen Garten- und Blumenanlagen haben asiatisches Flair. Eine besondere Attraktion im Park ist die baumgroße japanische Kamelie, die im 18. Jahrhundert gepflanzt wurde und noch jedes Jahr blüht. Für sie wurde ein eigenes beheizbares Glashaus gebaut.

Nach einer erholsamen Pause am Nachmittag freuten wir uns auf die Orgelandacht in der Frauenkirche. Die wechselvolle Geschichte der Kirche hörten wir im Anschluss an die Predigt. Erbaut 1743, im Februar durch Bomben und Feuersturm zerstört, ab 1994 Wiederaufbau und am 30. Oktober 2005 feierlich eingeweiht. Kaum vorstellbar, dass aus dem Trümmerhaufen der alten Kirche wieder ein Gotteshaus in der alten barocken Pracht entstehen konnte. Hierfür wurden auch aus dem Schutt geborgene Steine verwendet. Ein Teil des alten zertrümmerten Altars wurde in mühevoller Arbeit in den neuen Altar integriert. Hilfreich waren alte Baupläne, die in den verschütteten Kellerräumen gefunden wurden. Spenden aus aller Welt sicherten den Wiederaufbau. Als Zeichen der Versöhnung schmiedete der Sohn eines Bomberpiloten aus England, der an dem Angriff auf Dresden beteiligt war, das neue Kuppelkreuz. Das alte Kreuz und das Nagelkreuz aus Coventry befinden sich im Kirchenschiff.

Am Mittwoch, dem 10.09., erkundeten wir auf einer Stadtrundfahrt und -gang Dresden. Die Fahrt führte uns durch den unzerstörten Villenvorort Striesen, sowie den Stadtteil Loschwitz mit der 1891 - 93 erbauten Elbbrücke "Blaues Wunder", die als erste einen breiten Fluss ohne Strompfeiler überspannte. Ein ebenfalls außergewöhnliches Bauwerk ist das Tabakkontor Yenidze, einer Moschee mit Minarett nachgebauten ehemaligen Zigarettenfabrik. Weiter ging die Tour entlang den Elbwiesen mit Blick auf die Elbschlösser und der im Bau befindlichen umstrittenen Waldschlösschen-Brücke.

Die Altstadt durchstreiften wir zu Fuß. Dresden wird zu recht "Elbflorenz" genannt. Viele Bauwerke wurden in der Zeit August des Starken errichtet. Der Zwinger besteht aus einem Ensemble verschiedener Pavillon- und Galeriebauten und beherbergt heute u.a. die Porzellansammlung. Der Begriff Zwinger bezeichnet ursprünglich den Freiraum zwischen innerer und äußerer Wehrmauer. Die katholische Hofkirche ist die größte Kirche Sachsens. Im Innern befinden sich die kostbare Orgel (1753) von Johann Gottfried Silbermann und die Gedächtnisstätte für die Opfer des 13. Februar 1945. Die wieder hergestellte Kreuzkirche ist die Heimkirche des berühmten Kreuzchores. Eine Besonderheit ist ein ca. 102 m langer Wand-fries aus 25.000 Porzellanfliesen, der Fürstenzug, der die 35 Herrscher der wettinischen Adelsdynastie mit ihrem Gefolge vom 12. - 20. Jahrhundert zeigt.

Der bekannteste ist August der Starke, der auch polnischer König war. Vom Schlosspark erreicht man über eine großzügige Freitreppe die Brühlschen Terrassen, einst Teil einer Befestigungsanlage aus dem 16. Jahrhundert.

Nach kurzer Erholungspause besichtigten wir die Semperoper. Im Stil italienischer Hochrenaissance wurde sie 1871 - 78 erbaut. In der Bombennacht am 13. Februar 1945 zerstört, ab 1977 aufgebaut und 1985 wieder feierlich eingeweiht. In der Oper mit vier Rängen haben 1232 Besucher Platz. Zu bewundern ist die prunkvolle, originalgetreue Rekonstruktion des Innenraumes.
Vor der Rückfahrt in unser Hotel stand noch die Besichtigung des "Grünen Gewölbes" im Residenzschloss auf dem Programm. Kostbare Stücke des Kunsthandwerks aus Elfenbein, Bernstein, Gold und Silber sind zu bewundern. Hervorzuheben ist der Tischaufsatz "Der Hofstaat zu Delhi am Geburtstag des Großmoguls", der aus 132 Figuren besteht und mit tausenden Edelsteinen (u.a. Diamanten, Rubinen und Smaragden) geschmückt ist. Selten-heitswert hat auch der bislang größte gefundene grüne Diamant.

Nach dem Frühstück besichtigten wir am Donnerstag die Moritzburg. Das Schloss wurde von Herzog Moritz 1542 - 46 in einer reizvollen Teich- und Waldlandschaft erbaut und von August dem Starken erweitert. Die wertvolle Innenausstattung (Ledertapeten, Wandmalereien) ist weitgehend erhalten. Eine Rarität sahen wir im "Federzimmer". Weit mehr als eine Million Vogelfedern sind zu einem einmaligen Kunstwerk zusammengefügt, das den Betrachter an Gobelins mit Blumenmotiven erinnert.

Nun stand ein erholsamer Nachmittag auf dem Programm. Wir freuten uns auf die Fahrt mit dem Schaufelraddampfer "Krippen", einem Oldtimer Baujahr 1892, auf der Elbe von Meißen nach Dresden. Wir hofften, dass die Fahrt trotz des niedrigen Wasserstandes stattfinden konnte. Zu unserer Freude konnten wir pünktlich um 14.45 Uhr das Schiff besteigen. Interessant war, dass man durch Fenster die Dampfmaschine und die Schaufelräder sehen konnte. Die Fahrt führte entlang der Sächsischen Weinstraße mit Weingütern, Wald, schönen Häusern und der Stadt Radebeul, wo das Karl-May-Museum steht. An der Anlegestelle unterhalb der Brühlschen Terrasse war unsere Fahrt zu Ende. Zurück im Hotel hieß es nun Koffer packen.

Am fünften und letzten Tag hatten wir noch Zeit für einen Einkaufsbummel. Sportliche Wanderfreunde bestiegen den Turm der Frauenkirche. Bevor die Heimfahrt angetreten wurde, trafen wir uns zum gemeinsamen Mittagessen im Gewölberestaurant Pulverturm.

Heimwärts ging es um 14 Uhr und nach gut 6 Stunden Fahrt erreichten wir Fuldatal. Es waren schöne und erlebnisreiche Tage, zumal auch das Wetter mitspielte - 5 Tage Sonnenschein und Sommertemperaturen!

Unserm Wanderfreund Gottfried Gaebelein, der diese Fahrt mit viel Zeitaufwand geplant und organisiert hat, sagen wir hiermit unseren herzlichen
I.B.


Mitgliederversammlung am 10.10.2007

Der Vorsitzende, Klaus A. Kremin, begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und stellte die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest. Vor Eintritt in die Tages-ordnung gedachte die Versammlung des verstorbenen Mitglieds Georg Höhmann mit einer Gedenkminute.

Der Vorsitzende berichtete über die Aktivitäten des Vorstands seit der Jahreshauptversammlung. Der Mitgliedsbeitrag wird im kommenden Jahr unverändert bleiben, wenn auch die Kosten steigen und in Zukunft eine Beitragserhöhung nicht ausgeschlossen werden kann. Für die Busfahrten zu den Veranstaltungen in 2009 wird zurzeit ein Angebot eines anderen Busunternehmens angefordert, da das bisherige Unternehmen diese Fahrten nicht mehr durchführen wird.

Die Zusammenarbeit mit dem WV Vellmar bei Wanderungen und anderen Veranstaltungen ist gut verlaufen und wird weiterhin gepflegt werden u.a. bei der Anwanderung und Teilnahme am Wandertag in Willingen und bei der Fahrt zum Deutschen Wandertag in Freiburg 2010. Die im Veranstaltungsprogramm angekündigten Wanderungen, Fahrten und anderen Veranstaltungen wurden alle durchgeführt. Der Zuspruch war insgesamt sehr erfreulich. Etwas Sorgen machen allerdings die Sonntagswanderungen teilweise mit weniger als 30 Teilnehmern. Hier forderte der Vorsitzende die Mitglieder auf, doch öfter die Wanderschuhe zu schnüren und mitzuwandern. An dieser Stelle dankte er allen Wanderführern/Innen dieses Jahres für ihre Arbeit. Bezogen auf die Radwanderungen fand er es wichtig, dass die Radfahrer im Verein sich öfter daran beteiligen, damit diese Veranstaltungen, die unser Vereinsangebot erweitern, noch attraktiver werden. Die Familienwanderung im Juli und die Seniorenwanderung mit Grillen wurden von einer großen Zahl von Mitgliedern und Gästen angenommen. Es waren wieder beeindruckende Veranstaltungen. Hier dankte der Vorsitzende dem Bewirtungsteam unter Frieder und Marga Hobein und allen anderen, die zum Gelingen der beiden Veranstaltungen beigetragen haben. Horst Müller hat einen Filmabend gehalten, in dem Erinnerungen an erlebte Wanderungen und Fahrten aufgefrischt wurden. Auch ihm dankte der Vorsitzende für seine Arbeit.

Gottfried Gaebelein hat in diesem Jahr noch kommissarisch die kulturellen Veranstaltungen durchgeführt. Nach dem Dank des Vorsitzenden bekam dieser Gelegenheit, einige Worte zu seiner Arbeit und seinem Ausscheiden aus dem Amt als Kulturwart zu sagen.

Am 21. September dieses Jahres hat der Verein wieder an der Straßenkirmes des HGV Fuldatal in Ihringshausen teilgenommen. Die Präsentation mit unserem Rucksack erregte wieder Aufmerksamkeit. Schließlich ist noch zu erwähnen, dass der HWGHV Fuldatal in diesem Jahr Ausrichter der Begehung des Historischen Kirchweges war. Anschließend ging der Vorsitzende auf die Arbeit der Fachwarte ein und dankte insbesondere dem Wegewart Frieder Hobein und den beteiligten 19 Wegezeichnern - es wurden in diesem Jahr insgesamt rd. 293 km Rund- und Durchgangswege gezeichnet – und dem Bau- und Hüttenwart Manfred Schweitzer und seinen Helfern für die geleisteten umfangreichen Arbeiten. Leider ist die Funktion des Fachwartes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nach wie vor unbesetzt.
Das gerade erst eingerichtete und bezogene Lager in der Bruchstraße wird in die-sem Jahr geräumt werden müssen. Bisher gibt es keine Alternative. Der Vorsitzende bat die Mitglieder, sich nach einer neuen Lagermöglichkeit für unsere Gerät-schaften umzuhören.
Zur Ersatzwahl des Kulturwarts hatte der Vorstand Ursula Hallaschka als Kandidatin vorgeschlagen. Nach einem kurzen Statement zu ihrer Person und ihren Vorstellungen zur Arbeit im Amt, wurde sie einstimmig bei einer Enthaltung gewählt.

Der Vorstand schlug der Versammlung vor, die auf der Jahreshauptversammlung aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitglieder Gerhard Goldmann und Gottfried Gaebelein wegen ihres langjährigen und unermüdlichen Einsatzes für den Verein zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Bei Enthaltung der Betroffenen stimmten die anwesenden Mitglieder dem Vorschlag des Vorstandes zu. Die Ehrungen und die Überreichung der Urkunden wird der Vorsitzende im Rahmen des Hüttenabends vornehmen.

Im letzten Tagesordnungspunkt vor der Pause stellten die Wanderführer die Mehrtagesfahrt nach Löwenstein vom 20. – 24. Mai 2009 und die Wanderfreizeit in Schönau vom 24.09. – 01.10.2009 vor. In der anschließenden Pause konnten sich die Mitglieder für beide Unternehmungen in die Teilnehmerlisten eintragen.

Der Wanderwart Hilmar Brackmann stellte den Veranstaltungsplan 2009 vor. Der Vorsitzende dankte ihm wie auch dem Ehepaar Endmann, die es übernommen hatten, das Veranstaltungsprogramm 2009 und die Einladung für den Hüttenabend zu erstellen.

Für den Hüttenabend in diesem Jahr sind die Vorbereitungen weitgehend abge-schlossen. Die Musik und zwei externe Gruppen mit Tanz und Play – Back – Show sind engagiert; den weiteren Abend werden Mitglieder mit Vorträgen und Sketchen gestalten, unterbrochen von den Tanzeinlagen. Dank an Frieder Hobein und das bewährte Team aus dem Bau- und Hüttenwart mit Helfern und dem ehemaligen Bastelkreis für ihre Mitwirkung. An dieser Stelle betonte der Vorsitzende, dass bei aller engagierten Mitarbeit einzelner Mitglieder leider immer noch der Koordinator, die lenkende Hand fehlt, die alle Teilbereiche der Veranstaltung koordiniert.

Da zu den beiden letzten Tagesordnungspunkten keine Wortmeldungen vorlagen, schloss der Vorsitzende die Versammlung mit Dank an die Erschienenen.



Wandern von Nieste zum Mäuseborn

Am Sonntag, dem 2. November 2008, trafen sich gut 30 Wanderer, um von Nieste nach Großalmerode zu wandern. Die Wettervorhersage war in der vorangegangenen Woche stets wechselnd gewesen. Aber unverdrossen stiegen sie im Kaufunger Wald aus und hatten eine schöne Wanderung über oder vom Umschwang aus auf abwechslungsreichen Wegen zum Mäuseborn, einer Gaststätte außerhalb Großalmerodes, die eigentlich Waldschlösschen heißt.


Die A-Gruppe vor dem Start

Unterwegs genossen die Wanderer Aussichten über das Land, wobei die Fernsicht nicht so gut war wie beim Vorwandern, was uns die Wanderführer berichteten. Dennoch war es faszinierend zu sehen, wie die Nebel noch in den Tälern hingen und die Bergkuppen darüber im Licht lagen. Das herrliche Laub des Waldes wurde dann auch noch von der Sonne beleuchtet. Und zum Schluss war die Einkehr in dieser urigen Gaststätte über dem Mäuseborn, wo doch fast zwei Mitwanderer in den Bach wegen eines maroden Geländers gekegelt wären. Einen herzlichen Dank an die Wanderführerinnen und Wanderführer, die uns diese Wanderung vorbereitet und durchgeführt haben.
K.K.




2009

Vom Dörnberg nach Friedrichsthal
Am 4. Januar 09 waren über dreißig Wanderer trotz des etwas widrigen Wetters in Fuldatal bereit eine Wanderung zu machen und Füllten den Bus der pünktlich 10 Minuten vor acht Uhr weiter nach Simmershausen fuhr, um die dort wartenden Wanderer aufzunehmen. Dann ging es über Calden und Ehrsten zum Ausgangspunkt der Wandergruppen. Die A-Gruppe stieg unterwegs unterhalb des Dörnbergs und die B-Gruppe beim Gut Laar aus. Die A-Gruppe machte sich auf den Weg. Es ging langsam bergan um den Kleinen Schreckenberg herum und bis zur Schartenburg, die wegen der dortigen Bauarbeiten nicht besichtigt werden konnte, weil die Zuwegung unsicher war. Hinter dem Hirschköpfchen, nachdem unser Wanderführer bereits eine Fehlentscheidung treffen wollte, die uns in die Irre geführt hätte, - die Mitwanderer aber haben aufgepasst und korrigiert -, wurde Rast gemacht.


Nach erheiterndem Gespräch geht es gleich weiter

Die Wege waren gefroren, teilweise stark zerfahren durch die Holzabfuhr oder von Wildschweinen durchwühlt. Aber nun war es leichter, die Wege verliefen abseits der Forstwege und unter dem leichten Schnee sah man noch das Laub. Da die B-Gruppe oft in Sichtweite war, machten wir Richtung Laar einen kleinen Umweg. Hinab aus dem Wald führte der Weg nun nach Westuffeln. Beim Austritt aus dem Wald lag vor uns die Landschaft wie überzuckert, auch die Dächer der Ortschaft, die B-Gruppe in Sichtweite. Durch den Ort ging es wieder bergan, links die Felder und rechts der Niederwald. Nach kurzer Zeit waren wir wieder am Waldrand, der nun links von uns lag und wir sahen unser Ziel, die kleine Ortschaft Friedrichsthal, zu der wir bald zu unserer Einkehr kamen, um bei einem deftigen Schlachte-Essen uns von der Wanderung zu stärken. Die, die nicht dabei waren, haben richtig etwas verpasst. Die, die mitgewandert sind, werden von dieser Wanderung sicher noch oft erzählen auch wegen des Wanderführers, der uns in die Irre führen wollte.
K.K.


Hüttenwanderung durch die Gemarkung Fuldatal

Am Sonntag den 18. Januar fand unsere traditionell am Jahresanfang angesetzte Wanderung durch die Gemarkung Fuldatal statt. Die Wanderführer Manfred Schweitzer und Gerhard Zintel hatten einen interessanten Weg durch vier Ortsteile, vorbei an den vereinseigenen bzw. von unserem Verein betreuten vier Hütten ausgesucht.

Die ungünstige Wetterlage, tauender, in Matsch übergehender Schnee und der vorhergesagte Regen haben allerdings dazu geführt, dass nur 13 unerschrockene Wanderinnen und Wanderer zum Treffpunkt am Haus Schönewald in Simmerhausen kamen - sie mussten es nicht bereuen.

Die erste Etappe führte nach Rothwesten, wo Brunhilde und Manfred Schweitzer die Gruppe mit einem kleinen Umtrunk überraschten. Weiter führte der Weg durch die noch verschneite Landschaft nach Knickhagen, wo wir in unserer Hütte eine erste Rast einlegten. Von da aus ging es auf zunächst tiefem, nicht ausgetretenem Weg mühsam bergan in Richtung Gut Eichenberg. Hier an der zweiten Hütte - eigentlich nur ein kleiner Unterstand - bei der wir uns nur kurz zur Lagesprechung aufhielten, trennten sich unsere Wege.

Während die B-Gruppe direkt die warme Wirtsstube in Simmershausen ansteuerte, hängte die A-Gruppe noch einen Schlenker auf dem Fuldahöhenweg dran. Dabei kam die Gruppe an der Jacob Langmann - Hütte vorbei, konnte oberhalb von Wahnhausen den herrlichen Ausblick über den Ort und das Fuldatal genießen und gelangte schließlich durch den Rehgraben ebenfalls auf die Spur nach Simmershausen. Auf dem weiteren Weg kamen wir an der vierten Hütte "Fuldablick" (die diesen Namen heute nicht mehr verdient, da alles zugewachsen ist) vorbei zur Reinhardswaldschule und von hier durch den Ort zum Haus Schönewald, wo wir nass, teilweise etwas erschöpft, aber alle zufrieden einkehrten. Die abschließenden Dankesworte des Vorsitzenden Klaus Kremin an die Wanderführer wurden von den Mitwanderern mit Beifall aufgenommen.
J.H.


Eine Winterwanderung um den Schorn

Der Schorn ist eine Basaltkuppe bei Wellerode und unsere Wanderführer Heinrich Brandt und Walter Makarowski hatten sich hier einen Rundweg ausgesucht um diesen Schorn herum, der den Wanderern der Seniorengruppe angemessen war. Während wir aus Fuldatal, in dem sich schon der Frühling ankündigen wollte, losfuhren, ahnten wir nicht, dass dies eine weitere Winterwanderung in diesem Jahr werden sollte. Nach dem grauen Morgen schien nun die Sonne. Auf dem Wanderparkplatz angekommen, hatten wir Probleme, aus den Autos auszusteigen, denn der war von den vorherigen Parkplatzbenutzern glatt gefahren. Es waren 38 Wanderinnen und Wanderer an diesem Tag gekommen und vor ihnen stand eine Rundwanderung auf verschneiten Wegen. Doch das trübte die Laune nicht, die Sonne schien und an einigen Stellen des Wegs gab es wunderschöne Ausblicke in das Kasseler Becken, wo auch Heinrich Brandt erläuterte, was denn zu sehen war. Mitten Im Wald hielt er uns an einem Betonklotz an, der am Weg stand, und erklärte uns, dass hier die Welleröder Kohlenbahn bis Anfang 1960 noch in Betrieb gewesen sei. Nun war es nicht mehr weit bis zu unserem Parkplatz. Die Kommentare der Ankommenden reichten von "jetzt habe ich aber genug für heute", denn wegen des Schnees war der Weg schwer zu begehen und forderte die Wanderer schon ein wenig, bis zu " das Wetter war heute wunderbar". Wir fuhren zur Einkehr ins "Waldschlösschen" nach Wattenbach, wo wir uns bei Roter Wurst, Strammem Max oder Kaffee und Kuchen stärkten und die verbrauchten Kalorien wieder auftankten. Der Vorsitzende dankte den Wanderführern für diese schöne Wanderung mit launigen Worten und erwähnte auch dass einer von ihnen noch am Vortag die Strecke begangen hatte, um die Begehbarkeit des Weges zu prüfen. Die Teilnehmer der Wanderung dankten den Wanderführern mit ganz herzlichem Applaus.
K.K.


Die Wanderer vor dem "Waldschlösschen



Auf dem Urwaldpfad am Edersee

Am Sonntag, 19. April 2009, trafen sich sieben Wanderer - nein, sechs und eine Wanderin - um an diesem Tag das Unternehmen zu wagen sich auf dem Urwaldsteig zu beweisen. Der Wanderführer listete uns Zahlen auf, die wir kaum glauben wollten, so eine lange Strecke und dann sollten in der Summe noch 1500 Höhenmeter erwandert werden. Na, das Wetter sah ganz gut aus, wenn auch keine Sonne schien, so war es doch trocken. Wir bestiegen die Wagen und unsere drei Fahrer brachten uns nach Asel, wo wir noch zwei Wanderer trafen, die sich als Gäste angemeldet hatten, einen jungen Mann und seinen Opa, die, wie wir danach erfuhren, sich eine größere Tour vorgenommen hatten und wohl einen Übungslauf mit uns machen wollten.
Zunächst mussten wir unseren Einstieg finden; der Wanderwart hatte die richtige Eingebung, die nach Überprüfung dann auch dem Wanderführer einsichtig wurde.


Strieder Eiche

Wir hatten unseren Ausgangspunkt gefunden. Rucksäcke umschnallen, Stöcke auspacken. Und der erste - leichte - Anstieg begann. Der Berichter war auf diesem Wanderweg noch nie dabei gewesen und dachte, so kann es weiter gehen, dann wird das eine wunderschöne Wanderung. Unsere diesjährige Etappe auf dem Urwaldsteig begannen wir in Asel Süd an der Aseler Bucht und von dort ging es auf dem "Knorrreichensteig" bis auf die Halbinsel Scheid. An der Spitze des Katzenberges hatten wir eine herrliche Aussicht auf den Edersee. Weiter führte der Weg durch urige Waldbilder. Am Europahain legten wir unsere Mittagspause ein und stärkten uns. Auf dem weiteren Weg haben wir in der Nieder-Werber Bucht immer wieder tief eingekerbte Bachtäler umgangen. Nach Überquerung der Bucht folgten wir dem Steig hinauf auf die Mühlecke. Der Steig führte uns weiter am Ederseehang mit krüppeligen Wäldern und schönen Ausblicken auf den Edersee bis wir das Bärenbachtal erreicht hatten.


Verschnaufpause

Über eine Holzbrücke gingen wir den "Jägersteig" hinauf, der uns die letzten Kräfte abforderte bis wir die Waldecker Bucht erreichten.
Fazit: Es war eine wunderschöne Wanderung, die ich wieder einmal machen möchte, vielleicht in einem Herbst. Der Wanderführer Karl Dietrich hat uns gut geführt, ohne Umwege. Herzlichen Dank an ihn. Das Wetter war für eine Wanderung unter diesen Bedingungen optimal. Die Landschaft hat alle begeistert und es gab genügend Möglichkeiten sie vom Wanderweg aus zu genießen. Und es waren doch rd. 23 km, und wie im Wanderführer angegeben rund 1700 Höhenmeter - an einem Tag! Ich merke sie jetzt noch.
K.K.


Über Hügel, Berge und durch Weinberge, 5 Tage "Schwäbische Toskana"

Am 20.05.09. um 09:00 Uhr trafen sich 67 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde in Ihringshausen und Simmershausen zur Fahrt in die "Schwäbische Toskana", um in dieser schönen, für die meisten noch fremden Landschaft einige Tage mit Wandern und Stadtbesichtigungen zu verbringen. Zwei Busse der Fa. Zügel haben uns abgeholt und nach Löwenstein - Hößlinsülz gebracht. Nach zwei Zwischenpausen erreichten wir um 14.00 Uhr unser Quartier, den Landgasthof Roger, wo nach dem Einchecken eine Kaffeetafel für uns gedeckt war. Hier erwartete uns auch das örtliche Wanderpaar Hannelore und Karl-Heinz Hummel die uns, nach einer früheren Begegnung mit Liesel und Jürgen Huisinga in diese schöne Gegend, die den Beiname "Toskana" wirklich verdient, eingeladen hatte. Vor dem Abendessen war ein Rundgang angesagt, bei dem wir die ersten Eindrücke gewannen, dazu bekamen wir die nötigen Erklärungen von Wanderfreund Hummel. Nach dem Abendessen zeigte uns der Chef des Restaurants einen Lichtbildervortrag der uns einiges über das Land und die Ortschaften zeigte.
Der Abend wurde nach einem kleinen Umtrunk im Biergarten beendet.

Am anderen Morgen, nach dem morgendlichen, gemeinsamen Lied, brachte uns der Bus zu den Startpunkten der jeweiligen Gruppen.


Auf geht's

Die A - Gruppe startet in "Birkenhöfe" und als der letzte Wanderer aus dem Bus stieg öffnete der Himmel seine Schleusen, aber nur für kurze Zeit. Es geht über das "Himmelreich" zum "Steinerner Tisch", hier hat die B - Gruppe ihre Wanderung begonnen. Eine erlebnisreiche Wanderung abwechselnd durch Wald, Flur und vor allem die Weinberge, zu denen uns K-H. Hummel die nötigen Erklärungen über Anbau und Pflege gab. Zurück zu unserer Unterkunft, vorbei am Breitenauer See durften wir dann nochmals die Schirme auspacken. Nach dem Abendessen wurden wir zu einem kleinen Bauernhof zur Schnapsprobe geladen.

Der zweite Wandertag begann wie der erste, mit einem Lied und einem tüchtigen Regenschauer, den wir unter dem Vordach der Friedhofskapelle in Löwenstein ab-warteten. Der Weg führte uns rund um die Talaue der Sulm wieder durch Wald und Flur, mit herrlichen Ausblicken auf die umliegenden Weinberge und Dörfer. Am Abend war bei schönem Wetter zum Grillabend im Biergarten geladen, danach gab es eine Weinprobe, bei der örtliche Weine probiert, aber auch erworben werden konnten.

Am Samstag, dem 3. Wandertag begann unsere Wanderung in Wüstenrot-Neuhütten und führte uns nach kurzem Aufstieg zum Steinknickle, 525 m hoch gelegen, und bot uns vom Turm aus einen großartigen Blick weit über die umliegende Landschaft. Zur Mittagszeit trafen wir uns mit der B Gruppe beim "Zigeunerfohrle".


Zigeunerfohrle

Dann kam der anstrengendste Teil der Wanderung, der Aufstieg zum Juxkopf in 533 m Höhe. Nach einer Zwischenrast in Spiegelberg Jux trafen wir Herrn Rommel, der uns zu einem ehemaligen Abbaugebiet für eine ganz spezielle Sandsteinart führte, aus der Wetzsteine gewonnen wurden, die einst für das Schärfen von Sensen benötigt wurden. Teilweise wurde der Stein auch in Stollenbauweise abgebaut. Zurzeit wird der vorhandene Stollen wieder begehbar gemacht. Damit gehen 3 erlebnisreiche, aber auch anstrengende Wandertage, die durch die Führung und sachliche Erklärung durch das Ehepaar Hannelore und Karlheinz Hummel bereichert wurden. Dafür bedanken wir uns herzlich bei dem Ehepaar Hummel. Der Abend wurde mit Musik und Tanz abgeschlossen.

Am Sonntag war Abreisetag, nach dem Frühstück sind wir um den Breitenauer See nach Obersulm - Weiler gewandert und haben dort an einer Führung durch das Schulmuseum teilgenommen.


Auf dem Weg nach Weiler

Die Ausstellung führte von den Anfängen der schulischen Unterrichtung bis in die heutige Zeit und war anschaulich mit Exponaten aus den verschiedenen Epochen dargestellt. Es wurde auch gezeigt unter welchen Bedingungen die Lehrer ihren Beruf ausübten und wie sie, auf engen Verhältnissen wohnend, noch einem Nebenerwerb nachgingen um die Familie zu versorgen. Nach dem Mittagessen waren die Busse schon zur Rückreise bereit und nach einer zügigen Fahrt erreichten wir um 18:30 Uhr Fuldatal.
Eine wunderbare und gut organisierte Wanderfreizeit, die uns in diesem Jahr in die "Schwäbische Toskana" führte, ging zu Ende. Für die Durchführung danken wir unseren Wanderführen Brunhilde und Manfred Schweitzer für die Betreuung der C-Gruppe, Hilmar Brackmann und Klaus Kremin für die A - und B - Gruppe ganz herzlich und besonders unseren Wanderfreunden aus Obersulm, Hannelore und Karl-Heinz Hummel.
H.B.

Zu Städten und Burgen im Hohenloher Land, 5 Tage "Schwäbische Toskana"

Für unsere Wanderfreunde, die nicht mehr in der Lage sind an den doch anspruchsvollen Strecken-Wanderungen durch die Weinberge und bewaldeten Höhen teilzunehmen, hatten unsere Wanderführer, das Ehepaar Schweitzer, ein umfangreiches Besichtigungsprogramm zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung ausgearbeitet. Es hatte sich bereit erklärt, als Wanderführer die Nichtwanderer (C-Gruppe, es waren immerhin 37 Personen) zu betreuen.
Um einen reibungslosen Ablauf des anspruchsvollen Programms sicherzustellen, waren unsere Wanderführer mehrfach in unserem schwäbischen Standquartier gewesen, um von dort die Feinplanung durchzuführen und die vorgesehenen Orte vorab zu besichtigen.

Für das 3-tägige Besichtigungsprogramm stand uns jeweils ein Bus ganztägig zur Ver-fügung.
Am 1. Tag fuhren wir zunächst nach Öhringen und unternahmen einen Stadtrundgang durch das schöne Fachwerkstädtchen mit Besichtigung der Stiftskirche. Danach fuhren wir zum Schloss Neuenstein, das in staufischer Zeit als Burg der namensgleichen Herren von Neuenstein entstand. Als Regierungssitz der Grafen und Fürsten zu Hohenlohe wurde es im 16. Jahrhundert zu einer herrschaftlichen Residenz im Stil der Renaissance gestaltet. Seit 1946 wurde das ehemalige Wasserschloss planvoll zu einem kulturellen Zentrum ausgebaut. Reichhaltige Sammlungen in den zum Teil noch aus der Spätgotik stammenden Räumen bieten einen hervorragenden Überblick über Kunst und Geschichte von Hohenlohe-Franken. Der Kaisersaal enthält eine umfangreiche Waffensammlung. Eine besondere Attraktion ist die funktionsfähige Küche im Originalzustand.

Zum Mittagessen fuhren wir in einen gemütlichen Landgasthof in der Nähe von Künzelsau.
Nach der Stärkung ging dann die Busfahrt weiter nach Jagsthausen zur Besichtigung der berühmten Götzenburg. Götz von Berlichingen, der wohl berühmteste Burgbewoh-ner, war Namensgeber der Burg, die aus einer Wasserburg hervorging und im Laufe der Geschichte mehrmals umgebaut wurde. Die heute bestehende Anlage wurde von der Familie von Berlichingen erbaut und war die Geburtsstätte des "Ritters mit der eisernen Hand". Seine rechte Hand, die Götz im Jahre 1504 verloren hatte, wurde durch eine eiserne Prothese, die so genannte Faust, ersetzt. Diese sowie weitere Dinge sind im Burgmuseum ausgestellt. Seine markanten und einprägsamen Worte "leck mich …" sollen hier auf der Burg gefallen sein. Durch das von Johann Wolfgang von Goethe verfasste Drama "Götz von Berlichingen" wurde Götz unsterblich. Seit 1950 wird es alljährlich im Sommer im Burghof dieser imposanten Burg unter freiem Himmel aufgeführt.

Am 2. Besichtigungstag fuhren wir mit dem Bus zum Hohenloher Freilandmuseum
Wackershofen in der Nähe von Schwäbisch Hall. Es ist ein kultur-historisches Museum für das ländliche Nordwürttemberg. Aufgabe dieser Einrichtung ist es, dem Besucher ein umfassendes Abbild der Vergangenheit zu vermitteln. So findet man über 60 historische nach Wackershofen versetzte Gebäude, die das Leben, Wohnen und Arbeiten der großbäuerlichen Oberschicht, der Kleinbauern, der Taglöhner, Dorfarmen und Dorfhandwerker darstellen. Diese Gebäude sind in ein 35 ha umfassendes Gelände eingebettet, das unter historischen Gesichtspunkten bewirtschaftet wird.
Nach der Besichtigung des Freilandmuseums ging es dann nach Schwäbisch Hall, wo wir bereits von 2 Damen zu einer Stadtführung erwartet wurden. Zunächst wurde die Michaelskirche besichtigt. Von der früheren Basilika steht heute nur noch der romanische Turm. Kirchenschiff und Chor wurden im 15.Jahrhundert durch einen imposanten spätgotischen Hallenbau ersetzt. Die zur Absicherung des Bauwerks erbaute gewaltige Freitreppe mit ihren 53 Stufen verbindet die Kirche mit dem Marktplatz und dient seit 80 Jahren den Haller Freilichtspielen als Bühne.


Marktplatz

Am letzten Samstag brachte uns der Bus nach Heilbronn. Am Schiffsanlieger bestiegen wir dann ein Motorschiff und starteten flussabwärts in Richtung Bad Wimpfen. Nach der 1.Schleuse fuhren wir in Neckarsulm am großen Audi - Werk vorbei. Die Neckar- Wasserstraße hat zahlreiche Schleusen. Kurz nach der Einmündung der Kocher in den Neckar tauchte dann das Stadtbild von Bad Wimpfen, das Ziel unserer Schifffahrt auf.


Wimpfen

Nach dem Mittagessen hatten wir wieder 2 Stadtführer, die uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigten. Wichtigstes Baudenkmal Bad Wimpfens ist die um 1200 erbaute staufische Kaiserpfalz, von der im östlichen Teil der Altstadt mehrere Einzelbauten, sowie weitere Teile der Umfassungsmauer erhalten sind. Wahrzeichen Bad Wimpfens ist der Blaue Turm auf dem seit 650 Jahren ununterbrochen ein Türmer residiert. Mit der Besichtigung der historischen Altstadt mit den schönen Fachwerkgebäuden wurde dann unser erlebnisreiches Kultur- und Besichtigungs-Programm beendet.

Ein besonderer Dank an unsere Wanderführer Brunhilde und Manfred Schweitzer, die alles bestens geplant und vorbereitet hatten, sodass ein reibungsloser Ablauf stattfinden konnte.
Wir haben viel gesehen und erlebt und werden dieses in guter Erinnerung behalten.
K.M.



Radwanderwoche an der Bergstraße

Am Sonntag den 21. Juni 2009 traf sich um 8.00 Uhr die durch einige Ausfälle auf sieben Teilnehmer geschrumpfte Senioren-Radwandergruppe des HWGHV Fuldatal an der ev. Kirche Ihringshausen, um mit zwei PKW und einem Wohnmobil - die Fahrräder auf dem Rücken - nach Heppenheim an der Bergstraße aufzubrechen.

Nach gemütlicher Fahrt kamen wir gegen 12.00 Uhr am Ziel, der Pension "Gut Stubb" an. Das Haus liegt hoch über der Altstadt - oberhalb einer imposanten Basilika - und ist nur über eine steile Straße mit "historischem Holperpflaster" zu erreichen. Schon bei der Anfahrt mit dem Auto konnten wir uns ausmalen, was uns jeden Tag bei der Heimfahrt mit dem Fahrrad und auch nach den abendlichen Spaziergängen erwartete. Dafür konnten wir aber von unseren Zimmern aus einen herrlichen Rundblick über Heppenheim und das umliegende Gebiet der Bergstraße genießen.

Die kleinen Orte an der Bergstraße, neben Heppenheim die nahegelegenen Orte Bensheim und Lorsch mit seiner weltberühmten Basilika sowie insbesondere Weinheim haben es uns angetan.


Kultur steht am Wege

In der Heppenheimer Altstadt mit seiner Fachwerkidylle auf dem Marktplatz und in den umliegenden Straßen haben wir uns sofort heimisch gefühlt. Hauptsächlich der Markt mit dem großartigen Fachwerkrathaus (Spieluhr) mit dem Marktbrunnen in der Mitte lädt zum Verweilen ein. Jeden Abend sind die Tische vor den Gastwirtschaften gut besucht, aber erst bei dem Weinfest, das am letzten Abend unseres Aufenthaltes begann, ging so richtig die Post ab und der "Bergsträßer Stemmler" floss in Strömen.


Nach dem Radeln das Weinfest

Einen ersten Eindruck von Weinheim bekamen wir bei unserer Fahrt nach Heidelberg. Dabei gefiel uns der Ort mit seinen Fachwerkhäusern, dem steil aufstrebenden Marktplatz und dem darüber liegenden Schloss mit seinen Anlagen so gut, dass wir uns länger als vorgesehen hier aufhielten und beschlossen, nochmals extra hierher zu fahren, um alles in Ruhe genießen zu können. Dabei nahmen wir uns insbesondere das Schloss vor, das heute als Rathaus genutzt wird; der Schlosspark ist schön angelegt und gepflegt. Eine Besonderheit ist der Exotenwald, einer der größten seiner Art in Deutschland, in dem auf einer Fläche von heute ca. 60 ha interessante fremdländische Bäume und Sträucher zu bewundern sind. Wir ließen es uns nicht nehmen, den teilweise doch recht steilen Rundweg abzulaufen.

Den Rest des Tages nutzten wir, um die Starkenburg oberhalb von Heppenhein zu besuchen, von wo die Aussicht natürlich noch viel besser war als von unserer Pension. Die weitläufige Burganlage ist größtenteils eine Ruine, beherbergt aber eine an diesem Tage leider nicht geöffnete Gastwirtschaft - was besonders die vier Wanderfreunde bedauerten, die den Anstieg zu Fuß unternommen hatten - und eine Jugendherberge.

Unsere Tagesausflüge führten uns nach Heidelberg, Worms, Mannheim und Darmstadt. Bei den Fahrten dorthin konnten wir die schöne Landschaft an der Bergstraße sowie an Neckar und Rhein genießen. Von den Städten selbst warten wir etwas enttäuscht. Mit unseren Fahrädern waren wir behindert und die Zeit war wohl auch zu kurz, um die Fülle der Sehenswürdigkeiten und Schönheiten aufnehmen zu können. Der Weg war das Ziel.

In Heidelberg ist der Blick von der "Alten Brücke" über den Neckar, auf die Altstadt und das darüber thronende Schloss traumhaft und erklärt alle Romantik, die mit Heidelberg verbunden wird. Die Hauptstraße der Altstadt, auf der wir mit unseren Rädern entlang gingen, lässt allerdings angesichts des Gedränges der vielen in- und ausländischen Besucher jede Romantik vermissen.


Auf der alten Neckarbrücke Heidelberg

Nach Worms fuhren wir weite Strecken auf dem Welterbe-Radweg, der Lorsch und Speyer, die beiden Orte mit einem Weltkulturerbe (Basilika und Dom) verbindet. In Worms selbst reichte die Zeit nur für die Besichtigung des Kaiserdoms und des Lutherdenkmals sowie der Lutherkirche.

Bei der Fahrt nach Mannheim ließen wir es uns nicht nehmen, den Neckar bis zur Mündung in den Rhein abzufahren. Von hier aus ging es zur Innenstadt von Mannheim und hier zunächst zum Bahnhof, um die Abfahrtszeiten für die Rückfahrt nach Heppenheim zu erkunden. Anschließend schoben wir unsere Räder über die Fußgängerzone zum Schloss, das wir nur von außen bei einem Rundgang durch den Schlosshof besichtigen konnten. Auf dem Weg zum Bahnhof besuchten wir noch den bekannten Wasserturm der Stadt, wurden hier allerdings von einem heftigen Regenguss überrascht.

Für Darmstadt hatten wir uns früh genug um eine einstündige Stadtführung bemüht; sie beschränkte sich auf den Bereich der Innenstadt mit dem Platz um den "Langen Louis" und dem Residenzschloss. Wir konnten feststellen, dass sich eine Stadt mit einer wenn auch nur kurzen Führung sehr viel besser erschließt als ohne. Die alte Residenzstadt weist in Geschichte und Stadtbild viele Ähnlichkeiten mit Kassel auf. Ohne Führung erkundeten wir dann noch das Künstlerviertel "Mathildenhöhe" mit der russischen Kapelle.

Es war alles in allem eine sehr schöne und interessante Woche mit vielen Erlebnissen und neuen Eindrücken, die von unserem Wanderfreund Gerhard Lauff ausgezeichnet vorbereitet und organisiert war. Im Namen aller Teilnehmer und des Vereinsvorstandes sprach ihm dafür Jürgen Huisinga Dank und Anerkennung aus.
J.H.



Deutscher Wandertag 2009 in Willingen

Wie in jedem Jahr nahm der HWGHV Fuldatal mit einer ansehnlichen Wandergruppe an dem Festzug des Deutschen Wandertages am 23. August 2009 in Willingen teil. Das hatte allerdings diesmal ein Vorspiel. Die Nähe des Veranstaltungsortes nahmen wir zum Anlass, gemeinsam mit den Wanderfreunden aus Vellmar von Juni bis August in sechs Etappen von jeweils 13 bis 20 km auf dem Upland-Weserbergland-Weg X 6 von Fuldatal bzw. Vellmar nach Willingen anzuwandern. In Willingen wurden die teilnehmenden Wanderer mit einer Ansteckmünze belohnt

Zur Teilnahme an dem Festzug am Sonntag fuhren wir, wiederum mit den Vellmarern, mit dem Bus an. Darin konnten wir auch unseren Leiterwagen mit dem großen Rucksack und alle sonst noch dazu gehörigen Utensilien zum Befestigen und Schmücken unterbringen. In Willingen wurde dann der Wagen von Frieder Hobein und seinen einsatzbereiten Helfern für den Umzug hergerichtet. Wie immer wurde unsere Wandergruppe mit dieser Ausstattung auf dem Wege des Festzuges durch die Stadt von den am Wege stehenden Zuschauern viel beachtet und beklatscht und sie gab ein häufig fotografiertes und gefilmtes Motiv ab. Das war wohl auch der Grund dafür, andere Wandergruppen aus früheren Veranstaltungen gelernt haben und in ähnlicher Aufmachung auftraten, ohne allerdings an das Original heranzureichen.

Die ganze Veranstaltung mit seinen etwa 20.000 Teilnehmern war von der Gemeinde Willingen, begünstigt durch das schöne Wetter, hervorragend organisiert. Hier machte sich die Erfahrung aus teilweise noch viel größeren Ereignissen wie das Weltcup - Skispringen deutlich bemerkbar: Parkplätze für Busse und Pkw standen in der Nähe des Aufstellungsgeländes für die Wander- und Musikgruppen in ausreichendem Maße zur Verfügung; im "Haus des Gastes hatten die teilnehmenden Wandervereine die Möglichkeit sich zu präsentieren und den Wanderern aus ganz Deutschland vorzustellen; schließlich konnten sich die Teilnehmer ohne große Warteschlangen an den zahlreichen Ständen mit Essen und Trinken versorgen.

Für den Festzug selbst waren auf einer Wiese 17 Sektoren mit Bändern abgesteckt, in denen sich die Gruppen eine Stunde vor Beginn versammeln sollten. Pünktlich um 14.00 Uhr setzte sich der Zug mit Sang und Klang in Bewegung und alle nachfolgenden Gruppen reihten sich ohne größere Stockungen ein. Bis wir aus dem letzten Sektor das Ziel am Ortsende erreichten, kamen uns die Ersten schon entgegen. Mit der Übergabe der Wimpel war das Fest dann abgeschlossen und der Bus zur Heimfahrt auf kurzem Weg erreicht.

Dank an alle, die für unsere Fuldataler Wandergruppe an dem Gelingen der Unternehmung in Willingen beigetragen haben, auch an Hilmar Brackmann als Wanderführer am Sonntag und bei den vorangegangenen Anwanderungen von Fuldatal aus.
J.H.


Vom Brunnen vor dem Rathaus zur Straßenkirmes

Diese Jedermann - Wanderung, angeregt von unserem Vorsitzenden, begann um 10 Uhr pünktlich mit der Begrüßung auf dem Rathausplatz. Es waren vier Gäste erschienen - aus Kassel - und so liefen wir gemeinsam los Richtung Bahnhof, an der Bahn hinter dem Rewe - Markt entlang nach Westen, bis wir am Ortsausgang die Brücke über die Bahn erreichten. Leider war das Wetter nicht wie gewünscht und die Aussicht, die sich dort hätte bieten können lag in hellem Dunst. Das änderte sich während der ganzen Wanderung nicht. Dennoch gingen die Wanderinnen und Wanderer mit heiterem Gespräch weiter durch die Felder an den Gärtnereien vorbei, über die Kemperbrücke am Gelände der Bundespolizei entlang bis auf die Höhe. Links lag die Grillhütte Frommershausen. Eine kurze Trinkpause und weiter führte der Weg oberhalb Simmershausens bis zu dem Feldweg, der uns nach rechts durch die Retteln, am Wassererlebnishaus vorbei auf die Verlängerung der Friedhofstraße führte. Über den Pfingstweg gelangten wir dann an das andere Ende der Straßenkirmes. An unserem Stand machten alle kurze Rast, um dann die Straßenkirmes abzulaufen, um die dort zu findenden Eindrücke aufzunehmen. Es war eine Wanderung, die unseren Gästen gut gefallen und ihnen Wege gezeigt hat, die für sie neu waren, und auch überraschende Sichten auf unsere Gemeinde geboten hat.
K.K.


Die Gäste mit ihrem Wanderführer



Herbstwanderungen im Berchtesgadener Land

Am 24. September 2009 fuhren 45 Wanderfreunde des HWGHV Fuldatal mit dem Zug oder Auto nach Schönau am Königssee, um dort im Haus "Panorama" für eine Woche zu wohnen. Alle Tage war schönes Herbstwetter mit reichlich Sonnenschein und blauem Himmel. Da mußte keiner im Hause bleiben und die verschiedensten Gruppen machten sich auf den Weg, um der Natur und allem Schönen, was das Berchtesgadener Land zu bieten hat, näher zu kommen. Die Vielfalt der gesamten Gruppe mit unterschiedlichen Interessen und körperlicher Verfassung ist der Grund dafür, daß der folgende Bericht nicht alle Wanderungen schildert, sondern nur Ausschnitte wiedergeben kann. Planung und Organisation waren bei Liesel und Jürgen Huisinga wiederum in besten Händen. Ihnen gilt unser besonders herzlicher Dank.


Karkopf im Lattengebirge

Der Auftakt sonniger Wandertage beginnt am Freitag mit der Wanderung über Unter-Schönau zum Königssee. Tief eingebettet zwischen steil aufragenden Felswänden liegt der kristallklare See in einer der imposantesten Landschaften Deutschlands. Sie zog Künstler und Maler schon immer in ihren Bann. Nach ihnen hat der Malerwinkel seinen Namen. Auch Ludwig Ganghofer verbrachte hier seine Ferien - und jetzt wir. Einige starten den klassischen Rundweg um den Malerwinkel. Dieser relativ kurze Wanderweg gibt immer wieder den Ausblick auf den See und St. Bartholomä frei. Einige wandern, am bekannten Bobbahngelände vorbei und im Norden oberhalb des Sees gelegen, im Laufe des späten Nachmittags nach Schönau zurück. Die Eisbahn am Königssee ist weltweit die erste ihrer Art und gilt bei Profis als eine der technisch anspruchvollsten Bob-und Rodelbahnen im Weltcup-Zirkus. Zusammen mit München kandidiert Schönau für die Olympischen Winterspiele 2018.


Auf dem Hirschenlauf

Der Soleleitungsweg ist einer der schönsten Wanderwege im Berchtesgadener Land. Unser Ausgangspunkt ist am Samstag das "Gasthaus Zipfelhäusl", das an der Straße von Ramsau zum Hochschwarzeck in halber Höhe liegt. Zunächst beginnt der Weg in einem lichten Waldstück. Aber schon bald wird die Aussicht frei auf das wunderschöne Ramsauer Tal, über das man aus etwa 900 m Höhe schauen kann. Bänke laden zum Verweilen ein. Auch findet man eine Informationstafel über den Bau der Soleleitung, die dem Weg den Namen gab, weil hier die Salzsole in ausgehöhlten Baumstämmen nach Bad Reichenhall geleitet wurde. Vor fast 200 Jahren hatten 2000 Handwerker die Rohre über eine Strecke von 25 km verlegt, um das Salz abzubauen.
Etwa 40 Minuten später haben wir die Terrasse des "Berggasthofes Gerstreit" erreicht. Eine kurze Pause - und es geht weiter in Richtung "Gasthof Söldenköpfl". Auf dem Weg hierher kann man an einer Stelle weit in das Wimbachtal hineinschauen. Nach etwa 45 Minuten kommen wir am Gasthof an. Es ist ein herrlicher Herbsttag und der Blick geht weit über Schönau hinaus bis zum Hohen Göll, Hohen Brett, Jenner und Kehlstein. Dieser Wanderweg ist mit seinen Panoramaausblicken so reizvoll, daß es wohl keiner aus der Gruppe als langweilig empfindet, ihn bis zum Zipflhäusl wieder zurück zu laufen, wo uns gegen 16 Uhr der Bus aufnimmt und nach Schönau zurück bringt.

Am Sonntag beginnt die Wanderung am großen Parkplatz hinter dem Hintersee (800 m Höhe). Von hier verläuft links der Wanderweg am Ufer des Klausbaches, mal in Höhe des Baches, mal oberhalb. Nach etwa 30 Minuten an einer Kreuzung weist ein Wegweiser darauf hin, daß wir linke Hand etwa in 20 Minuten die Ragert Alm erreichen können. Wir entscheiden uns für diesen Abstecher. Ein breiter Fahrweg verläuft zunächst leicht ansteigend durch Baumbestand, dann wird am Waldrand die weiter oben liegende Almhütte sichtbar. Dort stehen Tische und Bänke und laden zur Brotzeit ein. Der Panoramablick auf die Bergwelt kann bei Sonnenschein und klaren Himmel nicht schöner sein. Nach kurzer Pause laufen wir den Weg zurück bis zum Hauptwanderweg, der nun anfangs leicht steigend, nach etwa 3 km zum Hirschbichl führt. Der Gasthof Hirschbichl (1150 m Höhe) liegt bereits auf österreichischer Seite und kann ohne Grenzkontrolle erreicht werden. Der Anstieg auf den letzten 1000 Metern ist besonders schweißtreibend. Aber bei erfrischenden Getränken und Blasmusik des örtlichen Bläserchores im Gasthof sind die Mühen des Aufstiegs bald vergessen. Zurück geht es dann bequem im österreichischen Linienbus über die asphaltierte Forststraße hinab zum Hintersee.

Ziel der Wanderung am Montag ist die Königsbachalm mit Abstieg zum Königssee. Wir fahren mit dem Linienbus bis zur Haltestelle Hinterbrand und wandern von dort auf dem ausgeschilderten Waldweg in Richtung Mittelstation der Jenner-Bahn (1.200 m Höhe), die wir in etwa 30 Minuten erreichen. Von hier führt der Wanderweg - an einer bewirtschafteten Almhütte vorbei - ohne große Steigungen in etwa einer Stunde zur Königsbachalm. In der Jausenstation der Alm bestellen wir Erbsensuppe mit Einlage oder Kaffee mit Kuchen und lassen es uns neben der Hütte, unter Sonnenschirmen, gut schmecken. Es erfolgt der Abstieg zum Königssee, der etwa 1 1/2 Stunden in Anspruch nimmt. Auf dem Weg bergab öffnet sich an einigen Stellen der Wald und gibt den Blick auf den tief unten liegenden Königssee frei. Der Weg endet an der Talstation der Jenner-Bahn, von wo wir mit dem Bus nach Schönau zurück fahren.

Zum Schluß zauberhafter Wandertage darf natürlich ein Ausflug ins nahe gelegene Salzburg nicht fehlen. Am Dienstag erreicht unsere Gruppe Salzburg mit dem Linienbus. Mit der Festungs-Bahn ging es in wenigen Minuten hinauf zur Festung Hohensalzburg. Hoch über den Dächern Salzburgs thront die mittelalterliche Burganlage als Wahrzeichen und Zeugnis einer 900-jährigen Baugeschichte. Faszinierend der Ausblick auf die Fürsten- und Barockstadt. Die Ausstellungen der Innenräume wird jedem mit dem am Eingang ausgehändigten Audio-Guide näher gebracht. Es schließt sich ein Bummel durch die Gassen der Innenstadt an, wobei auch auf den Besuch eines Kaffee-Hauses natürlich nicht verzichtet wird.

Am Mittwoch fährt unsere Gruppe mit dem Linienbus von der Haltestelle "Storchenlehen" in Schönau bis zum Bahnhof Berchtesgaden, um dann in den Bus Richtung Salzburg zu steigen. Nach kurzer Fahrt erreichen wir die Haltestelle "Kugelmühle" und steigen hier aus. Am Eingang zur Almbachklamm steht Deutschlands älteste, noch betriebene Marmorkugelmühle. Seit 1683 werden hier große Marmorbrocken durch Wasserkraft zu edlen Kugeln geschliffen. Von hier beginnt unsere Wanderung durch die drei Kilometer lange Almbachklamm.


An der Theresienklause

Mit ihren Wasserstürzen gehört sie zu den schönsten und wenigen noch erhaltenen, wildromantischen Schluchten in den Bayerischen Alpen. Auf gut gesichertem Steig geht es über 29 Brücken, Treppen und durch Tunnels durch die beeindruckende Schlucht. Unter unseren Füßen stürzt der kristallklare Wildbach über Wasserfälle, durch Gumpen und Kaskaden zu Tal.
Nach gut 200 Höhenmetern weitet sich im oberen Abschnitt die Schlucht an der Theresienklause zu einem sanften Tal. Hier oben stoßen wir auf eine Schulklasse mit ihrem Lehrer, der uns auf die Marienheilquelle ganz in der Nähe aufmerksam macht. Am Rande des Tales führt ein schmaler Steg in etwa 10 Minuten zu dieser Quelle, über der schützend eine Steinplastik der Maria ihre segnende Hand erhebt. Nachdem einige sich an dem fließenden Quellwasser erfrischen oder es in eine Flasche abfüllen, verlassen wir den heiligen Platz und kehren zur Talsperre an der Theresienklause zurück. Einige Wanderfreunde trennen sich hier und setzen die Wanderung zur spätbarocken Marienwallfahrtskirche auf dem Ettenberg fort. Von dort steigen sie später auf steilem Pfad zur Kugelmühle hinab. Die anderen erreichen von hier in etwa 20 Minuten den auf einem Hochplateau liegenden "Gasthof Dürrlehen" mit Blick auf Watzmann, Rauher Kopf und Kneifelspitze. Das sonnige Herbstwetter erlaubt es, auf der Terrasse zu essen und Kaffee zu trinken. Der Abstieg führt auch uns auf sicherem Weg in etwa einer Stunde zur Kugelmühle zurück. Mit dieser letzten Wanderung und einem harmonischen gemütlichen Abend bei Wein, Bier und viel Wanderlatein ging die Woche im Haus Panorama zu Ende. Weiterhin sollten wir auf Goethe hören, der schon vor 200 Jahren alles wußte:

" Bleibe nicht am Boden haften, frisch gewagt und frisch hinaus!
Kopf und Arm mit heitern Kräften, überall sind sie zu Haus;
wo wir uns der Sonne freuen, sind wir jede Sorge los;
daß wir uns in ihr zerstreuen, darum ist die Welt so groß."

HJL




2010


Auf knirschendem Schnee im Wolfhager Land

Rund zwanzig Wanderinnen und Wanderer brachte der Bus gegen neun Uhr nach Wolfhagen und Viesebeck, den Ausgangspunkten der Wanderungen. Die A - Gruppe startete in Wolfhagen.

Nach Nordwesten hinaus verließen wir auf dem Volkmarser Weg die Stadt, das Zeichen ein V, kreuzten einen Bach und die Bahntrasse, die zur Kaserne führt und gelangten dann in freies Feld. Auf dem ausgefahrenen Weg mussten sich alle auf den Grund konzentrieren, denn es war teilweise sehr glatt und die Stöcke waren eine gute Hilfe. Das Wetter spielte mit, zumindest war es trocken und es gab auch keinen Schneefall. In Viesebeck verließen wir das V und liefen nun auf dem Rechteck nach Westen vorbei an der Nachtigallenburg bis wir im Wald auf das umgekehrte T trafen. Der
Weg war nun etwas leichter zu begehen, da weniger Glatteis, sondern mehr Harsch auf dem Weg lag. Dann ging es nach Norden Richtung Volkmarsen durch Lütersheim, nun auf der Raute bis zur Fürstenburg, östlich um den Tentenberg - es ging ganz schön bergab und der Schnee gab unter den Schuhen nach - bis wir wieder zurück auf den Weg mit der Raute kamen. Beim Austritt aus dem Wald verließen wir

                            Es waren sieben, die anderen sind im Gänsemarsch dahinter

die Raute und folgten nun dem weißen Punkt hinauf zur Scheidwarte. Der Ausblick war wegen der Witterung - es war sehr diesig - nicht gut. Dennoch verließen wir sie guten Mutes nun wieder dem V folgend, denn noch eine knappe Stunde und das Ziel würde erreicht sein. Durch das Naturschutzgebiet, das sicher zu anderen Jahreszeiten einen freundlicheren Anblick bieten würde, hinab durch einen Vorort Volk-marsens erreichten wir die Stadt und unsere Einkehr. Und dann im Warmen - es war uns unterwegs auch manchmal ganz schön warm geworden - gab es gegen Durst und Hunger, was wir nun brauchten.

Die Wanderung war trotz der Witterung und der Wegeverhältnisse schön, durch eine Winter-landschaft zu wandern mit all seinen schwierigen Verhältnissen mit netten Mitwanderern, mit denen man sich gut unterhalten konnte oder auch nicht, wenn man wollte.

Ein herzliches Danke an die Wanderführer, die noch kurz vor der Wanderung die Wege auf Begehbarkeit geprüft hatten, auch für die gute Wahl der Einkehr. Gegen 16 Uhr führen wir zurück und im Bus machte so mancher die Augen zu. Wie sagte Ruth: heute müssen wir 5 km wegen des Schnees draufschlagen. Daher.
KK



Von Neukirchen nach Alsfeld

Am 13. Juni wanderten 35 Wanderinnen und Wanderer auf der letzten Etappe des Löwenwegs von Neukirchen nach Fritzlar und erhielten zum Abschluss die Wanderplakette, den Hessenlöwen.



Wanderer am Ziel in Alsfeld am Marktplatz

Auf wunderschönen Wanderwegen, nach anfänglichen Irritationen der Wanderführer, und herrlichen Ausblicken in das nordhessische Bergland wanderten wir zum Ziel, der ehemaligen Kaiserstadt mit seiner bezaubernden Fachwerkaltstadt Alsfeld. Ein kleiner Rundgang war an diesem Tag nicht möglich, da der letzte Tag der Kulturtage der Stadt mit viel Musik und vielen Besuchern den Marktplatz ausfüllte. Nach einer guten Einkehr mit gutem Essen brachte uns der Bus am frühen Nachmittag nach Fuldatal zurück. Einen herzlichen Dank an die Wanderführer Ruth und Hubert Brostmeyer und Ruth Schwanz für diesen schönen Tag
KK


Wandertreffens 2010 des HWGHV Gesamtvereins

Am Sonntag, dem 27. Juni, fanden sich dann doch eine kleine Gruppe von 10 Wanderinnen und Wanderern zum Besuch des Wandertreffens des HWGHV Gesamtvereins, der in diesem Jahr vom Felsburgverein in Felsberg ausgerichtet wurde. Es war ein richtiger Sommertag, was wir noch fühlen würden.
Mit Fahrgemeinschaften, ein Konvoi von 3 Pkw, erreichten wir Felsberg und standen vor dem Aufstieg zur Felsburg.


Die Teilnehmer unterhalb der Nikolaikirche

Angekommen auf dem Festplatz nahmen wir am Gottesdienst teil und anschließend an den angebotenen Wanderungen und Besichtigungen. Und dabei wurde uns die Wärme es Tages bewusst. Es waren beeindruckende Aussichten unterwegs bei der Wanderung zum nördlichsten Weinberg Deutschlands in Böddiger und wieder zurück zur Felsburg. Nordhessen ist doch schön. Und unterwegs ergaben sich viele Möglichkeiten mit Wanderern aus anderen Wandervereinen zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen. Zurück gab es Mittagessen, Getränke und Kaffee und Kuchen, sogar ein Eismann war mit seinem Wagen auf dem Festplatz. Darüber hinaus Standen Zelte und Stände mittelalterlicher Handwerke neben unserem Festzelt, die auch viele anregten dort einmal hereinzuschauen. Nach den Grußworten der Veranstalter und Ehrengäste wurden die Wimpel überreicht.


Unser Wimpelträger Horst Müller mit dem neuen Wimpel

Nach der Wimpelübergabe gab es einen schnellen Aufbruch, denn es spielte Deutschland in Südafrika bei der WM. Doch die Veranstalter hatten das Programm ja darauf abgestellt. Ein schöner Tag zur Begegnung mit Freunden aus den Nachbarvereinen war vergangen.
KK



Im Diemelland von Körbecke nach Zwergen

Am Sonntag, dem 4. Juli, trafen sich etwa dreißig Wanderinnen und Wanderer an den Treffpunkten in Ihringshausen, Simmershausen und Vellmar, um mit dem Bus nach Körbecke zu fahren, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Der Himmel war bedeckt, sodass wir erwarteten, nicht einen so heißen Tag zu erleben wie den Vortag. Außerhalb des Ortes stiegen wir aus und begannen die Wanderung auf einem Feldweg, der uns geradewegs an einer Scheune vorbei und zum Schluss an ein paar Häusern "Vor dem Walde" in eben diesen Wald führte. Die Lerchen sangen über den Feldern und am Wegesrand stand das Johanniskraut in Blüte. Die Gruppe aus Vellmarern und Fuldatalern verstand sich gut und es gab angeregte Gespräche über allerlei Dinge.


Wandergruppe auf dem Weg zum Grillplatz

Als wir aus dem Wald traten, sollte uns eine herrliche Aussicht erwarten, doch es war hierzu zu diesig. Über den Steinberg führte der Weg dann hinab nach Liebenau, dem kleinen Städtchen - Stadt seit dem Jahre 1290 - mit schönen Fachwerkhäusern und dem ehemaligen Sitz der von Pappenheim. Hier machten wir an der Diemel auf den dortigen Bänken bei dem Rauschen des Flusses Rast und konnten dabei mehreren Kanuten zusehen, wie sie ihre Boote zu Wasser ließen. Über den Fluss führte uns der Weg vorbei am ehem. Sitz der von Pappenheim und der Kirche durch den Ort und dann wieder in die Höhe um den Hopfenberg herum auf einen Wiesenweg - schon wieder sahen wir weiße Kühe auf einer Weide stehen - und bald schon sahen wir unten im Tal der Warme den Ort Zwergen liegen. Nun trat die Sonne bald das eine oder andere Mal aus den Wolken hervor. Der Weg führte durch Zwergen hindurch zum Grillplatz hinauf, wo uns das Bewirtungsteam mit herrlichem Bratenduft und Getränken erwartete. Nach dem Essen, Bratwurst und Steak mit Kartoffelsalat unseres Wanderfreundes Köppler und vielen Gesprächen gab es auch noch Kaffee und Kuchen, gebacken von vielen Wanderfreundinnen, sodass wir uns recht verwöhnt fühlten. Um 17 Uhr stand der Bus bereit um die gesättigten Wanderer wieder nach Hause zu fahren. Es war ein schöner Tag. Dank an die Wanderführer für die schöne Wanderung, Dank an das Bewirtungsteam, das uns den Nachmittag mit leckerem Essen und Kuchen verschönt hat.
KK



Tuniberg und Feldberg erwandert

Zur Fahrt zum 110. Deutschen Wandertag in Freiburg trafen sich am 05.08.2010 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde aus den Vereinen Fuldatal, Vellmar und Melsungen zur gemeinsamen Anfahrt nach Wolfenweiler, wo wir im Hotel "Zum Ochsen" sehr gut untergebracht waren.
Zum Ochsen Die Anfahrt ging, von einem kleinen Stau und einigen Regenschauern abgesehen, zügig voran, so dass nach der Ankunft noch genügend Zeit vor dem Essen zur Entspannung blieb. Nach dem Essen traf sich die Gruppe im Weinkeller, wo uns Herr Hendel, ein Theologe, Wissenswertes über den Schwarzwald, die Menschen, Traditionen und Lebensweisen in interessanter, humorvoller Weise vermittelte. Am zweiten Tag sind wir zu einer Wanderung von Munzingen über die Erentrudiskapelle nach Merdingen aufgebrochen, geführt durch Herrn Staub, einen örtlichen Wanderführer, der uns durch die Weinberge rund um

Unser Standquartier "Zum Ochsen"     

den Tuniberg führte und viel Wissenswertes über den Weinbau und die Landschaft erzählte. Das Wetter war gegenüber dem Anfahrtstag konstant schön.

Die Nichtwanderer fuhren nach Freiburg und nahmen an einer Stadtführung teil, der Nachmittag stand ihnen dann zur freien Verfügung. Nach dem Abendessen war zu einer Weinprobe im Weinkeller geladen. Es wurden örtliche Weine verkostet und Allerlei über Weine und ihre Verarbeitung vermittelt.
Am Samstag hat sich eine Gruppe unter Führung von Herrn Staub den Feldberg als Ziel gesetzt. Trotz des steilen Aufstiegs und der teilweise schwierigen Wegverhältnisse ließen sich zwei Damen aus Melsungen mit 90 Jahren nicht abschrecken daran teilzunehmen. Die Wanderung führte über sehr schöne abwechslungsreiche Wege um den Feldsee bis zur Baldenweger Hütte, wo Rast gemacht wurde. .
Danach führte der Weg zunächst hinauf auf steilen Serpentinenpfaden auf etwa 1300 m, dann gemächlich


                   Rast an der Baldenweger Hütte

bis in die Nähe des Feldbergturms, den wir links hinter uns liegen ließen, und dann bergab zurück zum Parkplatz, wo der Bus uns zur Rückfahrt aufnahm.

Die zweite Gruppe fuhr weiter zum Titisee und verbrachte dort den Tag zur freien Verfügung. Am Abend sorgte eine Zweimannkapelle für vergnügliche Stunden und auch die Tänzer kamen auf Ihre Kosten.

Am Sonntag fuhren wir schon um 9:00 Uhr nach Freiburg; nach einem kurzen Stadtrundgang war es an der Zeit, den Bollerwagen aufzubauen und zu schmücken.

Um 14:00 Uhr begann der Festzug und wie jedes Jahr erfuhr der Wagen mit dem Riesenrucksack große Aufmerksamkeit und war ein interessantes Objekt für die Fotografen die am Straßenrand den Festzug verfolgten. Am Ende des Festzuges nach dem Wimpelempfang ging es zurück in unser Hotel, denn nach dem Abendessen war Packen angesagt. Der Tag klang aus mit einem Besuch im Biergarten.

Am Montag pünktlich um 9:00 Uhr haben wir die Heimreise angetreten und haben Dank der sicheren Fahrweise unsers Busfahrers Ralf wohlbehalten unseren jeweiligen Heimatort erreicht.

Unser Dank geht an die Organisatoren dieser Reise: H. Brackmann, F. Hobein und K.A. Kremin.
HB

Die letzten Handgriffe                  



Fuldataler beim Umzug in Freiburg



Glückliche Sylt-Wanderer blicken zurück

Die Götter schütteten all ihre Tränen vom Himmel, als unsere 41-Sylt-Wanderer auf der Rückfahrt des Auto-Reisezuges über den Hindenburgdamm in Richtung Festland fuhren.

Wir blickten zurück auf eine wunderschöne Freizeit im Jugendseeheim des Landkreises Kassel. Dieses liegt in Mitten des Naturschutzgebietes Klappholtal zwischen Kampen und List. Am Anreisetag, Samstag, dem 18.09., empfingen uns noch herbstliche (Sand-) Stürme, peitschende Wellen, schwarze Wolkengebilde … und dann folgte eine wanderfreundliche spätsommerliche Schönwetterwoche.

Bei traumhaften Sonnenaufgängen begrüßten die Frühaufsteher den Tag mit Joggen und Yoga, einige sogar mit kurzem Eintauchen in die noch 15° "warme" Nordsee.

Nach dem Frühstück gab es dann jeweils die bewährten geführten Touren für die erstmaligen Syltreisenden mit unserer Reiseleitung Liesel und Jürgen Huisinga und einigen bewerten Syltkennern. Natürlich machten sich parallel dazu auch erfahrenere Syltbesucher auf eigene Faust auf zu Zielen wie Morsum, Keitum, das Rote Kliff oder den Ellenbogen.

Wer die Fernsicht liebte, kam am Morsumer Kliff-Restaurant beim " Frühstück mit Blick auf die Zugspitze" auf seine Kosten. Die naheliegenden Zug-Gleise waren des Lösung!

Die erste geplante große Tour sollte auf die Hallig Hooge, der "Königin der Halligen" im Naturschutzgebiet nordfriesisches Wattenmeer führen.

Ein Höhepunkt war der Bus-Ausflug mit der "Sylt-Fähre" nach Dänemark. Dank vorzüglicher Reiseleitung wissen nun alle Teilnehmenden, wie die Land-gewinnung in den "Marschen" gelingt, wie moderne Deiche auch den zuneh-menden Fluthöhen trotzen sollen und dass nur die Königsfamilie und der Speditions-Milliardär Moeller nicht geduzt werden dürfen.

In dem dänischen Städtchen Riepe, das auf eine 1300jährige Geschichte zurückblickt, konnte das "Wikinger Museum" besichtigt werden, in dem auf anschauliche Weise das Leben dieses reisenden Seevölkchens präsentiert wurde. Die Wikinger drangen bis nach Byzanz, Südeuropa und sogar bis Nordamerika vor.

Wer noch weiter zurück blicken wollte, der kam in dem 2009 im Hafen von List eröffneten "Erlebniszentrum Naturgewalten" auf seine Kosten. Unser Heinrich Liebehenz drehte mal eben im Modell die Erdgeschichte um 650 Millionen Jahre zurück, bis Australien, Afrika, Amerika und Europa sich wieder zu einem Kontinent verdichtet hatten. Da fühlt man sich mit seinen stolzen 80 Jahren doch wie der jüngste Wimpernschlag der Natur….

Ebenso begeisterte die Besucher/innen das Meeresmuseum "Sylt-Aquarium", fischkundig geführt zwischen den Süss- und Salzmeeraquarien von unserm Mitreisenden V. Wambach.

Für Kulturinteressierte gab es abendliches Singen und Spielen, Einüben von Sketchen oder auch den Besuch eines Kabarettabends mit Manfred Degen in Westerland und eines Liederabends mit der Band der Heimleiterin Frau Horn in Kampen.
M.G.



Hüttenabend 2010

"Vor 30 Jahren fing es an" - unter diesem Motto feierten über 100 Mitglieder und geladene Gäste unseren diesjährigen Hüttenabend zum 30jährigen Jubiläum unseres Vereins.

Der Vorsitzende Klaus Kremin begrüßte alle Anwesenden, namentlich die Vertreter der befreundeten Vereine, insbesondere die Ehrengäste, Bürgermeisterin Anne Werderich und den Vorsitzenden des Gesamtvereins Roland Petrowsky. Anschließend nahm er die Ehrung von sieben Vereinsmitgliedern für langjährige treue Mitgliedschaft vor:


Für 25 Jahre Werner Billigmann. Für 10 Jahre Rosemarie Weitz und Dieter Gentzsch
nicht anwesend: Christa Drusche, Ingrid Haus und Anni Schrödter.

Frau Werderich überbrachte die Glückwünsche der gemeindlichen Gremien. Sie nahm danach als besondere Ehrung die Auszeichnung des langjährigen Wanderwartes unseres Vereins Hilmar Brackmann mit der Sportler-Ehrennadel der Gemeinde Fuldatal vor und überreichte einen Blumenstrauß.


Auszeichnung des langjährigen Wanderwartes

Herr Petrowsky überbrachte die Grüße des Gesamtvereins und nahm anschließend die Ehrung der langjährig im Vorstand und als Wanderführer, Wegezeichner und in anderen Funktionen tätigen aktiven Mitglieder vor:
Die Ehrennadel in Silber erhielten Reinhard Frenzel und Klaus Kremin.


Die Ehrennadel in Gold erhielten Gaby Dietrich, Jürgen Huisinga, Gisela Müller, Manfred Schweitzer und Heinz Zänkert.


Die Ehrenurkunde erhielten Gerhard Goldmann, Marga Hobein, Friedrich Hobein, Walter Makarowski und Horst Müller.

Ein leckeres warmes Buffet leitete dann zum gemütlichen Teil des Abends über.
Dann brachten zunächst Ursula Gühne und Gerhard Goldmann aus Anlass des 30jährigen Vereinsjubiläums einen Rückblick auf die vergangenen Jahre mit Geschichte und Geschichten unseres Vereins.
Sie sprachen von unseren schönen Wanderungen, z.B. im Advent und zum Jahresabschluss, von den früheren Hüttenabenden, den Wanderfahrten im Mai und den beliebten Aufenthalten auf Sylt und in Schönau. Nicht zu vergessen unsere Besuche der Jahreswandertreffen; hier war der von unseren Bastelfrauen gefertigte Wanderrucksack, der auch im Saal überaus dekorativ aufgebaut war, eine viel beachtete und fotografierte Attraktion. Da wurden vielfach Erinnerungen wach: "Ach ja, so war das früher!".
Die Musik unseres Alleinunterhalters Mario Gassmann war ganz nach dem Geschmack des Publikums, schön zum Tanzen, aber doch so dezent, dass die Nichttänzer nach Herzenslust schnuddeln konnten. Er verstand es aber auch, die Zuhörer in die Unterhaltung einzubeziehen, z.B. bei dem Märchenspiel "Dornröschen". Die dazu berufenen "freiwilligen" Darsteller aus dem Publikum in ihren fantasievollen Kostümen machten ihre Sache so gut, dass der Saal vor Begeisterung tobte.
Schließlich kündigte Klaus Kremin eine ganz besondere Attraktion an mit den Worten:
"Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um namhafte Künstlerinnen und Künstler, bekannt aus Funk und Fernsehen, zu uns auf die Bühne zu bekommen."
Von Katja Ebstein (Theater, Theater), Drafi Deutscher (Marmor, Stein und Eisen bricht,,) und Trude Herr (Ich will keine Schokolade) bis Tina Turner (The Best) und Brunner und Brunner (Wir sind alle über 40) waren alle Schlagergrößen vertreten. Das Publikum spendete rauschenden Beifall und Klaus Kremin übergab jeder der Darstellerinnen aus der Gruppe "Golden Tuspo - Girls" aus Kaufungen für die glänzende Darstellung in ihrer Play Back Show eine Rose.

Insgesamt war es ein gelungener Abend. Dank an Alle, die die Veranstaltung vorbereitet und gestaltet haben.
JH, Photos: UH


2011


Winterwanderung im Regen

Für die erste Wanderung im Jahre 2011 von Hohenkirchen nach Friedrichsthal hatten sich die Wanderfreunde aus Fuldatal nach der weißen Weihnacht und dem Jahresbeginn mit Schneemassen ohne Ende darauf eingestellt, durch hohen Schnee stapfen zu müssen - aber es kam ganz anders. Einsetzendes Tauwetter hatte die weiße Pracht weggeschmolzen und die Wanderung von Hohenkirchen (A-Gruppe) und Burguffeln (B-Gruppe) begann in Regen und Dunst. Das tat aber der guten Stimmung keinen Abbruch, zumal pünktlich um 11 Uhr der Himmel aufklarte und der Regen nachließ.

Obwohl die Wanderstrecke im Raum Grebenstein und damit in unmittelbarer Nachbarschaft von Fuldatal verlief, bekamen wir unbekannte, aber interessante und imponierende Baulichkeiten zu sehen: So in Burguffeln eine frühere Burganlage, heutige Domäne mit einer Wehrkirche und in Schachten das sauber und gut erhaltene Rittergut derer von Schachten. Am Ortseingang von Schachten begrüßte uns eine sehenswert gewachsene uralte Eiche.


Die A-Gruppe vor dem Naturdenkmal.

Auf unserem Wanderweg konnten wir zunächst beobachten, wie weit die Erdarbeiten an dem geplanten neuen Flughafen Calden schon gediehen sind und fast auf der ganzen Strecke hatten wir einen schöne Ausblicke auf die umliegenden Ortschaften und Bergrücken.

Am Ziel in Friedrichsthal angekommen konnten wir uns zunächst einmal bei Glühwein und heißer Suppe aufwärmen, um dann mit einer üppigen Schlachteplatte unseren Hunger zu stillen.
Insgesamt war es eine erlebnisreiche Wanderung, für die wir unseren Wanderführern Andrea Schmidt, Klaus Kremin, Frieder Hobein und Artur Mandel ein herzliches Dankeschön sagen.
JH.


Wandern um die Autobahn A7

Unsere Seniorenwanderung am 22. Februar 11 begann am Gasthof "Zum Krug" in Lippoldshausen. Es war frostig, dennoch hatte sich eine große Schar Wanderfreundinnen und Wanderfreunde eingefunden, die an diesem herrlich sonnigen Tag mitgehen wollten. Wir verließen den Ort nach Süden und trafen am Dorfrand auf eine Überraschung: die Straße war auf voller Breite aufgerissen, sodass wir am Rand entlang oder über den rohen Grund gehen mussten. Dann folgten wir dem Weg weiter und bogen auf der Höhe nach rechts ab. Hier im freien Feld merkten wir, dass doch noch ein Wind ging, der ein wenig unangenehm war. Doch bald ging es bergab und es war besser.


Die Wandergruppe hat Lippoldshausen verlassen

Unter uns glitzerte die Werra im Sonnenlicht. Bald erreichten wir die Werratalbrücke unter der wir am Widerlager eine Tafel zur Geschichte der Brücke fanden, auf der wir lesen konnten, wann sie entstanden und wieder neu gebaut wurde. Der nächste Halt war der Werrablick, eine kleine freie Stelle über der Werra mit freiem Blick auf den Werrabogen Richtung Hedemünden mit dem dortigen Campingplatz. Und hier eine neue Überraschung, die Wanderführer Helma und Heinz Zänkert gaben einen Schnaps aus auf ihre kurz zurückliegenden Geburtstage. Nach diesem Halt liefen wir parallel zur A7, die wir links weit ab liegen sahen, bzw. die Autos darauf fahren sahen. Dann ging es bald links ab und unter der Autobahn hindurch. Jetzt sahen wir schon Lippoldshausen vor uns und hinab führte der Weg auf die Hauptstraße und dann zu unserem Ziel. Wie gewohnt war das Essen zu aller Zufriedenheit und die heiteren Gespräche mit lautem Lachen zeigten, dass alle zufrieden waren mit Verlauf der Wanderung. Hierfür danken wir den Wanderführern Helma und Heinz Zänkert.
KK.


Von der barocken Hafenstadt Karlshafen durch Orte mit hugenottischer Geschichte

Am vergangenen Sonntag entließ uns der Bus gegen 9 Uhr am Hafenbecken in Karlshafen vor der streng geplanten Kulisse von Rathaus und Bürgerhäusern. Auf dem Fuldahöhenweg X17 verließen wir bald den Ort Richtung Helmarshausen. Der Weg führte auf Asphalt leicht bergan. Das Wetter war uns gut gewogen. Nach wenigen Wolken schien bald die Sonne. Kurz nach Helmarshausen trafen wir auf den Reinhardswald - Westweg. Bald hinter dem Ort ging es bergauf in den Wald. Die Wege erforderten nun unsere ganze Aufmerksamkeit, denn es lagen Äste darauf, Steine lagen unter dem raschelnden Laub und es gab auch einige Hürden zu überwinden, nicht weggeräumte Baumkronen lagen quer über unserem Wanderweg.
Wir Querten die Holzape und staunten über das viele Schmelzwasser, das rechts und links des Weges die Wiesen füllte. Bald erreichten wir unseren nächsten Ort und sahen bald die Trendelburg vor uns liegen. Beim Verlassen des Ortes machte uns eine Tafel des Eco-Pfades neugierig und wir lasen sie in der Nähe der Holzriesin der Trendula.


Die Wanderer an der Trendula

Wir hatten ein Stück des Kanals gesehen, den Landgraf Carl von Kurhessen hatte errichten lassen, um die Stadt Hann. Münden zu umgehen wegen derer Stapelrechte, die richtig Geld kosteten. Nun ging es im Diemeltal Richtung Stammen. Wir querten den Ort mit seiner gedrungenen Kirche. Danach nahmen wir noch Gelegenheit uns den Wirtschaftshof des Schlosses Stammen anzusehen, in dem ein Gasthof besteht. Wir verließen Stammen auf einem Rad- und Fußweg, der uns schnurgerade nach Hümme führte, rechts und links das erstaunlich breite Diemeltal.
In Hümme war unsere Einkehr "Zum Stern". Dort erwarteten uns schon die Wanderer der B-Gruppe. Essen und Trinken waren gut. Die Wanderer waren zufrieden. Es war eine gut vorbereitete Wanderung bei bestem Wanderwetter. Wir danken den Wanderführerinnen und Wanderführern für diesen erlebnisreichen Tag.
KK.


Neuwahlen auf der Jahreshauptversammlung 2011

Am 11. März fand die diesjährige Hauptversammlung statt. Der Vorsit-zende begrüßte wieder die zahlreich erschienenen Mitglieder - es war die Hälfte aller Mitglieder - und bat anschließend, sich zu erheben und der Verstorbenen zu gedenken.
Danach folgten die Berichte des Vorstandes und der Beiräte. Als erstes berichtete der Kassenwart G. Lauff über die Einnahmen und Ausgaben des Jahres und stellte die Zahlen der Vorjahre gegenüber. Ferner verwies er darauf, dass die Mitgliederzahlen zurückgegangen seien, was auch zu einem Rückgang der Einnahmen führte bei erhöhten Ausgaben an den Gesamtverein.
Der Wanderwart H. Brackmann stellte den Wanderplan 2010 vor und berichtete, dass Ursel Weinreich 302 km, Anita König 261 km und Andrea Schmidt 246 km gewandert sind. Bei den Männern waren es Heinrich Liebehenz mit 340 km, Klaus Kremin mit 312 km und Heinrich Brandt mit 296 km. Danach gab er einen Ausblick auf das Jahr 2011.
Der Wegewart F. Hobein erläuterte, das in 2010 ca. 325 km Wege gezeichnet wurden und in der Zeit von 2008 bis 2010 insgesamt rd. 800 km. Danach erläuterte er auch die darüber hinaus gehenden Arbeiten, wie Wegweiser erneuern oder nacharbeiten, neu errichten und pflegen.
19 Wegezeichner haben sich in 2010 an den Arbeiten beteiligt. Das ist im Verhältnis zu anderen Vereinen eine große Zahl. 2 Wegezeichner scheiden zum Jahresende aus, sodass in 2011 noch 17 Mitglieder diese Arbeiten ausführen werden, das entspricht etwa 10% der Mitglieder.
Der Bau- und Hüttenwart M. Schweitzer beschrieb die Arbeiten des vergangenen Jahres in üblicher Kürze.
Der Naturschutzwart R. Frenzel erzählte von den Veranstaltungen des vergangenen Jahres und gab einen Ausblick auf 2011.
Der Beirat für Kultur J. Henneberg berichtete über die Fahrten und Veranstaltungen des Jahres 2010 und stellte die Planungen für 2011 vor.
H. Endricht referierte über die Veranstaltungen des vergangenen Jahres.
Danach bedankte sich der Vorsitzende bei den Verantwortlichen für die Vorträge und die in 2010 geleistete Arbeit.

Die Kassenprüfer berichteten, dass die Kasse ordentlich geführt worden ist und stellten den Antrag, den Vorstand für das Jahr 2010 zu entlasten. Dieser Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Nun stellte der Vorsitzende den Jahresplan 2011 vor, der von der Versammlung einstimmig angenommen wurde.

Es wurde der Wahlvorstand mit dem Vorsitzenden Karl Meiss gewählt. Er führte die folgenden Wahlen mit Routine durch. Das Ergebnis: Vorsitzender Klaus A. Kremin, Stellvertretender Vorsitzender Jürgen Huisinga, Kassenwart Gerhard Lauff, Schriftwart Artur Mandel, Wanderwart Hilmar Brackmann, Wegewart Frieder Hobein, Bau- und Hüttenwart Manfred Schweitzer, Naturschutzwart Reinhard Frenzel, Kulturwart Joachim Henneberg, Stellv. Schriftwartin Gaby Dietrich, Stellv. Kassenwartin Andrea Schmidt, Beauftragte für Spaziergänger Emmi Eberhardt und Heinz Zänkert und als Beirat für bes. Aufgaben Johannes Scheffer. Als neue Kassenprüfer wurden gewählt Karl Berninger und Karl Dietrich.

Danach wurden die kommenden Deutschen Wandertage, die Mehrtagesfahrten und -freizeiten vorgestellt und der derzeitige Stand zur Planung des diesjährigen Hüttenabends, der mit eigenen noch nicht festliegenden Beiträgen gestaltet werden wird.
Die Geburtstagsbesuche werden nach einstimmigem Beschluss in Zukunft bei 70 Jahren, 80 Jahren und dann alle 5 Jahre durchgeführt.

Mit der Ermahnung, sich an die Wanderordnung zu halten, und Dank an die Mitglieder schloss der Vorsitzende die Versammlung.
KK.


Fahrt nach Hameln

Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir am Sonntag, den 10.4.2011 mit 44 erwartungsvollen Personen über Warburg, Brakel und Blomberg nach Hameln. Links und rechts der Weser, eingebettet in sanften Hügeln des Weserberglandes liegt Hameln, die Stadt, die mit der Sage vom Rattenfänger untrennbar verbunden ist. Noch heute dreht der Rattenfänger täglich seine Runden am Hochzeitshaus, die Glocken spielen dazu das Rattenfängerlied.

Angekommen im Tourismuszentrum konnten wir im Film eine interessante Reise in das Reich der Weserrenaissance erleben. Im Rahmen der anschließenden Stadtführung sind uns die Sehenswürdigkeiten der unvergleichlich schönen Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern und kleinen, geheimnisvollen Gassen ausführlich erläutert worden. Natürlich erfolgte auch eine Einführung in das Geheimnis der Rattenfängersage.

Nach einem reichlichen Mittagessen vom Buffet blieb für jeden noch ausreichend Zeit, die Altstadt zu erkunden oder den Sonnenschein am Ufer der Weser zu genießen.

Unser nächstes Ziel war nach kurzer Fahrt das Schloss Hämelschenburg, ein Paradebeispiel der Weserrenaissance. Seit mehr als 500 Jahren ist die malerische Anlage im Privatbesitz der Familie von Klencke. Seit 1973 wird das Schloss als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch hier erhielten wir im Rahmen einer Führung interessante Informationen vom Bau der Schlosskapelle als erste Kirche Deutschlands für eine protestantische Gemeinde im Jahr 1563, sowie Bau des Wasserschlosses in den Jahren 1588 - 1613 und weiterer erheblicher Umbauten.

Nach einem kurzen Aufenthalt im Burgeigenen Cafe mussten wir leider wieder die Heimfahrt antreten. Entlang der Weser erhielten wir noch Hinweise u.a. auf Bodenwerder (Lügenbaron Münchhausen), Höxter (Kloster Corvey) und Fürstenberg (Porzelanmanufaktur). Leider ging der schöne Tag viel zu schnell zu Ende. Wir waren wieder gut im schönen Fuldatal angekommen.
A.H.


Eine kleine Einführung in die Geschichte Wolfsangers

Am Donnerstag, dem letzten des Monats April dieses Jahres, trafen sich Wanderer am Rathaus in Ihringshausen bei fast sommerlichem Wetter zu ihrer Wanderung in Wolfsanger. Was erwartete sie? Am Landhaus Meister angekommen, ging es zunächst Richtung Kassel einwärts bis zur Ampel. Wir überquerten die Wolfsanger Straße und im Handumdrehen waren wir im alten Wolfsanger, von dem wegen des zweiten Weltkrieges nur noch wenig stehen geblieben ist. Doch an dem, was noch verblieben ist, konnte unser Wanderführer Friedrich Hobein vieles für uns Neue erläutern zu den Höfen und dem Königshof, oder dem Bornhof, dem Ostaria - Brunnen und natürlich zu der Johanniskirche. Eine Wanderung bei schönstem Wetter mit vielen geschichtlichen Daten angereichert.

Die Einkehr im Landhaus Meister - wie zu erwarten - war zu aller Zufriedenheit. Zum Schluss: Herzlichen Dank, Frieder Hobein, für diese erlebnisreiche und schöne Veranstaltung.
K.K.


"Unterm Hühnerberg" oder "Um zwei Seen"

Am Dienstag trafen sich 44 Wanderinnen und Wanderer am Rathaus in Ihringshausen zu dieser Wanderung. Herrlicher Sonnenschein versprach eine schöne Wanderung im Vorfrühling. Um 1 Uhr ging es vom Parkplatz Erlenloch los, zunächst hinauf bis zu der dortigen Gaststätte, dann rechts ab auf einem mit Laub bedeckten Pfad parallel eines Forstweges, der jedoch nur selten benutzt werden konnte, da dort Holz geschlagen war und der Weg zerfahren war. Die Sonne blickte durch die nahezu unbelaubten Äste der Bäume. Bald trafen wir auf einen breiteren Weg, der wie Frieder Hobein uns erläuterte die frühere Wolfhager Straße gewesen ist, heute der Fulda - Diemel - Weg. Wir folgten diesem Weg auf der Höhenlinie bis zum Silberborn, bogen dort nach kurzem Halt nach links ab dem Zeichen Rundweg 28 bergauf folgend. An der nächsten Wegkreuzung bogen wir auf die 22 ab, die nun bergab durch den Wald führte. Anemonen blühten dort am Wegesrand, die ersten Frühlingsboten des Waldes.


Die Wandergruppe auf der alten Wolfhager Straße

Wir kamen an einem Teich mit Pumpenhaus der Wasserwerke Harleshausen vorbei und bogen nun zur Nekropole ab, links lag der Blaue See. Unser Wanderführer erläuterte uns die am Wegesrand stehenden und liegenden Male der Nekropole. Nach einem Abstecher zum "Lebensfluss" Rune Mields und dem "Denkort" Ugo Dossis ging es zurück auf einem schönen Waldweg bergab an der Stelle des Wasserwerks vorbei nun zurück zum Erlenloch, das wir gegen Uhrzeigersinn umrundeten, bis wir dann bergab unsere Fahrzeuge auf dem Parkplatz Erlenloch erreichten. Den Hühnerberg haben wir nicht gesehen, denn er versteckte sich hinter den Bäumen.

Nun fuhren wir zur Einkehr bei "Papen Änne". Die Tische waren vorbereitet, bald kamen die Getränke und dann der Schmaus, den sich jeder bestellt hatte. Es war eine recht große muntere Runde, die zusammen saß.

Hilmar Brackmann dankte den Wanderführern Ruth Schwanz und Klaus Kremin für diese schöne Wanderung, die auch allen gut gefallen hatte, was man am nachfolgenden Applaus erkennen konnte. Hier noch ein Danke an die Wanderer von den Wanderführern: Mit Euch wanden wir gerne wieder.
K.K.



Wegweiser restauriert

Im März dieses Jahres haben unser Wegewart Frieder Hobein zusammen mit Hubert Brostmeyer, ein eingespieltes Team, die Wegweiser am "Großen Stern", am Gahrenberg


Der Wegweiser ist nun fertig

und am "Roten Stock" im Reinhardswald wieder auf Vordermann gebracht. Dazu war es erforderlich die Schilder abzumontieren, teilweise unter erschwerten Bedingungen, weil die Schrauben eingerostet waren, sodass nur mit dem Sägeblatt gearbeitet werden konnte. Danach wurden die Schilder einer längeren Behandlung unterzogen. Zunächst wurden sie neu gestrichen, die eingefrästen Schriftzüge mehrmals mit weißer Farbe nachgemalt. Erst nach diesen Arbeiten konnten sie wieder an den Pfählen befestigt werden.


Frieder Hobein mit dem letzten Schild

Am "Roten Stock" jedoch war der Pfahl am Fuß morsch, sodass er neu aufgestellt werden musste mit Stahllaschen in einem Betonfundament, das hieß Loch ausheben, Pfahl mit den Stahllaschen einstellen, Beton einfüllen und erst danach konnten die Wegweiser wieder montiert werden.

Nun hoffen wir, dass diese Wegweiser - auf der Rückseite war die Jahreszahl 1982 geschrieben - wieder den Wanderern im Reinhardswald die richtige Richtung zeigen. Nach fast 30 Jahren war es Zeit hier eine Erneuerung durchzuführen. Danke an die beiden Wegewarte.
K.K.


Das Wandertreffen in Niederkaufungen

Am Sonntag, dem 15. 05. 2011, trafen sich 14 Mitglieder des HWGHV zur Teilnahme am Wandertreffen des HWGHV Gesamtvereins im Losseort Niederkaufungen zunächst zum Gottesdienst in der schönen Klosterkirche, um danach an den drei verschiedenen Wanderungen teilzunehmen. Alle Wanderungen endeten im Festzelt.
Dort gab es dann Gulaschsuppe oder Chili con Carne und auch wieder etwas zu trinken.


Unsere Teilnehmer am Tisch

Nach den Grußworten des Vorsitzenden des Gesamtvereins Roland Petrowsky, des Vorsitzenden des HGHV Niederkaufungen Franz Kuhlenkamp sprach Frau Kühne-Hörmann über die Verbindung von Kultur und Wandern. Danach begrüßte der Landrat Uwe Schmidt und der Bürgermeister Kaufungens alle aus Nordhessen angereisten Wanderinnen und Wanderer. Der Singkreis "Gute Laune" unterbrach mit fröhlichen Liedern die lange Reihe der Redner. Nach Kaffee und Kuchen und dem gemeinsam gesungenen Verbandslied, wurden die Wimpel zum Wandertreffen ausgegeben.
K.K.


Wimpelträger Horst Müller mit dem neuen Wimpel



Wanderfreizeit St. Englmar

St. Englmar? Wo liegt das?
Zu unserer diesjährigen Wanderfahrt vom 23.05.-28.05.2011 starteten fast 50 Wan-derer nach St. Englmar, wo wir im "Gasthof Buglhof" im Ortsteil Glashütt unterge-bracht waren. Die Anfahrt mit zwei Pausen verlief recht zügig, und bei der Ankunft war die Kaffeetafel schon für uns gedeckt. Danach Gepäck ausladen und Zimmer beziehen. Einige Wanderfreunde entschlossen sich vor dem Abendessen noch zu einem kleinen Erkundungsgang durch den Ort.

Geschichten der Region St. Englmar
Am Dienstag starteten wir unter Anleitung von Hubert, unserem örtlichen Wanderführer, vom Gasthaus aus nach St. Englmar, er erklärte uns auch den Brauch, Totenbretter aufzustellen, denen wir auf unseren Wanderungen immer wieder begegneten. Auf denen wurden früher die Toten im Hause aufgebahrt und nach drei Tagen aus dem Haus getragen. Dann kamen sie zu einem Schreiner, der sie verzierte, mit Namen und Spruch versah, damit sie aufgestellt werden konnten. Heute geschieht dies nur noch auf Wunsch der Hinterbliebenen. Vorbei an der Sommerrodelbahn ging es weiter zum Baumwipfelpfad, den wir uns durch einen Anstieg erarbeiten mussten. In 30 m Höhe konnte man, bei leicht schwankendem Wipfelpfad, nicht nur die gesamte Anlage übersehen, sondern hatten auch einen hervorragenden Ausblick weit in das Land des Bayrischen Waldes. Zu erwähnen ist auch, dass unser "Hubert" viel Wissenswertes und vor allem Interessantes über Bräuche und Geschichte zu berichten hatte. Nach dem Abendessen wurde eine Modenschau durch ein örtliches Modehaus vorgeführt, bei der auch der Seniorgastwirt seine Rolle als Model darbot.


Die Wandergruppe

Auf zum Bröller
Am Mittwoch führte uns unsere Wanderführerin Ruth Brostmeyer zum "Bröller". Nach dem Abstieg und einer nicht geplanten Zwischenrast in einem Ausflugslokal mit herrlicher Aussicht über den Bayerischen Wald ging es weiter auf einem schönen Waldweg zurück zu unserer Unterkunft. Die für den Abend angesagte Fackelwanderung wurde auf Grund der großen Trockenheit ohne Fackeln durchgeführt und Herr Bugl junior gab uns einen Überblick über die umfangreichen Freizeitanlagen in St. Englmar. Abends konnten sich einige Wanderfreundinnen- und Freunde beim Maßkrugstemmen unter großem Hallo und Anfeuerung beweisen.

Vier Tausender an einem Tag
Am Donnerstag schlossen sich unserer Gruppe noch eine Anzahl Wanderer aus dem Landkreis an. Unter Führung von Hubert fuhren wir mit dem Bus zum Einstieg unserer Wanderung. Über den "Rauhen Kulm" 1020 m ging es zum Hirschenstein 1095 m weiter über den Knogel 1056 m zum Hausberg von St. Englmar dem 1025 m hohen Predigtstuhl und zurück zum Buglhof. Nach dem Abendessen gab es einen "Bayrischen Musikabend", an dem sich die Wanderer mit Gesang und eigenen Einlagen beteiligten.




Bildunterschrift: Die Wandergruppe am Hirschenstein

Der Freitag fuhr die ganze Gruppe in die Tschechei nach Pilsen zur Brauereibesichtigung.
Kurzfilme und eine Führung durch die alte, stillgelegte Anlage vermittelten uns ein Bild was den Brauereiarbeitern in den früheren Jahren abverlangt wurde. Besonders beeindruckend war der Gang durch einen Teil der 9 Km langen Kellergewölbe, das ohne Maschinen von Hand ausgeschachtet werden musste und zur Lagerung des Bieres erforderlich war. Ein kleiner Umweg auf der Rückfahrt führte uns noch zu einer Bärwurzbrennerei. Am Abend gab es einen Vortrag über die Vorzüge der Dinkelkeimlinge und ihre gesundheitlichen Wirkungen.


Pilsener Bräu, vor dem alten Brauhaus

Leider ist die schöne Zeit wie im Flug vergangen und wir mussten Abschied nehmen von einem schönen Ort und einer einmaligen Landschaft und kehrten nach einer zügigen Fahrt mit vielen schönen Erinnerungen nach Fuldatal zurück.
Den Wanderführern und Initiatoren dieser Wanderung Ruth und Hubert Brostmeyer möchten wir recht herzlich für diese schöne Zeit und die gute Gestaltung dieser Tage danken, leider konnte Hubert nicht an der Reise teilnehmen, aber er war in unseren Gedanken immer dabei.
H.B.


Auf Kulturtour im Bayerischen Wald

Steinerne Geschichten
Am Dienstag startete die Gruppe der „Nicht so flotten“ und der „Kulturinteressierten“ zur Fahrt nach Regensburg, einer Stadt, die auf 2000 Jahre Geschichte zurückblicken kann. Und diese 2000 Jahre wurden uns von unserer Stadtführerin am Donauufer in 10 Minuten erläutert, mit Humor und spürbarer Liebe zu ihrer Heimatstadt. Dann ging unser Weg über die im 16. Jhdt. erbaute also älteste deutsche „Steinerne Brücke“ über die Donau in die Altstadt. Und mit Blick auf den bekannten Strudel im Donaufluss sangen wir das Volkslied „Als wir jüngst in Regensburg waren“.


Viele Bögen spannen über die Donau

Der Blick auf die Altstadt mit den vielen Wohntürmen, mit denen die Patrizier weithin sichtbar ihren Reichtum demonstrierten, ist beeindruckend. Häuserfronten und das alte Rathaus spiegeln die Geschichte wider, die sich von der Römerzeit über den „immerwährenden Reichstag“ bis zu Thurn und Taxis spannt. Schließlich beeindruckte uns stark der Dom St. Peter mit seiner imposanten gotischen Fassade und den mittelalterlichen Glasfenstern
Die Kaffee- bzw. Eispause auf der Rückfahrt zum Hotel rundete einen schönen Tag ab.

Licht, Glas und Glanz
Am Mittwoch genoss die C – Gruppe die Schönheiten des bayerischen Waldes bei strahlendem Sonnenschein und herrlicher Fernsicht. Wir erfreuten uns am Anblick der idyllischen Täler und grünen Wälder, der Wiesen und Bäche und Dörfer. Unsere erste Station war die „Gläserne Scheune“ in Viechtach. Wir alle waren überrascht von den riesigen künstlerisch gestalteten Glaswänden, die Geschichten und Sagen aus dem bayerischen Wald illustrierten. Und am wunderbar geschnitzten Scheunentor erfuhren wir, wie einfach diese Arbeit doch ist. Will man z.B. ein Pferd darstellen, schnitzt man einfach alles, was nicht nach Pferd aussieht, einfach weg. –
Der Bus brachte uns bergauf, bergab über enge gewundene Straßen nach Bodenmais ins Glasparadies der Fa. Joska, ein großes Areal mit Plätzen, Hallen, Gaststätten. Glaserzeugnisse aller Art und aller Farben und licht- und glanzsprühende Kristalle fesselten die Blicke.
Bei der Weiterfahrt konnten wir die Kette der bayerischen Berge, den großen und kleinen Arber, den großen und kleinen Osser und bis hinüber nach Tschechien sehen.
Anschließend umrundeten wir noch den Arber – See, zu Fuß! Wir sind ja Wanderer! Dann haben wir diesen schönen Tag bei einer Tasse Kaffee ausklingen lassen.

Geschichte und Glas unter den Füßen
Am Donnerstag stand für die „C – Gruppe“ die Stadt Passau und eine Donauschifffahrt auf dem Programm. Der Stadtführer begann den Rundgang am Donauufer und führte uns anhand der Hochwassermarken an den Gebäuden sehr deutlich vor Augen, dass die Bewohner seit Jahrhunderten bis heute immer wieder mal gegen Hochwasser zu kämpfen hatten und haben. Und wir sahen, mit welchen baulichen Sonderheiten man versucht, der Fluten Herr zu werden. Denn, wenn es schlimm kommt, steigt das Wasser auch bis in die Wohnetagen.
Der Kern der Altstadt, das Ratheus, der Dom, die bischöfliche Residenz, alles liegt eng beieinander und ist beim Rundgang schnell zu erreichen. Auch das Rätsel um die Jahreszahl 1499 an der Veste Oberhaus wurde gelöst. Man kann, um eine 4 zu schreiben, auch eine 8 halbieren. Also den unteren Bogen weglassen. Aha! Man lernt doch nie aus!
Das „Kristallschiff“, auf dem wir unsere 2-stündige Donaufahrt erlebten, war eine Überraschung. Es macht seinem Namen alle Ehre!



Auf dem Kristallschiff

70 000 Kristalle verzauberten die Innenräume. Es glitzerte und funkelte, verstärkt noch durch die Reflektionen durch Sonne und Wasser. – Man sagt, das Beste kommt zuletzt. Und wirklich! Wenn man sich auf der Donau Passau wieder nähert, sieht man links auf dem Berg über dem Inn die Türme der Walfahrtskirche „Maria Hilf“, rechts über der Donau die gewaltige Feste Oberhaus und mittendrin – wie auf einer grünen Insel liegend – das barocke Stadtbild Passaus mit seinen vielen Türmen. Ein Anblick, der in der Erinnerung bleibt.
U.G.



Besuch der Waldbühne Niederelsungen

Am Samstag, den 02.07.2011, fuhren wir mit 78 Wanderfreunden zur Aufführung des Stückes "Ben Hur" auf der Waldbühne Niederelsungen.

Die Geschichte des Christen und Aristokraten Judah Ben Hur spielt in der Zeit von der Geburt bis zur Kreuzigung Jesus. Es geht um die damalige römische Besatzung des heutigen Heiligen Landes, die jüdische Familie Hur und den römischen Soldaten Messala. Als der römische Gouverneur durch ein Unglück verletzt wird, verurteilt Messala Ben Hur zu lebenslanger Galeerenhaft. Ben Hur schwört, Rache an Messala zu nehmen. Nach einer spektakulären Seeschlacht rettet Ben Hur den römischen Kommandanten das Leben. So kommt Ben Hur über Rom zurück in seine Heimat. Dort besiegt er als Wagenlenker in einem großen Wagenrennen seinen ehemaligen Freund Messala.

Es war begeisternd, wie ein solch bombastisches Werk so hervorragend von Laiendarstellern auf einer Freilichtbühne aufgeführt wurde. Ein Höhepunkt war das Rennen zweier mit 4 Pferden bespannter Wagen. Es war eine knifflige Angelegenheit, mit den Pferden über die kleine Bühne zu galoppieren. Den ca 250 auf und hinter der Bühne mitwirkenden Bewohnern des Dorfes Niederelsungen kann zu einem solchen Glanzstück nur gratuliert werden. Da auch der vorhergesagte Regen ausblieb, haben wir einen wunderschönen Abend erleben dürfen.
A.H.



Schönau im Sonnenschein

Am Mittwoch den 22. September 2011 reiste der HWGHV Fuldatal mit einer Wandergruppe von
46 Personen wieder einmal nach Schönau an den Königsee. Die Sonne, die uns vor Ort begrüßte, begleitete uns während der ganzen Freizeit und ließ das herrliche Land noch schöner erscheinen.

Es war eine gemischte Gruppe von Spaziergängern, B-Gruppen und A-Gruppen-Wanderern, die teils schon häufiger dabei waren, teils aber das Gebiet mit seinen Möglichkeiten noch gar nicht kannten. Um Allen gerecht zu werden trafen wir uns jeden Abend nach dem Abendessen im Veranstaltungsraum zur Besprechung und Aussprache über die gewünschten bzw. die möglichen Aktivitäten.

Für den ersten Tag einigten wir uns auf einen Rundgang durch Oberschönau, bei dem wir nicht nur das imponierende Panorama der uns hier umgebenden Berge von verschiedenen Blickrichtungen aus bewundern konnten, sondern gleichzeitig anhand von Schautafeln über die Klima- und Erdgeschichte dieser Alpenregion informiert wurden - das war auch etwas für die "alten Hasen". Im Laufe des Tages teilte sich die Gruppe auf dem Wanderweg entlang der Königsee-Ache - die Einen zum Königsee, die Anderen in Richtung Berchtesgaden.

Durch das reduzierte Angebot der öffentlichen Buslinien mussten wir bei unseren weiteren Unternehmungen mit großer Teilnehmerzahl das örtliche Busunternehmen Schwaiger in Anspruch nehmen, so zur Fahrt ans Zipfhäusl und zu einer Fahrt an den Königsee.

Das Zipfhäusl ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Soleleitungsweg einmal in Richtung Reichenhall und zum anderen in Richtung Berchtesgaden. Der Weg ist weitgehend eben und sonnenbeschienen, bietet herrliche Aussichten auf die umliegende Bergwelt, zudem laden verschiedene Gaststätten zur Rast und zur Einkehr ein. So konnte jeder den Tag nach seinem Geschmack und Können gestalten.

Eine Fahrt über den Königsee nach St. Bartholomä gehört zu den absoluten Höhepunkten bei jedem Aufenthalt im Berchtesgadener Land. Wir hatten vor Ort eine Führerin (Ranger) engagiert und ließen uns von ihr nicht nur über die Wallfahrtskirche selbst, sondern auch über die ganze Halbinsel mit ihrer Vegetation und sonstigen Besonderheiten informieren. Einige Teilnehmer nutzten anschließend die Möglichkeit zur Weiterfahrt an den Obersee.

An den anderen Tagen fanden sich kleinere Gruppen zu verschiedenen Unternehmungen zusammen. Dazu gehörten ein Spaziergang und Besichtigungen in Berchtesgaden sowie Fahrten nach Reichenhall und Salzburg, Besichtigung der Dokumentation auf dem Obersalzberg und Fahrten auf den Kehlstein und den Jenner, die bei der günstigen Wetterlage natürlich atemberaubende Aussichten boten, sowie Wanderungen u.a. in der Almbachklamm, auf den Grünstein und die Kühroint-Alm.


Aufstieg zum Grünstein

Ende September ist die Zeit des Almabtriebs von den verschiedenen Almen des Berchtesgadener Landes. Wir hatten mit einer Gruppe auf der Ragert-Alm im Klausbachtal Gelegenheit, die Herstellung des Kopfschmucks der Kühe beobachten und bewundern zu können, damit waren zwei junge Senner sehr intensiv beschäftigt.

Abends blieben wir nach der obligatorischen Lagebesprechung noch mehr oder weniger lange beisammen.
Einmal wurde ein Videovortrag über das "Berchtesgadener Land in den verschiedenen Jahreszeiten" geboten, einmal besuchte der größte Teil der Gruppe eine Vorstellung des Berchtegadener Bauerntheaters
"Der flotte Jonathan" und natürlich wurde auch ein "Gemütlicher Abend", (aus Termingründen anstelle des Abschlussabends) mit unterhaltsamen Beiträgen verschiedener Teilnehmer veranstaltet.


Sonntagswanderung am 09. Oktober

Unsere Sonntagswanderung am 09. Oktober 2011 führte uns über die Efzener Höhen von Remsfeld nach Falkenberg , wo wir uns im Gasthaus Opfermann zur Endeinkehr trafen.

Nach den vorangegangen regnerischen Tagen hatten wir uns auf eine nasse Wanderung eingerichtet, wurden aber mit einem wunderbaren Wandertag mit einem herbstlichen bunten Wald belohnt. Die weiten Aussichten in das Land wurden von den Wanderführern ausgiebig erklärt. Auch zu den durchwanderten Orten Homberg,Welferode und Falkenberg gab es erklärende Informationen. Leider ist die Wanderung mit nur 20 Teilnehmern sehr gering ausgefallen, die Wanderführer hätten sich für Ihre vorbereitenden Bemühungen sicher eine größere Teilnahme gewünscht.

Für diesen schönen Tag bedanken sich die Teilnehmer der Wanderung bei den Wanderführern ganz herzlich. "FRISCH AUF"
H.B
.

Adventsfahrt nach Wolfenbüttel

Am 4.12.2011 fuhren wir mit voll besetzten Bus zum Weihnachtsmarkt in Wolfenbüttel. Dicht aneinander gedrängt stehen dort die speziell für Wolfenbüttel entworfenen Fachwerkhäuschen, in denen vom selbstgebackenen Keks bis zu kunstvollen Holzschnitzereien alles zu sehen und zu kaufen ist.

Rothenburg des Nordens hat man Wolfenbüttel aufgrund des Sehenswürdigkeiten genannt. Allein der Stadtmarkt, auf dem sich der Weihnachtsmarkt befindet, ist mit vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern umrandet. Die Altstadt verfügt über rund 600 Fachwerkhäuser, bedeutende Kirchen, einem repräsentativen Schlossbezirk, der weltberühmten Herzog August Bibliothek sowie dem Lessinghaus.

Bald ging es weiter zur Weihnachtsfeier beim "Singenden Wirt" in Berklingen, einem kleinen Ort nähe Schöppenstedt, der

Till-Eulenspiegel-Stadt. Dort wurden wir mit einem gemeinschaftlichen Mittagessen begrüßt. Bei Kerzenschein und leiser Weihnachtsmusik erschien anschließend der Weihnachtsmann, jeder bekam ein tolles Geschenk. Umrandet wurde der Nachmittag mit gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern und Vortragen von schönen Weihnachtsgedichten. Zur Kaffeezeit stand ein umfangreiches Kuchenbuffet bereit, jeder konnte sich nach seinen Wünschen bedienen.

Abschließend gab es beim Weihnachts-Bingo viele wunderschöne Preise zu gewinnen. Nach einer musikalischen Unterhaltung vom "Singenden Wirt" mussten wir leider wieder die Heimreise antreten. Ein schöner Tag ging zu Ende.

A.H.


2012


Winterwanderung in der Söhre

Am Sonntag, dem 5. Februar d.J. trafen sich 31 Wanderinnen und Wanderer zu der Februarwanderung. Sie führte von Wattenbach durch die Söhre zum "Fährhaus" in Bergshausen. Bei herrlichem Sonnenschein und strahlend blauem Himmel liefen wir auf betonharten Schotterwegen oder durch verschneiten Wald. Die Sicht meist nach Westen - Baunatal war durch das Gelände verdeckt, aber die Schornsteine des VW -Werks waren zu sehen - zeigte uns den Langenberg und die dahinter liegenden Berge bis wir am Ende auch den Habichtswald mit dem Herkules im Blick hatten. Doch dann ging's bergab, denn das "Fährhaus" liegt nun einmal an der Fulda. Die Einkehr dort war ausgezeichnet und immer der schöne Blick über die Fulda auf das linke Ufer.


Vor dem Schorn (Söhre)

Das war eine Wanderung, die allen in Erinnerung bleiben wird, denn es war kalt und keinen hat's gestört, weil es eine wunderschöne Wanderung war und das Wetter so toll mitgespielt hat.
Danke an die Wanderführerinnen und Wanderführer Liesel Huisinga, Bettina Schönfeldt, Jürgen Huisinga und Helmut Brede.
K.K
.


Maiwanderung 2012 der Herren

Traditionell trafen sich die Herren am 1. Mai zu ihrer Maiwanderung, diesmal auf dem Kumpplatz in Simmershausen. Von dort führte der Weg entlang der Hauffe bis ins Schocketal. Auf dem dortigen Parkplatz stand überraschenderweise ein grünes Auto. Ach, das gehörte ja Gerhard, unserem Wanderführer. Er öffnete die Hecktür und zum Vorschein kam ein Kasten Bier. Jetzt begann unsere kleine Rast. So gestärkt bei vielerlei Unterhaltungen brachen wir wieder auf und gingen hinter der ehemaligen Tierfarm durch den Wald bergauf. Oben kamen wir am Schützenhaus vorbei und waren schon am Ziel, dem TSV - Clubheim. Da die Sonne schien wie während der ganzen Wanderung, konnten wir unter Schirmen auf der Terrasse sitzen. Nach den ersten Getränken gab es Bratwurst und Gegrilltes vom Schwein. Gemütlich saßen wir bei heiteren und ernsten Gesprächen noch eine Weile zusammen.
Es war eine gelungene Wanderung - wenn auch nicht lang - mit Allem, was dazu gehört dem Bier und dem guten Wetter. Nur das Foto vor dem Rapsfeld kam nicht zustande, da wir keines passierten. So nahmen wir eben als Ersatz eine Wiese mit vielen leuchtenden Butterblumen.


Die Wanderer vor der Wiese mit den "Butterblumen"

Jürgen Huisinga dankte den Wanderführern, Gerhard Goldmann und Klaus Kremin, für diese schöne Wanderung und die Teilnehmer schlossen sich mit ihrem Applaus seinen Worten an.
K.K.


Eine Wanderung um Lippoldshausen

37 Wanderfreunde trafen sich am Rathaus in Ihringshausen am vergangenen Dienstag zu ihrer Dienstagswanderung. In Fahrgemeinschaften ging es "Zum Krug" in Lippoldhausen. Heinz Zänkert, unser Wanderführer führte uns aus dem Ort heraus über herrliche Wege, die immer wieder einen Blick ins Tal auf Wiershausen oder Lippoldshausen eröffneten.


Die Wanderer verlassen Lippoldshausen

Schöne Wege brachten uns durch den Münder Wald zu einem Bach führte uns eine Serpentine hinab und dann wieder hinauf. Und das Wetter schonte die Wanderer durch Sonnenschein, der nicht unangenehm war. Im Schatten des Waldes und in der Sonne im freien Feld waren die Wege sehr abwechslungsreich und die Wandergruppe hatte genug Zeit sich an der im Mai üppig wachsenden Natur zu erfreuen. Und der kleine Abweg hat keinen der Mitwanderer richtig aufgeregt. Was soll's, ein kleiner Umweg macht eine Wanderung abwechslungsreich. Sie soll ja auch ein bisschen Abenteuer sein
Zum Abschluss gab es dann eine Einkehr bei unserem Wirt in Lippoldshausen, wie wir es nicht anders erwartet hatten. Es war alles rundherum sehr gut. Wir danken unseren Wanderführern Helma und Heinz Zänkert für diese schöne Wanderung.
K.K.

Familienwanderung zur Märchenmühle

Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. Die Wanderführer trafen ca. 30 Wanderer, die sich dem Weg über den Lohberg anschlossen, unter anderem auch unser Bürgermeisterkandidat Klaus Exner. Wer den Weg kennt, weiß, dass sich dort herrliche Aussichten erschließen bis zu den Bergen Baunatals. Leider machte das Wetter mit trüber Fernsicht nicht Alles sichtbar. Vom Lohberg ging es in den Wald und dann gab es eine Brückenwanderung. Um das Bewirtungsteam nicht in Zeitnot zu versetzen, führte der Weg durch die "Gute Morgen Brücke" den Schlangenweg hinauf und durch die nächste Brücke zur Hütte an der Märchenmühle. Es waren wie angekündigt exakt 7 km Wegestrecke. Dort trafen wir die Mitglieder, die direkt zu unserer Veranstaltung gekommen waren. Das Bewirtungsteam versorgte uns zunächst mit Getränken und anschließend mit Bratwurst, Schweinesteak und gebratenem Schweinebauch. Danach gab es einen Verdauungsspaziergang zur ICE - Brücke über die Fulda, geführt von Horst Müller.


Wegen des guten Wetters saßen viele Teilnehmer vor der Hütte

Und dann war das Kuchenbuffet eröffnet. Insgesamt hatten sich 60 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde zu dieser Veranstaltung getroffen. Nach dem Kaffeetrinken hob sich die Gemeinschaft ganz langsam auf. Der Vorsitzende, Klaus Kremin, dankte dem Bewirtungsteam, den Damen und Herren, die einen Kuchen zum Kaffee beigesteuert hatten und den beiden Damen, die für die Tischdekoration beigetragen hatten. Rundherum war dies eine Veranstaltung, die gelungen war und sicher mehr Teilnehmer hätte anziehen können. Dennoch Danke an alle, die mitgewirkt haben und zum Gelingen unserer Familienwanderung beigetragen haben.
K.K.

Sonntagswanderung "Rund um den Deiselberg"

Bei wunderschönem Wetter fuhren wir am 17.6.2012 mit einer Gruppe von über 30 Personen zu dem Wanderparkplatz oberhalb von Sielen, einem Ortsteil von Trendelburg. Die Wanderung führte uns um den Deiselberg (Höhe 389 Meter). Schöne Aussichtspunkte und gute Fernsicht ließen es zu, dass wir bis zum Reinhardswald sehen konnten. Die Ortschaften Deisel und Langenthal (Kirschenanbaugebiet) lagen idyllisch vor uns. Nach einer Pause kamen wir an den Grenzwall mit interessanten Grenzsteinen von Anno 1754, die die Grenze Hessen zu Westfalen darstellten. Unsere Wanderführerin Liesel Huisinga konnte aus ihrer alten Heimat viele Informationen über Land und Leute geben.

Der schöne Rundwanderweg führte uns vorbei am "Hoher Berg" und weiter durch Wiesenwege. Hier kamen wir zu einem Mohnblumenfeld mit einer wunderschönen Blütenpracht.


Die Wandergruppe im Mohnfeld

Richtung Trendelburg sahen wir die Siechenkirche, das letzte Überbleibsel des ehemaligen Ortes "Trende", gegründet Anfang des 13. Jahrhunderts. Wahrzeichen der Stadt Trendelburg (ca. 5300 Einwohner) ist die Burg, die im 13. Jahrhundert am höchsten Punkt des Ortes erbaut wurde. Erbauer war Graf Konrad III. von Schöneberg. Ab 1306 gehörte Trendelburg gemeinsam dem Bistum Paderborn und der Landgrafschaft Hessen. 1464 nahm der hessische Landgraf Ludwig II. im Zuge einer kriegerischen Auseinandersetzung die gesamte Burg in Besitz und gab Trendelburg Stadtrechte. Später baute Landgraf Karl die Burg zum Jagdschloss um. Seit 1949 wird die Burg als Hotel- und Restaurationsbetrieb von verschiedenen Eigentümern geführt.

In Trendelburg konnten wir uns stärken und anschließend die Heimreise antreten. Ein herzliches Dankeschön an die Wanderführer für den wunderschönen Tag!
H.H.

Besuch des Steinfurther Rosenfestes

Am 15.7.2012 fuhren wir am frühen Morgen mit voll besetzten Reisebus nach Steinfurth, einem Ortsteil von Bad Nauheim. Unterwegs wurden wir bereits mit einem reichhaltigen Frühstück am Bus überrascht. Gestärkt ging es weiter und Steinfurth war schnell erreicht. Das älteste und größte deutsche Rosendorf feierte in diesem Jahr das 43. Rosenfest, schon vor 100 Jahren fand die erste Rosenblumen-Ausstellung statt.

Herrliche Arrangements in allen Farben und Düften verwandelten den Rosensaal zur Schau der 100.000 Rosenträume in ein Meer aus Blüten. Der im Außenbereich aufgebaute Rosenmarkt mit themenbezogenen Informationsveranstaltungen fand in diesem Jahr in den Straßen und Höfen des alten Ortskerns von Steinfurth statt. Wer noch mehr über die Rose erfahren wollte, wurde im Rosenmuseum fündig. Hier wurde die Kunst- und Kulturgeschichte der Rose unterhaltsam veranschaulicht.

Höhepunkt eines jeden Rosenfestes ist ohne Zweifel der prächtige Rosenkorso. Mit unzähligen Rosenblüten geschmückt, zogen die farbenfrohen Prunkwagen und Fußgruppen durch Steinfurth.


Windmühle aus Rosenblüten

Auch eine kurze Regenschauer während des Umzuges konnte unsere gute Stimmung nicht trüben.

Mit viel neuen Eindrücken, gefüllt vom Zauber tausender Rosen, traten wir die Heimfahrt an. Ein schöner Tag ging zu Ende.
A.H.


Über die Berge der Fulda

Am 5. August d.J. trafen sich gut 20 Wanderer an den Treffpunkten in Fuldatal, um eine Wanderung auf dem Fuldahöhenweg durchzuführen. Mit dem Bus fuhren wir nach Süden und es wurde die A -Gruppe unter dem Schloss Ludwigstein, errichtet zu Beginn des 15. Jahrhunderts und nach dem 30 - jährigen Krieg wieder aufgebaut, abgesetzt. Die B -Gruppe wurde dann noch an die Kreuzung des X17 mit der L 3336 gefahren. Gut gelaunt trotz des leichten Regens stiegen die Wanderer bergauf und überquerten die Brenzelshöhe mit 481 m; der sehr naturnahe Weg führte weiter über den Lützelsberg mit 463 m. Die Naturnähe hatte hier Grenzwertigkeit, denn die Brennnesseln standen mannshoch und die Wildschweine hatten die weiche Erde durchwühlt, doch auch diese Ecke wurde mit guter Laune bewältigt. Und die Wanderführer, die beim Vorwandern sich hier vom Weg haben abbringen lassen, fanden den richtigen Weg über die Kalte Kuppe. Nun war es nicht mehr weit bis zur Hohen Buche 436 m. Dort gab es die erste Rast. Etwa ein Drittel der Wanderstrecke der B - Gruppe war erreicht. Es gab eine Hütte und Bänke im Freien, wo sich die Teilnehmer zum Essen niederließen. Nach gut 20 Minuten wurde aufgebrochen und der Weg führte um den Hasenkopf mit 479 m. Nach einer weiteren Stunde wurde nochmals gerastet an einem "Stammlokal".


Rast am "Stammlokal"

Nun führte der Weg überwiegend bergab, denn es ging ja hinunter nach Mecklar an der Fulda. Nach einer Trinkpause erreichte die Gruppe die ersten Wiesen im Tal des Bunsbaches und bald auch die ersten Häuser Mecklars, einem Ortsteil der heutigen Gemeinde Ludwigsau, erstmals erwähnt im Jahr 1252, zweigeteilt schon immer durch die Fulda und heute zusätzlich durch die B27 und die parallel verlaufende Bahnlinie. Diese drei Straßen galt es zu überwinden, um unsere Einkehr zu erreichen, über eine in großem Bogen geführte Brücke. Angekommen, erwartete die Gruppe das bestellte Essen und Getränke. Die A - Gruppe erreichte die Einkehr kurze Zeit später. Nach dem Essen bei guten Gesprächen fuhr uns der Bus gegen 16:30 Uhr wieder nach Fuldatal. Hilmar Brackmann dankte den Wanderführern für diese Wanderung, die uns durch ruhige Berglandschaften geführt hat.
K.K.


Sylt - Freizeit 2012

Die Freizeit auf Sylt erfreut sich bei unseren Wanderfreunden nach wie vor großer Beliebtheit. Das liegt wohl an dem Reiz der Insel mit seinen weiten Stränden und den Naturschutzgebieten sowie der guten Unterbringung und Verpflegung in dem Jugendseeheim des Landkreises Kassel - und jedes Mal gibt es etwas Neues zu erleben und zu entdecken.

Und so versammelten sich am frühen Sonnabendmorgen den 15. September 2012 um 7:00 Uhr wieder 47 Vereinsmitglieder und Gäste, wegen der schlechten Wetterprognosen bewaffnet mit Regenschirm und anderem Regenschutz, zur Fahrt auf die Insel über den sog. Hindenburg-Damm. Heidi und Manfred hatten den kleinen Mattis mitgebracht; er hat nicht nur das Durchschnittsalter unserer Gruppe spürbar gesenkt, sondern auch durch sein Lachen und seine zutrauliche Art die Herzen Aller gewonnen, vor allem die der gewichtigen Herren. Auch die Gemeinschaft im Mehrgenerationenhaus klappte vorzüglich.

Großes Interesse fand bei allen Teilnehmern die halbtägige Sylt-Rundfahrt, die von List im Norden bis nach Hörnum an der Südspitze führte, bei der der Fahrer als Fremdenführer fungierte und interessante Einzelheiten über Land und Leute zu erzählen wusste.

Anstelle einer Fahrt nach Föhr organisierten wir eine Busfahrt nach Keitum und Morsum im Osten der Insel, der touristisch lange vernachlässigt, vieles von der Ursprünglichkeit von Sylt erhalten hat. Leider regnete es in Keitum zunächst heftig, sodass ein Teil der Gruppe sofort ein Cafe aufsuchte, während die Unentwegten gleich durch den schönen Ort und an der Wattseite entlang zum "Grünen Kliff" lief; dazu gab es nach dem Regen auch für die Anderen noch ausreichend Gelegenheit. Mittags ging es dann mit dem Bus nach Morsum. In zwei Gruppen haben uns dann junge Leute vom Naturzentrum Braderup durch das "Morsumer Kliff" geführt. Leider waren die Wege an der Wattseite durch die Springtide zwei Tage zuvor ganz schön matschig, sodass gar manche Schuhe am Abend abgewaschen werden mussten.

Da viele unserer Teilnehmer schon öfter auf Sylt waren und sich auskannten, kam es fast jeden Tag zu unterschiedlichen Unternehmungen. Auch wenn wir mit einer großen Gruppe aufgebrochen waren, lichteten sich öfter im Laufe des Tages die Reihen merklich; so z.B. bei der Wanderung von List-Hafen durch das Naturschutzgebiet am Königshafen zum Weststrand oder bei der Strandwanderung nach Westerland. Beim Abendessen wurden dann die Erlebnisse ausgetauscht - alle waren zufrieden und keiner hatte sich gelangweilt. Und wem es dann noch nicht reichte, der saß in Gruppe abends in der Kogge oder in einem unserer Aufenthaltsräume. Am Donnerstagabend unterhielt die Heimleiterin Frau Horn im Speisesaal alle Gäste mit Liedern von Elvis bis zu deutschem Gospel.

Viel Freude hatten wir an unserem gemeinsamen Abschiedsabend. Alle haben angefasst und schon war der Speisesaal in kurzer Zeit ein gemütlicher Raum. Das Programm war bunt und vielseitig: Gedichte, Lieder, kleine Geschichten auf kasslänerisch, Geschichten von der Insel -
es fehlte nichts. Das Mehrgenerationenhaus mit Mattis begeisterte uns alle mit einem kleinen Sketch und ich glaube die kleinen Schäfchen werden uns immer an diese Syltreise erinnern.
L.u.J.H, Bild: MG


Bunt wie der Herbst

Das war das Motto des diesjährigen 32. Hüttenabends unseres Wandervereins, der nun auf eine 32jährige Geschichte zurückblicken kann. Über 90 Teilnehmer waren gekommen, um zusammen zu feiern.

Zu Beginn begrüßte der Vorsitzende Klaus Kremin die Mitglieder und Gäste, darunter den Vorsitzenden Jürgen Kock mit Ehefrau vom Wanderverein Vellmar, das Ehepaar Rüdiger vom HWGHV Ahnatal, den Vorsitzenden Kurt Sallwey vom Heimat- und Wanderverein Reinhardshagen und den Vorsitzenden des Rhönklubs Kassel Andreas Koch. Anschließend grüßte er die Gründungsmitglieder und den Ehrenvorsitzenden Karl Meiss.

Danach nahmen der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Huisinga und der Vorsitzende die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vor. Zehn Jahre gehören dem HWGHV Fuldatal Helga Wambach, Anne Werderich, Karl Berninger und Kurt Köhler an. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Ilse Endtricht, Ruth Weiler, Heinrich Brandt und unser Vereinswirt Heinz Schönewald geehrt. Sie erhielten alle eine Urkunde und die zugehörige Anstecknadel.

Herzlichen Dank richtete der Vorsitzende an das Aufbauteam Frieder Hobein, Manfred Schweitzer und Dieter Landskron und an die Damen, die die Tische herbstlich mit bunten Blättern und den Früchten des Waldes und der Gärten geschmückt hatten, Marga Hobein und Ruth Köppler. Zudem gab es auch noch drei Thementische "Tiere des Waldes", wovon zwei rechts und links neben der Bühne standen mit kleineren Gestalten und eine lange Tafel mit größeren Tieren wie Hase, Fuchs, Igel u.a., die die Gäste des Abends mit dieser gelungene Dekoration erfreuten.

Danach bewirtete uns das Haus Schönewald mit einem sehr guten Essen. Es folgten drei Vorträge - unterbrochen von der Musik von Thomas Immke. Zunächst trug Gisela Eggert die unwahrscheinliche Geschichte einer Frau vor, die immer zu spät kommt, nicht schon nur zur Schule, sondern auch zur eigenen Hochzeit und immer wieder zu anderen Gelegenheiten. Des Weiteren erfuhren wir, wie sich zwei Frauen heftig angifteten, weil sie sich gut bei der jeweilig anderen auskannten, vorgetragen von Gisela Eggert und Ruth Brostmeyer. Beide führten als Letztes einen Sketch auf, in dem eine feine Dame aus der Stadt sich mit dem Burenlieschen über ihr Leben austauschen, wobei die Gegensätze krass hervortraten. Diese Vorträge wurden jeweils mit kräftigem Applaus bedacht und animierten auch zwischendurch zu manch einem Lacher.


Feine Dame und das Burenlieschen

Nach einigen Tanzrunden traten die "Baunataler Spitzbetzelfrauen" auf und trugen Lieder, Gedichte und Geschichten in nordhessischer Mundart vor. Ebenfalls hier gab es Dinge zum Schmunzeln und Lachen, aber auch Nachdenkliches. Mit herzlichem Applaus und einer Blume überreicht vom Vorsitzenden wurden sie verabschiedet.

Nach reichlich Tanz und Geschnuddel wurde es ein gelungener Abend, der allen viel Vergnügen bereitet hat.
K.K.


Adventsfahrt

Unsere Adventsfahrt führte uns in diesem Jahr in die Weltkulturerbe-Stadt Quedlin burg. Zuvor konnten wir in dem nahege legenen Ort Gernrode die dort ansässige Kuckucksuhrenfabrik besichtigen. Neben der Weltgrößten Kuckucksuhr außerhalb des Schwarzwaldes, mit einer Gesamthöhe von 14,50 Meter, konnten wir auch das vor dem Haus stehende Riesenwetterhaus bestaunen. Im Rahmen eines Vortrages er hielten wir Informationen über die Produktion, aber auch über Höhen und Tiefen in der wirtschaftlichen Entwicklung der Kuckucksuhrenfabrik.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es gestärkt weiter in die Adventsstadt Quedlinburg, wo uns die einmalige Ver anstaltung "Advent in den Höfen" erwartete. In über 20 der schönsten Innenhöfe wurde gezeigt, was sonst hinter verschlossenen Türen verborgen ist. Auf historischem Pflaster wurden Raritäten und kleine Kostbarkeiten geboten. Charakteristisch für Quedlinburg sind auch die winkligen Gassen im historisch bebauten Stadtkern mit über 1300 malerischen Fachwerkhäusern. Diese werden überragt von massigen Sandsteinfelsen des Burgberges mit der mehr als tausendjährigen romanischen Stiftskirche St. Servatius mit ihrem berühmten Domschatz.

Das Quedlinburg eine gefragte Adventsstadt ist, konnte man am starken Besucherandrang leicht erkennen. Trotzdem kam die vorweihnachtliche Stimmung nicht zu kurz.
A.H.


Adventswanderung im tiefen Schnee

Die Adventswanderung hat einen festen Platz im Wanderprogramm unseres Vereins. Sie ist vor allem deshalb bei Alt und Jung beliebt, weil am Ende zu der Adventsfeier der Nikolaus auftritt und alle (braven) Kinder beschert.

In diesem Jahr fuhr am 16. Dezember 2012, dem 3. Advent, eine Wandergruppe mit dem Bus nach Epterode im Naturpark Meißner / Kaufunger Wald, um von hier aus zur Exberghütte zu wandern. Der Wald war von den heftigen Schneefällen der vorangegangenen Tage tief verschneit; allerdings trübte das einsetzende Tauwetter die weiße Pracht und erschwerte den Winterwanderern den Weg. Alle Wanderfreundinnen und Wanderfreunde, die nicht wandern, aber an der Feier teilnehmen wollten, konnten mit dem eigenen Pkw auf geräumter Straße die Hütte erreichen.

Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen waren, sich aufgewärmt und ausgeruht hatten, lud ein reichliches Buffet zum Essen ein. Die danach vorgesehene kurze Rundwanderung fiel dem trüben Wetter zum Opfer. So wurde dann schon bald der Kaffee gekocht, das mitgebrachte Gebäck ausgepackt und Weihnachtslieder gesungen.

Dann endlich war es soweit, dass der Nikolaus kommen und die Bescherung beginnen konnte. Alle Kinder waren brav, konnten meist auch ein Gedicht oder ein Lied vortragen und erhielten ihre Geschenke. Aber auch an die Erwachsenen hatte der Nikolaus gedacht und für jeden etwas mitgebracht.


Weihnachtsmann

Es war wieder eine schöner Wandertag und eine besinnliche Feier. Dank an die beiden Wanderführerinnen Ruth Brostmeyer und Bettina Schönfeldt, aber auch an den Nikolaus Manfred Grönig für seinen gelungenen Auftritt.
K.M.


Nachlese zum 13. Dezember 2012

Der Hess. Waldeckischer Gebirgs- und Heimatverein Zweigverein Fuldatal e.V. hatte zum 13. Dezember 2012 zu einer Adventsfeier bei Kaminfeuer und Kerzenschein eingeladen.

Der Wanderführer Hobein hat statt des Rundgangs in Alt-Holzhausen wegen Schnee, uns in die Johanniskirche geführt. Hier begrüßte er uns, sowie Herrn Schäfer von der Kirchengemeinde Holzhausen, der uns einen ausführlichen Vortrag über die Geschichte der Johanniskirche gab, um einige Daten zu nennen. Um 1020 wurde ein "Holthusun" erwähnt, dürfte eine Holzkirche gehabt haben, wo später eine Bruchsteinkirche um 1150 entstand. Sie war eine Katholische Kirche, siehe Weihkreuz im Chorraum. Der erste Pfarrer kam aus Wahlshausen, dem heutigen Fuldatal-Wilhelmshausen nach Holzhausen, er war Mönch im Kloster und wurde als Conrad Satte von 1525 bis 1531.
Wanderführer Hobein bedankte sich bei Herrn Schäfer über seinen Vortrag, ferner wurde spontan ein Lied angestimmt was sehr gut ankam.

Nach einer kurzen Besichtigung der Kirche, ging es zurück "Zum Alten Forsthaus" wo schon der Kaffee und der Kuchenteller wartete. Alle Wanderfreundinnen und Wanderfreunde freuten sich über die Wärme des Kaminfeuers und den Kerzenschein. Nach einer kurzen Pause wurde von Frau Gühne, dem Ehepaar Marga und Frieder Hobein einige Verse und Gedichte von bekannten Dichtern zur Adventszeit vorgetragen, auch wurden einige Weihnachtslieder von Frau Giesela Müller angestimmt, was zur Stimmung aller Anwesenden beigetragen hat.

Unser Ehrenvorsitzender Karl Meiss bedankte sich im Namen aller, für den Besuch der Johanniskirche und dem Adventsnachmittag sowie den einzelnen Beiträgen. Unser Wanderführer Hobein wünschte allen eine Frohe Adventszeit sowie Frohe Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr 2013 auch im Namen des Vorstandes vom Zweigverein Fuldatal.
W.H.


2013

Wanderung auf dem Grimm-Steig

Am 3. Februar 2013 führten uns die Wanderfreunde Liesel + Jürgen Huisenga, Helene + Joachim Henneberg über den Grimm-Steig.

Das Wetter war am Tag der Wanderung optimal. Durch die vielen Regentage zuvor, konnten wir die Wanderstrecke nicht wie vorgesehen erwandern. Einen Tag vor der Wanderung haben die Wanderführer eine Alternativstrecke ausgesucht. Diese Arbeit hat sich gelohnt. Wir liefen dadurch bedingt, einen Teil der Strecke, parallel zum Grimm-Steig.
Die Strecke selbst ist sehr schön und abwechslungsreich, so dass wir eine sehr schöne Weitsicht hatten. Da die Strecke zum Teil über 400 m hoch war, konnten wir sogar eine Winterlandschaft bewundern.

Der Grimm-Steig ist den Brüdern Grimm gewidmet und mit etwas Fantasie kann man in dem Wanderzeichen die Konturen der Brüder Grimm erkennen.

Nach einem steilen Anstieg von Kaufungen waren wir doch sehr froh als die Königs-Alm in Sicht kam.
Den Wanderführern ein herzliches Dankeschön für die schöne Wanderung.
M.S.


Nachlese zur Seniorenwanderung am 29. Januar 2013

Unsere monatliche Seniorenwanderung führte uns durch die Gemarkung Oberlistingen, einem Ortsteil von Breuna.
Im Ort angekommen ging es in südöstlicher Richtung leicht ansteigend und vorerst trockenen Fußes, das Tauwetter hatte ganze Arbeit geleistet, erwartungsvoll los. Nach Querung des Märchenlandwegs erreichten wir einen ausgedehnten Buchenwald. Hier, im sogenannten "Igelsbett", waren urplötzlich die Qualitäten unserer Wanderführer Frieder Hobein und Hilmar Brackmann gefragt. Der Waldboden war gesättigt mit Tau- und Regenwasser. Um nicht "baden" zu gehen, passten Frieder und Hilmar den geplanten Rundweg immer wieder spontan und erfolgreich dem nassen Untergrund an. So blieben unsere Füße trocken und wir konnten aufmerksam den Informationen und Hinweisen der Wanderführer folgen. Hinweisschilder, kleine Teiche (wassergefüllte Gruben) und ausrangierte Loren am Wegrand zeugten vom Sandabbau in der Vergangenheit. Aufgrund der Witterung verzichteten wir die Traumliegen des Märchenrastplatzes in Anspruch zu nehmen, um unserer Fantasie freien Lauf zu lassen. Vorbei an einen stillgelegten Steinbruch und über den Platz "Der dicken Buche" verließen wir den erlebnisreichen Buchenwald wieder. Jetzt hatten wir wieder freien Blick auf Landschaft und Ortschaften. Bei guter Sicht konnten wir u. a. Niederlistingen und Niedermeiser sehen. Zwischen diesen Orten gibt es einen Obstbaumpfad mit Hunderten von Bäumen. Dies dürfte in der Blütezeit ein herrlicher Anblick sein.
Bei unseren Autos angekommen schloss sich unser Rundwanderweg. Zur Endeinkehr steuerten wir das "Landhaus Hubertus" in Niedermeiser an. Die vorbestellten Stärkungen schmeckten vorzüglich und der Service war ausgezeichnet. Wir dankten Frieder, Hilmar und dem Bewirtungsteam des "Landhaus Hubertus" und machten uns frohgelaunt auf dem Heimweg.
A.M.


Zu den Wassern des Bergparks (am 26.02.2013)

Zur Seniorenwanderung unter dem obigen Titel trafen sich ein gutes Dutzend Wanderinnen und Wanderer auf dem Parkplatz am Rathaus in Ihringshausen. Von dort ging es in Fahrgemeinschaften zum Parkplatz Druseltal, wo die übrigen Wanderinnen und Wanderer bereits warteten, sodass am Ende 30 Personen zusammen kamen.
Wanderführer Klaus Kremin gab nach der Begrüßung der Anwesenden eine kleine Einführung in die zu erwandernden Zielpunkte.
Der Einstieg in den Weg war zunächst ein kleines Hindernis in Form einer verschneiten Treppe, die die meisten umgingen, danach führte der verschneite Pfad zunächst bergauf bis wir die erste Höhe erreicht hatten, dann auf der Höhenlinie entlang der Druseltalstraße, gegenüber lag der Basaltbruch und auf unserer Seite unter uns das Gasthaus "Zum Druseltal". In einem Bogen ein wenig noch bergan liefen wir zum gefrorenen Asch, einem der Auffangbecken für die Wasserspiele, die im Sommer viele Besucher anziehen. Gespeist wird er durch das Grubenwasser der Neuen Grube Herkules.
Wir verließen den Teich und wanderten nun Richtung Kaskaden, passierten das Kaskadenrestaurant und erreichten das untere Auffangbecken der Anlage. Der Herkules war in den Wolken verschwunden, sodass wir nur das Oktogon sehen konnten.
Nach einem Fototermin ging es weiter zu unserem nächsten Ziel, der Teufelsbrücke. Waren wir überrascht, dass neben einem kleinen Rinnsal der gesamte Absturz darunter vereist war. Ein Anblick, den manche bisher nur auf Fotos gesehen hatten. Auch hier mussten alle bis auf den Fotografen auf die Brücke gehen.
Weiter führte der Weg jetzt Richtung Löwenburg vorbei am Steinhöfer Wasserfall, der ebenfalls vereist war. Im Waldrand führte der Weg uns jetzt in einem Bogen zur Löwenburg und von dort im Wald auf breitem Weg zurück zum Parkplatz.
Bei der Einkehr im "Zum Nashorn" wurden die Erlebnisse besprochen und gut gegessen; die meisten ließen sich Kaffee und Kuchen schmecken. Die Wanderführer freuten sich, dass allen diese Winterwanderung Freude bereitet hat.

... ...


Sonntagswanderung durch den Dransfelder Stadtwald und dem Naturpark Münden

Ausgangspunkt unserer Wanderung am Sonntag, den 3.3.2013 war der Gaußturm auf dem Hohen Hagen im Dransfelder Stadtwald. Der Gaußturm ist das Wahrzeichen der Stadt Dransfeld, er wird heute nicht nur als Aussichtsturm, sondern auch als beliebtes Ausflugslokal genutzt. Benannt ist der Turm nach Carl Friedrich Gauß, der als hervorragender deutscher Mathematiker, Astronom und Physiker bekannt ist. Sein Portrait war früher auf dem 10,00 DM-Schein zu sehen.
Die Wanderung führte weitgehend auf mit Schnee bedeckten Wegen durch eine wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaft über Scheden und Meensen zu unserem Zielort Lippoldshausen. Auch ohne Sonnenschein konnten wir wiederholt die mit vielen Hügeln versehene Landschaft genießen. Mittelpunkt war immer der Gaußturm, der auch noch von weiter Ferne zu sehen war. Zu empfehlen ist diese Wanderung auch zum Zeitpunkt der Baumblüte, wenn die vielen Obstbäume ihre Pracht zeigen.
Am Ziel in Lippoldshausen angekommen, konnten wir uns die verdiente Stärkung schmecken lassen. Den 4 Wanderführern ein herzliches Dankeschön für die wunderschöne Wanderung.
A.H.


Im Kaufunger Wald

Am Dienstag, dem 26. März, trafen sich etwa 40 Wanderinnen und Wanderer, um den versprochenen schönen Kaufunger Wald zu erwandern. Schon beim Treffen am Rathaus pfiff der seit Tagen anhaltende kalte Ostwind. In Fahrgemeinschaften ging es zur Königsalm bei Nieste. Dort stiegen wir aus den Autos aus und der Wind war noch heftiger als in Ihringshausen. Alle zogen ihre Kapuzen über, soweit vorhanden.

Nach der Begrüßung durch unsere Wanderführerin Ruth Brostmeyer gingen wir los immer noch den eisigen Wind von vorn. Die herrliche Aussicht auf Nieste hielt niemanden lange auf. Wir wollten in den Wald in der Hoffnung, dass der Wind sich durch die Bäume milderte. So war es dann auch auf den Wegen windstiller besonders zwischen Fichtenbäumen und, wenn die Sonne auf den Weg schien, war es richtig angenehm. Ruth hielt auch nur an windgeschützten Bereichen an, um zurückgebliebenen Wanderern das Auflaufen zu ermöglichen. Dann ging es nach kurzer Pause weiter.


Gleich geht's weiter

Wer Stand denn da? Zwei Wanderfreundinnen waren vorausgelaufen, um zu erkunden, ob der geplante Weg wieder frei war. Nein. So ging es bergab auf einem von Forstfahrzeugen zerfahrenen Weg, der die volle Aufmerksamkeit der Wanderinnen und Wanderer erforderte. Bald wurde der Weg wieder besser und in der Sonne zu laufen war sehr schön. Und schon stand die nächste Entscheidung der Wanderführerinnen an: geradeaus weiter und wieder in den Wind oder rechts ab auf einem Waldweg. Sie entschieden sich für den Waldweg, der uns windgeschützt bis kurz vor die Königsalm führte, doch hier hatten Reiter mit ihren Pferden den Boden uneben gemacht. Zum Glück war er noch gefroren, sonst wären wir gerutscht und hätten die schmutzigsten Stiefel gehabt.

Insgesamt war es eine schöne Wanderung mit doch insgesamt schönen Wegen. Und die Einkehr war wie immer gut. Alle waren mit dem Verlauf dieses Tages zufrieden und der Vorsitzende dankte den Wanderführerinnen Ruth Brostmeyer und Helga Wambach für den schönen Tag.
K.K.


Wanderung am Rand des Eggegebirges

Der Boden war hart gefroren und darüber lag dichter Nebel. Aber kaum hatte der vollbesetzte Wanderbus die Höhe am Schäferberg verlassen, schien die Sonne, der Himmel war blau und klar am Morgen des 7. April.

Dieses schöne Frühlingswetter begleitete die zwei Wandergruppen den ganzen Tag.
In Hardehausen, nahe der ehemaligen Zisterzienseraptei, begann die Wanderung. Sie führte vorbei an vielen Teichen und entlang dem Hammerbach durch ein 170 Hektar großes Wald- und Wiesengebiet. Zum OchsenIn großen Freigehegen konnten Wildschweine, Tarpane und die vom Aussterben bedrohte Wisente beobachtet und bestaunt werden. Seit den 50 er Jahren setzt sich die Forstverwaltung in NRW mit diesem größten europäischen Säugetier auseinander und leistet mit der Zucht einen wichtigen Beitrag zu dessen Erhalt. 150 Kälber wurden seitdem. geboren und in Nachzuchtzentren auf der ganzen Welt gebracht.

Erste Rast machten die Wanderer am Hammerhof, einer 2004 gegründeten Umweltbildungseinrichtung, in der WisentgehegeThemen wie nachhaltige Waldwirtschaft,

Wisentgehege                     

der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur etc. vermittelt werden. Der aus dem Jahre1611 stammende damalige Eisenhammer (schweres Handwerk u. Landwirtschaft) gehörte bis zur Säkularisierung zum Kloster Hardehausen.

Weiter ging die Wanderung auf meist naturbelassenen Wegen bis zum Wisentturm. Dieser 12 m hohe, mit einer beidseitig begehbaren Treppe in Form einer Doppelhelix, errichtete Aussichtsturm aus Holzstämmen ist außergewöhnlich und beeindruckend.
Nach einer ausgiebigen Rast in voller Sonne am Fuße des Turms ging es über einen kleinen Umweg, vorbei an einer kleinen Kirche, die sich kusioserweise in Privatbesitz befindet, zum Kloster. Dort informierte der Eigentümer des Einkehrlokals die Wanderer über die geschichtliche Entwicklung der Klosteranlage.

Den Wanderführern vielen Dank! Wir haben den Frühling gesehen, viel Natur, Kultur und Geschichte erlebt! Und das im Kreise lieber Wanderfreunde. Braucht man mehr?
H.Z.


Maitour der Herren

Zu unserer alljährlichen Wanderung am 1. Mai hatte unser 1. Vorsitzende, Klaus Kremin,
eingeladen. Um 9:30 Uhr fuhren wir, in Fahrgemeinschaften, vom Rathaus Ihringshausen
zum Freizeitzentrum in Knickhagen.
Vom Parkplatz des FZZ machten wir uns gut gelaunt auf unsere Wanderstrecke. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und die Sonne am Himmel versprach uns einen schönen und lang ersehnten Frühlingstag. Auf fussfreundlichen Feld- und Waldwegen wanderten wir in westlicher Richtung.
Im Wald, oberhalb des FZZ angekommen, mussten wir bald feststellen, dass wir an diesen herrlichen Morgen nicht allein unterwegs waren. Kleine und große Wandergruppen kreuzten, fröhlich grüßend, unseren Weg. Unter wegekundiger Führung von Klaus und informativen Erläuterungen zur Landschaft, von Frieder, kreuzten wir die L 3232 und erreichten Gut Winterbüren.

Jetzt hatten wir ca. die Hälfte unserer Wanderstrecke hinter uns und Hilmar würdigte unsere Leistung indem er die mobile Erfrischungsbar eröffnete. Nachdem unser Durst gestillt war setzten wir unsere Wanderung fort. Vorbei an den Trinkwasserhochbehälter der Gemeinde Fuldatal und des Gewerbegebiets Fritz-Erler-Anlage erreichten wir wieder, wie geplant, unseren Ausgangspunkt, das FZZ Knickhagen.

Hier hatten sich mittlerweile viele hungrige und durstige Ausflügler eingefunden und somit befanden wir uns in bester Gesellschaft. Bei gutem Essen, erfrischenden Getränken und lebhafter Unterhaltung ließen wir unsere 1.Mai Wanderung ausklingen.

Halt, fast hätte ich es vergessen! Unser traditionelles Gruppenfoto im blühenden Rapsfeld.
Hier hatte uns der verspätete Frühling einen Strich durch die Rechnung gemacht. Unser "Ersatzfoto" im Grünen kann sich aber auch sehen lassen.
A.M.


Wanderung auf dem Fulda-Höhenweg:
Von Bad Hersfeld über die Mengshäuser Kuppe nach Neunkirchen

Am ersten Mai-Sonntag stand bei idealem Wanderwetter für die Fuldataler Wanderer die 9. Etappe des Fulda-Höhenwegs auf dem Programm.

Die Tour begann für die A-Gruppe am Ortsausgang von Bad Hersfeld über Hilperhausen, wo die B-Gruppe startete. Spätestens ab dem terrassenförmigen Vorplatz des Wasserbehälters Hilperhausen genossen beide Gruppen die schon fast sommerliche Sonne und das milde Frühlingswetter auf dem Wege durch freies Feld zum Wald hinauf. Dort freuten wir uns über das bezaubernde erste Grün an den Bäumen und Büschen. Stetig bergan, mal flacher, dann auch mal steiler - ach ja - es ging - nach einem kleinen Zusatzschlenker der A-Gruppe - hinauf über eine sonnenbeschienene Wiese zur Hütte an der Mengshäuser Kuppe (437 m). Dort war natürlich Rast angesagt, alle genossen die Pause draußen auf den Bänken.
Wo war der Turm? Er war leicht versteckt hinter den Bäumen, so hatte ihn mancher noch nicht gesehen. Während der Rast hatten die Wanderer Gelegenheit, den Heusner-Turm zu besteigen, um von oben die herrliche Rundumsicht zu genießen: trotz seichter Hochnebellage auf weite Sicht konnten wir bis zur Wasserkuppe und dem Meißner sehen, selbst der Inselsberg wurde von scharfen Augen ermittelt!

Weiter ging es nun überwiegend bergab. An einer Wegekreuzung lag ein Riesenigel, eine umgefallene Fichte mit ihren kahlen Ästen. Wir bogen rechts ab und da lag der Rest des Stammes völlig ausgehöhlt und an jedem Ende feine Spänehaufen, wie von Tieren herausgeschabt. Bald verließen wir die X 17 und wanderten weiter auf einem sehr naturnahen Weg, der mit dem Turmzeichen gezeichnet war.
Bald erreichten wir den kleinen Ort Krupsis, durchquerten ihn, liefen wieder ein wenig bergan um den Holzheimer Berg. Aus dem Wald gekommen, lag vor uns der nächste Ort im Tal, Rhina, und links davon unser Ziel, Neukirchen an der Haune, den Zentralort der Gemeinde Haunetal.
Hinter Rhina machten wir noch einmal Rast an einer Hütte, in der Tisch und Bänke keine Hölzer mehr hatten und die Betonteile umgestoßen waren. Also Rast im Stehen.

Alle hatten ihre Jacken ausgezogen, denn es schien die Sonne und es war warm geworden. Durch Wiesen, auf denen Löwenzahn und Wiesenschaumkraut um die Wette leuchteten und auch die Rehe erfreuten, die dort im Haunetal ästen, wanderten wir schließlich auf Neukirchen zu.

Im Ort kamen wir an dem Haus vorbei, in dem Konrad Zuse seine ersten Rechner errichtete, die Vorläufer der heutigen PCs. Die ersten kosteten damals 120.000 DM, als ein Arbeiter noch mit 180 DM Monatslohn auskommen musste!

Dann nahmen wir uns vor der Einkehr noch Zeit, die schöne Kirche zu besichtigen und die vielen alten Grabsteine anzusehen, die im immer noch umfriedeten Kirchhof stehen. Im Bürgerhaus stillten wir Hunger und Durst bei gutem Essen und Getränken und guten Gesprächen.
Herzlichen Dank an die Wanderführer Gabi Dietrich und Hilmar Brackmann sowie Andrea Schmidt und Karl Dietrich für diese schöne Wanderung.
K.K. und M.N.


Kulturfahrt nach Frankfurt

Mit einem bis auf den letzten Platz gefüllten Bus ging unsere Fahrt bei strahlenden Sonnenschein am Donnerstag, den 16.5.2013 in Fuldatal in den frühen Morgenstunden los. Nach einer Kaffeepause bei der Raststätte Wetterau erreichten wir pünktlich unser erstes Ziel, die Frankfurter Wertpapierbörse. Dort begrüßten uns auf dem Börsenplatz Bulle und Bär, die Bronzeskulpturen als Symbol für steigende (Bulle) und fallende (Bär) Aktienkurse.

Nach einer intensiven Sicherheitskontrolle konnten wir das historische Gebäude der Frankfurter Wertpapierbörse betreten. Im Rahmen eines 1 stündigen Einführungsvortrages erhielten wir Auskunft über den täglichen Ablauf des Börsenhandels. Die Frankfurter Wertpapierbörse, eine Anstalt des öffentlichen Rechts, wurde bereits im Jahr 1585 gegründet und ist heute eine der größten Börsen für Wertpapiere der Welt. Betreiberin und Träger ist die Deutsche Börse AG.

Anschließend konnten wir von der Börsengalerie aus einen Blick auf den Parketthandelsbereich werfen. Denkt man als Laie an die Börse, hat man unwillkürlich das Bild vom turbulenten Parketthandel vor Augen: wild gestikulierende Händler, die sich per Handzeichen verständigen und per Zuruf Geschäfte abschließen. Da heute über 90 Prozent der Börsenumsätze über das vollelektronische Handelssystem Xetra abgewickelt werden, ist es wesentlich ruhiger geworden.

Nach soviel Informationen war eine Pause im Frankfurter Stadtwald angebracht. Wir besuchten dort die mitten im Erholungsgebiet gelegene Waldgaststätte Oberschweinstiege. Hier konnten wir uns stärken und auf den danach vorgesehenen Besuch des Palmengartens vorbereiten.

Der im Jahr 1871 eröffnete Palmengarten ist mit 22 ha einer der größten Gärten seiner Art in Deutschland. Bereits 1869 schuf der Gartenbauarchitekt Heinrich Siesmayer einen Landschaftspark für die Bürger der Stadt. Das Palmenhaus, Herzstück der Anlage, beherbergte damals Pflanzen aus unerreichbar fernen Regionen. Seither ist der Palmengarten stark gewachsen und zeigt neben historischen Häusern auch modernste Gewächshausanlagen, in denen die Pflanzenwelt in ihrer überwältigenden Fülle präsentiert wird. In der reizvollen Parkanlage befinden sich die unterschiedlichsten Themengärten. Ständig wechselnde Blumenausstellungen machen einen Besuch zu jeder Jahreszeit lohnenswert.

Die zur Verfügung stehende Zeit war leider viel zu schnell vorbei, so musste die Heimfahrt wieder angetreten werden. Wir lernten noch den Frankfurter Berufsverkehr kennen, zusätzlich erhielten wir Informationen über vorhandene Baustellenstaus auf der Autobahn. Ein kleiner Umweg über Marburg brachte uns aber trotzdem relativ pünktlich zurück. Ein schöner Tag war vorbei. Er wurde mit einem kräftigen Gewitterregen in Ihringshausen verabschiedet.
A.H.


Heilende Kräfte der Natur

Bekanntlich ist ja für alles ein Kraut gewachsen, doch vieles ist in Vergessenheit geraten. Unsere am 8. Juni 2013 durchgeführte Kräuterwanderung gab so manchen einen Anstoß, wieder an Brennnessel, Löwenzahn und Co. zu denken und sich an die unterschiedliche Wirkung als Tee oder Öl zu erinnern. Unter der fachkundigen Führung von Frau A. Brede, einer ausgebildeten Heilkräuterexpertin, erhielten wir umfangreiche Erklärungen über Wirkung und Anwendung von z.B. Schafgarbe, Frauenmantel, Bärenklau und vieles mehr.

Es war überraschend, dass wir auf der nur 2stündigen Wanderung bestimmt rund 18 unterschiedliche Kräuter kennen gelernt haben. Der abschließende Höhepunkt war eine Kostprobe aus der Kräuterküche im Garten der Eheleute Brede.

Es war eine informative interessante Kräuterwanderung, die bei Interesse gerne wiederholt werden kann.
J.H.





Männer-Radwandertouren im Lipperland vom 10.-15. Juni 2013

Bei idealem Radler-Frühlingswetter konnten die diesjährigen Touren der Radwanderer des hiesigen Wandervereins (HWGHV Fuldatal) rund um Lippstadt in Westfalen stattfinden. Es war nie zu früh warm und nur an einem Tag in der ersten Stunde gab´s doch mal einen „Maskenball“ (permanenter Wechsel der Kleidung, wie manch´ ehemaliger Wehrpflichtiger sich erinnerte): wegen ständigen Wandels zwischen kleinen Schauern und Trockenheit.
Sieben Radwanderfreunde erkundeten - nach vorzüglicher Vorauswahl durch unseren Radwanderführer Gerhard Lauff und im Laufe der Woche die andere erfahrenen Routenplaner – Lippstadt, die westfälischen Städte und Dörfer in der näheren Umgebung, aber auch entferntere Ziele wie Paderborn, Rheda-Wiedenbrück und Soest.
Schon im Vorfeld hatte G. Lauff als idealen Standort und Ausgangspunkt für die Touren eine schmucke „Biker-Pension“ in dem nördlich gelegenen Lippstädter Stadtteil Bad Waldliesborn ausgemacht.
Die Anreise erfolgte – wie in den Vorjahren - in Fahrgemeinschaften mit zugeladenen Fahrrädern per Camper-Bus und PKW.

Bereits am Anreisetag wurden die Räder klar gemacht, leichte transportbedingte Blessuren an einem Bautenzug korrigiert, ein Sattel neu eingestellt – und dabei blieb es bis zum Ende der Woche: es gab keine Panne, keine Unfälle, alles lief „rund“. Dies nicht zuletzt auch, weil die Gruppe einen „sicherheitfördernden Trillerpfeifer“ hinzugewonnen hat, der immer vorsorglich ein Signal gab, wenn unerwarteter Gegenverkehr oder zum Überholen ansetzende Pkw von hinten eine „Gänsemarsch-Formation“ erforderlich machten.

Gestartet wurde mit dem wunderbar in die blühenden Felder und schattigen Wälder und ihre Alleen eingebetteten Radwanderweg „Rund um Lippstadt“ mit Stationen am Stift Cappel und am Schloss Schwarzenraben.

An den kommenden Tagen wurde jeweils am Vorabend, von einem oder zwei Wanderfreund(en) die Tour für den nächsten Tag ausgearbeitet. So entstanden, vom Standort ausgehend, Touren in alle Himmelsrichtungen. Viele regionale Radwege, wie z.B. die Kapellen-Route, die Natur-Route Lippstadt, die „Landschaft-erzählt-Geschichte(n)-Route“ oder die Römer-Lippe-Route wurden ganz oder teilweise in die Tourenplanung eingebunden.

Die Pausen nach den ersten 20 km oder spätestens um 11.00 h und die tägliche Einkehr am Nachmittag in einem Café oder einer Eisdiele an einem gemütlichen Rastplatz oder an einem Dorfbrunnen verhinderten, dass die sportive Seite dem sonstigen Lebens-Genuss den Rang ablaufen konnte.

So gab es da auch Zeit genug, historische Gebäude und Anlagen, aber auch das aktuelle


Einkehr im „Adelshof“ in Geseke mit Gerhard Lauff, Hilmar Beckmann,
Karl Dietrich, Jürgen Huth, Gerhard Zintel, Peter Sauer, Manfred Nikolai (v.l.)

Thermalbad in Bad Waldliesborn, eines der größten Naturthermalsolebäder, zu beäugen. Ein Testschwimmer und Turbo-Sauna-Besucher „opferte sich“, während andere die nächsten Touren planten: die Anlage ist sehr zu empfehlen!

In Bad Lippstadt hatten wir die „Historische Kneipen-Tour“ auf dem Programm. Ein gutes Essen aus westfälischer Küche im „Goldenen Hahn“ bildete die Grundlage, ehe es durch andere Traditionslokale, aber auch in das Alte Rathaus, die Marienkirche (?) und immer wieder an liebliche Lippe-Uferblicke im „Venedig Westfalens“ ging.

Die gerade erst eröffnete „Auelandtour“ begeisterte uns durch ihre Vogelvielfalt, wir hörten alle nur denkbaren heimischen Vögel zwitschern, der Kuckuck rief uns Glück zu, wir sahen Störche in der Brutzeit und bei der Nahrungssuche, Schnepfenpaare kreisten über uns oder der Goldfasan stand am Wegesrand, um nur einige Beispiele zu nennen. Ein Höhepunkt dieser Tour durch das Lippetal war auch der Besuch der beeindruckenden St. Ida-Wallfahrtskirche, in reinstem Barockstil, aber um runde 500 Jahre jünger als ihre Vorgängerin.

Das nächste Tagesziel war die alte Hansestadt Soest, die sich in ihrer mittelalterlichen Pracht als „Sinfonie in Grünsandstein“ präsentierte. Bei herrlichem Sommerwetter sind wir über Cappel nach Herzfeld geradelt, wo wir einen kleinen Zwischenstopp einlegten für eine kurze Stadtbesichtigung und eine Erholungspause. Darauf ging es über Brockhausen und Thöningsen zu unserem Zielort Soest.

Soest ist eine malerische Kreisstadt mit 30.000 Einwohnern. Die Innenstadt steht größtenteils unter Denkmalschutz. Eine besondere Attraktion sind die vielen Gärten in der Innenstadt. Im Sommer ist ein Stadtbummel zwischen altem Fachwerk, urigem Grünsandstein und der Blütenpracht in vielen Gärten in der Innenstadt ein nachhaltiges Erlebnis. Unter den vielen Häusern standen das barocke Rathaus, das Haus "Zur Rose" und das doppelgiebelige Fachwerkhaus "Zum Wilden Mann" auf unserer Stadtführung im Fokus unseres Interesses.

Die Höhepunkte unserer Stadtbesichtigung waren die Kirchen St. Maria zur Wiese und St. Maria zur Höhe. Die Wiesenkirche mit ihrem quadratischen Grundriss, den hohen Fensterbahnen, dem grazilen Bündelpfeilerwerk und dem lichtdurchfluteten Innenraum gilt als eine der schönsten Hallenkirchen Deutschlands. Die Kirche Maria zur Höhe ist maßgeblich gestaltet durch mittelalterliche Innenausmalungen, die teilweise von griechischen bzw. byzantinischen Künstlern angefertigt wurden und durch ein Scheibenkreuz, wie man es sonst nur in Gotland vorfindet. Diese Gestaltungselemente legen Zeugnis ab über die weit gespannten Handelsbeziehungen im Mittelalter.

In Paderborn beeindruckte ebenfalls der historische Kern dieser alten Bischofsstadt, natürlich wurden auch der Dom und weitere Gebäudeteile besichtigt, deren Gemäuer bis in den romanischen Baustil zurückreicht. Die Rückfahrt bei dieser längsten Étappe mit unserem E-Bike bewährten Tagestourenführer Karl Dietrich führte uns über Salzkotten und Geseke fast auf Luftlinie zurück ins Quartier …

Und auch der letzte Tag,
für den Gerhard Zintel die „Kapellen-Tour“ rund um Lippstadt vorbereitet hatte, bot uns noch einmal die Gelegenheit, neben den Kapellen und historischen Dorfkirchen die wunderbare Landschaft mit ihren Lippe-Uferwegen zu genießen. Aber auch die außer-planmäßige Entdeckung der ältesten in Serie gebauten Trecker auf einem Bauernhof begeisterte manchen, der diese noch aus seiner Kindheit kannte oder, wie G. Zintel, schon als 6jähriger gefahren war!

Gerhard Zintel auf dem LANZ BULLDOG von 1944                

Die insgesamt ca. 300 km lange Radstrecke führte vorbei an meist landwirtschaftlich genutzten Flächen und unzähligen Gehöften, Bauernhöfen mit Vieh- und Landwirtschaft, mal konventionell, mal Biohöfe, das Lipperland glänzte durch überwiegend gut gepflegte Anwesen und auch die gut instand gehaltenen historischen Plätze und Straßen, aber auch die vielen Siedlungen mit Einfamilienhäusern auf oft kunstvoll gepflegten Grundstücken in den kleinen Städtchen und Dörfer zeugten von relativ großer wirtschaftlicher Kraft und sozialer Sicherheit in der Region. Auch mancher Industriebetrieb, wie etwa der Beleuchtungsmittelhersteller Hella oder auch die vielen sichtbaren Zeugen für die Energiewende wie kleine "Windparks" mit ihren z.T. sehr großen Windrädern, die vielen Dächer und Flächen mit Fotovoltaik-Anlagen bezeugen die Zukunftsorientierung dieser historisch so interessanten Region zwischen dem Sauer- und dem Münsterland.

Die Woche hat uns allen viel gegeben, nicht zuletzt die harmonische Geselligkeit und auch das mehrfach uns begeisternde vorzügliche Abendmenü im „Hubertushof“ in Bad Waldliesborn werden wir in guter Erinnerung behalten – und freuen uns schon auf das kommende Jahr, in dem es mit Karl Dietrich in den Rheingau gehen wird!
M.N. und J.H.


Wanderung der 3. Etappe des Grimm - Steiges

Am 16. Juni 2013 fuhren wir mit 32 Wanderern Richtung Hoher Meißner. Die B-Gruppe begann mit 14 Personen die Wanderung in Velmeden. Die A-Gruppe fuhr mit 18 Personen weiter zum Plateau mit den Sendetürmen. Von hier wanderten wir auf dem Grimmsteig bergab, durch den schönen Naturpark Hoher Meißner, umgeben von herrlichen Blumenwiesen rechts und links des Weges. Das schöne, klare Wetter bot uns eine wunderbare Fernsicht bis hin zum Dörnberg.

Unsere erste Station war die Kitzkammer.
Ein Naturdenkmal und auch ein Ort von Frau Holle. Laut eines Märchens, welches uns Helene vorlas, wurden hier böse Mädchen in Katzen verwandelt. Als nächstes liefen wir durch den Ort Hausen in Richtung Velmeden. Wir streiften den Ort Rommerode, durchliefen Friedrichsbrück, eine ehemalige Hugenottensiedlung. Weiter ging es nach Wickenrode.

Am Ende einer herrlichen Wanderung erwartete uns im Wirtshaus "zur Obermühle" die B-Gruppe zum gemeinsamen guten Essen. Der Wirt erzählte uns einige Episoden aus seinem Leben und von der Entstehung der Obermühle. Wir hatten noch die Möglichkeit selbstgebackenes Brot zu kaufen.

Den Wanderführern H. und J. Henneberg sowie M. Schweitzer und A. Mantel ein herzliches Dankeschön für den schönen Tag.
R.B.


Wanderfahrt ins Allgäu mit Besuch des DWT vom 26.06. bis 01.07.

Zusammen mit dem Wanderverein Vellmar und dem Heimat- und dem Heimat- und Verschönerungsverein Melsungen Fuhren insgesamt gut 70 Wanderinnen und Wanderer ins Allgäu, um dort mit Wanderungen, Rundfahrten und geselligen Abenden die Zeiten zu genießen. Der erste Tag, die Anfahrt, brachte uns nach Rothenburg ob der Tauber, einer zauberhaften Stadt mit den wiederaufgebauten Umwallungen und Häusern. Der erste Tag im Allgäu führte die Wanderer auf die Alpspitz, den Hausberg der Gemeinde Nesselwang, durch die Wasserfallschlucht, einer einmaligen Naturschönheit, wenn auch anstrengend, denn man musste einige Stufen hinaufklettern.
Die "Nichtwanderer" machten eine Rundreise über das Mieminger Plateau zur Friedensglocke in Seefeld, nach Mittenwald und zur Wies - Kirche. An der Friedensglocke stellten sich die Wanderer zu einem Foto.

Am Abend gab es ein rustikales bayrisches Buffet, das alle zufrieden stellte und keine Wünsche übrig ließ.



Der nächste Tag führte die Wanderer auf nicht so steilen Wegen durch die Allgäuer Landschaft zu einer Sennerei und Käserei. Dort ließen es sich die Wanderer bei einem kräftigen Buffet gut schmecken.
Während dieser Zeit waren die anderen Mitfahrer auf Rundreise in den Lechtaler Alpen.
Am letzten Wandertag - es regnete - führte unserer Wanderführer, Herr Korn, mit vielen Details zu den Orten und Landschaften, entlang einer Route an den Weihern der Region, die alle als Moorseen mit braunem Wasser nach der letzten Eiszeit entstanden sind.

Nach einer ausgiebigen Einkehr fuhren wir in unsere Hotels und erlebten nach dem Abendessen Ludwig und Luise mit ihren Liedern und frechen Anmerkungen zum Leben zwischen Eheleuten und andern Mitlebenden.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Umzugs zum Deutschen Wandertag. Rechtzeitig waren wir angekommen, luden unseren Wagen und den Rucksack aus. Johannes hatte den richtigen Riecher, sodass wir nur wenige Meter vom Aufstellort entfernt waren. Schon auf dem Weg dorthin erregte unser Gefährt Aufmerksamkeit und noch mehr während des Umzuges. Beeindruckend war die hohe Teilnehmerzahl in unserer Gruppe. Waren nur 20 Teilnehmer gemeldet, so liefen zeitweise 30 Mitglieder unseres Vereins im Umzug mit. Das hat es noch nicht gegeben.

Es war eine schöne Erfahrung, dabei gewesen zu sein und die Gemeinschaft auch mit den befreundeten Wandervereinen zu erleben.

Danke allen Mitgereisten für diese tolle Gemein-schaft und auch an unseren Wanderführer, Herrn Korn, und unseren Reiseleiter, Herrn Vollandt, und zuletzt Herrn Fritsche, der diese Reise organisiert hat.
K.K.



Kulturfahrt nach Fulda
Die "Päpstin" in der Barockstadt Fulda

Begonnen hat unsere Führung durch die Altstadt von Fulda am 10.7.2013 vor dem Dom, dem Wahrzeichen von Fulda. Erste Hinweise zeigten bereits den engen Zusammenhang mit dem Musical "Die Päpstin".

Auf dem Kopfsteinpflaster Richtung ehemaliger Klosterschule hinterließ Johanna, die spätere Päpstin, bereits ihre Spuren.

Der Dom, von Johann Dientzenhofer von 1704 - 1712 erbaut, ist eines der eindruckvollsten barocken Kirchenbauwerke in Hessen. Beim Bau wurden Teile der Bausubstanz der Vorgänger-Kirche (Ratgar- Basilika, 9. Jahrhundert) verwendet. Seit 1752 ist der barocke Bau Kathedralkirche
des Bistums Fulda. Die religiöse Bedeutung der Kirche ist durch das Bonifatiusgrab, das nach wie vor Ziel von Wallfahrten ist, noch heute aktuell. Zur Besichtigung des Dommuseums blieb leider keine Zeit, den Domdechaneigarten konnten wir jedoch noch bewundern.

Vorbei an Michaelskirche und Paulustor ging es weiter zum Schlossgarten, umgeben auf der einen Seite von der Orangerie und der anderen Seite dem Stadtschloss. Dies wurde 1706 bis 1714 ebenfalls von Johann Dientzenhofer als Residenz der Fürstbischöfe erbaut. Die historischen Räume des Schlosses bieten einen Einblick in die Lebenswelt des Absolutismus. Heute werden Teile des Gebäudes auch als Rathaus genutzt.

In der Altstadt sind Reste der mittelalterlichen Stadtbe festigung, liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser sowie versteckte Plätze und malerische Innenhöfe zu finden. Die Severikirche sowie die Stadtpfarrkirche bildeten den Abschluss unserer Stadtführung.

Jetzt war Zeit für eine Stärkung. Innerhalb der Fußgängerzone waren ausreichend Lokale vorhanden, es war für jeden Geschmack etwas dabei. Danach stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm, das Musical "Die Päpstin".

Allein die räumlichen Gegebenheiten im wunder schönen Schlosstheater - ein Teil des Stadtschlosses - gaben der Vorstellung einen würde vollen Rahmen. Das Leben der kleinen außergewöhnlich klugen Johanna im finsteren Mittelalter gab deutlich zu erkennen, das die Existenz einer Frau seinerzeit bedeutungslos war. Umso mehr musste man den Mut und die Durchsetzungskraft der Johanna bewundern. Bei der Erreichung des Ziels, die Wahl zur Päpstin, war Johanna fast ausschließlich um das Wohl der armen Bevölkerung besorgt. Ihre Hilfsbereitschaft stand an erster Stelle.
Ein wunderschönes Musical, was aber auch zum Nachdenken anregt.

Es war ein schöner und erlebnisreicher Tag.
A.H.


Unsere Familienwanderung 2013 in der Schneeganshütte

Am Sonntag den 28. Juli 2013 hatte unser Verein zu seiner traditionellen Familienwanderung in die Schneeganshütte Simmershausen eingeladen. Bei schönen nicht zu heißen Wetter waren der Einladung insgesamt 91 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde mit drei Kindern gefolgt; neun Wanderer von unserem Nachbarverein Vellmar waren auch dabei. Sie sollten ihre Teilnahme nicht bereuen.

Am nicht ganz frühen Vormittag empfingen die Wanderführer Klaus Kremin und Johannes Scheffer 19 Teilnehmer zur Wanderung durch den Höllegraben. Zur Anregung und Unterhaltung hatte Manfred Nikolai einen Fragebogen erarbeitet und an Gruppen von zwei bis drei Mitwanderern verteilt; hierauf sollten an der Wanderstrecke verschiedene Pflanzen benannt sowie bestimmte Merkmale am Wege erkannt und notiert werden. Am Ende wurden die besten Teams mit kleinen Preisen ausgezeichnet.

Zur gleichen Zeit hatte sich auch schon unser bewährtes Serviceteam an der Schneeganshütte eingefunden, um die Hütte mit Tischen und Bänken, den Grillstand und ein Zelt für die Ausgabe von Getränken aller Art für die Rückkehr der Wanderer und die Ankunft aller übrigen Teilnehmer vorzubereiten. Zur Mittagszeit begrüßte der Vorsitzende alle Anwesenden und eröffnete das Buffet. Das musste er nicht zweimal sagen und alle griffen bei dem reichlichen Angebot an Würstchen und Schnitzel mit Brötchen oder Kraut- und Kartoffelsalat gerne zu; die verschiedenen Getränke mit und ohne Alkohol am Getränkezelt wurden gern angenommen.

Zum Essen fanden alle Anwesenden um die Hütte im Schatten und auch in der Hütte ausreichend Platz und damit auch Zeit und Gelegenheit für interessante Gespräche. Für die musikalische Unterhaltung und Untermalung sorgte unser Horst Müller mit seinem Schifferklavier. Für eine geistige Anregung sorgte Andrea Schmidt mit einem Fragebogen über Märchen; außerdem sollten die Teilnehmer aus einem Buchstabensalat die richtigen Wörter herausfinden und andere Aufgaben lösen. Auch hier wurden am Ende die Sieger ermittelt und ausgezeichnet. Mit einem Gesellschaftsspiel, in das alle Teilnehmer einbezogen wurden, sorgte Andrea darüber hinaus für Stimmung.

So ging die Zeit schnell vorüber und man konnte schon wieder ans Kaffeetrinken denken.
Dafür hatte in der Zwischenzeit das Serviceteam den selbstgebackenen Kuchen aufgebaut und Kaffee gekocht. Auch hier griffen die Teilnehmer gerne zu und ließen sich das leckere Angebot schmecken.


So ging ein sehr schöner Tag zu Ende. Ein herzlicher Dank gilt allen genannten Mitwirkenden und den ungenannten Helfern im Serviceteam, die hervorragende Arbeit in der Organisation und dem reibungslosen Ablauf des ereignisreichen Tages geleistet haben. Hervorzuheben ist, dass viele Teilnehmer, die nicht eingeteilt waren, ihre Hilfe angeboten und mitgemacht haben. Wichtig für das Gelingen der Veranstaltung waren aber auch das insgesamt schöne Wetter sowie die günstigen räumlichen Verhältnisse und die praktische Einrichtung der Schneeganshütte.
J.H.


Wanderung am 04.08.2013 - Rückblicke, Eindrücke

Im Bus wurden wir von Bettina Schönfeldt herzlich mit einem Fontanegedicht begrüßt. Aber auch mit einer Warnung, dass der Sommer der gefährlichste Monat des Jahres sei.

B-Gruppe wanderte von Manrode nach Dalhausen. Trotzdem machte sich die A-Gruppe frohgemut von Muddenhagen auf, über Manrode zur Erimitage Klus Eddessen. Eine große Pause ließ Zeit den stillen Ort in uns aufzunehmen.


Der gesamte Wanderweg war von Abwechslung geprägt. Weite Felder, das Korn reif zur Ernte, der Blick konnte bis zum Teutoburger Wald schweifen. Dann wieder kühler Wald mit flüchtenden Rehen vor uns.
Nach dem Tagespensum Einkehr in Dalhausen. Unter großen Sonnenschirmen konnten wir das gute Essen genießen.

Andrea Schmidt bot einen Besuch im Korbmuseum an. Niemand wollte. Ist der Sommer tatsächlich der gefährlichste Monat im Jahr? Ja! Wir waren irgendwie alle erschossen.
Liebe Wanderführer Horst und Helga Schuller, Andrea Schmidt, Bettina Schönfeld herzlich Dank!
UH


William Shakespeare berühmteste Liebesgeschichte der Welt
2013 auf der Waldbühne Niederelsungen

Am Samstag, den 10.8.2013 fuhren wir mit 78 Wanderfreunden zur Aufführung des Stückes Romeo und Julia. Es handelt sich um eine 1597 veröffentliche Tragödie von William Shakespeare.

Sie schildert die Geschichtezweier junger Liebender, die verfeindeten Familien angehören. Das mit dem Freitod Romeos und Julias endende Drama ist eines der bekanntesten Werke Shakespeares und die berühmteste Liebesgeschichte der Weltliteratur.

Die seit über 60 Jahren bestehende Spielgemeinschaft Niederelsungen mit über 250 aktiv mitwirkenden Personen - davon ca. 150 Darstellern im Alter von 2 - 72 Jahren auf der Bühne - ist es auch diesmal hervorragend gelungen, den Inhalt des Stückesüberzeugend darzustellen. Eine über 3stündige Aufführung konnte auch aufgrund der schauspielerischen Leistung der beteiligten Personen begeistern.

Shakespeare erkannte, was sich in der menschlichen Natur gegen den in uns allen gegenwärtigen, nach Erfüllung strebenden Traum von der Liebe, die alle Feindschaftenüberwindet, in den Weg stellt.

Wir durften einen wunderschönen, aber auch nachdenklichen Abend erleben.
J.H.


Wanderung durch den Landecker Forst bis zu einer tausendjährigen Linde

Der Ausflug vom HWGHV Fuldatal am Sonntag, dem 01.09.13 führte uns in einen abgelegenen wenig bekannten Winkel des Hessenlandes östlich von Bad Hersfeld. Die Vorankündigungen dazu im August waren vielversprechend. Es sollten uns zwei Bergbesteigungen, wunderschöne Aussichten bis in weite Fernen und Kennenlernen von uralten Orten erwarten. Voller Spannung verließen wir unseren Bus, die B-Gruppe mit zwei Wanderführern in Schenklengsfeld, um 14 km zu erwandern, die A-Gruppe ebenfalls mit zwei Wanderführern in Hilmes, einem Ort, der 1367 erstmals erwähnt wird. Bemerkenswert ist eine alte Hainbuchenlaube mit Steintisch beim Pfarrhaus.

Beide Gruppen gingen zum Landecker Forst hinauf, wo wir in dichte Laubwälder eintauchten. Die A-Gruppe hatte noch 18 km vor sich.

Auf den südöstlichen Ausläufern des Landecker Berges befindet sich die Burgruine Landeck in 470 m Höhe. Es war eine bedeutende Burg der Reichsabtei Hersfeld, die 1234 zum ersten Mal Erwähnung fand und 1525 in den Bauernkriegen zerstört wurde. Ende des 16. Jahrhunderts war die Burg völlig verfallen, die Abtei Hersfeld gelangte in hessischen Besitz. 1982 wurden die Reste der Ringmauer restauriert. Wir fanden sie von hohem Buchenwald umgeben und rasteten dort kurz.
Gruppe B hielt sich in Schenklengsfeld noch einige Zeit auf dem Friedhof mit zahlreichen Grabsteinen des 17.,18.,19. Jahrhunderts auf, bevor sie über Hilmes ebenfalls die Burgruine Landeck erreichte. Die Gruppe wendete sich dann Wehrshausen zu, einem Ortsteil von 14, die zu Schenklengsfeld gehören. Dieser war 1966 Bundessieger im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", was sich bis heute auswirkt. Von dort ging es zurück zum Ausgangspunkt.

Die A-Gruppe wanderte ebenfalls durch das schöne Wehrshausen, strebte dann aber dem 630 m hohen Soisberg zu, einem Basaltkegel, der zum Hessischen Kegelspiel in der Kuppenrhön gehört. Unser Ziel war der 25 m hohe Aussichtsturm auf dem Gipfel, von dem aus bei guter Fernsicht der Blick über das Hessische Bergland vom Knüll bis zum Essigberg schweifen kann. Leider war der Zugang zum Turm wegen Bauarbeiten versperrt. So mussten wir uns mit einem Rundweg durch das Landschaftsschutzgebiet Soisberg und Ausblicken auf nahe Orte, z.B. die Kalihalde von Hattorf und schließlich auf Schenklengsfeld begnügen, dessen herausragender Kirchturm der ev. Pfarrkirche uns den Weg ins Tal anzeigte.

Durch die winkligen Gassen von Schenklengsfeld gelangten wir auf den hochgelegenen Platz mit der uralten vielstämmigen Gerichts-und Tanzlinde, die seit hunderten Jahren immer wieder neu austreibt. Ihr Stammumfang beträgt insgesamt ungefähr 17 m, und sie wird von einem Holzgerüst gestützt. Auf dem Anger findet das jährliche Lindenblütenfest im Juni statt.

Beide Gruppen stärkten sich im Gasthaus LINDE und ließen den frühherbstlichen Wandertag gemeinsam und dankbar mit den vier Wanderführern ausklingen.
K.l.


Die Wanderer vor der 1000-jährigen Linde



Unsere Sternwanderung zum 1. Kasseler Wandertag, verbunden mit dem
Jahreswandertreffen des Hessisch Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereins - Gesamtverein (HWGHV)

Am Sonntag den 15. September trafen sich auf unsere Einladung 32 Wanderfreunde und Gäste aus Fuldatal und Umgebung zu einer Wanderung zum Rathaus in Kassel, wo der "1. Kasseler Wandertag" im Rahmen der 1100 Jahrfeier der Stadt Kassel gefeiert wurde.
Als Ausrichter des HWGHV-Jahreswandertreffens 2013 hatte der HWGV Kassel - ein Zweigverein des HWGV - diese Veranstaltung mit der 1100 Jahrfeier der Stadt Kassel verbunden und zum
"1. Kasseler Wandertag" eingeladen.
Fast 1000 Wanderfreunde aus Kassel und Umgebung waren von zehn Ausgangspunkten aus zu einer Sternwanderung in die Kasseler Innenstadt aufgebrochen.

Unsere Wandergruppe machte sich nach einer Begrüßung und Information durch die Wanderführerin Andrea Schmidt auf den Weg um den Lohberg zur Hasenhecke. Hier erwartete uns Herr Koch vom Rhönklub mit einer kleineren Wandergruppe und übernahm die weitere Führung über Wolfsanger und entlang der Fulda bis zum Rathaus Kassel. Bis wir dort ankamen hatte sich die Teilnehmerzahl durch den ständigen Zustrom weiterer Wanderer auf über 80 erhöht. Unterwegs gab Herr Koch verschiedene interessante Informationen zum Bornhof als Keimzelle von Wolfsanger, das 102 Jahre älter sei als Kassel - wie er nicht ohne Stolz bemerkte - und zur Johanniskirche. Den Fuldauferweg entlang erlebten wir hinter der Hafenbrücke "life" die Einweihung eines neuen Steges über die freigelegte Ahne durch den Leiter des Bauamtes Kassel.


Freigabe des Ahne-Stegs

Weiter ging der Weg hinter den Gerberhäusern vorbei an Finkenherd, Karlshospital und Rondell (mit neuem Steg) bis zur Hessenkampfbahn. Von hier aus war es nur noch ein kurzer Anstieg an der Documenta Halle vorbei zum Friedrichsplatz und zum Rathaus-Innenhof.
Hier war alles optimal für die Ankunft der Wandergruppen vorbereitet. An bereitgestellten Tischen und Bänken gab ausreichend Platz für müde Wanderer und eine problemlose Versorgung mit einer guten Erbsensuppe und Getränken jeder Art.


Wimpelempfang

Kassels Stadtrat Hendrik Jordan, der - im Rahmen HWGHV-Wandertreffens - zuvor den Wimpelbaum von Gudensberg übernommen hatte, begrüßte die Wanderer und Gäste. Der HWGV-Vorsitzende Dieter Hankel dankte allen Teilnehmern, Wanderführern und Helfern für ihren Einsatz und der Stadt Kassel für die freundliche Aufnahme. Der jetzt aus der Taufe gehobene "Kasseler Wandertag" sei ein bleibendes Geschenk der Wanderfreunde an die Stadt Kassel.

Anschließend hatten alle Wanderfreunde Gelegenheit, sich in das Getümmel um die vielen verschiedenen Darbietungen und Auftritte aus Anlass der 1100-Jahrfeier zu stürzen - z.B. den Festzug durch die Innenstadt, den Handwerkermarkt an der Karlskirche, wo auch das Glockenspiel zu hören war, die Aktionen im Staatstheater und vieles mehr.
Es war ein ereignisreicher Tag.
J.H.


Ausflug des HWGHV in die nördliche Rhön

Als wir in Richtung Fulda am Rasthof Großenmoor vorüber gefahren waren, verließen wir mit unserem Bus die A 7 über die Ausfahrt Hünfeld/Schlitz. Die A-Gruppe wurde hinter Michelsrombach in Autobahnnähe abgesetzt. Niedrig hängende Wolken empfingen uns mit Sprühregen. Zunächst galt es den "Fuldahöhenweg X 17" zu erreichen. Eine Brücke speziell für den Wildwechsel über die Autobahn und die vielen Hochsitze, die uns teilweise als Orientierung dienten, lassen auf Wildreichtum im Naturpark Rhön schließen. Weitläufige schnurgerade breite Waldwege gehörten sicher zur alten Poststraße.

Vorwiegend wanderten wir durch schon herbstlich verfärbten Mischwald, der Regen hörte auf, aber der Himmel blieb grau. Es begegneten uns Pilzsammler mit reichlicher Ausbeute. Fliegenpilze leuchteten am Wegrand um die Wette mit hohen Farnkräutern. Bald kamen wir nach Michelsrombach hinunter, seit 1972 Stadtteil von Hünfeld mit ca. 1200 Einwohnern. Das alte Jagd - und Forsthaus fiel uns auf. Wir rasteten an einer von Mäuerchen eingefassten Anlage des Dorfbrunnens nahe beim Dorfbach, sicherlich ein Platz, an dem sich früher die Frauen zum Wasserholen und Wäschewaschen versammelten.

Wieder im Wald fielen uns zwei weitere interessante Plätze auf. Der erste war eine gekennzeichnete Wüstung. Dort erinnern Grundmauern und der " Mordgraben " an den 30jährigen Krieg, als alle Dorfbewohner umgebracht wurden.

Der andere bemerkenswerte Platz, über den uns Artur Mandel, unser Wanderführer, berichtete, nennt sich "Lindwurmkaute" und ist ein ausgewiesenes Naturdenkmal. Das hier unter einer mehrere 100 m mächtigen Buntsandsteinschicht lagernde Steinsalz wurde im Laufe der Zeiten durch fließendes Grundwasser ausgelaugt. Dies führte zu Einbrüchen des Buntsandsteins und der Deckschichten. Man spricht auch von Einbruchsschloten, die gefährlich sein können. Um die Löcher im Boden ranken sich Sagen vom versunkenen Schloss und vom Kampf zwischen Ritter Georg und dem Lindwurm. Der Flurname "Siegen" soll auf den siegreichen Kampf des Ritters hinweisen.

Unterhalb unseres Wanderweges lagen einige Orte, z.B. Großenmoor, Schlotzau, Langenschwarz, im sogenannten "Kiebitzgrund", einem ehemaligen Moorgelände, in dem es einst seltene Vogelarten gab.

Von Schlotzau aus startete Gruppe-B um, unter Führung von Hilmar Brackmann, 13 km durch Wald und Feld nach Langenschwarz und Wehrda zu wandern. Wir gelangten schließlich auch nach Langenschwarz mit einer großen ev. Kirche und einem Schlossbau in Fachwerk, sowie einem Geflügelhof.

Nach dem Aufstieg zur Autobahnbrücke hatten wir inzwischen über 18 km hinter uns gebracht. Die Geräusche von der A7 als auch von der ICE Strecke der DB vernahmen wir häufig.

In Wehrda (Haunetal) erwartete uns ein typisches Rhöndorf mit Schindelhäusern, dazu drei Schlössern. Im Ferienpark Wehrda schmeckte den beiden Gruppen das gute Essen.

Unser Busfahrer unternahm noch einen Abstecher nach Sargenzell. In der Alten Kirche bewunderten wir den diesjährigen 26. Früchteteppich. Als Vorlage diente das Gemälde von Raffael "Die Verklärung Christi", das von den Dorfbewohnern in mühevoller Kleinarbeit aus vielerlei Samen nachgebildet wurde.

Wir kamen nach Umfahrung eines Staus auf der Autobahn wohlbehalten und zufrieden in Fuldatal an.
K.


Wanderung nach Hess.Lichtenau

Am 3.11.13 starteten wir bei anfänglichem Nieselregen zu unserer Wanderung nach Heli.
Die Etappe führte uns von Wellerode, Gruppe A ca.19 km, und von Wattenbach, Gruppe B ca.15 km, nach Heli.

Während der Fahrt informierte uns Wanderführer Joachim Hennebereg über die geschichtlichen Sehenswürdigkeiten. Wattenbach wurde erstmals 1323 rwähnt,1820 wurde hier das erste Braunkohlewerk der Söhre errichtet.

Bei Wattenbach führte uns der Weg an 5 Windkraftanlagen mit den Namen Schneewittchen, Frau Holle, Hänsel und Gretel und Rumpelstilzchen vorbei.
In der Nähe von Quentel kreuzte unser Weg die Franzosenstrasse. Hier wurden die beiden Gruppen sehr gefordert. Der lange und steile Anstieg wollte und wollte nicht enden. Aber wir hatten es alle geschafft und konnten uns aus dem Rucksack stärken und etwas ausruhen.

Das Wetter meinte es inzwischen auch gut mit uns und der kleine Umweg kurz vor Heli bescherte uns bei blauem Himmel einen herrlichen Weitblick zum "Hohen Meißner" und unserem Ziel "Heli".
Hier wurden wir im Bürgerhaus mit einem 3 Gänge Menü und 1 Schnaps empfangen. Die Stimmung war gut, es wurde gelacht, viel erzählt und alle waren sich einig: das haben die Wanderführer wieder sehr gut vorbereitet.
Hierfür unseren herzlichen Dank!
H.S.



Ein fröhlicher Hüttenabend

Knapp die Hälfte aller Mitglieder und dazu Gäste waren am Samstag dem 9.11.2013 zum 33. Jubiläum des Zweigvereins erschienen, um dieses Ereignis gebührend zu feiern. Zu Beginn begrüßte der Vorsitzende, Klaus Kremin, die Anwesenden, Mitglieder und Gäste, besonders die Gäste aus den benachbarten Zweigvereinen. Zunächst den kommissarischen Kassenwart des Vorstandes des HWGHV Gesamtvereins, Werner Kappes, den kommissarischen Vorsitzenden des Rhönklubs Kassel, Andreas Koch, den Vorsitzenden des Wandervereins Vellmar, Jürgen Kock, und den Vorsitzenden des Zweigvereins Reinhardshagen, Herrn Sallwey, zusammen mit den jeweils mitgekommenen Vereinsmitgliedern.

Danach begrüßte er die anwesenden Gründungsmitglieder und die im Jahr 2013 hinzugekommenen neuen Mitglieder.

Nach der Begrüßung nahm er die Ehrungen der langjährigen Mitglieder vor. die für ihre 25-jährige Mitgliedschaft mit der Urkunde und der Ehrennadel des HWGHV Fuldatal ausgezeichnet wurden.



v.l.nr. Vorsitzender Klaus Kremin, Norbert und Rosemarie Sauerland, Irmgard Gentzen,
Irmgard Billigmann, Stellvert. Vorsitzender Jürgen Huisinga

Der Gesamtverein zeichnete, vertreten durch das Vorstandsmitglied Werner Kappes, die Mitglieder Artur Mandel, Andrea Schmidt, Ruth und Hubert Brostmeyer für ihre aktive ehrenamtliche Tätigkeit für den Zweigverein mit der Silbernen Ehrennadel und Gerhard Lauff mit der Goldenen Ehrennadel aus.



die Geehrten mit dem Kassenwart des GV Werner Kappes

Nach den Ehrungen dankte der Vorsitzende den Mitgliedern, die für die Saal- und Bühnendekoration zur Verfügung gestanden hatten und überreichte den Damen, die die Tische geschmückt hatten, je eine Rose und überbrachte anschließend die Grüße der Mitglieder, die aus verschieden Gründen die Veranstaltung nicht besuchen konnten.

Es folgte das Essen mit einem herbstlichen Salatbuffet, Kasseler- und Putenrollbraten mit Kartoffeln oder Klößen und Sauerkraut und einem Dessert aus Vanilleeis auf Beerenkaltschale mit Sahnehaube. Köstlich. Alle waren mit dem Essen zufrieden und haben sich das Angebot schmecken lassen.

Gegen 20 Uhr trafen die ersten Gäste ein, die unser Programm bereicherten sollten, die Donkey Dancers aus Knickhagen. Sie tanzten - Line Dancers - mehrere Stücke zu unsrem Vergnügen. Mit Begeisterung und Freude an ihrem Tanz, die man spürte, legten sie ihre Vorführung hin und der reichliche Applaus dankte ihnen für ihre sicher schweißtreibende Darbietung. Danke, das war echt gut.



Die Donkey Dancers bei ihrer Vorführung

Nun war unser Musiker, Mario Gassmann, der bereits dezente Musik zum Abendessen gemacht hatte, am Zug und unterhielt uns bis zur nächsten Attraktion, den Sängern des Karnevalvereins Herkules. Sie traten in zwei Gruppen auf, zunächst als Herkulinos mit bekannten Liedern aus Pop und Karneval. Mit Applaus wurden sie entlassen.
Bis zum Auftritt der Meistersinger erschienen überraschend zwei Knastbrüder im Freigang, die uns mit ihren Erfahrungen aus ihrem Leben und mit Richtern recht unterhaltsam erheiterten.



Die Knastbrüder Gisela Eggert und Ruth Brostmeyer

Nun kamen die Meistersinger. Ihr Programm bestand aus aktuellen Popsongs - nach ihrer Ansage - die zur Ehrung der Damen diente, jedoch mit einem Song endete: … sie hatte nur Schuhe an. Der kräftige Applaus dankte den Sängern für ihren Vortrag.



Die singenden Meistersänger

Nach einer Tanzrunde, die Mario Gassmann begann, an der viele Tänzer unterwegs waren, trug Liesel Brede eine Geschichte vor - unglaublich - wie sie eine Waschmaschine erwarb, um Waschlappen und Seife sich ersparen zu können.
Und wieder war Tanz angesagt und die Tanzfläche war voll. Doch da war doch noch die Geschichte des singenden Ehemanns - ein Höhepunkt der eigenen Beiträge, wo eine erboste, unzufriedene Ehefrau auf ihren Mann trifft, der nur mit Liedern auf Ihre Vorwürfe antwortet, herrlich die beiden Vortragenden.



Dieter und Karin Endmann

Hubert Brostmeyer, der mit Humor und Charme durch das Programm geführt hatte, dankte den Darstellern mit einem Präsent. Es war ein erfolgreicher und köstlicher Abend, den wir sicher nicht vergessen werden, Danke an alle Mitwirkenden vor und unsichtbar für das Publikum.
K.K.


Adventszauber in Münster

Unsere Adventsfahrt in diesem Jahr führte uns nach Münster. Die Adventszeit ist in Münster jedes Jahr ein besonderes Erlebnis.

Wenn der Prinzipalmarkt in goldenem Glanz erstrahlt, Kaufmannshäuser, Kirchen und Museen dezent beleuchtet werden und sich die ganze Innenstadt festlich geschmückt zeigt, beginnen zauberhaft stimmungsvolle Stunden.

Passend zur Weihnachtszeit haben wir vorher das Krippenmuseum in Telgte besucht. Das Museum basiert auf der Sammlung von Weihnachtskrippen, die bereits erstmals 1934 ausgestellt wurden. Seit vielen Jahren findet jeweils in der Weihnachtszeit eine große Krippenausstellung von überregionaler Bedeutung statt. Es werden neben historischen auch gegenwärtige Krippen ausgestellt. So konnte u.a. auch eine Krippe aus Fahrradteilen bestaunt werden. Auch im nebenliegenden Haupthaus, dem Museum RELiGIO, waren sehenswerte Ausstellungsstücke zu besichtigen.
Als wertvollstes Kunstwerk beherbergt das Museum das berühmte Hungertuch von 1623.
Das 7,4 m mal 4,4 m große Leinentuch enthält 33 Bildfelder. Die Darstellungen beschreiben das Leiden und die Auferstehung Jesu Christi sowie Bilder der Passion aus dem Alten Testament.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter nach Münster, wo uns gleich fünf verschiedene Weihnachtsmärkte mit rund 300 Ständen erwarteten. Der größte und älteste Weihnachtsmarkt befindet sich im Rathausinnenhof, dem Platz des Westfälischen Friedens. Hier gab es neben einer riesigen Auswahl an Schmuck- und Kunstgewerbeständen auch vielseitige kulinarische Angebote.

Über den ebenfalls festlich geschmückten Prinzipalmarkt geht es zum Lichtermarkt St.Lamberti. Der Weg führt durch Bogengänge vorbei am gotischen Rathaus und historischen Kaufmannshäusern. Die Umrahmung durch Kirche und historische Bogenhäuser verleihen dem Markt St.Lamberti eine besondere Atmosphäre.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt sind u.a. das Kiepenkerl Denkmal und der Giebelhüüskesmarkt mit ihren Weihnachtsmärkten sowie der Dom und die vielen Kirchen und Museen. Nicht zu übersehen ist auch, das Münster eine Universitätsstadt mit rund 50000 Studenten ist.

Wir hoffen, dass es für die 51 Teilnehmer eine schöne Fahrt und erlebnisreiche Stunden waren.

A.H.


Über den Meßhagen (Adventswanderung)

Am Sonntag, 15. Dezember 2013, trafen sich gut 30 Wanderinnen und Wanderer zu einer Wanderung nach Niedermeiser. Der Bus holte uns in Ihringshausen an der Kirche und in Simmershausen am Haus Schönewald ab. Es war nicht sehr schön - das Wetter - dennoch hofften alle, dass es sich bessern würde. Über die B7 ging es nach Grebenstein und weiter nach Friedrichsthal, unserem Startpunkt. Übers Feld bei leichtem Nieselregen ging es bergan. Am Waldrand trafen wir dann noch Mitwanderer, die uns dort erwartet hatten. Zwei Buben waren dabei. So waren es drei Jungen, die uns begleiteten. Der Jüngste wollte immer vornan sein und lief an uns vorbei, um wieder nach vorn zu kommen. Die Regenschirme wurden aufgespannt. Im Wald war es dann ruhiger und der Regen war zu ertragen - es waren ja alle betroffen und die Gespräche lenkten auch ab. Der Wald war licht, die Blätter von den großen Bäumen abgefallen, während das Unterholz noch mit seinen braunen Blättern stand. Die Waldwege waren schön weich durch das Laub und auch mal aufgeweicht, jedoch insgesamt gut zu gehen.
Dann erreichten wir den Meßhagen, ein Naturschutzgebiet wegen der vorkommenden seltenen Tiere und Pflanzen. Wie unser Gast berichtete, war dieses Gebiet wie eine große Alm, auf der die Landwirte gemeinsam ihre Tiere weiden ließen. Dann war es bis zur Schließung des Bundeswehrstandorts Hofgeismar Truppenübungsplatz und ist jetzt wieder eine große zusammenhängende Weidefläche. Wir wanderten um den Meßhagen herum und sahen bald unser Ziel, Niedermeiser, im Tal liegen. Auf einer Weide am Waldrand sahen wir noch eine Herde Wisente, die aber bei unserem Erscheinen fortzogen.
Kurz vor dem Ort passierten wir ein Spalier von alten knorrig gewachsenen Buchen, dann gelangten wir zur Fuchsmühle, deren Mühlrad aber verrostet und nicht funktionsfähig war.

Bald gelangten wir zur Einkehr, dem Gasthaus Ebert und stärkten uns bei einem hervorragenden warmen Buffet. Einige brauchten danach noch einen Verdauungs-spaziergang.

Da klopfte es und herein kam der Weihnachtsmann, begrüßte die Wanderer und fragte, ob Kinder mit dabei wären. Ein wenig zaghaft kamen sie nach vorn. Dann erhielten sie doch ihre Geschenke nachdem sie ein Gedicht aufgesagt hatten.

Bei Kaffee und mitgebrachtem Weihnachtsgebäck ließen wir diesen schönen Tag ausklingen und der Bus brachte uns wieder heim.
K.K.


2014

Überquerung des Habichtswaldes von Norden nach Süden am 5.O1.14

Als die A-Gruppe des HWGHV Fuldatal am Sonntag beim stillgelegten Basaltwerk Igelsburg den Bus verließ, breiteten sich auf dem Parkplatz große Pfützen aus. Es hatte die Nacht über geregnet, und es regnete weiter. Doch wir vertrauten unseren Wanderführern Bettina Schönfeldt und Hilmar Brackmann, die einen Abstieg ins obere Ahnetal geplant hatten. Hier verläuft die erste Etappe des Habichtswaldsteigs von Zierenberg aus kommend bis ins Firnsbachtal.

Vor uns ragte der 466m hohe Burgberg der Igelsburg (ehemals Engelsburg) auf. Das obere Ahnetal ist durch einen gewundenen Weg und einige vom HWGV Kassel errichtete Holzstege erschlossen. Wir folgten dem landschaftlich schönen Weg am rauschenden Bach, wobei wir wegen der Nässe fast jeden Schritt bedächtig setzen mussten.
Auf der festen Waldstraße zum Gasthaus "Silbersee" ging es zügiger voran ebenso auf der Kastanienallee. Bald sahen wir den Herkules, der von 1701 bis 1717 auf dem Winterkasten, später Karlsberg errichtet wurde.

An der Erhaltung des Bauwerks auf unsicherem Baugrund wird ständig weiter gearbeitet. Der Unterbau, das 33 m hohe Oktogon, ist von einer 30 m hohen Pyramide gekrönt und darüber vom 9,25 m hohen kupfernen Herkules-Standbild, in dessen Keule 6 Personen Platz finden.

Auch das Weideland, welches wir durchquerten, war aufgeweicht. Dann erreichten wir die Holz- Sitzgruppen am Parkplatz hinter dem Herkules. Sie waren von Sonne beschienen! Jetzt kam die verdiente Rast.

Die B-Gruppe war hier ausgestiegen und befand sich schon auf dem 11 km langen Weg durch das Druseltal - Firnsbachtal nach Hoof. Frisch gestärkt bewegten wir uns abwärts auf schnurgerader Trasse der ehemaligen Herkulesbahn vorbei am Steigerhaus der 1940 stillgelegten Zeche Herkules-Roter Stollen.

Nach dem Braunkohle-Steine-Transport wurde 1927 der Personentransport im Druseltal aufgenommen. Seit 1961 erfolgt Busverkehr.

Am Gasthaus Neu Holland wandten wir uns über die Druseltalstraße dem gegenüberliegenden Hang zu. Es ging bergauf in Richtung Habichtspiel - Herbsthäuschen. Der Weg entlang der großen Waldwiese hatte sich in einen Sumpf verwandelt. Wir stapften hindurch und gelangten zum Schlüsselstollen, wo der Firnsbach entspringt und Fledermäuse Unterschlupf finden. Unsere Wanderführer entschieden sich für das wildromantische Felsental des Firnsbaches mit den Formationen aus Säulenbasalt; die Brücken sind um 1900 vom HWGV errichtet worden. Am Ende des Tales boten sich Baumstämme zum Rasten in der Sonne an.

Vom Waldrand aus genossen wir den Blick auf den nahen Hirzstein(502 m) und in den sonnenbeschienenen Chattengau. Das Ziel vor Augen legten wir noch ein Stück am Waldrand zurück, gingen durch den Tunnel der A44 und den der Naumburger Kleinbahn, stiegen in Schauenburg-Hoof zur Kirche hinauf, gelangten schließlich nach 17 Kilometern zum Gasthaus "Himmel". Dort erwartete uns die B-Gruppe mit den Wanderführern Artur Mandel und Friedrich Hobein sowie die freundliche Bedienung im großen holzgetäfelten Saal.

Das schmackhafte Essen rundete die in jeder Hinsicht gelungene Tour zum Auftakt des neuen Wanderjahres ab.
KA., KL.


Wanderung in der Gemarkung Fuldatal

Am Sonntag, den 19. Jan. war wieder mal eine Wanderung vor der Haustür angesagt. In zwei Gruppen machten wir uns auf den Weg den nördlichen Teil der Gemarkung Fuldatals zu erkunden.

Die A- Gruppe startete am Haus Schönewald und die B-Gruppe an der Bushaltestelle Raiffeisenstraße, Simmershausen, um mit den Bus zum Start nach Rothwesten zu fahren.
Unter der orts- und sachkundigen Führung von Helene und Joachim Henneberg für die A-Gruppe und Manfred Schweitzer für die B-Gruppe setzten sich die gut gelaunten Wandergruppen, bei trockenem Wetter, in Bewegung.

Nach ca. 10 Min. erreichte die A-Gruppe die Reinhardswaldschule, eine idyllisch gelegene Tagungsstätte, u. a. für die Lehrerfortbildung. Auf fußfreundlichen Wanderweg, dem X17/X3, ging es weiter zum "Fuldablick". Fuldaschleife und Gut Kragenhof sind von hier oben ein schöner Anblick. Gut Kragenhof, ein im 12.Jahrhundert erbautes Klostergut, wird seit 1983 ökologisch bewirtschaftet. In der hofeigenen, öko-zertifizierten Gutsbäckerei kann man u. a. Brot und Brötchen kaufen. Vorbei an der Kompostierungsanlage des Landkreises Kassel erreichen wir Gut Eichenberg, mit Reiterhof und Schullandheim der Stadt Kassel. Wir überqueren die K41 und erreichen den Ortsteil Rothwesten, erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1020. Zum Ort gehören Gut Eichenberg und Gut Winterbüren. Auf der höchsten Erhebung des Ortes, dem Häuschensberg, befindet sich seit 50 Jahre eine Sternwarte. Weiter geht es über das Gelände der ehemaligen Fritz-Erler-Kaserne.
Von 1934 bis 2007 unterlag das Gelände vielfacher militärischer Nutzung, u. a. als Fliegerhorst, Versorgungsstützpunkt und Fernmeldestandort.
Ein besonderer Höhepunkt der Wanderung ist das Haus Posen, auf dem Gelände, der ehemaligen Kaserne.
Hier fanden vom 21. April bis 8. Juni 1948 geheime Sitzungen (Konklave) zur Währungsreform statt. Am 21 Juni 1948 wurde die "Deutsche Mark" eingeführt.

Mittlerweile wurde aus dem Kasernengelände das Gewerbegebiet Fritz-Erler-Anlage. Angesiedelt hat sich hier u. a. das Fraunhofer Institut IWES, ein Testzentrum für intelligente Netze und Elektromobilität.

Von unseren Wanderführern vorausschauend geplant trafen sich beide Wandergruppen zur gemeinsamen Pause und wärmenden Getränk, den Wanderführern ein herzlichen Dank.

Erst ost- dann westwärts, entlang des Krummbachs, über die L3232 erreichten wir Gut Winterbüren. Als Rittergut Winterbüren wird es schon seit dem Jahr 1160 erwähnt. 1783 wurde das Gut von Freiherr Waitz von Eschen erworben. 1840 wurde auf dem Häuschensberg ein Aussichtsturm errichtet, in dem sich heute die Sternwarte befindet. Das Gut ist jetzt ein reiner Ackerbaubetrieb, ohne Viehhaltung. Wir setzten unsere Wanderung in südlicher Richtung fort überquerten die K38 und erreichten nach ca. 14 km unser Ziel, Haus Schönewald. Hier wurden wir bereits von der B-Gruppe, die ca. 11 km gewandert war, zur gemeinsamen Endeinkehr erwartet.

Wir genossen die anschließende Stärkung und bedanken uns für die Gastlichkeit des Hauses Schönewald.

Wir bedanken uns bei unseren Wanderführern für die schöne und interessante Wanderung mit der Gewissheit etwas gegen den Winterspeck getan zu haben.
A.M.


Der Grimmsteig ruft

Am 2. Februar 2014 wanderte die B-Gruppe mit den Wanderführern Ruth Brostmeyer und Andrea Schmidt ca. 13 km durch das Gläsnertal nach Helsa-Wickenrode.
Die Strecke der A-Gruppe ca. 17 km begann auf dem Wanderweg P11 "Niester Riesen".
Wanderführer waren Helene und Joachim Henneberg."Niester Riesen-Exoten im nordhessischen Wald. Mitten im Laubwald stehen hier unter anderem 1 Mammutbaum, eine kanadische Hemlocktanne, eine Küstentanne und eine Küstenduglasie. Der Legende nach sind die Bäume Riesen, die von einem Waldgeist verzaubert wurden, als sie im Auftrag von Otto Quaden im 14.Jahrhundert die Burg Sensenstein des Landgrafen von Hessen angriffen. In Wirklichkeit sind die Bäume aber wohl nicht ganz so alt, sie wurden vermutlich Ende des 18.Jahrhunderts gepflanzt. Als in Kassel der Bergpark Wilhelmshöhe in einen Landschaftspark umgewandelt wurde, wurden dort viele exotische Bäume gepflanzt.
Die heutigen Riesen waren wohl übrig und wurden einfach in der Nähe von Nieste ausgepflanzt. Doch mit ihren gut 200-250 Jahren haben sie bereits eine stattliche Höhe erreicht und sind durchaus imposant anzusehen.

Von der im Jahr 1372 erbauten Burg Sensenstein erinnern heute nur noch hohe Wälle an die einstige Größe der Burganlage. Die Gebäude sind restlos abgebrochen. An ihrer Stelle befindet sich die Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein des Landkreises Kassel.

Die 4.Etappe des Grimmsteiges führt von der Königs-Alm nach Nieste, einem staatlich anerkannten Erholungsort zum Wanderparkplatz Gläsnertal. Der Kaufunger Wald gehörte in dieser Zeit zu den wichtigsten Gebieten für die Waldglasherstellung. Unsere Wanderung führte uns immer wieder entlang der Nieste, deren Quelle im Kaufunger Wald am Steinberg nahe Großalmerode liegt. Sie mündet in die Fulda zwischen Niestetal und Sandershausen.

Wir wanderten durch ein herrliches, teils gebirgiges Waldgebiet. Sobald die Wochenendhäuser von Wickenrode erreicht waren, hatten wir einen schönen Blick auf die im Tal liegende Ortschaft. Dort konnten wir im Wirtshaus zur Obermühle unsere Mittagsrast einnehmen.
H.S.


Wanderung entlang der Schede am Sonntag, den 9. März 2014

Nachdem die B-Gruppe (13 km) mit den Wanderführerinnen Ruth Brostmeyer und Bettina Schönfeld den Bus in Dankelshausen verlassen hatten, fuhr die A-Gruppe (18 km) Wanderführer Gerhard Lauf und Artur Mandel weiter bis Bühren.
Das Wetter meinte es schon am frühen Morgen gut mit uns. Unser Ziel war Lippoldshausen, ein östlicher Ortsteil von Hann. Münden, aber bis dahin führte uns der Weg noch an folgenden Orten vorbei. Bühren, Dankelshausen, Niederscheden, Mielenhausen, Schedetal (meiler) und Volkmarshausen zur Weser. Der Fluss Schede entspringt im Südteil des Bramwaldes. Etwa 1 km südwestlich von Bühren liegt seine Quelle, die wir besichtigt haben.

In einem Bogen auf einer Länge von 13 km fließt sie nördlich von Volkmarshausen in die Weser.

Sehenswürdigkeiten von Bühren: Der nordwestlich gelegene Voßküppel, Fundstätte für frühzeitliche Fertigung von Werkzeugen aus Quarzit. Bührener Orgelpfeifen, Naturdenkmal aus Basaltsäulen.

Wiershausen: Ein Haupterwerbszweig der Einwohner war die Leineweberei. Das Ortswappen wird daher von einem Weberschiffchen geschmückt. Unser Blick schweifte immer wieder in die Ferne. Bei blauem, wolkenlosem Himmel bewunderten wir die bereits zart grünen Felder, die durch die hügeliche Landschaft sehr abwechslungsreich wirkte.

Nun zu Lippoldshausen: Er ist ein Ortsteil von Hann. Münden im Landkreis Göttingen. Lippoldshausen wird durch zweigeschossige Fachwerkhäuser geprägt. In 2013 feierte die Gemeinde ihr 750 jähriges Bestehen. Der Ort liegt an der Werra unweit der Verbindung von Werra und Fulda zur Weser. Er liegt im südlichen Weserbergland im Länderdreieck Niedersachsen, Hessen und Thüringen. Der europäische Fernwanderweg E6/X5 durchquert auf dem Weg von der Türkei/Griechenland nach Norwegen/Finnland dies Dorf, welches den Fernwanderern auch die Möglichkeit der Übernachtung dient. Die waldreiche Umgebung des Dorfes, im Grenzbereich, ist Standort seltener Pflanzen. Das Ortswappen wird daher von einer Blüte des Frauenschuhs geschmückt.

Im Landgasthaus zur Brücke haben wir unsere Mittagsrast eingenommen.
Den Wanderführern herzlichen Dank für die gute Vorarbeit.
H.S.


"Dem Urwald aufs Dach steigen"

Unter diesem Motto fuhren wir am Donnerstag, den 24.4.2014 mit einem voll besetzten Bus zum Nationalpark Hainich. Der Hainich ist ein fast vollständig bewaldeter Muschelkalk-Höhenzug am Westrand des Thüringer Beckens. Mit seiner Waldfläche von 13000 Hektar ist es das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands. Der 7500 Hektar große Nationalpark, seit 25.6.2011 UNESCO-Weltnaturerbe, befindet sich im südlichen Teil des Hainich. Hier kann der vielfältigste Lebensraum der Erde, das Ökosystem Baumkronen, auf dem längsten Wipfelweg Deutschlands erkundet werden. Der Baumkronenpfad bietet auf 530 Meter in Höhe bis zu ca. 40 Meter viel Wissenswertes über die Natur, sowie herrliche Blicke über das Thüringer Becken.

Unter fachkundiger Führung von Nationalpark-Rangern erfuhren wir viel Wissenswertes über die Pflanzen- und Tierwelt. Wie es sich für einen Wanderverein gehört, wurden die vorhandenen Kletterpartien für Junggebliebene innerhalb der beiden Schleifen des Baumkronenpfades nicht ausgelassen.

Weiter ging es nach Eisenach, einer Stadt mit ca. 42000 Einwohnern. Berühmt geworden ist Eisenach durch die Wartburg, die nach einer Sage 1067 errichtet wurde. Mit seinen Bürgerhäusern, dem Rathaus aus dem Jahr 1508, dem Stadtschloss und der Georgenkirche bildet der Marktplatz seit jeher die repräsentative Mitte der Wartburgstadt. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Lutherhaus. Das Fachwerkhaus, eines der ältesten der Stadt, ist ganz dem Wirken des Reformators gewidmet, der dort während seiner Eisenacher Schulzeit (1498 - 1501) gewohnt haben soll. Der berühmteste Sohn der Stadt ist aber Johann Sebastian Bach, der 1685 in Eisenach geboren wurde. Bachdenkmal und Bachhaus befinden sich ebenfalls im Zentrum der Stadt.

Nach einer Stärkung haben wir unser nächstes Ziel in Angriff genommen. Es erwartete uns der ca. 500 Meter lange steile Anstieg zur Wartburg. Wer wollte, konnte aber auch den Weg mit einer Pendelbusfahrt bewältigen. Die geschichtsträchtige Wartburg befindet sich etwa 200 Meter über Eisenach auf einem Felsplateau. Sie war Schauplatz des legendären Sängerkrieges, Residenz der heiligen Elisabeth und Zuflucht für Martin Luther. Seit 1999 ist die Wartburg UNESCO-Weltkulturerbe
Im 12. Jahrhundert erblühte die Wartburg zum Zentrum der schönen Künste. Hier sind Lieder von Walter von der Vogelweide erklungen und Dichtungen von Wolfram von Eschenbach entstanden. Die darauf bezogene Sage vom Sängerkrieg auf der Wartburg erlangt durch Richard Wagners "Tannhäuser" Weltruhm. Ebenso bekannt und bis heute verehrt ist die Gestalt der Heiligen Elisabeth von Thüringen, von deren Leben und barmherzigen Wirken zwei Palasräume Hinweise geben. Von 1521 bis 1522 suchte Martin Luther als Junker Jörg auf der Wartburg Schutz vor dem damaligen Papst und auch dem Kaiser. In der Lutherstube, dem Wohn- und Arbeitsbereich des Reformators entstand in dieser Zeit die Übersetzung des Neuen Testaments in die deutsche Sprache.

Im Rahmen einer Führung wurden wir ausführlich über alles Wissenswerte informiert. Nach einem abschließenden Rundgang durch die Burganlage traten wir wieder die Heimreise an.
A.H.


Jahreswandertreffen auf der "Königsalm" in Nieste

Am 27. April d.J. trafen sich 8 Mitglieder unseres Wandervereins mit den Wanderfreunden der anderen Zweigvereine des HWGHV auf der "Königsalm" in Nieste. Eine Wanderfreundin war an gewandert mit einem anderen Verein. Dennoch saßen wir am Ende alle zusammen.

Nach Unterhaltung durch einen Gitarrenspieler, der Lieder zum Mitsingen und Schunkeln bot, gab es Essen. Nacheinander trafen die Wanderfreunde der anderen Vereine, die an gewandert waren, ein.

Im gemeinsamen Gottesdienst bezog sich die Pfarrerin auf das Wandern mit Erinnerung an ihr eigenes Erleben und die Wanderer, die in der Bibel vorkommen, bis hin zu den Aposteln. Alte und neue Lieder, die alle mit voller Stimme mitsangen, begleiteten den Gottesdienst.

Danach gab es wieder Gelegenheit mit den Wanderfreunden der Nachbarvereine Gespräche zu führen und neue Bekanntschaften zu machen in dieser Wanderer Familie. Nach einer Darbietung in nordhessischer Mundart wurde der Wimpel zum Wandertreffen an den Vertreter des Bürgermeisters Niestes übergeben und den Wimpelträgern der beteiligten Vereine das Wimpelband des Wandertreffens 2014 übergeben.
K.K.


Teilnehmer unseres Zweigvereins und unser Wimpelträger



1. Frauenwanderung des HWGHV Fuldatal

Die Organisatorin dieser Wanderung, Andrea Schmidt,lud Interessierte zu dieser Veranstaltung ein und freute sich über die vielen Anmeldungen. 24 Frauen trafen sich am Rathaus und wurden mit einem originellen Maisträußchen begrüßt.

Die Wanderung führte uns durch das Gewerbegebiet von Ihringshausen, vorbei an Gärtnereien und Rapsfeldern - begleitet vom Gesang der Lerche - zum Warteberg. Die Wartebergsiedlung entstand 1930 und später kamen die die GWG-Siedlung und die Trott zu Solz-Siedlung hinzu. Ein Denkmal erinnert an Adam von Trott zu Solz. Hier machten wir die 1.Rast.

Weiter ging es nach Philippinenhof (Namensgeberin dieses Stadtteils war Prinzessin Philippine zu Preußen). Auf schönen Wanderwegen, durch Schrebergärten, erreichten wir wieder die Grenze Kassel/Fuldatal. Weiter vorbei am Kasseler Nordfriedhof über die Wolfsangerstraße stießen wir auf den historischen Kirchweg Wolfsanger - Ihringshausen. Hier wurde gerastet. Andrea hatte eine weitere Überraschung für uns. Wir konnten mit Mai-Bowle anstoßen und uns über das schöne Gedicht von Wolfgang Seekamp freuen:
Mai ist der Beste, ...

Wir blieben auf dem historischen Kirchweg bis wir in Ihringshausen in Richtung Stadion-Clubhaus abbiegen mussten. Die Fernsicht war nicht ideal, doch wir freuten uns an der Natur, die Schirme wurden kaum gebraucht. - Im Clubhaus wurden wir gut versorgt!
Alle waren sich einig: Andrea, das hast Du gut gemacht! Ein herzlichen Dankeschön von allen Teilnehmern.
H.H.



Höhepunkte der Radwandertour im Werratal: Creuzburg und Ruine Brandenburg

Herrliche Morgenkühle und zunehmend schöneres Frühlingswetter boten beste Voraussetzungen für die diesjährigen Mai-Tour der Radwanderer des hiesigen Wandervereins (HWGHV Fuldatal) im Werratal.

Die Anreise erfolgte - wie in den Vorjahren - in Pkw-Fahrgemeinschaften mit zugeladenen Fahr-rädern. Sieben Radwanderfreunde inklusive einer wackeren und tourerfahrenen Frau setzten die in den Vorjahren schon begonnene etappenweise Erkundung des Werratal-Radwegs fort. Nach Vorabstimmungen mit Horst Schuller und Gerhard Zintel führte diese Tour nun Hilmar Brackmann.

Gestartet wurde mit Blick auf die mittelalterliche Kleinstadt mit ihrer Nikolaikirche und der noch bzw. wieder weitgehend intakte Burganlage der Creuzburg mit ihren sehenswerten Museen und dem barocken Innenhofpark. Die 1165 -1170 erbaute romanische Ringmauerburg gilt als "Schwesterburg" der Wartburg, zumal sie auch zu den bevorzugten Aufenthaltsorten der
"Heiligen Elisabeth" gehörte.

Der Weg führte uns zunächst über die 1223 erbaute siebenbogige romanische Steinbrücke. Dann ging es gleich flussabwärts durch Rapsfelder, teilweise noch auf den inzwischen brüchigen "Ex-DDR-Plattenwegen". Die erste Rast gab´s am Startpunkt des Rennsteigs in Hörschel, die zweite in Herleshausen, das bis zum 9. November 1989 als "Tor nach Thüringen" in Zeiten der Teilung Deutschlands galt. In Gerstungen wechselten wir - nach 25 km - wieder auf die östliche Seite der Werra, um einen Abstecher auf die ebenfalls aus dem frühen Mittelalter stammende "Ruine Brandenburg" machen zu können. Der anstrengende Aufstieg lohnte sich nicht nur wegen der beeindruckenden Doppelburganlage (Wehrburg und befestigter Wohnturm), sondern vor allem auch wegen des grandiosen Blicks in das Werratal: fast die gesamte gefahrene Radweg-Étappe von am Ende 50 km war einzusehen …

Dem abschließenden Dank und Rückblick der Teilnehmer folgte der Ausblick auf die nun bald folgende Rheingau-Trier-Radwanderung.

M.N.


Die Werratal-Radwanderer waren nach der Endeinkehr im Biolandbetrieb "Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn" schließlich wieder bei ihren Fahrzeugen:
Gerhard Lauff,
Manfred Nikolai,
Anneliese und
Peter Sauer,
Manfred Schweitzer,
Hilmar Brackmann und
Gerhard Zintel (v.l.)

 




Wunderschöne Tage in Sachsen und der sächsischen Schweiz

Am 23. Mai d.J. machten sich 38 Mitglieder unseres Vereins auf zu einer Wanderfahrt ins Elbsandsteingebirge. Pünktlich wurden wir abgeholt und mit vielen Erwartungen ging es los. Auf der Fahrt nach Rathen, einem Ort, der vielen unbekannt war, machten wir nach einigen Stunden Halt in Meißen. Dort erwartete uns eine Stadtführerin, die uns die bereits bekannte Stadt auf ihre Weise näher brachte und wir hatten das Glück, das berühmte Glockenspiel aus Porzellanglocken zu hören. Nach einem Eis oder einem Getränk ging es weiter zu unserem Ziel. Doch weit gefehlt, nicht direkt am Hotel wurden wir abgesetzt, sondern an einer Fähre mit der wir übersetzen mussten. Unser Gepäck machte eine extra Reise, war jedoch rechtzeitig zum Einchecken da.

Nach dem Abendessen sahen wir eine Diaschau über das Elbsandsteingebirge und besonders über die Bastei und erfuhren, wie die Menschen früher ihren Weg über diese unwegsame Region nahmen.

Am Tag darauf trafen sich die Wanderer mit ihren Führern zu ihrer Wanderung und die "Nichtwanderer" fuhren mit dem Bus zunächst nach Görlitz, besichtigten die Stadt mit fachkundiger, jedoch nicht allzu detailreicher Beschreibung, aber persönlicher Erfahrung angereicherter Aussage. Wir überschritten natürlich die Europabrücke und waren plötzlich in Polen. Für uns aus Hessen eine ungewöhnliche Erfahrung, für die Menschen vor Ort jedoch selbstverständlich, da beide Ortsteile, die polnische wie die deutsche in vielen Dingen zusammenarbeiten.

Weiter ging es nach Bautzen, einer Stadt, die sich besser darstellt, da es hier gelungen ist ein großes Einkaufszentrum in der Stadt zu integrieren. Beide Städte beeindruckten durch die schönen wiederaufgebauten und restaurierten Gebäude.

Der Abend wurde von einem Alleinunterhalter gestaltet, bei dessen Musik am Ende eine Polonaise der verbliebenen Teilnehmer mit anschließendem Tanz stand.

Am folgenden Tag fuhren wir mit einem Raddampfer bis Pillnitz und dann weiter mit einem Motorschiff nach Dresden.

Bei der Stadtbesichtigung beschränkte sich unsere Führerin auf die wesentlichen Teile der Stadt, ließ jedoch nicht den Zwinger und die Kachelwand mit der Reihe der sächsischen Fürsten und Könige aus und der Höhepunkt, die Besichtigung der wiederaufgebauten Frauenkirche. Wir waren schon da, doch unsere Führerin hat uns weitere Informationen geben können.




Die Nichtwanderer im Hof des Zwingers in Dresden

Der nachfolgende Tag führte die "Nichtwanderer" in die Tschechei nach Decin, einer alten Stadt, die im Krieg auch stark zerstört wurde und nach dem Wiederaufbau schöne Häuser zeigt. Eine Führung zum Schloss auf einem breiten mit Mauern abgegrenzten, ansteigenden Weg führte uns in den Innenhof.

Und durch eine kleine Pforte kamen wir dann auch in den bekannten Rosengarten. Zum Abschluss saßen wir in der Stadt am Marktplatz und ließen uns Getränke und Essen schmecken, denn der Tag war warm.

Am Abend wurde schon gepackt, andere waren noch am Elbufer unterwegs. Und am Morgen fuhren wir wieder Richtung Heimat, nicht ohne Halt. In Chemnitz konnten wir das Horchmuseum besuchen, wo wir über die alten Oldtimer staunten und auch die Geschichte des Trabbis erfahren durften.

Unsere Wanderungen
Ausgangspunkt unserer ersten Wanderung war der Ortsteil Oberrathen, den wir
-ernergiesparend - mit der strömungsgetriebenen Elbfähre erreichten. Hier empfingen uns die Wanderführer Holger und Irina Nabusch. Das erste Ziel war der Rauenstein, eines von den von für die Sächsische Schweiz charakteristischen Tafelgebirgen; bei einem Höhenunterschied von "nur" 200 bis 300 m ging es einmal hoch, dann in der nächsten Schlucht wieder hinunter, und wieder hoch usw.-- aber wir wurden jedesmal durch eindrucksvolle Ausblicke auf die Landschaft für unsere Anstrengungen entschädigt.

Unsere beiden ortskundigen und gut ausgebildeten Wanderführer konnten uns interessante Einzelheiten über die Entstehung dieser Landschaft in den vergangenen Jahrmillionen erzählen. Mittags waren wir an unserem Tagesziel - dem Rauenstein angekommen und stärkten uns auf der glasgeschützten Terrasse der Berggaststätte.

Der Abstieg über die Laasenhäuser nach Oberrathen war steil aber bequem. Vor der Überfahrt mit der Fähre lauschten wir noch den Tönen auf der Klangterrasse amElbufer.

Eine imposante Felsgruppe am Rauenstein

Der nächste Tag war der Hauptattraktion unseres Urlaubsortes - der Bastei - gewidmet. Zuerst führte uns eine kleine Vorwanderung zum Rhododendrongarten - zauberhaft mit seinen vielen unterschiedlichen Blütenfarben - weiter über den Gamrig und dann zunächst wieder zurück zum Hotel. Nach kurzer Pause erfolgte der Anstieg zur Bastei; dabei hatten wir herrliche Aussichten vom Tiedgefelsen, dem Kanapee, der Felsenburg Neurathen und schließlich von der Bastei selbst.
Einfügen Bild: Basteibrücke.JPG
Bildunterschrift: Eine besondere Attraktion der Bastei: die Brücke
Hier hatten zwischen zwei Kletterfelsen sog. Slackliner ihr Seil gespannt, um zu balancieren; schon allein vom Zuschauen konnte es uns schwindelig werden. Nach der Mittagspause an der Bastei ging es dann 7oo Stufen hinab durch die Schwedenlöcher zum Amselsee. Der abschließende Weg um den Amselsee zu unserem Hotel war ein schöner Abschluss des zweiten Wandertages.

Am dritten Wandertag ging unser Weg wieder um den Amselsee herum über den Pionierweg durch den Basteiwald hinauf zum Hockstein. Beim Abstieg wurden wir dann durch die Wolfsschlucht steil und sehr eng ins Polenztal geführt. Nach einer Stärkung in der Schänke folgten wir der Polenz zur Waltersdorfer Mühle. Über den Ziegenrücken und den Füllhölzelweg kamen wir zum Hotel zurück. Drei wunderschöne und eindrucksvolle Wandertage lagen hinter uns.

Es gibt mehr zu erzählen über diese wunderschöne Fahrt, die persönlichen Begegnungen, die persönlichen Sichten. Es war schön, zusammen unterwegs zu sein und diese schönen Tage zu erleben. Einen herzlichen Dank an unseren Reiseveranstalter, Herrn Fritsche.
n.n.


Männer-Radwanderwoche 2014: vom Nahetal bis in den Rheingau

Genau zwischen zwei Schlechtwetterphasen passte eine ideale Sommerwoche für die diesjährigen Touren der Radwanderer des hiesigen Wandervereins (HWGHV Fuldatal): vom 30. Juni bis 07. Juli waren 6 Radwanderfreunde - nach Vorplanung durch Karl Dietrich - im Nahetal unterwegs.
Gerhard Zintel übernahm die Feinplanung und führte die Touren mit Unterstützung von Gerhard Lauff und Peter Sauer, die das Naheland mit der "Pfälzische Schweiz" und den angrenzenden Gebieten des Rheingaus mit Bingen, Rüdesheim und Mainz bereits erkundet hatten.

Schon im Vorfeld hatte Karl Dietrich als Standort und Ausgangspunkt für die Touren ein Hotel in seiner alten Heimatstadt Bad Münster am Stein - am Fuße der Ebernburg - reserviert.

Die Ebernburg, deren Begründer durch ihre Unterstützung der Hildegard von Bingen im 11. Jahrhundert schon Bedeutung erlangten und auf der Franz von Sickingen dem Reformator Ulrich von Hutten und anderen zu Beginn des 16. Jahrhunderts zeitweise verfolgten Vorkämpfern der Aufklärung und Demokratie in Deutschland Schutz geboten hatte, diente uns täglich bei der Rückreise als Orientierung. Von ihren Terrassen aus und auch von der gegenüber liegenden Ruine "Rheingrafenstein" boten sich fantastische Aussichten über die schönsten Landschaften und Sonnenuntergänge des Nahetals.

Die Touren auf dem 128 km langen Naheradweg und zum Selztalradweg wurden durch jeweilige Anreisen per Bahn erleichtert. Gestartet wurde - nach einer ersten Probefahrt mit Erkundung von Bad Kreuznach - im Bereich der Nahe-Quelle am Bostalsee im nordöstlichen Saarland. Wichtige Stationen waren dann die pfälzer Städtchen Idar-Oberstein (mit seiner Felsenkirche und den Mineral- und Edelsteinmuseen), Kirn, Bad Sobernheim, Alzey und schließlich die Mündung der Nahe in den Rhein bei Bingen. Hier wurde mit einer Überfahrt nach Rüdesheim das Gebiet des Rheingaus und damit auch unser Heimatland Hessen erreicht.

Start der Naheradweg-Tour am Bostalsee: Peter Sauer, Hilmar Brackmann, Manfred Nikolai, Gerhard Lauff, Jürgen Huth und Gerhard Zintel (v. l.)













Ein fahrradfreier Ausflugs- und Kulturtag in Mainz rundete das Programm ab. Unflätige humorige Bemerkungen des Stadtführers über das andere Rhein-Ufer mussten wir ertragen: zur Römerzeit begann dort das Germanen-Gebiet, heute liegt dort der Stadtteil "Mainz-Kastel", der seit Neuzuschnitt der Landesgrenzen durch die Alliierten nun zu Wiesbaden und damit zu Hessen gehört. Und natürlich gehörte die Dombesichtigung (wichtigste Kardinäle nördlich der Alpen, die Jahrhunderte über die Krönung der weltlichen Herrscher entschieden) und das Gutenberg-Buchdruck-Museum für Erstbesucher und Interessierte zum Muss.

Die Pausen nach den ersten 20 km oder nach spätestens 2 Stunden und die tägliche Einkehr am Nachmittag in einem Café oder einer Eisdiele, an einem gemütlichen Rastplatz oder an einem Dorfbrunnen verhinderten, dass die sportive Seite dem sonstigen Lebens-Genuss den Rang ablaufen konnte.

So gab es auch Zeit genug, historische Gebäude und Anlagen, die Salinen und Thermalbäder, eine "Original-Römer-Straße", eine Denkstätte für Kriegsgefangene und natürlich unendlich viele Weingüter und Weinberge, Naturdenkmäler und Alleen, Flusslandschaften mit Reihern, Störchen oder auch dem Albatros zu beachten.

In Bad Münster-Ebernburg genossen wir allabendlich in verschiedenen Traditionslokalen, Weingütern und Straußenwirtschaften die gute pfälzische Küche und - nach dem Durstlöschen - manchen edlen Tropfen mit mehr oder weniger oder ohne Umdrehungen. Und da die Fußball-WM auch im Nahetal nicht zu übersehen war, hat der eine oder andere und bei Spielen der Teams Deutschlands gegen USA und Frankreich fast alle gemeinsam mitgefiebert. Die nächtlichen sonstigen Spiele, die dann von ganz "Hartnäckigen" vom Bett aus geguckt wurden, führten zu "harten Nacken", gegen die auch die "Pferdesalbe" nicht viel half … Weitere Schäden, Fahrradpannen oder gar Unfälle waren glücklicherweise nicht zu beklagen.

Dem abschließenden Dank durch Hilmar Brackmann an den Tourenleiter Gerhard Zintel und dem Rückblick der Teilnehmer folgte der Ausblick auf die Radwanderwoche vom 19.-26. Juli 2015, die uns in das Altmühltal führen wird.
M.N.


Sommerzeit - Treffen in der Natur - Grillzeit
Familienwanderung

So trafen sich Wanderfreunde am Sonntag, den 13.7.2014 um 10.30 Uhr an der Schneeganshütte in Simmershausen zu einer Wanderung um den Häuschenberg. Bald kamen wir auf den Eco-Pfad von Simmershausen. An der Info-Tafel "Steinzeitlicher Lagerplatz", heute eine Streuobstwiese, gab es eine kurze Verschnaufspause.

Die ersten Stoppelfelder erinnerten uns an den Jahresrhythmus. Leider verwandelte sich der morgentliche Sonnenschein in Grau und der angekündigte Regen setzte ein. Der Vorschlag der Wanderführer Klaus Kremin und Johannes Scheffer, die Strecke abzukürzen, wurde gerne angenommen. An der Schneeganshütte erwartete uns doch ein tolles Team mit Getränken und Gegrillten.

Auch Freunde vom Wanderverein Vellmar sind mitgewandert und haben mit weiteren Wanderfreunden den Nachmittag mit uns verbracht.

Für Kurzweil sorgte eine Aufführung des Märchens "Aschenputtel" mit hervorragender Besetzung und voller Hingabe, Regie führte Andrea Schmidt. Es wurde gesungen und das Ratespiel "Dalli Klick" kam in der Gruppe gut an und hatte Spaß gemacht. Nach diesen Programmpunkten konnten wir uns Kaffee und herrlichen Kuchen schmecken lassen.



Doch so ein gelungener Familienwandertag gelingt nur mit vielen fleißigen Händen - und diese gibt es im Wanderverein. Ein herzliches Dankeschön an das Organisations-Team.
H.H.


Wanderverein beim tollen Festumzug "120 Jahre TV 1894 Simmershausen"

Der Wanderverein Fuldatal folgte der Einladung des TV 1894 Simmershausen, an dessen Jubiläums-Festumzug am 20.Juli 2014 mitzuwirken.

Ingrid Lenz, Heidi Nikolai, Manfred Schweitzer, Ruth Brostmeyer, Horst Müller und Ursel Weinreich (v. l.) mit dem Transparent des Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereins - Zweigverein Fuldatal, der Fahne und den Wimpeln der Wandertage







Unsere Aktiven gratulierten durch ihre Teilnahme namens des Vereins dem TV 1894 Simmershausen zu seinem bemerkenswerten Jubiläum. Zugleich hatten wir viel Spaß an dem vielfältigen Festumzug mit fast 30 teilnehmenden Wagen, Gruppen, Musikzügen etc. aus Simmershausen, den benachbarten Gemeinden Fuldatals und anderen befreundeten und sich gegenseitig unterstützenden Vereinen.

Der Festumzug insgesamt, aber gerade auch unser Beitrag mit dem "Riesenrucksack" hat den zuschauenden Menschen in Simmershausen viel Freude bereitet.

Belohnt wurden wir durch eine "Dusche" und Mineralwasser des so auch beteiligten "Dorfladens Simmershausen", weitere Wasserspenden aus privater Initiative unterwegs, viele (zurück-)winkende Bürger/innen und auch langjährige, neue (und zukünftige!) Mitwanderer und Radfahrer/innen aus Simmershausen …

Abschließend labten und erholten wir uns im Plausch mit den Aktiven des TV Simmershausen und der anderen Vereine beim Fest in der Sporthalle, auf dem Schulhof und vor dem "Haus der Vereine".
M.N.
                                                                                      Ruth Brostmeyer und Anita König


Wanderung durch die Ischeroder Schweiz im Naturpark Eichsfeld (10. Okt.)

A-Gruppe ca. 18 km. Wanderführer J.+H. Henneberg Start: Ballenhausen
B-Gruppe ca. 12 km. Wanderführer H.+H. Schuller Start: Reinhausen

Ballenhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Friedland mit ca. 650 Einwohnern. Das Bild des Ortskerns ist von zweigeschossigen Fachwerkhäusern geprägt.

Bei schönem, klarem Himmel erreichten wir den Wendebach-Stausee. Dieser staut seit 1973 den Wendebach, einen Zufluss der Leine. Er dient als Naherholungsgebiet. Hohe Felswände verlaufen an der Hauptstraße. Beeindruckend für uns, die ganz dicht an die Felsen gebauten Häuser.

Unser nächstes Ziel, der Reinhäuser Wald, in dem sich weitere Felswände befinden. Herausragend ist hier der Hurkutstein. Der Name bedeutet niederhocken oder verkriechen, was wir beim Besteigen der Burg mit Hilfe der Leiter feststellen konnten. Eine kammerartige Höhle diente als Unterkunft und Schutz vor Kälte und Schnee.
Bei den Jägersteinen handelt es sich um klippenartige Felsen, die als Naturdenkmal ausgewiesen wurden.
Ischenrode ist der südlichste Ortsteil der Gemeinde Gleichen.

Rast am Dorfplatz in Ischenrode


Nun der letzte Ort Bremke, ein Ortsteil von Gleichen, liegt am Rande des Reinhäuser Waldes. Der Ort liegt im engen Tal des Wendebaches von steilen Buntsandsteinfelsen geprägt. Es ist ein Straßendorf, das an der Deutschen Märchenstraße ca. 9 km von Göttingen liegt.

Direkt südlich verlief die ehemalige innerdeutsche Grenze. Der Ort am Rande des Reinhäuser Waldes und im engen Tal des Wendelbaches wird von steilen, offenen Buntsandsteinfelsen geprägt.

In dem Ort Gleichen-Bremke haben wir unser Mittagessen eingenommen.
Es war eine gelungene von unseren 4 Wanderführern vorbereitete und heute durchgeführte Wanderung, hierfür sagen wir unseren herzlichen Dank.
H.S.


Wir waren in Bad Harzburg zum Deutschen Wandertag

Früh morgens am 17. August 2014 wurden 15 Wanderfreunde unseres Wandervereins in Ihringshausen und Simmershausen zur Fahrt zum Deutschen Wandertag mit dem Bus abgeholt. In Simmershausen musste auch der Wagen und der Rucksack zugeladen werden. Alles hat gepasst und wir fuhren in Erwartung des Kommenden Richtung Norden und dann zum Harz.
Das Wetter? Wir hofften auf einen trockenen Tag.

Auf dem Parkplatz angekommen machten wir uns zunächst auf einen Bummel durch die Stadt und die Wandertagsmeile. Die Männer und Frauen, die sich um den Aufbau des Wagens zu kümmern hatten, trafen sich gegen Mittag am Bus, bauten alles auf und zogen zusammen zum Aufstellplatz.

Auf dem Weg durch die Stadt erregte - wie immer - unser Rucksack große Aufmerksamkeit. Viele Menschen zückten hier schon ihre Kameras. Ja, wir genossen es, diese Aufmerksamkeit zu erhalten, die wir denjenigen Frauen zu verdanken haben, die dieses gute Stück damals zusammengenäht und erstellt haben. Und wie oft wurden wir gefragt, was darin sei!

Wir warten darauf, dass es losgeht


Es dauerte einige Zeit bis der Umzug begann, denn wir waren sehr zeitig an unserem Platz. Doch dann ging es schleppend los. Wir kennen ja das Stopp an Go bei diesen Umzügen.
Doch es hat allen Freude bereitet, weil es eine Begegnung der Festzugsteilnehmer gab, sodass wir auch die Gruppen der anderen Teilnehmer sehen konnten.


Und der Rucksack hat auch hier besondere Aufmerksamkeit erregt. Ich weiß nicht, wie viele Umzugsteilnehmer, Zuschauer und auch Filmteams uns gefilmt haben.
Nach Ausgabe der Wandertagsbänder haben wir unseren Wagen im Bus verstaut und sind dann noch in ein Lokal zu dem erforderlichen Abspann gegangen.


Stau - wann geht es weiter?


Es war ein Besuch in einer schönen Stadt mit vielen Gästen, vielen Zuschauern, guter Organisation und - gutem Wetter. Danke an den WV Vellmar, der die Busreise organisiert hat.

Bis nach Paderborn, dem Ort des kommenden Wandertages!
KK


Wanderung am 7.September 2014 durch das Biosphärenreservat Rhön

Gruppe A wanderte von Lütter nach Gersfeld ca. 18 km auf dem Fulda Wanderweg.
Lütter ist ein Ortsteil von der Gemeinde Eichenzell im Landkreis Fulda, der auf der Höhe von 314-362 m liegt. Das Flüsschen Lütter, das dem Ort seinen Namen gibt, mündet in
die Fulda. Ein wirtschaftliches Standbein sind die Mineralbrunnen. Förstina-Sprudel und Mineral und Heilquelle, Rhönstrudel.

Wir verlassen Lütter, überqueren die Fulda und erreichen ein Waldgebiet, in dem wir zum Doktorhaus wanderten. Hier beginnt die B-Gruppe ca. 13 km.

RIED: ist oberdeutsch für Moorgebiet. Interessant ist die wertvolle Wehrkirche aus dem 15.Jahrhundert. Im Altarraum besichtigte die B Gruppe ein Kreuzgrippengewölbe. Der alte Kirchturm und die spätmittelalterliche Kirchhofbefestigung mit Mauer sind noch erhalten.

SCHMALNAU: liegt eingebettet zwischen den Erhebungen Steinküppel 502 m, Horstberg 500 m. Diese mussten die A Gruppe bezwingen.
Die B Gruppe dagegen machte Rast auf dem Kirchplatz, der erst später nach Ende des Gottesdienstes von den Bewohnern besucht wurde. So brauchten sie nicht lange anstehen und konnten den herrlichen Spießbraten und die Bratwürstchen evtl. auch mit einem Bierchen genießen. Nach der Stärkung wurde noch die barocke Kirche und die barocke Neptunstatue besichtigt.

ALTENFELD: Die A Gruppe nahm den Ort nur optisch wahr. Die B Gruppe dagegen hatte schon wieder eine tolle Abwechslung. Hier wurden frische Forellen angeboten.

Unser Ziel: GERSFELD: liegt eingebettet in die Rhön im Landkreis Fulda.
Sehenswürdigkeiten: historischer Marktplatz, eine Barockkirche und das Barockschloß.
Der Wildpark Gersfeld zeigt auf einer Fläche von 50 Hektar, hauptsächlich europäische
Wildtiere.

Im Schlossbräu Restaurant "Cafebar Malibu" haben wir unser Mittagessen, was allen sehr gut geschmeckt hat, eingenommen..

Unseren Wanderführern A, Schmidt, (vielen Dank für die Idee mit dem Ratespiel und dem Schnäpschen), G. Lauff, M. Schweitzer, A. Mandel vielen Dank für die gut geplante Tour und gute Betreuung.
H.S.


Busfahrt an die Weser

Die Spaziergängergruppe hatte am 18. September 2014 zu einer Busfahrt an die Weser eingeladen. Ziel war die Freilichtausstellung "Der Mühlenplatz" am Westrand des Luftkurortes Gieselwerder der Gemeinde Oberweser. Bei herrlichem Wetter freuten sich 35 Wanderfreunde und Gäste auf einen schönen Nachmittag in geselliger Runde. Abfahrt war um 12:30 Uhr vom Rathaus Ihringshausen.

Die Busfahrt führte uns durch den Reinhardswald, vorbei am Friedwald und Gottsbüren. Kurzer Stopp war im Lumbachtal, wo der Lumbach angeblich durch eine optische Täuschung bergauf fließt. Danach erreichten wir unser Ziel - den Mühlenplatz.
Diese Anlage entstand im Jahr 1969 von einem Hobbybastler und entwickelte sich schon bald zu einem beliebten Ausflugsziel. Zu sehen sind etwa 60 Miniaturen von Bauwerken aus alter Zeit, alle original nachgebildet im Maßstab 1:25 und 1:40. Sehr schön, um nur einige zu nennen, ist die Wartburg, Schloss Neuschwanstein, die Rathäuser Wernigerode, Uslar und Alsfeld. Das Wasser des Lumbaches, der durch den Mühlenplatz fließt, wird über zierliche Rinnen und Brücken den Wassermühlen zugeführt und zum Antrieb der kleinen Mühlenräder genutzt.

Nach der Besichtigung kehrten wir ins Gasthaus "Zum Lindenwirt" in Weißenhütte ein, wo wir uns Kaffee und Kuchen schmecken ließen.
Unser Dank gilt den Organisatoren Frieder und Maga Hobein für den erlebnisreichen Tag.
I.Bi.


Jedermannswanderung am 21.September 2014
Anlässlich der Straßenkirmes Ihringshausen


Alle Teilnehmer trafen sich um 9:30Uhr zu der o.a. Wanderung. Die Wanderführer/in A. Schmidt und A. Mandel waren sehr erfreut über die gute Beteiligung, immerhin 29 Personen. Davon
7 Gäste, die wir vielleicht bei unseren nächsten Wanderungen begrüßen dürfen.

Als Einführung trug Andrea ein für uns zutreffendes Gedicht vor:
Nun, ich bereit zum Wandern, hellt sich mir jeder Raum, ein Schritt ergibt den andern,
ich geh ich merk es kaum. Ja, wer zum Wandern ganz bereit, bleibt hier in aller Ewigkeit.

(von Gusto Graser 1879-1958)

Unser 1.Halt war am Ihringshäuser Bahnhof, der seit dem Bau der ICE Strecke nur noch ein Bahnhaltepunkt ist. Er wurde 1890 eingeweiht, und der Ort feiert 2018 sein 975 jähriges Bestehen. Dann ging es durch die Mönchebergstraße, in diesem Bereich war früher einmal das Ziegel- und Braunkohlewerk Möncheberg.
Von dem Flüsschen Rohrbach aus hatten wir einen Blick auf die Bundespolizei. In 2005 wurde der damalige Bundesgrenzschutz in Bundespolizei umgenannt. Sie besteht aus 2 unterschiedlichen Stellen: Bundespolizei Fliegerstaffel Fuldatal und Bundesdirektion-Bereitschaftspolizei, die für das gesamte Bundesgebiet Einsätze verteilt.

Wassererlebnishaus, Simmershausen: Hier brachte K. Dietrich wichtige Daten und Vorkommnisse für uns ins Gespräch. Das Wassererlebnishaus versteht sich als Partner von Kindergärten, Schulen, Familienfeiern für Naturerlebnis, Umweltbildung und Nachhaltigkeit. Es liegt zwischen Wald und Wiesen im Rohrbachtal. Bei unserer Rast in der Wetterhütte wurden wir von den beiden Wanderführer/in mit Süßigkeiten und Eis verwöhnt und erhielten eine sehr schöne Plakette mit Wandermotiven.

Bis jetzt war das Wetter angenehm, doch als wir auf der Straßenkirmes uns stärken wollten, es roch so gut nach Bratwurst und Suppe, fing es kräftig an zu regnen.

Für alle Vorbereitungen und Planungen bedanken wir uns sehr.
H.S.


Sylt-Freizeit des Wandervereins Fuldatal vom 25.09. - 05.10.2014:
spätsommerliche Sonne, freie Natur und vielfältige Kultur an der Nordsee


Der Wanderverein Fuldatal bot Mitgliedern und Gästen einen seiner Höhepunkte 2014: nur einmal alle zwei Jahre wird die beliebte Sylt-Reise organisiert. Durch die selbst organisierte Busreise und die Unterkunft im Jugendseeheim Sylt des Landkreises Kassel konnte diese elftägige Tour zu einem Preis angeboten werden, der auf der "Luxus-Insel" Sylt sonst wohl kaum möglich gewesen wäre.

Das Jugendseeheim liegt in einem kilometerlangen Naturschutzgebiet im Norden der Insel zwischen Kampen und List. An einer der schmalsten Stellen Sylts hatten wir es nur wenige hundert Meter zum kilometerlangen westlichen Sandstrand oder zum östlichen Wattenmeer.
Das garantierte bei entsprechender Wetterlage und Uhrzeit, dass Frühaufsteher/innen nur 200 m westlich unseres Geländes von einer Düne den Sonnenaufgang genießen konnten; die Tage konnten abgeschlossen werden mit dem meerestypischen Abendrot oder einem sternenklaren Nacht-Himmel bei Neumond …

Die Freizeit wurde genutzt für eine Inselrundfahrt, individuelle und gemeinsamen Strand- und Dünen-Wanderungen, eine Wattwanderung (mit fachkundiger Führung incl. Austernverkostung durch Rolf Paulsen), Radtouren und eine Besichtigung des altfrisischen Dorfes Keitum mit den ältesten "Kapitänshäusern" der Insel.
Viele nutzten auch die Gelegenheit, das Naturgewalten-Museum in List oder das Hallen- und Saunabad "Sylter Welle" in Westerland zu besuchen. Auch die "Windsurfer-Weltmeisterschaft" zog einige in ihren Bann, wenngleich die Surfer - im Gegensatz zu uns - die herbstlichen Stürme vermisst haben.

An zwei Ausflugstagen ging´s per Bus- und Schiff auf die benachbarte Insel Amrum und nach Dänemark. Dort konnten unter launiger und kompetenter Führung durch Erich Barke die Landgewinnung, historische Schleusenanlagen, die alte Apotheke in der dänisch-deutschen Stadt Tondern und die Wurzeln der Wikinger und Dänemarks in der historischen Stadt Ribe mit ihrem romanischen Dom besichtigt werden.

Im "Abendprogramm" wurden Filme früherer Sylt-Freizeiten von Horst Müller, eine aktuelle NDR-Produktion über die Nordsee, ein Pop- und Soul-Live-Auftritt von Sonja Horn und ihrem "Kapellmeister" Manfred Horn (im Hauptamt: die Heimleitung) und als "Bergfest" die "ganze Wahrheit über die Königin der Nordseeinsel Sylt" mit dem Kabarettisten Manfred Degen als Exklusiv-Veranstaltung in der Kasseler Kogge geboten!

Den bunten Abschlussabend gestalteten die Teilnehmer/innen unter Regie von Helene und Joachim Henneberg. Es gab das Fuldatal-Lied mit Willi Becker, Tanz-Reigen mit Irmgard Sperzel, Gedichte und Geschichten von und mit Margot Wagner, Katharina Summa, Liesel und Jürgen Huisinga und das Simmershäuser Impro-Theater mit Heidi und Manfred Nikolai sowie Mattis Hohe. Letzterer spielte mit seinen 4 Jahren nicht nur in diesem Stück verschiedene wichtige Rollen, sondern er verjüngte das gefühlte und gerechnete Durchschnittsalter unserer Oldie-Truppe, wenn wir nur die beiden statistischen Spitzen mitteln, auf unter 50 Jahre! Und er sorgte, am Ende verstärkt durch einen weiteren Blondschopf (Max, Mitte links) immer für gute Laune und verstärkte das allgemeine Wohlbefinden der gesamten Gemeinschaft.

Die Fredrich-Busfahrer Mike und Christoph bildeten ihn zum zweiten Ersatzfahrer aus, auf dem Adler-Schiff nach Amrum erwarb Mattis das Vize-Kapitäns-Patent mit Stempel und Unterschrift, im SVG-Bus nach Dänemark durfte er die Beifahrer-Schlaf-Koje ausprobieren und natürlich hat er sich auch nach "einer Milliarde Dom-Turm-Stufen" und 1000 bekämpften Meeres-Bastarden (Flucht vor den Wellen an der Westküste) immer mal ein Zubrot aus der Gruppe der vielen freiwilligen Omas und Opas verdient.

Vorstand Johannes Scheffer würdigte abschließend noch einmal Liesel und Jürgen Huisinga für die langlährige Leitung der Freizeiten des Vereins und die nun so gut gelungene Übernahme der "Reiseleitung" durch Heidi und Manfred Nikolai. Er freue sich schon heute auf die nächste Reise, die uns traditionell nach Schönau im Berchtesgadener Land führt:
vom 23.Mai bis 02. Juni 2015 !
M.N.


Wanderung am 19.Oktober 2014 vom Urwald Sababurg ins Wesertal

Unsere Reinhardswaldtour auf historischen Pfaden begann für die A - Gruppe am Parkplatz Urwald. Diesmal unternahmen wir keinen Abstecher in Hessens ältestes Naturschutzgebiet, das aus einem Hutewald hervorgegangen ist. Wir folgten bei angenehmstem Herbstwetter sogleich abwärts dem Lauf des Donnebachs auf dem Nonnenweg (gelbes Kreuz).

Die Nonnen aus Lippoldsberg verschafften im 14.Jahrhundert der Kirchengemeinde und der Umgebung eine erträgliche Einnahmequelle. Sie verbrachten den Leichnam von Christus aus dem Wald zur Anbetung in die Gottsbürer Kirche, worauf immer größere Scharen von wundergläubigen Pilgern herbeiströmten, vor allem seitdem das Gotteshaus durch den Erzbischof von Trier im Jahr 1331 zur Wallfahrtskirche ernannt wurde.


Die herbstliche Laubfärbung erfreute uns und auch die Blicke auf den sich unter uns schlängelnden Bach. Bald gelangten wir an die Feldgemarkung von Gottsbüren, überquerten
die L 763, um zu den beiden Teichen des Gottsbürer Angelvereins zu gelangen.
Ab hier begann auch die Wanderung ca. 12 km der B - Gruppe. An der Anglerhütte nahmen wir das erste Frühstück ein im Angesicht der Forellenteiche. Danach wandten wir uns Gottsbüren zu, wo der gewaltige Kirchenbau die Fachwerkhäuser überragt.

Welch ein ergreifendes Klangerlebnis diese Hallenkirche bietet, erlebten wir beim Gesang einer Wanderfreundin. Die B - Gruppe lauschte andächtig den Klängen einer Mundharmonika in der erhabenen Kirche.
Auf dem Dorfplatz erregte ein mindestens 300 jähriger Pranger unsere Aufmerksamkeit. Wir kamen auch an einer alten Richtstätte vorüber, als wir durch eine Trift und ein Neubaugebiet den Waldrand fast erreicht hatten. - Die Sababurg wurde übrigens zum Schutz der Pilger vor Räubern errichtet. - Oberhalb von Gottsbüren bewegten wir uns wieder durch Wald auf dem Weserberglandweg, der uns schnurgerade zu einem sonnenbeschienenen Rastplatz führte, wo wir auf Baumstümpfen ausruhten. Schilder wiesen auf Hügelgräber aus uralter Zeit hin. Weiter ging´ s auf unserer 18 km langen Wegstrecke. Wildschweine hatten einen Wiesenweg aufgewühlt. Dann gab es aber nur noch breite ebene Wege und schließlich ins Wesertal leicht abfallend.

Hausdächer schimmerten durch das Buschwerk. Ausblicke auf die Weser hatten wir schon vorher genossen. Wir gelangten direkt auf die einzige Straße in dem Waldenserdörfchen Gewissenruh mit nur 131 Einwohnern, einem Ortsteil der Gemeinde Oberweser.

1722 wurde Gewissenruh für die waldenser Glaubensflüchtlinge aus den französischen Alpen von Landgraf Karl von Hessen-Kassel als "Kolonie" gegründet, ebenso wie das Dorf Gottstreu an der Weser. Die Flüchtlinge waren jahrelang im nördlichen Europa herumgeirrt, bis sie endlich hier an der Weser eine neue Heimat fanden, wo sie ihren evangelisch-reformierten Glauben ausüben durften.

Das schlichte Kirchlein, der französische Platz und Hausinschriften erinnern noch an die französische Herkunft mancher Bewohner.

Im hellen, freundlichen Gasthaus "Zum Reinhardswald" in der Ortsmitte wurden wir ausgezeichnet bewirtet und hatten Gelegenheit, uns bei den zwei Wanderführer-Paaren herzlich für die in jeder Hinsicht gelungene Wanderung zu bedanken.

Ka.Kl..


Auf dem ECO-Pfad Kulturgeschichte Habichtswald um Ehlen

Am 28. Oktober d.J. trafen sich 25 Wanderinnen und Wanderer auf dem Penny - Parkplatz in Ehlen. Der Weg führte zunächst zu einem Spielplatz, an dem Wanderführerin Liesel Huisinga einige Erklärungen zur Geschichte des Ortes Ehlen gab. Bald trafen wir auf die erste Tafel des Eco-Pfades, der die Geschichte des Guts Bodenhausen das wir im Tal erkennen konnten. Leider kamen wir nicht am bekannten Portal vorbei, da wir dem Pfad folgend abbogen.

Unsere nächste Station war der Ort der Mühlen, einer Korn- und einer Ölmühle, die heute jedoch als landwirtschaftliche Betriebe genutzt werden. Das war der Teil, den wir an diesem Tag abgelaufen waren. Doch den anderen Teil des Eco-Pfades werden wir im kommenden Jahr erleben.

Nun wanderten wir auf andern Wegen Richtung Einkehr, denn die Zeit war abgelaufen, sodass wir auch nicht mehr die Schleife durch die Gemarkung laufen konnten. Leider hat das Wetter nicht der Vorhersage entsprochen, sodass wir nur die nächstgelegenen Berge sehen konnten. Jedoch den Dörnberg einmal von der anderen Seite mit seinem im Herbstlaub stehenden Wald, Schade, dass die Sonne es nicht zum Leuchten brachte. Dennoch waren die Wanderer zufrieden mit diesem Ausflug nach Ehlen.

Dank an die Wanderführerinnen Ursel Weinreich und Liesel Huisinga. Wir kommen sicher noch einmal nach Ehlen.


Wanderung der 2.Etappe auf dem Habichtswaldsteig am 2.November 2014

In Hoof begann die A-Gruppe mit 18 km und die B-Gruppe mit 13 km die o.a. Wanderung.
Nennenswerter Ort: Schauenburg. Mitten im Naturpark Habichtswald, am Südwestrand des Kasseler Beckens, liegt Schauenburg in landschaftlich sehr reizvoller Lage. Die Gemeinde besteht aus den fünf Ortsteilen Elgershausen, Hoof, Bre itenbach, Martinhagen und Elmshagen mit insgesamt 11 000 Einwohnern.
Die waldreiche Umgebung zwischen den Höhenzügen der hessischen Mittelgebirge sorgt für sauerstoffreiche Luft und die Abwechslung für die Wanderer. Die dort befindliche Burgruine haben wir wegen des schlechten Wetters nicht aufgesucht. Umso erfreuter waren wir, als wir bei der Rast in Breitenbach ganz plötzlich herrliches Wetter hatten und wir den kleinen, schön gelegenen Ort im Sonnenschein sehen konnten. Die Sonne versteckte sich doch wieder, und die Wanderung ging meist bei Nebel weiter. Aber es regnete ja nicht.

Die Burgruine Falkenstein, in östlicher Richtung von Sand bildet die höchste Erhebung im Emstaler Gebiet.

Die Falkensteinruine liegt 462 m hoch. Die Burg wurde im 14.Jahrhundert erbaut.
Nach wechselnden Besitzern wurde sie während des 30 jährigen Krieges durch Truppen des Feldherrn Tilly geplündert und zerstört. Heute lädt die Ruine zu einer Rast mit herrlichem Ausblick auf die Umgebung ein. Der Felskegel, auf dem die Burg Falkenstein errichtet wurde, fällt nach Norden und Osten sehr steil ab. Von dem alten Palasbau stehen noch einige Wände, und im Osten, über Basal und Klippen stehend, zwei Mauern Teiche. Die Wände des einstigen Palas aus Quaderstein sind zum Teil erhalten. Dies konnten wir besichtigen.

Im Lokal Sanderhof in Bad Emstal haben wir unser Mittagessen eingenommen, was uns allen sehr gut geschmeckt hat. Unseren 4 Wanderführern R. Brostmeyer, M. Schweitzer, H.u.M. Nikolai sagen wir für Ihre gute Arbeit herzlichen Dank.
H.S


Ein richtig bunter Hüttenabend

Zum Einlass strömten die Gäste in den Saal in Erwartung des Abends, an wir unseren 34. Jahrestag feiern wollten. Zu Beginn begrüßte der Vorsitzende Klaus Kremin die Erschienenen, zunächst die Gäste unseres Nachbarvereins in Vellmar, den Vorsitzenden Jürgen Kock mit Gattin, und Frau Giesing mit Herrn Arnold. Danach begrüßte er die Gründungsmitglieder Elfriede Kniep, Christa Schmalz und Ursel Weinreich. Mit Dank an diejenigen, die die Bühne bereitet hatten, Manfred Schweitzer und Manfred Nikolai, die Damen, die die Tische wundervoll mit herbstlichen Blättern und Früchten dekoriert hatten, Liesel Huisinga, Ruth Brostmeyer und Inge Zmrhal und den beiden Damen, Helga Wambach und Inge Zmrhal, die den neuen Vorhang für den Bühnenhintergrund besorgt und genäht hatten, ein riesiges Stück Vorhang, schloss er die Ansprache ab.

Nach der Begrüßung wurden die langjährigen Mitglieder geehrt für 10-jährige Mitgliedschaft Frieda Braun, Anita König und Klaus Kremin, für 25-jährige Mitgliedschaft Heinrich Liebehenz und Ewald Stallmach. Sie erhielten aus den Händen des Vorstands die Ehrenurkunden und die Ehrennadeln.

Nun übernahm Wanderfreund Manfred Nikolai die Führung durch den Abend und unser Alleinunterhalter Mario Gaßmann leitete mit Musik zum ersten Sketch des Abends über.

Eine unerwartete Bekanntschaft überraschte uns mit der Konfrontation einer gebildeten Dame und einem eher unbelichteten Herrn, der beim besten Willen in den Anspielungen der Dame auf literarische Größen nur Nachbarn oder andere normale Personen erkannte. Es war irritierend wie viele Missverständnisse entstanden. Danke an Ruth Brostmeyer und Anita König.


Nach ein wenig Musik war das Essen eröffnet mit einem üppigen Salatbuffet und Schnitzel mit Soßen zur Auswahl und sehr zartem Kammbraten, Gemüseplatte und drei Kartoffelvarianten. Fast alle nahmen danach noch den leckeren Nachtisch.
Musik nötigte die satten Teilnehmer zum Tanz und bald war die Tanzfläche voll, mal langsam aber dann auch mit rechtem Schwung.

Ein weiterer Sketch erfreute uns: das Paar mit den geschenkten Theaterkarten. Vor lauter Streit haben sie gar nichts von der Aufführung mitbekommen und mussten das Theater verlassen - von den Sitznachbarn zur Ruhe aufgefordert - ohne etwas vom Stück mitbekommen zu haben. Herrlich dargeboten von Karin und Dieter Endmann.

Uns besuchte die Märchenerzählerin Ellen Pasinski. Sie trug uns das Grimm'sche Märchen "Sechse ziehen in die Welt" in nordhessischer Mundart vor, reichlich ausgeschmückt. Es war eine wunderschöne Darbietung.

Musik zum Tanz führte zum nächsten Sketch: ein Ehepaar beim Psychiater, Szene einer Ehe vorgetragen der Psychiaterin und immer noch ungeklärt mit überraschendem Ausgang: Schlimm, wer Böses dabei denkt! Danke an die Darsteller Heidi und Manfred Nikolai und Christel Schöbel.

Und fast schon zum Schluss wurden wir von einem Penner besucht, der partout hereingelassen werden wollte. Er erzählte uns von seinem Freund, dem Slivovic, diversen Episoden aus seinem Leben und seinen Erfahrungen und Weltsichten. Wieder in nordhessischer Mundart hervorragend vorgetragen von unserem Gast, Herrn Arnold.

Danke an alle, die bei der Durchführung dieses schönen Abends mitgewirkt und Zeit und Anstrengungen auf sich genommen haben. Manfred Nikolai, unser diesjähriger Moderator, übergab jedem der Darsteller als Dankeschön ein kleines Präsent. Er hatte mit viel Engagement diese Aufgabe für den verhinderten Hubert Brostmeyer übernommen.

Mit Schnuddeln und Tanz ging der vergnügliche Abend zu Ende.
K.K.





 

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, schon sind wir mit unserer Adventsfahrt dabei

Zur vorweihnachtlichen Einstimmung wurde der heilklimatische Kurort Hahnenklee im Harz, ca. 16 km entfernt von Goslar, als erstes Ziel ausgesucht. Bereits im 12. Jahrhundert ließen sich Mönche auf der Clausthaler Hochfläche nieder, gründeten Klöster und begannen mit der Suche nach Erz. Der Bergbau wurde bis ins 18. Jahrhundert immer wieder erfolglos vorangetrieben. Aufgrund des Heilklimas wurde Hahnenklee, nachdem 1882 die ersten Fremdenzimmer entstanden, schließlich als Kurort geführt.

Ziel unseres Besuches war die 1907 - 1908 von Professor Karl Mohrmann erbaute norwegische Stabkirche nin Hahnenklee. Sie ist in ihrer Bauweise aus Holz und der Ausstattung unter den Kirchenbauten Deutschlands einzigartig. Sie fasziniert durch ihr imposantes Erscheinungsbild, dem prächtigen Innenraum und das moderne vier Oktaven fassende Carillon. nach Restaurierung des Glockenturmes stehen heute insgesamt 49 Bronzeglocken zur Verfügung.

Durch Rauhreif weiß angezuckerte Tannen sowie kleinere vorhandene Schneereste rundeten das Bild für eine vorweihnachtliche Stimmung ab. So ging es weiter in die Kaiserstadt Goslar, wo unser Mittagessen in einem Gasthof in idyllischer Lage mit einem schönen Blick auf die Altstadt von Goslar auf uns wartete.
Gestärkt ging es weiter nach Braunschweig. Die Geschichte Braunschweigs begann vor ungefähr 1000 Jahren, als am Übergang über die Oker ein Handels- und Stapelplatz entstand. Im 12.Jahrhundert war die Stadt Residenz Heinrich des Löwen, der die Burg Dankwarderode und den Dom erbauen ließ. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Braunschweig Hauptstadt des gleichnamigen
Herzogtums und entwickelte sich zum künstlerischen und geistigen Zentrum Norddeutschlands.

Mittelpunkt der Altstadt ist der Burgplatz mit der vom Heinrich der Löwe errichteten Bronzefigur des Löwen, der Burg Dankwarderode sowie dem zwischen 1173 bis 1195 erbauten Dom St.Blasii und dem Braunschweiger Rathaus. In diesem Bereich präsentiert sich zwischen jahrhundertalte Fachwerkbauten der Weihnachtsmarkt.

Unsere Wanderfreundin Kati Klenk, die einige Jahre Bürgerin der Stadt Braunschweig war, hat für Interessierte eine Stadtführung innerhalb und außerhalb des Burgplatzes unternommen. Ihre Kenntnisse hinsichtlich der vielen Sehenswürdigkeiten und insbesondere auch die geschichtlichen Hintergründe waren enorm. Eine Teilnahme hat allen viel gebracht. Vielen Dank noch einmal an Kati.

Auch ein noch so schöner Tag geht zu Ende und so mußten wir wieder die Fahrt nach Fuldatal antreten.
A.H.


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Stand: 16.04.2019